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So techt Deutschland - der Tech-Podcast

Frauke Holzmeier und Andreas Laukat
So techt Deutschland - der Tech-Podcast
Neueste Episode

342 Episoden

  • So techt Deutschland - der Tech-Podcast

    Große KI-Versprechen, knappe Netze - wo Deutschland wirklich steht

    27.1.2026 | 22 Min.
    Was haben Millionen Menschen am 9. Dezember gemacht? Sie haben ein Champions-League-Spiel gestreamt: FC Barcelona gegen Eintracht Frankfurt. Was kaum jemand weiß: Genau dieses Spiel hat weltweit den höchsten Datenverkehr des Jahres ausgelöst – gemessen an einem Internetknoten in Frankfurt.
    Während Deutschland über Künstliche Intelligenz diskutiert, aber beim Einsatz oft zögert, zeigt dieser Datenrekord, wie stark digitale Nutzung bereits unseren Alltag prägt. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos war KI eines der dominierenden Themen - direkt nach Donald Trump und der Geopolitik. Doch zwischen politischen Debatten und Unternehmensankündigungen wird eine andere Frage immer wichtiger: Hält unsere digitale Infrastruktur da überhaupt noch mit?
    In dieser Folge sprechen wir mit Rasmus Rothe, Gründer von Merantix und Vorsitzender des KI-Bundesverbands, über den Stand von KI in Deutschland, über zögerliche Industrie, fehlende Investitionen und die Frage digitaler Souveränität. Außerdem erklärt Thomas King, CTO des Internetknotenbetreibers DE-CIX, warum der Datenverkehr explodiert, welche Rolle Streaming und KI spielen – und warum Strompreise und Energieversorgung zunehmend zum Standortfaktor werden.
  • So techt Deutschland - der Tech-Podcast

    Sascha Pallenberg hat keine Lust mehr auf Hype: KI ist keine Sensation

    31.12.2025 | 41 Min.
    2025 war ein Ausnahmejahr. Die Welt taumelte zwischen technologischem Fortschritt und geopolitischer Unsicherheit, zwischen KI-Euphorie und wachsendem Zweifel. Während im Monatsrhythmus neue Large-Language-Modelle (LLM) vorgestellt wurden, verdichtete sich zugleich das Gefühl, dass wir als Gesellschaft kaum noch hinterherkommen. Weder mit Denken noch mit Regulieren.

    Jetzt steht 2026 vor der Tür. Ein Jahr, das viele Antworten liefern muss: Wird KI zum Wirtschaftsmotor oder zur Luftnummer? Was passiert mit dem deutschen Industriemodell? Und kann Europa im globalen Tech-Wettbewerb überhaupt noch mitreden?

    Sascha Pallenberg hat keine Lust mehr auf Hype. Der Tech-Experte, Ex-Daimler-Manager und langjährige Blogger lebt mittlerweile im südlich gelegenen Taichung in Taiwan "Etwas ländlicher, zwei Millionen Einwohner, größtes Kohlekraftwerk der Welt", wie er trocken bemerkt. Von dort aus beobachtet er, wie sich Deutschland und Europa durch ein Jahr voller technologischer Umbrüche, geopolitischer Spannungen und industriepolitischer Fehlentscheidungen manövriert haben.

    Sein Fazit: Wir stehen vor einem fundamentalen Wandel, aber feiern noch immer die falschen Dinge.

    "Zwei Wochen nach dem Release von ChatGPT 5.02 rief die Welt: Das ist jetzt das beste KI-Modell der Welt! Drei Wochen vorher rief sie das über Gemini 3 von Google. Und nächstes Jahr geht das wieder so los", sagt Pallenberg. Für ihn ist Künstliche Intelligenz längst keine disruptive Sensation mehr, sondern eine technologische Normalität mit massiven Nebenwirkungen. "Wir müssen uns das einfach mal abgewöhnen. Das ist nichts mehr weltbewegend Neues."

    "Warum bauen die so verdammt gut Autos?"

    Deutlich fällt seine Kritik an der deutschen Autoindustrie aus. Seiner Meinung nach hat sie die digitale Transformation verschlafen. Während man in Wolfsburg und Stuttgart die Modelle von gestern verteidigt, nehmen chinesische Hersteller wie BYD mit Tempo und Tech-Offensive Europa ins Visier. "Wir hätten uns schon damals fragen müssen: Warum bauen die so verdammt gute Autos?"

