"Anerkennung ändert alles", sagt Barbara Strohschein. Die Psychologin und Philosophin betont, dass Menschen andere Menschen zum Überleben brauchen. Vor allem wollen wir von anderen gesehen werden. Dabei geht es laut Strohschein um mehr als einfaches Lob, sondern auch um eine Haltung zur Neugier sowie die Bereitschaft, andere wahrzunehmen und sich für sie zu interessieren. Denn Konflikte entstehen oft aus einer Kränkung heraus – aus einer Kränkung, die auf mangelnde Anerkennung folgt, so die Expertin. Die Tendenz zu mehr Kränkung und weniger Anerkennung sieht sie auch in aktuellen politischen Debatten, in denen sich oft zwei konträre Seiten ohne Kompromiss gegenüberstehen.
Man kann Anerkennung aber lernen. Sogar bei Menschen, die einem auf den ersten Blick nicht besonders sympathisch sind. Wie das authentisch gelingt, wie man in der Arbeit eine Anerkennungskultur schafft, und warum Anerkennung bei einem selbst beginnt, erklärt Strohschein diese Woche im Podcast.