
EOS #77 - Von der "Planungsschule" zur "Lernschule": Strategiearbeit neu denken
09.1.2026 | 12 Min.
Lernen wird in vielen Organisationen noch immer als Zusatz oder „Nice-to-have“ betrachtet. In dieser Folge wird deutlich, warum genau diese Sichtweise gefährlich ist – und warum Lernen heute der zentrale Treibstoff für nachhaltigen Unternehmenserfolg ist. Zu diesem Thema begrüße ich erstmals einen Gast in meinem Podcast: Dr. Ursula Liebhart, eine ausgewiesene Expertin im Bereich Corporate Learning. Ausgehend von aktuellen Herausforderungen wie Polykrisen, Wissensexplosion, KI-Transformation und dem demografischen Wandel wird gezeigt, warum individuelle Weiterbildung allein nicht mehr ausreicht. Der eigentliche strategische Hebel liegt in der kollektiven Lernfähigkeit von Organisationen. Diese Episode der "Essentials on Strategy ... & Learning" schlägt die Brücke zur Strategiearbeit und greift die Lernschule nach Henry Mintzberg auf: Strategie entsteht nicht mehr ausschließlich durch Planung und Top-down-Vorgaben, sondern entwickelt sich emergent aus kontinuierlichem Lernen, Dialog und Reflexion im System. Lernen wird damit zum integralen Bestandteil des Strategieprozesses – nicht begleitend, sondern gestaltend. Anhand eines prägnanten Bildes (Landkarte versus Navigationssystem) wird deutlich, warum klassische Strategieplanung in einer dynamischen Welt an Grenzen stößt und wie lernende Organisationen in Echtzeit auf Veränderungen reagieren können. Diese Folge ist eine Einladung zum Perspektivenwechsel: Weg von statischen Plänen, hin zu Strategiearbeit als lernendem Prozess. Oder anders gefragt: Ist Ihre Strategie noch eine Landkarte – oder nutzen Sie schon das Navi? Übrigens: Unser Buch zum Thema "Strategische Roadmaps" (gem. mit Ursula Liebhart) gibt es hier: www.strategische-roadmaps.com ... und den Podcast zum Freitags-Cappuccino gibt es wie immer hier: Spotify: https://lnkd.in/d8fY49rZ Apple Podcast: https://lnkd.in/drKSjrJt Youtube: https://lnkd.in/ducXkF-p

EOS #76 - Zwei wesentliche Fragen für strategische Retreats
02.1.2026 | 11 Min.
Zu Jahresbeginn rücken sie wieder in den Fokus: strategische Retreats. Doch was sollte dort eigentlich konkret bearbeitet werden, damit echte Klarheit und wirksame Veränderung entstehen? In dieser Folge meiner "Essentials on Strategy" stelle - passend ich zum Auftakt des Jahres 2026 - zwei zentrale Fragen vor, die aus meiner Erfahrung den Kern jedes guten Strategie-Retreats treffen: Was passiert, wenn nichts passiert, oder: Wo führt das alles hin? Und: Wohin soll es eigentlich führen? Ich zeige anhand eines realen Gesprächs mit einer Führungskraft, wie schnell Organisationen in Überforderung, Ideenüberfluss und operative Enge geraten können – obwohl das Geschäft gut läuft. Im Zentrum steht dabei nicht ein Mangel an Ideen, sondern hemmende Muster: im Mindset der Führung, im Geschäftsmodell, in Prozessen oder in der Unternehmenskultur. Ich versuche zu zeigen, warum strategische Klarheit nicht durch noch mehr Initiativen entsteht, sondern durch Fokus, ehrliche Gap-Analysen und die bewusste Entscheidung, was wirklich zählt. Es geht um kleine, konsequente Schritte statt großer, folgenloser Ansagen – und darum, Führung neu zu denken, Verantwortung zu teilen und Wertschöpfung konsequent vom Kunden her zu entwickeln. Diese Episode richtet sich an Unternehmer:innen und Führungskräfte, die Strategie nicht als Neujahrswunsch verstehen wollen, sondern als konsequenten Veränderungsprozess, der im Alltag wirksam wird. Übrigens: Unser Buch zum Thema "Strategische Roadmaps" (gem. mit Ursula Liebhart) gibt es hier: www.strategische-roadmaps.com ... und den Podcast zum Freitags-Cappuccino gibt es wie immer hier: Spotify: https://lnkd.in/d8fY49rZ Apple Podcast: https://lnkd.in/drKSjrJt Youtube: https://lnkd.in/ducXkF-p

