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Die sogenannte Gegenwart

DIE ZEIT
Die sogenannte Gegenwart
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13 Episoden

  • Die sogenannte Gegenwart

    Social-Media-Verbot für Kinder: Ist das noch Liberalismus?

    09.03.2026 | 1 Std. 16 Min.
    Dass soziale Medien mal als Hoffnungstechnologie, also als
    menschenfreundliche Erfindung, galten, in die man allerlei
    Zukunftsoptimismus hineinprojizieren durfte – das ist längst vergessen
    und verdrängt, daran erinnern sich höchstens noch die ganz Alten. Schon
    seit vielen Jahren stehen soziale Medien bekanntlich in der Kritik; die
    Probleme, die sie bereiten, sind umfänglich diagnostiziert worden, und
    auch an konstruktiven Lösungsvorschlägen mangelt es nicht: Es soll
    regulatorisch durchgegriffen werden gegen Hass und Hetze, die
    Algorithmen sollen offengelegt werden, die Monopole zerschlagen. So war
    es bisher. Jetzt geistert eine neue Idee durch den Diskurs: Soziale
    Medien sollen ganz verboten werden – zumindest für Kinder und
    Jugendliche. Seit Australien Ernst gemacht hat und alle unter 16
    aussperrt, nicht bloß aus der TikTok-App, wird auch in Deutschland über
    solche Eingriffe debattiert. Ist der Schaden, den Social Media in
    Kinderhirnen und Jugendseelen anrichtet, nicht offensichtlich?

    In der neuen Folge des Feuilletonpodcasts "Die sogenannte Gegenwart"
    diskutieren auch Ijoma Mangold und Lars Weisbrod über den digitalen
    Jugendschutz. Wann wurde aus dem Social-Media-Traum eigentlich ein
    Albtraum? Ist diese Kommunikationstechnologie wirklich so furchtbar, wie
    sie dargestellt wird? Und wie könnte eine tatsächlich liberale Haltung
    aussehen, wenn es um Kinder geht, die soziale Medien nutzen wollen?

    SHOWNOTES

    - Oliver Webers Artikel aus der "FAZ"
    - Marie-Luise Goldmanns Artikel aus der "Welt" 
    - Joel Feinberg: "The Child’s Right to an Open Future", 1980

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Die freundlichste Droge der Gegenwart

    23.02.2026 | 1 Std. 21 Min.
    Was passiert, wenn KI nicht mehr nur Texte zusammenfasst, sondern als
    psychologischer Lebensbegleiter auftaucht – als Gesprächspartner,
    Beruhigungsmaschine, Spiegel, Ersatzfreund, Minitherapeut to go? Nina
    Pauer gesteht, warum sie lieber "Hallo" in ein Chatfenster tippt, als
    noch einmal vier Minuten in Instagram-Clips zu versinken – und wie sich
    das sauberer, ruhiger, sogar selbstermächtigender anfühlen kann. Ijoma
    Mangold schwärmt von Claude wie von einem klugen Buch, das
    zurückspricht: elegant, klar, literaturfähig. Und Lars Weisbrod? Er ist
    der Spalter – mit einer fast pathologischen Abneigung gegen die höfliche
    Willfährigkeit der Maschine. Wer sich von Social Media schon einmal
    "zerstört" fühlte, fragt nicht neugierig nach dem nächsten
    Silicon-Valley-Geschenk.

    Ist das, was wir da führen, überhaupt ein Gespräch? Oder eher eine
    Simulation von Reziprozität – ein Programm, das per Design nicht
    widersprechen darf, weil es gefallen, binden, monetarisieren soll? Ist
    KI die ultimative Schmeichelmaschine, die uns so präzise spiegelt, dass
    es schon peinlich wird ("Bin ich wirklich so leicht zu haben?") – oder
    erfüllt sie, wie Bücher es immer getan haben, eine alte Kulturtechnik
    der Selbsterkenntnis, nur eben turbo-beschleunigt? Ijoma Mangold wirft
    die provokante These in den Raum: Bücher als Small Language Models – und
    KI als Weltbibliothek, die deine Suchbewegungen abkürzt. Lars Weisbrod
    hält dagegen: Genau der Widerstand, das Unbequeme, das "Nein" mache
    Kunst und Denken aus. Und Nina entdeckt in der KI etwas, das
    gleichzeitig tröstet und verstört: eine entgrenzte Mütterlichkeit,
    Hypervalidierung fürs überreizte Nervensystem, Beruhigung statt
    Vertiefung – "posttherapeutisch" eben.

