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    Wie gefährlich ist Anthropics geheimes KI-Modell wirklich?

    23.04.2026 | 38 Min.
    Wenn es ein neues KI-Modell gibt, geben Firmen gerne damit an, was das
    Modell nun alles besser können soll als seine Vorgänger. Nutzer und
    Expertinnen können das dann zügig überprüfen. Anders bei Anthropic: Sein
    neues Modell Claude Mythos will das Unternehmen nicht veröffentlichen.
    Der Grund: Claude Mythos sei zu gefährlich. Nur knapp 50 ausgewählte
    Organisationen – darunter Apple, Google und Microsoft – haben im Rahmen
    des sogenannten Project Glasswing Zugang dazu erhalten. Das heißt, die
    Behauptungen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Können sie
    stimmen?

    Neustart-Host Henrik Oerding spricht mit ZEIT-Cybersicherheitsexpertin
    Eva Wolfangel, die sich die Veröffentlichungen von Anthropic zum neuen
    Modell genauer angeschaut hat. Die beiden unterhalten sich darüber,
    warum die National Security Agency der USA Mythos offenbar nutzt, obwohl
    das Pentagon Anthropic zuletzt als Lieferkettenrisiko eingestuft hat.
    Sie diskutieren, wie Anthropic vom Narrativ des »gefährlichsten Modells«
    profitieren könnte, warum BSI-Chefin Claudia Plattner von einem
    »Paradigmenwechsel« spricht – und weshalb mehr als 80 Prozent aller
    Cyberangriffe gar keine ausgefeilte KI brauchen.

    Im Rabbithole spricht Eva Wolfangel darüber, wie die Demokratisierung
    des Programmierens durch KI neue Sicherheitsrisiken schafft: wenn jeder
    eine App bauen kann, aber niemand prüft, ob der Code sicher ist.

    Zum Weiterlesen: 

    - Eva Wolfangel (DIE ZEIT): »Es kann eine gefährliche Waffe sein«
    - Haya Schulmann, Michael Waidner (FAZ): Wie bedrohlich ist das neue
    KI-Modell Mythos wirklich?
    - Maria Curi, Sam Sabin (Axios): NSA using Anthropic's Mythos despite
    blacklist
    - Davi Ottenheimer: Verification is collapsing trust in Anthropic
    - Anthropic: System Card zu Claude Mythos (PDF)

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    an [email protected].

    Im ZEIT-Podcast »Neustart« ordnen die Hosts Henrik Oerding und Meike
    Laaff mit ihren Kolleginnen und Kollegen ein, was gerade in der
    Digitalwelt passiert – und was dies für die Offlinewelt bedeutet. Auch,
    aber nicht nur für Nerds. Jeden zweiten Donnerstag erscheint eine neue
    Folge.

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  • Neustart

    Wie KI das Internet zumüllt

    09.04.2026 | 50 Min.
    Das Internet ist voll mit Grütze. Nicht mit der, die schon immer da war,
    sondern neuer Grütze, und zwar Unmengen davon: Videos von Katzen, die
    Spiegeleier braten. Texte, die wissenschaftlich klingen, aber eigentlich
    inhaltsleer sind. Bilder von Shrimp-Jesus, Songs, für die kein Künstler
    je zum Instrument gegriffen hat. Oder ein Video von einem KI-generierten
    Donald Trump, der mit einem Kot-Bomber über Demonstranten fliegt. Alles
    davon ist erschaffen von künstlicher Intelligenz: sogenannter AI-Slop.
    Analysen stellen fest, dass es immer mehr davon gibt. Ist das harmlose
    Berieselung – oder ein echtes Problem?

    Die "Neustart"-Hosts Meike Laaff und Henrik Oerding sortieren in dieser
    Folge, wo AI-Slop nur albern ist und wo er gefährlich werden kann. Sie
    sprechen darüber, warum Forscher von "Slopaganda" sprechen, wie
    KI-generierte Lego-Videos zur diplomatischen Waffe werden und was Slop
    mit Billigprodukten aus der Vergangenheit gemeinsam hat. Die beiden
    diskutieren, was das Aus der OpenAI-Videoplattform Sora bedeutet, warum
    Gamer wütend auf Nvidia sind – und ob der Begriff AI-Slop selbst
    vielleicht schon ein Zeichen von Gegenwehr ist.

