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Christopher Funk – Headhunter und Vertriebsspezialist
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    #1023 - Akquise auf Autopilot: Wie KI im Mittelstand Kaufsignale findet, Kontakte erkennt und die Ansprache automatisiert. Mit Anthony Filipiak

    25.03.2026 | 54 Min.
    KI-Agenten im B2B-Vertrieb: Akquise auf Autopilot für den Mittelstand
    Geschätzte Lesedauer: 10 Minuten
    Hey, hier ist Christopher Funk. KI ist heute ein riesiges Thema. Alle fragen sich: Wie nutze ich das am besten? Ist mein Job in Gefahr? Deshalb zeige ich dir heute, wie KI-Agenten im B2B-Vertrieb deine Akquise fast von selbst machen. Der größte Hebel für Firmen liegt nämlich im Vertrieb. Hier kannst du viel mehr aus deinem Team holen. Dennoch passiert im Mittelstand in Deutschland aktuell noch sehr wenig. Das müssen wir ändern.
    Warum der Mittelstand jetzt schnell handeln muss
    Die Chance ist groß, jedoch schläft die Konkurrenz nicht. Weil viele Firmen aus dem Ausland bei der Künstliche Intelligenz B2B Akquise schon viel weiter sind, müssen wir hier aufwachen. Wer jetzt mutig handelt, holt sich folglich einen massiven Vorteil im Markt. Wer zu lange wartet, wird am Ende gnadenlos abgehängt.
    Die Gartner-Studie: 300 Prozent mehr Erfolg
    Lass dir diese Zahl einmal auf der Zunge zergehen. Eine Studie von Gartner besagt: Verkäufer, die KI als Hilfe nutzen, haben eine dreimal höhere Chance auf Erfolg. Das ist folglich ein Plus von 300 Prozent! Viele sagen dann: "Klingt toll, aber wir haben Sorgen beim Datenschutz und unsere IT hat keine Zeit." Die Lösung ist jedoch sehr einfach: Beauftrage Experten, die das schon für andere Firmen umgesetzt haben.
    Was genau machen KI-Agenten im B2B-Vertrieb?
    Vielleicht kennst du den Begriff schon. Aber was steckt genau dahinter? Ein KI-Agent ist im Grunde ein sehr schlaues Skript. Es lernt, bestimmte Aufgaben genau so zu machen, wie wir Menschen es tun würden. Allerdings läuft das alles am PC ab. Zum Beispiel klickt sich der Agent durch Programme, sucht im Netz und wertet Daten aus. Dadurch baut er einen klaren Plan, um dein Ziel im Verkauf zu erreichen.
    Dein digitaler Helfer, der niemals schläft
    Stell dir vor, du hast einen Helfer, der 24 Stunden am Tag für dich arbeitet. Er wird nie müde, er macht außerdem keine Pausen und er bleibt immer ruhig. Genau das machen KI-Agenten im B2B-Vertrieb. Sie nehmen dir die extrem lange Vorarbeit ab. Folglich musst du eigentlich keine manuelle Suche nach neuen Kunden mehr machen. Während du dich voll auf das Verkaufen fokussierst, arbeitet das System im Hintergrund weiter.
    Künstliche Intelligenz B2B Akquise: Signale zum Kauf finden
    Wie finden wir nun heraus, wer unser Produkt am meisten braucht? Früher haben wir im Buch geblättert oder einfach auf gut Glück angerufen. Heute liest die KI stattdessen Millionen von Daten aus. Und das passiert in einer Tiefe, die für uns Menschen per Hand gar nicht machbar wäre.
    Versteckte Bedarfe in Daten schnell erkennen
    Häufig fängt die KI von hinten an. Sie prüft: Was baut dein Kunde eigentlich? Welche Titel für Jobs gibt es in der Firma? Haben sie vielleicht gerade neue Leute in der Fabrik eingestellt? Weil die KI all diese offenen Daten aus Berichten, Websites und Jobs bündelt, liefert sie dir am Ende sehr gute Leads.
    Das spannende Beispiel der CNC-Maschine
    Dazu ein tolles Beispiel aus unserem Gespräch mit Anthony Filipiak von Ampli: Stell dir vor, du verkaufst Öle für Maschinen. Du wusstest vielleicht gar nicht, dass eine Firma eine kleine Halle hat, in der eine CNC-Maschine steht. Die KI findet jedoch heraus, dass dort jemand arbeitet, der als Job "CNC-Fräser" angibt. Bumm! Schon weißt du, dass dort eine Maschine steht. Folglich brauchen sie dein Öl. So elegant kannst du B2B Akquise automatisieren.
