In Folge 15 wird’s emotional – im besten Sinne. Heute geht’s um Nervosität: warum sie entsteht, warum sie völlig normal ist (Spoiler: Nervosität ist eine Form von Angst) und warum selbst Olympioniken und Top-Pros sie ständig spüren. Der Unterschied ist nicht „die sind nie nervös“, sondern: die bleiben nicht im Kopf hängen, sondern gehen zurück zu dem, was sie kontrollieren können – Routinen, Abläufe, Fokus.
Als Aufhänger schauen wir auf Gerwyn Price: Egal ob du ihn feierst oder die Lautstärke manchmal lieber runterdrehen würdest – der Mann macht gerade vieles richtig. Er nutzt positive Emotionen als Werkzeug: pushen, Energie rauslassen, Momentum bauen – und genau das kann dir helfen, Nervosität in Antrieb zu verwandeln, statt dich innerlich klein zu machen.
Der mentale Moment der Woche kommt diesmal aus dem Olympia-Sport: Athleten, die nach einem Fehler nicht zerbröseln, sondern im zweiten Durchgang abliefern – weil sie am Prozess festhalten und nicht am Patzer kleben bleiben. Genau das ist auch im Darts der Hebel: Fehler passieren – solange der Wettkampf nicht vorbei ist, mach weiter.
Takeaway/Challenge:
👉 Feiere gute Aufnahmen sichtbar (dein „Yes!“, dein „Come on!“, Faust auf den Oberschenkel – deine Version).
👉 Lass schlechte Aufnahmen unkommentiert. Kein Kopfschütteln, kein Jammern, kein inneres Tribunal.
Du musst kein Gerwyn Price werden – aber du darfst dir erlauben, mit Emotionen zu spielen, statt sie runterzuschlucken.
Und am Ende gilt: Wenn du nervös bist, ist dir Darts wichtig. Das ist kein Makel – das ist Liebe zum Spiel.