    Im Rabbithole stellt Henrik Oerding die Website youraislopbores.me vor –
    einen Chat, in dem nicht KI antwortet, sondern echte Menschen.

    Zum Weiterlesen:

    - DIE ZEIT: Stopp den Slop
    - DIE ZEIT: Unendlicher Spaß
    - DIE ZEIT: Künstlich befruchtet
    - "404 Media": Iran Is Winning the AI Slop Propaganda War
    - "The New York Times": Who’s a Better Writer: A.I. or Humans? Take
    Our Quiz.

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  • Neustart

    Digitale Gewalt: Warum es so schwer ist, gegen Deepfakes vorzugehen

    26.03.2026 | 44 Min.
    Mehr als 90 Prozent aller täuschend echt aussehenden Videos im Netz
    zeigen pornografische Inhalte – etwa 99 Prozent davon Frauen. Was tun
    gegen diese Deepfakes und die digitale Gewalt, die vor allem Frauen
    erfahren? Auf diese Frage will die Politik in dieser Woche eine Antwort
    finden – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat dafür einen
    Gesetzesentwurf angekündigt. 

    Das Thema digitale Gewalt ist wieder ganz oben auf der Tagesordnung
    gelandet, seit die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes
    öffentlich schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben
    hatte. Fernandes beschuldigt Ulmen, in ihrem Namen mit anderen Männern
    gechattet und vermeintliche Nacktfotos und Videos von ihr mit ihnen
    geteilt zu haben. Darüber hatte der Spiegel zuerst berichtet. Christian
    Ulmen lässt die Vorwürfe über seinen Anwalt bestreiten. 

    Seit Jahren kämpft Fernandes gegen gefälschte Pornobilder im Internet,
    sogenannte Deepfakes. Ein Gericht in Spanien bestätigte der ZEIT am
    Freitag, dass ein Vorverfahren gegen Ulmen geführt werde, nachdem
    Fernandes Anzeige erstattet hatte.

    Schon zuvor hatten die massenhafte Verbreitung von sexualisierten
    KI-Bildern, die Elon Musks Chatbot Grok generierte, und der Fall einer
    jungen Studentin, die gegen sexualisierte KI-Nacktbilder Anzeige
    erstattete, Aufmerksamkeit für das Thema digitale Gewalt geschaffen, das
    in Deutschland laut einer Studie viele Frauen betrifft. 

    Wie kann man sich gegen sexualisierte Deepfakes im Netz wehren? Was
    genau soll sich nun ändern? Welchen Schutz gibt es – und welche Rolle
    spielen Männer in der Debatte um Gewalt gegen Frauen im Netz?
    ZEIT-Volontär David Will und Lisa Hegemann, Ressortleiterin Digital der
    ZEIT, besprechen die juristischen und gesellschaftlichen Dimensionen
    digitaler Gewalt mit Neustart-Host Meike Laaff. 

    Im Rabbit Hole der Woche erzählt Lisa Hegemann von ihrer Recherche zum
    Thema Emojis und wie sie verschiedenen Generationen dabei helfen, sich
    misszuverstehen. 

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    Menschen, die für KI arbeiten? Die Geschichte hinter einem Bluff

    12.03.2026 | 40 Min.
    Vor wenigen Wochen ging die Plattform RentAHuman viral: Menschen sollten
    sich dort anbieten können, um von autonomen KI-Agenten für Aufgaben
    angeheuert zu werden – Knöpfe drücken, laufen, Menschen auf der Straße
    ansprechen. "AI needs your body", heißt es auf der Website. Die
    Geschichte vom Menschen als ausführendem Diener der allmächtigen
    künstlichen Intelligenz (KI) erzählte sich fast von selbst – und wurde
    von zahlreichen Medien aufgegriffen. Doch sie ist wohl falsch – und die
    Plattform vermutlich ein Betrug.