    Fördermittel und Projekte als Chance nutzen
    Das Ganze wird sogar noch besser. Die KI kann mühelos große Listen für Fördermittel prüfen. Weil jedes bewilligte Geld vom Staat in Deutschland offen einsehbar ist, liefert das geniale Signale. Bekommt eine Firma Geld für eine neue Maschine, weißt du sofort: Da kommt bald ein Projekt. Du kannst also den Kontakt suchen, lange bevor das Projekt offiziell startet. Dadurch bist du der Erste.
    Psychologie im Verkauf durch KI-Agenten im B2B-Vertrieb
    Vertrieb ist und bleibt ein Geschäft von Mensch zu Mensch. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Psychologie fängt jedoch schon viel früher an. Du kannst nämlich nicht tausend Leuten die gleiche unpersönliche Mail schicken und dabei auf großen Erfolg hoffen. Genau hier setzen KI-Agenten im B2B-Vertrieb völlig neue Maßstäbe.
    Die DISG-Analyse für perfekte E-Mails
    Bevor die KI eine Mail schreibt, macht sie eine tiefe Analyse der Person. Wir nutzen dafür zum Beispiel das bewährte DISG-Modell. Die KI prüft genau: Wie schreibt dieser Mensch auf LinkedIn? Macht er kurze, knappe Posts? Dann braucht er harte Fakten und klare Zahlen. Nutzt er hingegen viele Bilder und warme Worte? Dann muss der Text Bilder im Kopf wecken und Vertrauen aufbauen. Demzufolge schreibt die KI den Text exakt passend zu diesem Typ.
    Datenschutz bei der Suche nach neuen Kunden
    Das ist die typisch deutsche Frage, obgleich sie natürlich sehr wichtig ist. Darf ich diese Daten überhaupt nutzen? Darf ich die Leute einfach so anschreiben? Die klare Antwort lautet: Ja, wenn du alle Regeln einhältst und alles legal machst. Wir raten deshalb zu Servern in Deutschland. Zudem solltest du selbst trainierte, sichere Systeme nutzen.
    Berechtigtes Interesse als sicherer Schlüssel
    Bei dem Erstkontakt im B2B-Bereich geht es immer um das berechtigte Interesse. Wenn du beweisen kannst, dass die Firma eine CNC-Maschine hat und du folglich passendes Zubehör anbietest, dann ist dieses Interesse absolut gegeben. Weil du keine Spam-Mails schreibst, sondern einen echten Mehrwert für seinen Job lieferst, sind die Leser oft sogar dankbar.
    Angebote nach Maß durch KI-Agenten im B2B-Vertrieb
    Der Termin hat endlich geklappt. Was passiert danach jedoch allzu oft? Der Verkäufer schickt drei Tage später eine langweilige Mail mit einer Standard-PDF. Das ist ein riesiger Fehler! Weil du vorher alles perfekt gemacht hast, solltest du auch nach dem Termin stark weitermachen. Hier kommen sogenannte Dealrooms ins Spiel.
    Dealrooms: Der Gamechanger nach deinem Termin
    Ein Dealroom ist eine dynamische Website, die speziell für deinen Kunden gebaut wird. Sobald euer Meeting vorbei ist, baut die KI diese Seite völlig automatisch auf. Was sieht der Kunde dort?
    Ein passendes Zitat aus eurem Call.
    Ein klares Skript vom Meeting mit den besten Highlights.
    Einen eigenen Rechner für seinen Gewinn (ROI).
    Das fertige Angebot mit allen besprochenen Paketen.
    Gute Fallstudien aus seiner Branche.
    Weil all das komplett von selbst abläuft, denkt der Kunde, du hast stundenlang an diesem Angebot gebaut. In Wahrheit haben KI-Agenten im B2B-Vertrieb die harte Arbeit für dich gemacht.
    So startest du mit der Künstlichen Intelligenz B2B Akquise
    Wie fängst du nun am besten in der Praxis an? Ein super Ansatz ist der Bau eines Playbooks. Die KI prüft dafür deine Website und deine Produkte. Danach definiert sie den Wert, die Zielgruppen und die Probleme der Kunden. Du schaust als Experte danach noch einmal drüber, machst es noch besser und schon hast du die perfekten Daten zum Trainieren.
