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Die sogenannte Gegenwart

DIE ZEIT
Die sogenannte Gegenwart
Neueste Episode

12 Episoden

  • Die sogenannte Gegenwart

    Tötet der Heterofatalismus die Romantik?

    01.06.2026 | 1 Std. 24 Min.
    Es sei Frauen heute peinlich, wenn sie einen festen Freund haben – man
    schäme sich dafür und zeige ihn lieber nicht. Das jedenfalls behauptete
    vor einiger Zeit ein Artikel in der US-amerikanischen »Vogue«. Auf
    TikTok trenden Begriffe wie »boyfriendsober«, und immer mehr weibliche
    Stimmen melden sich in der Öffentlichkeit, die sich ganz grundsätzlich
    fragen: Können wir überhaupt noch mit Männern zusammenleben? Brauchen,
    ja wollen wir das heute noch: mit einem Mann das Leben, die Wohnung, das
    Bett teilen? Wo aus Sicht von Feministinnen doch so viele Gründe gegen
    die heterosexuelle Beziehung sprechen, von Gender-Pay-Gap bis zu
    Skandalen wie Pelicot und Fernandes? Wer »nein« antwortet, der bekennt
    sich zum Heterofatalismus. So heißt das neue Schlagwort, das gerade im
    Netz und in der Presse diskutiert wird. 

    Auch im Feuilletonpodcast »Die sogenannte Gegenwart« fragen Nina Pauer
    und Lars Weisbrod: Wie steht es um die Zukunft der Heterosexualität?
    Wird sie bald abgeschafft – und die Romantik gleich mit? Oder bleibt sie
    uns, allem Pessimismus zum Trotz, doch noch eine Weile erhalten?

    Das Hauptthema beginnt in dieser Folge bei Minute 18.
    SHOWNOTES
    Text aus der »Vogue«: »Is Having a Boyfriend Embarrassing Now?«

    Text aus dem »Süddeutsche Magazin« von Nele Sophie Karsten: »Wie soll
    ich einen Mann lieben?«
    Text aus der »Welt« von Julian Theilen: »Herrischer Feminismus: Warum
    ich Frauen nicht mehr brauche«
    Der Essay von Asa Seresin aus dem Jahr 2019: »On Heteropessimism«
    Julia Werthmanns Text im Magazin »Jacobin«: »Entromantisierung ist keine
    Emanzipation«

    Das ZEIT-Interview mit der Philosophin Sally Haslanger: »Der Begriff
    ›Frau‹ sollte mehr als bloß eine Bedeutung haben«
    Das Zitat von Amia Srinivasan stammt aus ihrem Buch »The Right to Sex«.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Sind Intellektuelle wirklich Avantgarde?

    18.05.2026 | 1 Std. 15 Min.
    Wie sollen wir noch ein gutes Leben führen, wenn wir von unseren
    digitalen Endgeräten abhängig sind? Ist ein kluger Denker auch ein guter
    Vater? Ist die Digitalisierung wirklich unser Unglück? Und wie kann man
    noch unterscheiden zwischen Wahrheit und Fiktion? Um diese großen Fragen
    – und noch einige mehr – geht es dem Dichter und Schriftsteller Ben
    Lerner in seinem neuen, knapp 160 Seiten dünnen Roman »Transkription«.

    Da besucht ein Mann mittleren Alters seinen hochbetagten Professor und
    Mentor in einer Universitätsstadt an der amerikanischen Ostküste, einen
    berühmten Filmemacher und Kultintellektuellen. Mit ihm möchte er noch
    einmal ein letztes großes Interview führen. Leider ist ihm im Hotel sein
    iPhone ins Waschbecken gefallen und kaputtgegangen. So steht er da ohne
    Aufnahmegerät (was er verschweigt, weil es ihm peinlich ist) und muss
    die Gedanken und Geistesblitze des Orakels im Nachhinein aus dem
    Gedächtnis rekonstruieren. Ist das schon eine Verfälschung der
    Wirklichkeit, oder gibt es ohnehin gar keine Echtheit?

    Ijoma Mangold und Lars Weisbrod haben das Buch gelesen und diskutieren
    in der neuen Folge von »Die sogenannte Gegenwart«: Ist »Transkription«
    echte Avantgarde-Literatur? Oder bloß die Simulation von kritischer
    Weltbeobachtung für Feuilletonisten?
    Shownotes

    Ben Lerner: »Transkription«. Roman. Übersetzt von Nikolaus Stingl.
    Suhrkamp Verlag, Berlin 2026. 160 Seiten, 24 Euro

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Ist Gentle Parenting am Ende?

    04.05.2026 | 1 Std. 13 Min.
    Begleiten statt Kontrollieren, Verständnis statt Autorität,
    Co-Regulieren statt Bestrafen – Millennial-Eltern wollten mit ihren
    Kindern alles anders machen. Und sie haben ihren hohen
    Erziehungsanspruch auch lang durchgehalten – auch, wenn sie dabei oft an
    ihre Grenzen und manchmal darüber hinaus gingen. Denn dem Ideal des
    Gentle Parenting treu zu sein, bindungsorientiert und sanft zu erziehen,
    das ist alles andere als leicht. 

