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  • Was jetzt?

    Neue Regeln gegen Spritpreissprünge

    11.03.2026 | 10 Min.
    Der Ölpreis ist seit Beginn des Kriegs gegen den Iran stark gestiegen –
    und mit ihm auch die Spritpreise in Deutschland. Deshalb will die
    Bundesregierung nun einen Teil der strategischen Ölreserven freigeben.
    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kündigte an, dass
    Deutschland diesen Schritt gemeinsam mit den G7-Staaten und der
    Internationalen Energieagentur (IEA) tun werde. Die Vorräte sollen im
    Kriegs- oder Katastrophenfall die Versorgung mit Öl zum Tanken, Heizen
    und für die Industrie sicherstellen sowie Preisanstiege dämpfen. Laut
    der Nachrichtenagentur Reuters und Handelsblatt sollen insgesamt 400
    Millionen Barrel freigegeben werden, mehr als je zuvor. Zu Beginn des
    Ukrainekriegs waren es 182 Millionen Barrel gewesen. Deutschland soll
    rund 19,5 Millionen Barrel freigeben, etwa ein Fünftel seiner Reserven. 

    Außerdem will die Wirtschaftsministerin das sogenannte Österreichische
    Modell einführen: Tankstellen dürften dann die Preise nur noch einmal am
    Tag erhöhen, aber jederzeit senken. Dafür muss zunächst das Kartellrecht
    geändert werden; wann die neue Regelung eintritt, ist noch unklar.  

    Außenminister Johann Wadephul (CDU) ist auf Nahostreise – von Israel und
    Saudi-Arabien über die Vereinigten Arabischen Emirate nach Katar. Am
    Dienstag traf er in Jerusalem als erster EU-Außenminister seit Beginn
    des Irankriegs seinen israelischen Amtskollegen Gideon Saar. Dabei
    kritisierte er die Gewalt radikaler israelischer Siedler im
    Westjordanland. Der israelische Rechtsstaat müsse dagegen "mit aller
    Entschlossenheit" vorgehen, sagte er und stellte sich damit hinter die
    jüngste Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz an der israelischen
    Siedlungspolitik in dem Gebiet. Zugleich forderte Wadephul eine
    regionale Friedensordnung, die die Sicherheit aller Staaten und Menschen
    in der Region gewährleisten soll. Was will der Außenminister mit seinem
    unangekündigten Krisenbesuch erreichen? Das berichtet Alice Bota aus dem
    Politikressort der ZEIT, die Wadephul auf seiner Reise begleitet.

    Auf dem Weltgipfel für Kernenergie in Paris bedauerte
    EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Deutschlands Ausstieg aus
    der Atomkraft. Sie betonte, Atomkraft sei zuverlässig, bezahlbar und
    emissionsarm. Die Europäische Union will nun eine Strategie für
    sogenannte kleine modulare Reaktoren vorlegen. Diese sollen neben
    herkömmlichen Kernreaktoren zum Einsatz kommen und bis Anfang der
    2030er-Jahre einsatzbereit sein. Doch was genau sind diese kleinen
    modularen Reaktoren? Welche Hoffnungen werden mit der Technologie
    verbunden – und sind sie realistisch? Das erklärt Robert Gast, Redakteur
    im Wissensressort der Zeit.

     

    Und sonst so? Der Autor und Illustrator Janosch feiert heute seinen 95.
    Geburtstag

     

    Moderation und Produktion: Moses Fendel

    Redaktion: Philip-Johann Moser

    Mitarbeit: Soley Künne, Konstantin Hadži-Vuković

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Weitere Links zur Folge:

    Krieg im Iran: Von der Leyen schlägt Maßnahmen zur Senkung der
    Energiepreise vor

    Krieg im Iran: Deutschland gibt Teil der Ölreserve frei

    Israel: Außenminister Wadephul kritisiert in Jerusalem Siedlergewalt 

    Johann Wadephul: Außenminister der schwarz-roten Koalition

    Weltgipfel für Kernenergie in Paris: Von der Leyen nennt Abkehr von
    Atomkraft einen "strategischen Fehler"

    Ursula von der Leyen: Die EU-Kommissionspräsidentin 

    Small Modular Reactors: Der Traum vom kleinen, sicheren Atomkraftwerk

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  • Was jetzt?