EOS #75 - Die richtigen Ziele priorisieren
26.12.2025 | 14 Min.
In vielen Organisationen sind Ziele gleichzeitig Orientierung und Belastung. Genau darum geht es in dieser Podcastfolge meiner "Essentials on Strategy" Ich spreche darüber, warum es sinnvoll ist, zwischen Formalzielen wie Gewinn oder Wachstum und Sachzielen wie Qualität, Kundenzufriedenheit oder Nachhaltigkeit zu unterscheiden – und warum Zielkonflikte dabei kein Ausnahmefall, sondern Normalität sind. Spannend wird es dort, wo unterschiedliche Zielkategorien aufeinandertreffen und Koordination zwischen Bereichen und Ebenen gefragt ist. Ein weiterer Fokus liegt auf der Priorisierung von Zielen: Wie entscheide ich bewusst, was wirklich wichtig ist? Welche Rolle spielen Zielgewichtungen, Anspruchsniveaus oder einfache Scoring-Modelle? .... und warum ist „alles gleichzeitig“ fast immer die schlechteste Option? Mir ist besonders wichtig, Ziele nicht als Zwang, sondern als Orientierung zu verstehen. Gute Ziele wirken im Alltag, lösen gewünschtes Verhalten aus und geben Energie, statt Druck aufzubauen. Im Kern geht es um eine einfache Haltung: Ziele sollten Meilensteine sein – keine Mühlensteine. Ein Hinweis: unser Buch zum Thema "Strategische Roadmaps" (gem. mit Dr. Ursula Liebhart) gibt es hier: strategische-roadmaps.com ... und den Podcast zum Freitags-Cappuccino wie immer hier: Spotify: https://lnkd.in/d8fY49rZ Apple Podcast: https://lnkd.in/drKSjrJt Youtube: https://lnkd.in/ducXkF-p

EOS #74 - Disruptive Visionen oder ambitionierte Entwicklungsrichtungen?
19.12.2025 | 12 Min.
Warum ambitionierte Entwicklung oft wirksamer ist als große Visionen Visionen gelten in der Managementlehre seit Jahrzehnten als zentrales Element erfolgreicher Unternehmensführung. Sie sollen Orientierung geben, Sinn stiften und strategische Entwicklung lenken. Gleichzeitig erleben viele Organisationen Visionen als überfordernd, abstrakt oder realitätsfern. In dieser Folge meiner "Essentials on Strategy - Der Strategiepodcast" beleuchte ich die Rolle von "hochfliegenden" Visionen kritisch und stelle ihnen ein alternatives Konzept gegenüber: den ambitionierten Entwicklungskorridor. Anstatt einer großen, disruptiven Zukunftserzählung rückt dabei eine kontinuierliche, entwicklungsorientierte Weiterentwicklung des Unternehmens in den Mittelpunkt. Sie erfahren welche Funktionen Visionen in der Strategiearbeit tatsächlich erfüllen, warum Visionen oft mehr lähmen als mobilisieren, weshalb „kreative Unzufriedenheit“ und "Adaptive Tension" häufig stärkere Treiber unternehmerischer Entwicklung sind als visionäre Narrative, und warum langfristiger Erfolg weniger durch Disruption als durch konsequente, qualitative Weiterentwicklung entsteht. Die Episode zeigt, warum nachhaltige Unternehmensführung heute weniger visionäre Überhöhung und mehr strategische Substanz, Stabilität und Lernfähigkeit benötigt – und wie Unternehmen entlang klarer Entwicklungsstufen zukunftsfähig bleiben.

EOS #73 - Muss sich das Top-Management beim Thema KI auskennen?
05.12.2025 | 14 Min.
Das könnte heute eine kurze Folge sein: "Ja". ... ich versuche es aber natürlich genauer zu besprechen. Zum einen auf der Grundlage der Upper Echelons Theorie, in der gezeigt wird, dass Führungskräfte mit ihren Haltungen, Erfahrungen, Blickwinkeln usw. ganz wesentlich Strategien und damit Unternehmensperformance beeinflussen. Zum anderen durch ganz spezifische Themen wie: Vorbild sein und es in die eigene Führungsarbeit zu integrieren Vernetzung und Entwicklung anstoßen und ermöglichen Strategische, kulturelle und organisatorische Rahmenbedingungen zu gestalten Governancesysteme zu entwickeln usw. All das funktioniert ohne das Top-Management nicht und ist auch nicht delegierbar (zumindest auf einer oberen "Flughöhe") Also: mein "ja" ist quasi ein "Appell" an Führungskräfte, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Und natürlich gilt: KI ist momentan das Thema der Stunde - aber auch andere Themenstellungen, die Unternehmen heute in ihrer Unternehmensentwicklung prägen, sollten auf Top-Managementebene auf der Agenda stehen.



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