    Dass BYD bis 2030 ein Händlernetz auf Audi-Niveau in Deutschland aufbauen will, sei kein Zufall, sagt Pallenberg. Es ist eine Kampfansage. Der frühere Daimler-Manager glaubt, dass es nicht nur um Technologie geht, sondern auch um Denkweisen: Während in Europa immer noch vom Lenkrad aus gedacht wird, verstehen chinesische Hersteller das Auto längst als Teil eines vernetzten Ökosystems. Das Smartphone auf Rädern ist dort Realität. Und Deutschland? "Hier reden wir immer noch über Radioempfang".

    Auch in der geopolitischen Großwetterlage sieht er Europa an einem Scheideweg. Die EU dürfe sich nicht erpressbar machen, wenn es um ihre Digitalgesetze wie den DMA oder DSA geht. "Das Regelwerk der EU ist das stabilste, was wir weltweit haben. Das ist aus gutem Grund so".

    Dass die USA Strafzölle als Druckmittel einsetzen, um Lockerungen zu erreichen, hält er für brandgefährlich. Sein Ausblick? Ernüchternd, aber klar: "2026 wird heftig für unsere Gesellschaften, für unsere Industrien und für unseren Arbeitsmarkt."

    Und trotz aller Tech-Begeisterung bleibt ihm ein Wunsch für die nächsten Jahre: Er wolle keine KI, die sich seine Texte schnappt, sondern eine, "die meine Küche aufräumt".

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    Verteidigung "Made in Europe": Bei Drohnen kann Deutschland mitreden - Lorenz Meier (Auterion)

    24.12.2025 | 33 Min.
    Lorenz Meier ist Tüftler und Entwickler - und einer der wichtigsten Köpfe der weltweiten Drohnenentwicklung. Der deutsche Gründer von Auterion hat gleich mehrere globale Standards geschaffen, die auch von Konzernen wie Intel oder Sony genutzt werden. "Unser Betriebssystem ist ein bisschen wie das Linux für Drohnen", erklärt er. Darauf aufbauend habe Auterion ein System geschaffen, das man sich wie Android für Drohnen vorstellen kann - inklusive App Store.

    Eine Drohne mit dem eigenen Betriebssystem AuterionOS kann nicht nur fliegen, sondern auch lernen, kommunizieren und gemeinsam mit anderen Drohnen agieren. Je nachdem, welche Anwendungen installiert werden. "Wenn man die App installiert, dann ist die Drohne ab dort schwarmfähig."

    Auterion ist längst Partner des US-Militärs und mischt auch bei europäischen Verteidigungsprojekten mit. Das sei keine rein strategische Entscheidung gewesen, sondern eine ethische: "Es war nicht die Frage, ob man das entwickelt, sondern ob man es zurückhält."

    Meier wird nicht nur vom Sicherheitsgedanken angetrieben, sondern auch von großen Chancen im zivilen Bereich. Im Podcast nennt er autonome Logistik bis zur Einsatzunterstützung der Feuerwehr als Beispiele. Heute fliegen Drohnen routinemäßig Baustellen ab oder inspizieren Windräder. "Das sind immer noch niedrige Tausender Stückzahlen und nicht die Millionen, die sich die Drohnenhersteller wünschen würden", sagt der Entwickler.

    Für Deutschland wünscht sich Meier mehr Mut. "Wir müssen daran arbeiten, kompetitiv sein zu wollen", sagt er. Und trotz Skepsis mancher US-Techkonzerne glaubt er weiter an den alten Kontinent: "Das Potenzial ist da. Es liegt an uns, es zu heben."

    Dass seine Software bald auf über 100.000 Drohnen laufen wird, zeigt: Die Zukunft fliegt. Vielleicht bald auch wieder mit deutscher Technik an Bord.

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    "Wir haben keine Regierung, wir haben eine Blockierung" - Carsten Maschmeyer

    17.12.2025 | 37 Min.
    Die Daten zeigen es seit Jahren: Der Zustand der deutschen Wirtschaft ist alles andere als gut. Erst vor wenigen Tagen haben mit dem Ifo-Institut und dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zwei führende Institutionen ihre Wachstumsprognose für Deutschland nach unten korrigiert. Zahlen, die Carsten Maschmeyer wenig überraschen. Sein Blick auf die aktuelle Bundesregierung und deren Versuche, neue Impulse zu setzen, ist kritisch: "Ich mache mir wie viele Investoren und Unternehmer Sorgen um unser Land", sagt er im Podcast. "Wir haben politisch, was die Staatsführung angeht, sehr schlechte Karten."