    Europa und der Iran: Spaniens Regierung ist sauer auf Merz

    11.03.2026 | 12 Min.
    Anfang März hat Spanien dem US-Militär untersagt, seine Stützpunkte für
    Missionen im Zusammenhang mit Angriffen auf den Iran zu nutzen. Der
    spanische Premierminister Pedro Sánchez verurteilte die Angriffe der USA
    und Israels als rücksichtslos und illegal. US-Präsident Donald Trump
    reagierte mit scharfer Kritik und drohte Spanien mit einem vollständigen
    US-Handelsembargo. In Anwesenheit des deutschen Bundeskanzlers Friedrich
    Merz bezeichnete er Spaniens Vorgehen als schrecklich. In der
    Europäischen Union gibt es unterschiedliche Reaktionen: Während Sánchez
    die Angriffe deutlich verurteilt, äußern sich EU-Kommissionspräsidentin
    Ursula von der Leyen und Außenbeauftragte Kaja Kallas zurückhaltender.
    Warum ist die Europäische Union im Umgang mit dem Irankrieg so uneinig?
    Ulrich Ladurner, Auslandskorrespondent der ZEIT in Rom, erklärt im
    Podcast, welche Positionen die einzelnen Mitgliedsstaaten vertreten und
    warum Spanien in seiner Kritik weiter geht als der Rest der EU.

    In Chile wird der rechtsextreme Politiker José Antonio Kast als
    Präsident vereidigt. Der Gründer der Republikanischen Partei gewann die
    Stichwahl um das Präsidentenamt am 14. Dezember mit rund 59 Prozent der
    Stimmen. Kast ist der zehnte Sohn eines ehemaligen Wehrmachtsoffiziers
    aus Bayern, der früher NSDAP-Mitglied war. Wie Kast selbst waren mehrere
    seiner Geschwister Abgeordnete oder Senatoren. Einer seiner Brüder war
    unter der Diktatur von Augusto Pinochet Präsident der chilenischen
    Zentralbank. US-Außenminister Marco Rubio gratulierte Kast zu seinem
    Sieg und versprach eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit
    und Handel. Kritik äußerte dagegen Kolumbiens linker Präsident Gustavo
    Petro, der sagte, er werde „niemals einem Nazi die Hand reichen“. Was
    hat José Antonio Kast als Präsident vor? Sophia Boddenberg, Autorin der
    ZEIT, ordnet im Podcast ein, wofür Kast politisch steht und was seine
    beginnende Präsidentschaft für die Aufarbeitung der Verbrechen unter der
    Diktatur Pinochets bedeuten könnte.

     

    Und sonst so? Warum Frühjahrsmüdigkeit nur ein Mythos ist.

     

    Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

    Redaktion: Philip-Johann Moser

    Mitarbeit: Lisa Pausch, Konstantin Hadži-Vuković

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Weitere Links zur Folge:

    Irankrieg: Spanien widerspricht den USA bei Streit über Nutzung von
    Stützpunkt

    Liveblog: Irankrieg

    José Antonio Kast: Wer ist Chiles neuer, ultrarechter Präsident?

    Präsidentschaftswahl in Chile: Die Macht der Angst

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  • Was jetzt?

    Update: Der legendäre Tag am Ölmarkt

    10.03.2026 | 11 Min.
    Am Montag kletterte der Ölpreis noch auf ein neues Hoch, am Dienstag
    fiel er drastisch: Statt rund 120 Dollar kostet ein Fass Öl nur noch
    rund 90 Dollar. Offenbar genügte ein einziger Satz von US-Präsident
    Donald Trump, um die Märkte zu bewegen. Dem Sender CBS sagte Trump, der
    Krieg gegen den Iran verlaufe "weit vor dem Zeitplan". Aber sind an den
    sinkenden Preisen wirklich Trumps Worte schuld? Diese und weitere Fragen
    beantwortet Heike Buchter, US-Korrespondentin der ZEIT.

