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Die sogenannte Gegenwart

DIE ZEIT
Die sogenannte Gegenwart
Neueste Episode

54 Episoden

  • Die sogenannte Gegenwart

    Die einzigen Menschen der Welt, die konzentriert arbeiten – “The Pitt”

    09.2.2026 | 1 Std. 18 Min.
    Kranksein ist mal wieder politisch. Wer mit Erkältung zu Hause bleibt,
    schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland, finden Konservative. Und
    warum wird unser Gesundheitssystem jedes Jahr noch ein bisschen teurer?
    Und wer ist eigentlich wirklich krank, und wer tut nur so? Vielleicht
    lassen sich solche Fragen am besten dort klären, wo es den Leuten
    unzweifelhaft nicht so gut geht – in der Notaufnahme. “The Pitt” heißt
    eine neue, preisgekrönte amerikanische Fernsehserie, die jetzt auch in
    Deutschland zu sehen ist: Sie erzählt aus dem überfüllten "emergency
    room" eines Krankenhauses in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania.
    Zwischen Traumacenter und Triageraum schauen wir dem Ärzteteam um Dr.
    Michael “Robby” Robinavitch zu, wie sie intubieren, aufschneiden,
    blutungsstillende Ballons aufpumpen – und auch sonst alles
    Menschenmögliche tun, um die versehrten Patienten wenigstens so weit zu
    stabilisieren, bis irgendwo anders im Krankenhaus hoffentlich ein Bett
    frei wird.
    Für die Krankenhausserienfans Nina Pauer und Lars Weisbrod ist das genau
    der richtige Stoff: In der neuen Folge des Feuilletonpodcasts sprechen
    die beiden über “The Pitt” und die Ästhetik der Notaufnahme. Warum ist
    dieser Arbeitsplatz jetzt wieder der Serienschauplatz der Stunde? Geht
    es um “competence porn”? Um die Zurschaustellung von absoluter
    Konzentrationsfähigkeit, die die Zuschauer in ihrem eigenen Leben gar
    nicht mehr aufbringen können? Außerdem stellen Nina und Lars fest: Man
    kann aus der Seriennotaufnahme sogar etwas fürs eigene Leben außerhalb
    des Krankenhauses lernen. Wie man schlechte Nachrichten überbringt, zum
    Beispiel. Und wie man sich richtig verabschiedet.

    Sie erreichen das Team unter [email protected].

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Warum jetzt alle Nonnen werden wollen

    26.1.2026 | 1 Std. 15 Min.
    Ganz in weiß, mit Haube auf dem Kopf, die Augen entrückt geschlossen, so
    zeigt sich die Sängerin Rosalía auf dem Cover ihres Erfolgsalbums Lux:
    ein Weltstar, inszeniert als Nonne. “Wenn ich noch ein schlechtes Date
    erlebe, gehe ich ins Kloster!”, schallt es zeitgleich aus den Accounts
    junger Frauen auf Social Media, die müde vom Dating sind und sich mit
    Nonnen-Content ironisch von der Männerwelt verabschieden, während auf
    TikTok echte Ordensschwestern zu Internetpersönlichkeiten werden, indem
    sie ihren Alltag im Kloster zwischen Beten, Singen und Hostienbacken für
    ihre Followerschaft erklären. 

    Nonne sein, das trendet, die Vorstellungen klösterlicher
    Abgeschiedenheit und Schwesterlichkeit sind zu wahren Sehnsuchtsorten
    gestresster Gegenwartsmenschen geworden. Warum? Wie kann es sein, dass
    ausgerechnet die strenge Unterordnung in einer stark hierarchisch
    organisierten Institution, die oft von Männern dominiert wird, heute als
    positiver Akt weiblicher Freiheit gedeutet wird? Und was ist eigentlich
    mit dem Keuschheitsgelübde? Dem Versprechen, als Bräute Jesu zu leben?
    Und wo ist Gott dabei?

    Diesen Fragen widmen sich Nina Pauer und Ijoma Mangold in der neuen
    Episode von Die sogenannte Gegenwart.

    Weitere Links zur Folge und zum Thema Nonnen finden Sie hier.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Techskepsis: Müssen wir mehr Prometheus wagen?