    Warum? Die schwarz-rote Koalition macht nur wenig besser als die gescheiterte Ampel. "Jetzt haben wir Koalitionskämpfe. Und eigentlich blockiert die SPD die Dinge, die für die Wirtschaft notwendig wären." Das Urteil fällt vernichtend aus: "Wir haben keine Regierung, wir haben eine Blockierung."

    Trotz aller Kritik sieht Maschmeyer gerade in jungen Unternehmerinnen und Unternehmern enormes Potenzial. "Die jungen Menschen, die mit Willenskraft, mit Ideenreichtum, mit revolutionärem Denken 24/7 arbeiten, die machen mich optimistisch", sagt er. Er glaubt, dass Deutschland in der Zukunft mit spezialisierten Tech-Lösungen punkten wird: "Wir werden Nischensieger produzieren können. Das sind die neuen Hidden Champions, wie früher im Mittelstand."

    Besonders prägt ihn dabei die Überzeugung, dass der Mensch entscheidend ist, nicht das Konzept: "Wir kaufen uns eigentlich in Gründer ein und nicht Geschäftsmodelle. Gute Gründer machen große Innovationen."

    In welchen Bereichen für Maschmeyer der Zug abgefahren ist und wie lange er sich noch als Investor bei "Die Höhle der Löwen" sieht, erzählt Carsten Maschmeyer in der neuen Folge von "So techt Deutschland". 

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    So wird die Steuererklärung vollautomatisch - Moritz Buhl (Buhl Data Service)

    10.12.2025 | 28 Min.
    Jedes Jahr geben Millionen Menschen in Deutschland eine Steuererklärung ab. Aber geschätzte 30 Prozent lassen viel Geld liegen, weil sie sich nicht mit dem Finanzamt beschäftigen. Dabei liegt die Erstattung häufig im vierstelligen Bereich. Für Moritz Buhl, Geschäftsführer der Buhl Data Service ist das ein klarer Beleg dafür, wie groß das Potenzial digitaler Unterstützung ist. Seit 1986 entwickelt und vertreibt die Firma in Neunkirchen Software für Steuererklärung und Finanzverwaltung.

    Moritz Buhl ist mit dem Familienunternehmen groß geworden, das früher noch Software auf CDs produziert hat. "Wir haben die physischen Produkte und Produktboxen hergestellt, inklusive der CDs. Wir hatten eine richtige Maschinenhalle und damit auch LKW", erzählt Buhl im ntv-Podcast "So techt Deutschland". Mit dem Wandel hin zu Web- und App-Lösungen hat sich das Geschäft radikal verändert - und laut Buhl steht der nächste technologische Sprung unmittelbar bevor. 

    Viele Nutzer erledigen ihre Steuererklärung bereits heute online. "Du schmeißt die Belege rein und dann siehst du live, wie deine Steuererstattung steigt", sagt Buhl. Durch automatische Kategorisierung, vorausgefüllte Daten vom Finanzamt und intelligente Hinweise werde der Prozess bereits enorm vereinfacht. Buhl will jedoch einen Schritt weiter gehen: "Unser Ziel ist die vollautomatische Steuererklärung." KI sei dabei "das größte Werkzeug", weil sie ähnliche Kompetenz abbilden könne wie ein menschlicher Steuerberater - inklusive Rückfragen und Optimierungsvorschlägen.

    Allgemein gilt: Die Steuererklärung in Deutschland ist vergleichsweise komplex. Wer Werbungskosten, Vermietung, Kapitaleinkünfte oder Sonderausgaben geltend macht, muss oft zahlreiche Dokumente vorhalten. Künstliche Intelligenz könne diese Hürden deutlich senken. Buhl kündigt an: "Wenn du deine Steuererklärung 2025 machst, wirst du davon schon mehr sehen. Wir sind noch nicht komplett da, aber wir sind auf dem Weg."

    Welchen Blick Moritz Buhl auf den Standort Deutschland hat und wie abhängig sein Unternehmen von der Politik ist, erzählt er in der neuen Folge von "So techt Deutschland".

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Über So techt Deutschland - der Tech-Podcast

Alle reden vom digitalen Rückstand Deutschlands. Wir schauen genauer hin. In „So techt Deutschland“ sprechen Frauke Holzmeier und Andreas Laukat mit Gründern, Investoren, Politikern und Unternehmern über Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und neue Technologien – faktenbasiert, kritisch und ohne Hype. Neben ausführlichen Gesprächen ordnen wir aktuelle Entwicklungen ein, liefern kurze News aus dem Tech-Bereich, praktische Einordnungen und konkrete Denkanstöße. Wie stark ist der Technologie-Standort Deutschland wirklich – und was können wir besser machen?
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