    Die Gewinne von VW, Europas größtem Autobauer, haben sich im vergangenen
    Jahr halbiert. Besonders Porsche schwächelt. Die Zollpolitik von
    US-Präsident Donald Trump verschärft die Lage zusätzlich. In diesem Jahr
    will der Konzern wieder wachsen. Warum die Gewinne so stark eingebrochen
    sind – und warum die Aktionäre das offenbar gelassen sehen, erklärt
    Zacharias Zacharakis, Wirtschaftsredakteur der ZEIT.

    Der Deutsche Buchhandlungspreis wird in diesem Jahr nicht öffentlich
    verliehen. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat die Verleihung auf
    der Leipziger Buchmesse abgesagt. Weimer steht in der Kritik, seit er
    drei Buchhandlungen mit Verweis auf "verfassungsschutzrelevante
    Erkenntnisse" von der Nominiertenliste gestrichen hat. Die Debatte drohe
    den eigentlichen Sinn zunehmend zu überlagern, begründete ein Sprecher
    des Ministers die Entscheidung.

    Und sonst so? Tokio – die vermutlich beste Stadt, um sein Geld zu
    verlieren.

    Moderation und Produktion: Fabian Scheler

    Redaktion: Philip-Johann Moser

    Mitarbeit: Benjamin Probst

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

    Weitere Links zur Folge:

    Spritpreis: "Das ist mir auch ein Rätsel, warum da noch jemand tankt"

    Ölpreis: So verletzlich ist die deutsche Wirtschaft

    Volkswagen: VW ist ganz bei sich

    Deutscher Buchhandlungspreis: Waren diese Läden zu links?

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  • Was jetzt?

    "Für viele ist die SPD die langweiligste Partei"

    10.03.2026 | 12 Min.
    Die SPD hat den Einzug in den Landtag in Baden-Württemberg mit rund 5,5
    Prozent knapp geschafft. Dass sie inzwischen sogar darum bangen muss, in
    einen westdeutschen Landtag einzuziehen, zeigt, wie tief die Krise der
    Partei ist. Trotz Regierungsbeteiligung und bekannten Gesichtern auf
    Bundesebene kann die Partei bei Wahlen immer weniger Menschen
    überzeugen. Woran das liegt, wird unterschiedlich bewertet: Die SPD sei
    zu stark nach rechts gegangen, sagen die einen, die Partei setze zu
    stark auf Linkskurs, die anderen. Peter Dausend, Hauptstadtredakteur der
    ZEIT, sieht den Grund woanders. Die SPD sei vom ewigen Regieren
    erschöpft, sagt er, und sie sei für viele Menschen im Land im Moment die
    langweiligste Partei. Welche Lehren die Partei aus der Wahl in
    Baden-Württemberg ziehen kann, erklärt er bei Was jetzt?.

    Eine Entführung in Venezuela, Krieg gegen den Iran – und vielleicht bald
    ein Angriff auf Kuba durch die USA? Das fürchten zumindest viele
    Kubanerinnen und Kubaner. Durch die Blockade der USA ist Kuba schon
    lange von weiten Teilen der Welt abgeschnitten. Seit dem Sturz des
    venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro ist auch noch die letzte
    ausländische Ölquelle des Landes in der Hand der USA. Kuba steckt in
    einer Energiekrise, Sprit ist teuer, Busse fahren nicht mehr, und
    Traktoren stehen still, sodass die Lebensmittelproduktion beeinträchtigt
    ist. Rund 70 Prozent der Kubanerinnen und Kubaner sollen inzwischen auf
    mindestens eine Mahlzeit am Tag verzichten. Alexander Kauschanski,
    Auslandsredakteur der ZEIT, steht seit Wochen in Kontakt mit Menschen
    auf der Insel. Im Podcast berichtet er, wie die Menschen mit der Krise
    umgehen, und schätzt ein, für wie realistisch er eine baldige
    US-Intervention gegen Kuba hält.