    Alte Kontakte wecken und Potenziale klug nutzen
    Der leichteste Start ist oft dein eigenes CRM. Dort liegen meistens hunderte Kontakte, die seit Jahren niemand angerufen hat. Lass die KI deshalb diese alten Daten prüfen. Stimmen die Jobs überhaupt noch? Gibt es heute neue Kontakte? Starte folglich eine gute Aktion zur Reaktivierung. Wenn jemand deine Mail liest, startet die KI zudem ein Retargeting und lädt ihn zum Beispiel zum nächsten Webinar ein.
    Die spannende Zukunft der KI-Agenten im B2B-Vertrieb
    Die Technik entwickelt sich momentan extrem schnell weiter. Heute ist die KI in vielen Dingen schon besser als der schlauste Mensch der Welt. Die großen Tech-Firmen fragen sich jedoch jetzt: Was kommt nach den bekannten Modellen für Sprache?
    Large Action Models und ganz neue Hardware
    Die Zukunft gehört ganz klar den sogenannten Large Action Models (LAMs). Diese Modelle verstehen nämlich nicht nur Sprache, sondern machen auch selbstständig komplexe Klicks in vielen Software-Tools. Wer im Vertrieb dauerhaft vorne bleiben will, muss diese schnellen Trends deshalb unbedingt fest im Auge behalten.
    Fazit: Der Mensch bleibt immer im Mittelpunkt
    Wir Menschen sind und bleiben soziale Wesen. Wir wollen schließlich mit echten Menschen reden. Dass eine KI komplett mit einer anderen KI den Vertrieb macht, ist folglich noch lange Träumerei. Vertrieb bleibt Empathie, aktives Zuhören und der Aufbau von Vertrauen. Du solltest KI jedoch überall dort nutzen, wo sie dir extrem helfen kann. Nutze KI-Agenten im B2B-Vertrieb für die Suche, die lange Vorbereitung und den Bau von Angeboten. Dadurch hast du endlich wieder die nötige Zeit für das, was wirklich zählt: Deine echten Kunden.
    In wenigen einfachen Schritten zur smarten Akquise. So startest du mit der Künstlichen Intelligenz B2B Akquise in deiner Firma:
    Schritt 1: Playbooks bauen. Lass die KI deine Website scannen, um automatisch klare Playbooks für deine Produkte, inklusive dem echten Wert und den passenden Zielgruppen, zu erstellen.
    Schritt 2: Daten klug prüfen. Weil niemand dein Produkt so gut kennt wie du, prüfst du die von der KI erstellten Daten und passt sie an deine echte Praxis im Verkauf an.
    Schritt 3: Schnelle Erfolge ernten. Binde dein CRM an. Lass die KI danach als Erstes alte Daten auf aktuelle Jobs prüfen und alte Kontakte wieder wecken.
    Schritt 4: Kaufsignale klar definieren. Bestimme konkrete Ziele (z.B. neue Maschinen, Fördermittel oder neue Jobs), nach denen der Agent im Netz suchen soll.
    Schritt 5: Echte Ansprache aktivieren. Lass den Agenten die gefundenen Leads prüfen und daraufhin voll von selbst mit passenden, DISG-starken Mails anschreiben.

    Sind KI-Agenten im B2B-Vertrieb wirklich legal? Ja, sofern sie richtig eingesetzt werden. Im B2B-Umfeld greift nämlich das Prinzip des berechtigten Interesses. Wenn die Analyse ergibt, dass dein Produkt ein echtes Problem des Kunden löst, ist ein Kontakt legal. Wichtig ist zudem die Nutzung von sicheren Servern in Europa.

    Ersetzen KI-Agenten im B2B-Vertrieb mein Team? Nein, absolut nicht. Sie machen dein Team stattdessen deutlich schneller. Weil die KI lange Aufgaben wie die Suche nach Leads und die Pflege der Daten übernimmt, kann sich dein Team zu 100 Prozent auf echte Gespräche fokussieren.

    Für welche Branchen passen diese Tools besonders gut? Besonders der produzierende Mittelstand profitiert extrem davon. Firmen aus dem Maschinenbau oder der Technik haben oft Produkte, die man erklären muss. Hier kann die KI durch das Finden von Signalen (Projekte, Fördermittel) enorme Vorteile gegenüber der Kaltakquise bieten.

