Wenn sich der Tisch biegt beim Teetrinken
Ein Glas türkischer Çay kommt selten allein: Weil es empfohlen ist, den Schwarztee nicht auf leeren Magen zu trinken, geht man gleich auf Nummer sicher und tafelt, dass sich die Tische biegen. Sarma, Manti, Künefe - es ist erst dann genug, wenn die Tischplatte kaum mehr zu sehen ist. Und mittendrin stehen die dampfenden Teegläser. Çay, das ist wie Heimat im Glas für viele Austrotürkinnen und -türken; ein Ritual, eine Tradition, ein Symbol der Gastfreundschaft. Denn zusammen Çay zu trinken, das bedeutet auch: gemeinsam im Moment leben, plaudern, einander zuhören. Und dafür ist immer Zeit.
Gestaltung: Miriam Steiner
Eine Produktion des ORF, gesendet am 15.5.2026