    12.1.2026 | 1 Std. 17 Min.
    Vielleicht war er nie weg, vielleicht feiern wir seine Rückkehr, fest
    steht jedenfalls: "Frankenstein" ist gerade überall. In den Buchläden
    stapeln sich die fürs TikTok-Publikum aufwendig gestalteten
    Schmuckausgaben von Mary Shelleys Literaturklassiker, auf Netflix ist
    Guillermo del Toros Verfilmung zu sehen, und die Wirklichkeit ist ja
    auch voller Frankensteine und Monster. 

    Ein besessener, arroganter Forscher erschafft einen künstlichen Menschen
    aus Leichenteilen – so geht die Geschichte von 1818. Da denkt der
    kritische Bürger heute sofort an ChatGPT, an künstliche Intelligenz und
    an Silicon-Valley-Milliardäre, die den Tod abschaffen wollen. Dass sich
    die Kreatur, die Frankenstein da schöpft, dann als böse oder wenigstens
    rachsüchtig erweist, dass sie ihren Schöpfer verfolgt bis zum bitteren
    Ende – auf eine ähnlich düstere Prognose können auch wir uns heute
    schnell einigen, wo immer es um technische Neuerungen geht. Vielleicht
    zu schnell? 

    In der aktuellen Folge von "Die sogenannte Gegenwart" sprechen Ijoma
    Mangold und Lars Weisbrod über den Mythos Frankenstein. Wie wurde bei
    Mary Shelley die Science-Fiction aus dem Geist der englischen Romantik
    geboren? Was bedeutet es für unsere aktuellen Debatten über Degrowth und
    Technologie, dass Shelley ihren Frankenstein den "modernen Prometheus"
    nannte? Und warum gibt es so viele Kunstwerke, die uns vor technischem
    Fortschritt warnen – und so wenige, die ihn feiern?

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Eine Ankündigung

    12.1.2026 | 4 Min.
    In Kürze werden wir das Archiv von "Die sogenannte Gegenwart?" und
    vielen weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten
    zugänglich machen.

    Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle
    älteren Folgen können Sie künftig mit einem Digital- oder Podcastabo der
    ZEIT hören, unter www.zeit.de/feuilletonpodcast, auf Apple Podcasts oder
    Spotify.

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    Euro im Monat. Sie erhalten damit nicht nur Zugriff auf das komplette
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    Sein langer Weg zur Macht" hören.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Macht und Ohnmacht nach dem Vibe Shift

    22.12.2025 | 59 Min.
    Sydney Sweeney räkelt sich für eine Jeans-Werbung, der Spruch dazu ist
    doppeldeutig: "Sydney Sweeney has great jeans." Hat die weiße,
    normschöne Schauspielerin tolle Jeans? Oder – auf Englisch klingt die
    Aussprache zum Verwechseln ähnlich – tolle Gene? Die Werbekampagne
    schien ein weiterer Beleg dafür, dass sich in der Welt der Zeichen, der
    Kultur, der Symbole etwas verschoben hatte.

    Glaubt man der gängigen Erzählung, war linksliberales Gedankengut viele
    Jahre lang hegemonial, jedenfalls dort, wo es im weitesten Sinne um
    "Kultur" ging, um den Überbau der Gesellschaft. Von den Universitäten
    bis zu den Pressestellen der DAX-Unternehmen, von der Popmusik bis zu
    den Öffentlich-Rechtlichen, überall gab man sich mehr oder weniger woke.
    Und dann? Kam der "vibe shift" – der Begriff steht für den kulturellen
    Wandel, der sich spätestens mit Trumps Wiederwahl vollzogen hat. Die
    Rechten sind nicht nur zurück an der Macht, sie haben jetzt auch die
    kulturelle Deutungshoheit.

    In der neuen Folge von "Die sogenannte Gegenwart" sprechen Ijoma Mangold
    und Lars Weisbrod über den schillernden Begriff "vibe shift" und die
    Wirklichkeit dahinter: Was macht dieser neue Begriff sichtbar, was
    bisher unsichtbar war? Was verschleiert er? Wer hat die kulturelle Macht
    – und wie mächtig ist Kultur überhaupt noch? Die Episode ist am 12.
    Dezember in Berlin live beim Frohes Festival aufgezeichnet worden. Mit
    ihr verabschiedet sich “Die sogenannte Gegenwart” in die Winterpause. Am
    12. Januar ist der Podcast zurück.

    Weitere Infos zur Folge finden Sie hier.

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Über Die sogenannte Gegenwart

Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Gegenwart. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/mehr-hoeren
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Generated: 2/17/2026 - 5:43:32 PM