US-Präsident Donald Trump hat den Ökonomen Kevin Warsh als neuen
Vorsitzenden der Federal Reserve nominiert. Kevin Warsh soll im
Frühsommer den amtierenden Fed-Chef Jerome Powell ablösen, dessen
reguläre Amtszeit im Mai endet. Die Nominierung muss noch vom US-Senat
bestätigt werden. Kevin Warsh war bereits von 2006 bis 2011 Mitglied des
Direktoriums der US-Notenbank. Zuvor arbeitete er bei der Investmentbank
Morgan Stanley und war wirtschaftspolitischer Berater im Weißen Haus
unter Präsident George W. Bush. Donald Trump lobte Kevin Warsh und
bezeichnete ihn als möglichen "großen" Fed-Vorsitzenden. Zugleich hatte
der Präsident den bisherigen Fed-Chef Jerome Powell immer wieder
öffentlich unter Druck gesetzt, die Zinsen stärker zu senken. Was von
Kevin Warsh als Fed-Chef zu erwarten ist, analysiert Heike Buchter,
US-Korrespondentin der ZEIT.
Bundeswirtschaftsministerin Katherine Reiche hat ihren ersten
Jahreswirtschaftsbericht vorgelegt und die Wachstumsprognose für 2026
auf ein Prozent gesenkt. Im Herbst war die Bundesregierung noch von 1,3
Prozent ausgegangen. Der Bericht nennt mehrere Gründe für die weiterhin
schwierige Lage der Wirtschaft. Dazu zählen internationale Konkurrenz,
geopolitische Unsicherheiten, der demografische Wandel und eine geringe
Investitionsbereitschaft vieler Unternehmen. Auch der Arbeitsmarkt
bleibt angespannt. Als Reaktion setzt die Bundesregierung auf
Bürokratieabbau, Investitionen in Infrastruktur sowie Reformen bei
Steuern, Sozialsystemen und Arbeit.
Außerdem im Update:
- Im Januar sind mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland
arbeitslos gewesen. Damit ist die Zahl der Arbeitslosen auf dem
höchsten Stand seit zwölf Jahren. Der Anstieg ist saisonal typisch:
Zum Jahresende laufen viele befristete Verträge aus, zudem bauen
witterungsabhängige Branchen wie Bau, Landwirtschaft und Tourismus
Personal ab. Tina Groll, Redakteurin im Politikressort, ordnet die
Zahlen ein.
- Der Bundesrat hat sich heute mit mehr als 60 Tagesordnungspunkten
befasst. Unter anderem hat der Bundesrat einem Gesetzentwurf
zugestimmt, durch den Verbraucher bei Vertragsabschlüssen im
Internet besser geschützt werden.
- Die Gewerkschaft Ver.di ruft für Montag zu bundesweiten Streiks im
kommunalen Nahverkehr auf. In vielen Städten dürften Busse und
Bahnen stillstehen. Ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen, teils
auch höhere Löhne. Bislang hätten die Arbeitgeber Verbesserungen
weitgehend abgelehnt.
Und sonst so? Die Wanderung deutscher Nachnamen
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Konjunktur: Bundesregierung senkt Wachstumsprognose für 2026 und 2027
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Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosenzahl steigt auf höchsten Stand
seit fast zwölf Jahren
Öffentlicher Nahverkehr: Ver.di ruft bundesweit zu Streik im Nahverkehr
am Montag auf
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