    Was ist ein Dealroom genau? Ein Dealroom ist eine dynamische Website für deinen Kunden. Nach einem Gespräch baut die KI automatisch diese Seite. Sie zeigt folglich den Text vom Gespräch, ein passendes Angebot und zudem einen ROI-Rechner.

    Was sind Large Action Models (LAMs)? Während alte Modelle nur Texte schreiben, können Large Action Models stattdessen eigenständig komplexe Klicks in vielen Software-Tools machen. Sie sind demzufolge der nächste große Schritt in die Zukunft.


    Was denkst du darüber? Nutzt du in deiner Firma schon smarte Tools für neue Kunden oder hast du noch Sorgen? Schreib mir deine Erfahrungen deshalb gerne in die Kommentare oder teile diesen Artikel mit deinem Netzwerk! Ich bin extrem gespannt auf die Diskussion.
    🔊🔊 Schon gehört? Künstliche Intelligenz als Waffe im Vertrieb.
    Ausgewählte Links zur Episode
    Dein Strategiegespräch mit Chris (Vertriebsfunk)
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    Personen in dieser Folge
    Christopher Funk
    Anthony Filipiak
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    #1022 - Der 1-Stunden-Verkäufer. Warum dein Vertrieb nicht angreift und wie du das änderst.

    18.03.2026 | 26 Min.
    Geschätzte Lesedauer: 10 Minuten
    Herzlich Willkommen zum Vertriebsfunk! Heute sprechen wir über den absoluten Kern des Verkaufens. Folglich geht es um eine Frage, die richtig wehtut: Wie viel Zeit verbringen wir im Vertrieb eigentlich noch wirklich mit dem Kunden? Wenn du deine Vertriebseffizienz steigern willst, musst du deshalb genau hier ansetzen.
    Zwar drehen sich viele Vertriebsorganisationen im Kreis, dennoch gibt es Auswege. Die Kalender der Verkäufer sind randvoll und die Mitarbeiter arbeiten bis spät in die Nacht. Trotzdem stimmt der Output einfach nicht. Warum? Weil sie sich mit allem beschäftigen – nur leider nicht mit der aktiven Marktbearbeitung. Zunächst müssen wir folglich das System fixen, damit dein Vertrieb wieder richtig angreift!
    Der 1-Stunden-Verkäufer: Die bittere Realität im B2B-Vertrieb
    Laut dem "State of Sales"-Report von Salesforce verbringen Verkäufer weltweit im Schnitt nur etwa 40 % ihrer Arbeitszeit mit echtem Verkaufen. Das allein ist schon kein Ruhmesblatt. Darüber hinaus glaube ich, dass es im deutschen Mittelstand bei komplexen B2B-Lösungen noch viel düsterer aussieht. Wenn du demzufolge deine Vertriebseffizienz steigern möchtest, müssen wir uns die nackten Zahlen ansehen.
    Die harte Mathematik der Vertriebszeit
    Lass uns dafür mal eine einfache Rechnung aufmachen:
    Erstens haben wir einen Top-Verkäufer mit einer 38-Stunden-Woche.
    Ziehen wir davon 30 Tage Urlaub, im Schnitt 15 Krankheitstage in Deutschland und etwa 10 Feiertage ab.
    Somit landen wir bei rund 1.500 Nettostunden Arbeitszeit im Jahr.
    Jetzt stellt sich die entscheidende Frage: Wie viel von diesen 1.500 Stunden verbringt dieser Verkäufer proaktiv beim Kunden? Meine Schätzung für die meisten mittelständischen Unternehmen lautet: Es sind deutlich unter 20 Prozent. Infolgedessen sprechen wir von gerade einmal 300 Stunden im Jahr. Das sind lächerliche 6 Stunden in der Woche oder genau 1 einzige Stunde am Tag, in der wirklich verkauft wird. Der ganze Rest verschwindet stattdessen in einem vertriebsorganisatorischen Niemandsland.
    Wir sprechen hierbei explizit nicht von faulen Mitarbeitern! Vielmehr handelt es sich um extrem fleißige Verkäufer, die jedoch in einem furchtbar ineffizienten System gefangen sind. Wenn du den B2B Vertrieb optimieren willst, musst du erkennen: Die Kalender sind zwar voll, aber die Marktwirkung ist schlichtweg nicht vorhanden.