    "Neustart"-Host Henrik Oerding spricht in dieser Folge mit
    ZEIT-Cybersicherheitsexpertin Eva Wolfangel, die gemeinsam mit dem
    Informatiker Christopher Helm die Daten der Plattform ausgewertet hat.
    Wolfangel und Oerding gehen der Frage nach, was die Redakteurin von
    Anfang an skeptisch gemacht hat, was die Datenanalyse über die
    angeblichen KI-Aufträge verraten hat und wer hinter der Seite steckt.
    Sie diskutieren, ob durch den Hype um RentAHuman realer Schaden
    entstanden ist – und was eine aktuelle Studie über die tatsächlichen
    Gefahren autonomer KI-Agenten sagt. Darüber – und wie man sich künftig
    gegen solche viralen KI-Hypes wappnen kann – geht es in dieser Folge.

    Im Rabbithole sprechen Eva Wolfangel und Henrik Oerding über bahn.bet:
    eine Website, auf der man auf Bahnverspätungen wetten kann. Zwar nicht
    mit echtem Geld, aber auf echte Verspätungen.

    Zum Weiterlesen:

    - DIE ZEIT: Die perfekte KI-Geschichte, nur leider nicht wahr
    - DIE ZEIT: Würden Sie sich von einer KI anheuern lassen?
    - Natalie Shapira et al.: "Agents of Chaos"
    - DIE ZEIT: "Wir Österreicher leiden ja auch unter der Deutschen Bahn"
    - Heise: KI-Agent entwickelt Eigenleben beim Training

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    Dafür zieht Anthropic in den KI-Krieg

    05.03.2026 | 35 Min.
    Ende vergangener Woche eskalierte der Streit zwischen dem Pentagon und
    der KI-Firma Anthropic: Die US-Regierung wollte die künstliche
    Intelligenz des Konzerns für alle legalen Zwecke beim Militär einsetzen
    können. Doch das Unternehmen hinter dem Chatbot Claude widersetzte sich
    dem Willen des US-Verteidigungsministeriums und bestand auf einigen
    Sicherheitsregeln für den Einsatz seiner KI beim US-Militär – zum
    Beispiel für autonome Waffensysteme. Dafür straften US-Präsident Donald
    Trump und sein Kriegsminister Pete Hegseth das Unternehmen mit aller
    Härte ab: Bundesbehörden müssen aufhören, Anthropics KI zu nutzen –
    ebenso wie Unternehmen, die mit dem Pentagon zusammenarbeiten.

    Gleichzeitig verkündete Anthropics Konkurrent OpenAI, dass man einen
    Deal mit dem US-Verteidigungsministerium abgeschlossen habe – für genau
    die Zwecke, für die Anthropic dort künftig nicht mehr zum Einsatz kommen
    soll. Und nach Darstellung von OpenAI-Chef Sam Altman mit der
    Möglichkeit, genau die Nutzungsschranken einzuziehen, an denen die
    Verhandlungen zwischen dem Pentagon und Anthropic gescheitert sind.

    In einer neuen Folge des ZEIT-Digitalpodcasts Neustart erklärt
    Digital-Ressortleiter Jakob von Lindern im Gespräch mit Moderatorin
    Meike Laaff, was dahintersteht, was von der Positionierung von OpenAI zu
    halten ist – und warum er den KI-Krieg erst am Anfang sieht.

    Außerdem Thema in der Neustart-Rubrik "Arbeitsspeicher": Wie die Telekom
    mithilfe von Elon Musks Satelliteninternetdienst Starlink weiße Flecken
    in der Mobilfunkabdeckung schließen will – auch in Deutschland.

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    in der Digitalwelt passiert – und was dies für die Offlinewelt bedeutet.
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Wir alle sind jeden Tag viele Stunden im Internet, manchmal, ohne es zu merken. Künstliche Intelligenz wird immer schlauer, soziale Netzwerke immer ätzender und Smartwatches wissen mehr über unsere Gesundheit als der Hausarzt. Aber mal ganz ehrlich: Wie gut verstehen wir die digitale Welt wirklich? Darum geht es in „Neustart“ dem Digitalpodcast der ZEIT. Jeden Donnerstag besprechen die Hosts Meike Laaff und Henrik Oerding, was gerade in der Digitalwelt passiert, und was das für die Offline-Welt bedeutet. Mit anderen Expertinnen aus der Redaktion reden sie über alles – von großen Konzernen zu kleinen Apps. Auch, aber nicht nur für Nerds.
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Generated: 4/26/2026 - 5:35:13 PM