    Nun regt sich ausgerechnet bei den Eltern dieser Generation ein neuer
    Wunsch nach Strenge. Warum? Ist die einfühlsame Pädagogik nach hinten
    losgegangen, nicht zuletzt, weil sie einfach zu anstrengend ist? Oder
    führt die politische Zeitenwende auch zu einer Zeitenwende in
    Erziehungsfragen? Und schaffen es heutige Eltern, die ihre Kinder bisher
    von Strafen, Time-outs und harten Konsequenzen verschont hatten, die
    neue Strenge überhaupt umzusetzen? Darüber sprechen Nina Pauer und Lars
    Weisbrod, beide selbst Millennial-Eltern, in der neuen Folge des
    Feuilletonpodcasts »Die sogenannte Gegenwart«.
    Shownotes:

    - Der Aufsatz »Erziehung nach Auschwitz« von Adorno
    - Die CDC zu Time-outs
    - Der Text von Caroline Rosales
    - Der »Guardian« über FAFO
    - Der Text von Tillmann Prüfer
    - Die Studie zu Gentle Parenting
    - Millennial- und Boomer-Mutter-Reel

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Eine Ankündigung

    12.01.2026 | 4 Min.
    In Kürze werden wir das Archiv von "Die sogenannte Gegenwart?" und
    vielen weiteren Podcasts der ZEIT exklusiv für unsere Abonnenten
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    Die drei aktuellsten Folgen bleiben kostenlos und frei verfügbar. Alle
    älteren Folgen können Sie künftig mit einem Digital- oder Podcastabo der
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    Euro im Monat. Sie erhalten damit nicht nur Zugriff auf das komplette
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    Bei Fragen und Problemen schreiben Sie uns gerne an kontakt@zeit.de.

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  • Die sogenannte Gegenwart

    Macht und Ohnmacht nach dem Vibe Shift

    22.12.2025 | 59 Min.
    Sydney Sweeney räkelt sich für eine Jeans-Werbung, der Spruch dazu ist
    doppeldeutig: "Sydney Sweeney has great jeans." Hat die weiße,
    normschöne Schauspielerin tolle Jeans? Oder – auf Englisch klingt die
    Aussprache zum Verwechseln ähnlich – tolle Gene? Die Werbekampagne
    schien ein weiterer Beleg dafür, dass sich in der Welt der Zeichen, der
    Kultur, der Symbole etwas verschoben hatte.

    Glaubt man der gängigen Erzählung, war linksliberales Gedankengut viele
    Jahre lang hegemonial, jedenfalls dort, wo es im weitesten Sinne um
    "Kultur" ging, um den Überbau der Gesellschaft. Von den Universitäten
    bis zu den Pressestellen der DAX-Unternehmen, von der Popmusik bis zu
    den Öffentlich-Rechtlichen, überall gab man sich mehr oder weniger woke.
    Und dann? Kam der "vibe shift" – der Begriff steht für den kulturellen
    Wandel, der sich spätestens mit Trumps Wiederwahl vollzogen hat. Die
    Rechten sind nicht nur zurück an der Macht, sie haben jetzt auch die
    kulturelle Deutungshoheit.

    In der neuen Folge von "Die sogenannte Gegenwart" sprechen Ijoma Mangold
    und Lars Weisbrod über den schillernden Begriff "vibe shift" und die
    Wirklichkeit dahinter: Was macht dieser neue Begriff sichtbar, was
    bisher unsichtbar war? Was verschleiert er? Wer hat die kulturelle Macht
    – und wie mächtig ist Kultur überhaupt noch? Die Episode ist am 12.
    Dezember in Berlin live beim Frohes Festival aufgezeichnet worden. Mit
    ihr verabschiedet sich “Die sogenannte Gegenwart” in die Winterpause. Am
    12. Januar ist der Podcast zurück.

    Weitere Infos zur Folge finden Sie hier.

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Über Die sogenannte Gegenwart
Was kommt nach dem Zeitalter der Wokeness? Leben wir schon in der posttherapeutischen Gesellschaft? Warum spielen Erwachsene heute so gern mit Lego? Und was verrät die Serie “White Lotus” über den Niedergang des Westens? Vom neuen Katholizismus bis zur KI, von Dark Academia bis zum Samba-Schuh von Adidas: Im Feuilleton-Podcast sprechen wir über die großen und die kleinen Phänomene, die unsere Zeit ausmachen – die ZEIT-Redakteure Nina Pauer, Ijoma Mangold und Lars Weisbrod begleiten die Hörerinnen und Hörer durch die Gegenwart. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/mehr-hoeren
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Generated: 6/13/2026 - 9:15:12 PM