    Wenn die Maschine immer verfügbar ist, was bleibt dann knapp – und damit
    kostbar? Körper, Wald, Knien zum Gebet in der Kirchenbank? In dieser
    Folge der Sogenannten Gegenwart wird gestritten, gespiegelt, getröstet
    und widersprochen. Genau das, was die KI (noch) nicht kann. Was sie
    hingegen schon sehr gut kann: den Inhalt einer Podcastfolge
    zusammenfassen – weshalb wir für diesen Text auf ihre Dienste
    zurückgegriffen haben.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Die einzigen Menschen der Welt, die konzentriert arbeiten – “The Pitt”

    09.02.2026 | 1 Std. 18 Min.
    Kranksein ist mal wieder politisch. Wer mit Erkältung zu Hause bleibt,
    schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland, finden Konservative. Und
    warum wird unser Gesundheitssystem jedes Jahr noch ein bisschen teurer?
    Und wer ist eigentlich wirklich krank, und wer tut nur so? Vielleicht
    lassen sich solche Fragen am besten dort klären, wo es den Leuten
    unzweifelhaft nicht so gut geht – in der Notaufnahme. “The Pitt” heißt
    eine neue, preisgekrönte amerikanische Fernsehserie, die jetzt auch in
    Deutschland zu sehen ist: Sie erzählt aus dem überfüllten "emergency
    room" eines Krankenhauses in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania.
    Zwischen Traumacenter und Triageraum schauen wir dem Ärzteteam um Dr.
    Michael “Robby” Robinavitch zu, wie sie intubieren, aufschneiden,
    blutungsstillende Ballons aufpumpen – und auch sonst alles
    Menschenmögliche tun, um die versehrten Patienten wenigstens so weit zu
    stabilisieren, bis irgendwo anders im Krankenhaus hoffentlich ein Bett
    frei wird.
    Für die Krankenhausserienfans Nina Pauer und Lars Weisbrod ist das genau
    der richtige Stoff: In der neuen Folge des Feuilletonpodcasts sprechen
    die beiden über “The Pitt” und die Ästhetik der Notaufnahme. Warum ist
    dieser Arbeitsplatz jetzt wieder der Serienschauplatz der Stunde? Geht
    es um “competence porn”? Um die Zurschaustellung von absoluter
    Konzentrationsfähigkeit, die die Zuschauer in ihrem eigenen Leben gar
    nicht mehr aufbringen können? Außerdem stellen Nina und Lars fest: Man
    kann aus der Seriennotaufnahme sogar etwas fürs eigene Leben außerhalb
    des Krankenhauses lernen. Wie man schlechte Nachrichten überbringt, zum
    Beispiel. Und wie man sich richtig verabschiedet.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Warum jetzt alle Nonnen werden wollen

    26.01.2026 | 1 Std. 15 Min.
    Ganz in weiß, mit Haube auf dem Kopf, die Augen entrückt geschlossen, so
    zeigt sich die Sängerin Rosalía auf dem Cover ihres Erfolgsalbums Lux:
    ein Weltstar, inszeniert als Nonne. “Wenn ich noch ein schlechtes Date
    erlebe, gehe ich ins Kloster!”, schallt es zeitgleich aus den Accounts
    junger Frauen auf Social Media, die müde vom Dating sind und sich mit
    Nonnen-Content ironisch von der Männerwelt verabschieden, während auf
    TikTok echte Ordensschwestern zu Internetpersönlichkeiten werden, indem
    sie ihren Alltag im Kloster zwischen Beten, Singen und Hostienbacken für
    ihre Followerschaft erklären. 

    Nonne sein, das trendet, die Vorstellungen klösterlicher
    Abgeschiedenheit und Schwesterlichkeit sind zu wahren Sehnsuchtsorten
    gestresster Gegenwartsmenschen geworden. Warum? Wie kann es sein, dass
    ausgerechnet die strenge Unterordnung in einer stark hierarchisch
    organisierten Institution, die oft von Männern dominiert wird, heute als
    positiver Akt weiblicher Freiheit gedeutet wird? Und was ist eigentlich
    mit dem Keuschheitsgelübde? Dem Versprechen, als Bräute Jesu zu leben?
    Und wo ist Gott dabei?

    Diesen Fragen widmen sich Nina Pauer und Ijoma Mangold in der neuen
    Episode von Die sogenannte Gegenwart.

    Weitere Links zur Folge und zum Thema Nonnen finden Sie hier.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Eine Ankündigung

    12.01.2026 | 4 Min.
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Über Die sogenannte Gegenwart

Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Gegenwart. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/mehr-hoeren
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Generated: 3/13/2026 - 12:51:47 AM