    Und sonst so? Ein Bürgermeister tritt nicht mehr an und gewinnt trotzdem
    die Wahl.

    Moderation und Produktion: Moses Fendel

    Redaktion: Hannah Grünewald

    Mitarbeit: Lisa Pausch, Benjamin Probst

    Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]

    Weitere Links zur Folge:

    SPD: Das muss doch Folgen haben. Oder?

    Baden-Württemberg: CDU greift Grüne und Özdemir hart an – Palmer will
    vermitteln.

    Markus Söder: Doch wieder ein Grüner nebenan.

    Baden-Württemberg: Populismus verliert.

    Kuba: Donald Trump führt angeblich Gespräche mit Kuba über ein Abkommen.

    Kuba: In Kuba wächst die Angst vor einem Angriff der USA.

     

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  • Was jetzt?

    Update: Ölpreis – Droht der Weltwirtschaft der nächste Schock?

    09.03.2026 | 10 Min.
    Der Preis von Rohöl ist auf den höchsten Stand seit vier Jahren
    gestiegen. Ursache ist der Krieg Israels und der USA gegen den Iran.
    Seit zwei Wochen beschießen die Parteien sich mit Raketen. Der Iran
    versperrt außerdem die Straße von Hormus. Durch die Meerenge im Norden
    der arabischen Halbinsel werden etwa 20 Prozent des weltweiten Rohöls
    verschifft, das fehlt jetzt auf den Weltmärkten. Die Aktienmärkte
    reagierten besonders in Asien mit sinkenden Kursen. Bleiben die Preise
    für die gesamte Dauer des Krieges so hoch? Und was bedeutet das für die
    Wirtschaft? Diese und weitere Fragen beantwortet Roman Pletter,
    Wirtschaftsredakteur der ZEIT.

    Der Iran hat ein neues Staatsoberhaupt. Der sogenannte Expertenrat
    wählte am Montag Modschtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer der
    Islamischen Republik. Er ist der Sohn von Ayatollah Ali Chamenei und
    gilt als Hardliner. Wie einig ist die iranische Führung nach dem Wechsel
    an der Spitze? Omid Rezaee, Iranexperte bei der ZEIT, gibt eine
    Einschätzung.

    Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg durften erstmals auch
    16-Jährige abstimmen. Die jungen Wählerinnen und Wähler bis 24 Jahre
    haben anders als die Gesamtbevölkerung gewählt. Während die CDU deutlich
    schlechter abschneidet, steht die Linke bei den Jüngeren fast zehn
    Prozent besser da. Wieso die Erstwählerinnen und Erstwähler so anders
    abgestimmt haben und was sie zu dem finalen Gesamtergebnis sagen? Eva
    Ricarda Lautsch, Politikredakteurin der ZEIT, hat sich in
    Baden-Württemberg umgehört.

    Und sonst so? Wahl verloren – Kopfhaar verloren: Die
    FDP-Spitzenkandidatin im Ländle will sich den Kopf rasieren.

    Ihre absurdesten, krassesten oder erfreulichsten Erfahrungen bei der
    Wohnungssuche können Sie uns per Mail an [email protected] oder einfach
    per Sprachnachricht, Whatsapp, Signal oder Telegram senden an +49 152
    581 816 15. Vielen Dank!

    Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

    Redaktion: Hannah Grünewald

    Mitarbeit: Benjamin Probst

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
    Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].

    Weitere Links zur Folge:

    Benzinpreise in Deutschland: So viel kostet Sprit in Ihrer Region im
    Vergleich

    Modschtaba Chamenei: Wird dieser Mann der nächste iranische Führer?

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Generated: 3/11/2026 - 6:45:51 PM