    Warum Verkäufer nicht verkaufen: Die Support-Falle
    Im deutschen B2B-Umfeld packen wir unseren Verkäufern außerdem immer mehr Aufgaben auf den Schreibtisch, die absolut nichts mit der Kundenkontaktzeit zu tun haben. Beispielsweise koordiniert der Vertriebler im Maschinenbau plötzlich Serviceeinsätze oder klärt Zollprobleme. Im IT-Systemhaus mutiert der Verkäufer nach dem Abschluss oftmals zum Projektleiter. In der Pharmabranche geht wiederum unendlich viel Zeit für regulatorische Abstimmungen drauf.
    Das Resultat? Die Mitarbeiter kommen abends völlig erschöpft nach Hause. Obgleich sie "super busy" waren, haben sie sich faktisch nicht mit dem Markt beschäftigt. Es gab demnach keine Neukundenakquise, kein strategisches Prospecting und keinen echten Fortschritt in der Pipeline.
    Lost Opportunity Costs: Der unsichtbare Profitkiller
    Wenn wir darüber sprechen, die Vertriebseffizienz zu steigern, müssen wir zwangsläufig über Kosten reden. Die höchsten Kosten in deinem Vertrieb sind nämlich nicht die Gehälter deiner Key Account Manager. Es sind ebensowenig die Firmenwagen oder die teuren CRM-Lizenzen. Stattdessen sind die höchsten Kosten die sogenannten Lost Opportunity Costs.
    Das Verrückte daran ist: Diese Kosten tauchen in keiner Bilanz und in keiner GuV auf. Kein Dashboard der Welt zeigt dir den 2-Millionen-Euro-Deal, den ihr nie gewonnen habt, weil dein Verkäufer schlichtweg keine Zeit hatte, den Kunden überhaupt anzurufen. Das Geschäft, das uns folglich entgeht, weil wir intern feststecken, ist der wahre Preis für mangelnde Vertriebseffizienz.
    Tooth-to-Tail-Ratio: Was wir vom Militär lernen können
    Lass uns infolgedessen einen Blick auf das Militär werfen. Dort gibt es die sogenannte "Tooth-to-Tail-Ratio" (Zahn-zu-Schwanz-Verhältnis). Man schaut sich an, wie die Truppe verteilt ist: Wie viele Soldaten sind vorne an der Front ("Tooth") und kämpfen, und wie viele Leute sorgen im Hintergrund ("Tail") durch Support dafür, dass die Frontkämpfer überhaupt zubeißen können?
    Im Irakkrieg hatte die US-Armee beispielsweise teilweise eine Quote von 1 zu 8. Das heißt konkret: Auf einen kämpfenden Frontsoldaten kamen acht Support-Soldaten. Diesen Gedanken müssen wir unbedingt auf den Vertrieb übertragen! Wie schaffst du es demzufolge, deine Verkäufer "vorne an der Front" – also beim Kunden – zu halten? Welchen Support kannst du ihnen geben, damit sie aktiv den B2B Vertrieb optimieren können?
    Der A-Player-Tax-Effekt
    Ein weiteres massives Problem stellt der A-Player-Tax-Effekt dar. Deine besten Verkäufer bekommen naturgemäß die größten, wichtigsten und schwierigsten Kunden. Sobald sie diese Kunden gewinnen, behalten sie sie selbstverständlich auch in der Betreuung.
    Das Problem daran: Diese komplexen Großkunden verursachen extrem viel interne Arbeit, wie etwa Abstimmungen oder Projektmanagement. Dies führt letztlich dazu, dass deine absolut besten Jäger nach einiger Zeit zu den bestbezahltesten Sachbearbeitern deines Unternehmens degradiert werden. Sie managen infolgedessen nur noch den Bestand und haben keine Zeit mehr für Angriffe auf neue Ziele.
    3 Hebel, um sofort die Vertriebseffizienz zu steigern
    Wie kommen wir nun aus dieser Falle heraus? Es funktioniert jedenfalls nicht, wenn du dich einfach vor die Mannschaft stellst und rufst: "Leute, ihr müsst jetzt mehr Termine machen!" Das System muss zuerst gefixt werden. Deshalb sind hier drei erprobte Hebel, die du diese Woche noch umsetzen kannst.
    Hebel 1: Die radikale Not-To-Do-Liste
    Mache zunächst mit deinem Team eine Kalenderübung: Schaut euch die Termine der letzten vier Wochen an. Was davon war wirklich "Outbound" und somit proaktive Marktbearbeitung? Wenn das unter 20 % liegt, habt ihr folglich ein massives Problem.
    Ihr müsst stattdessen dringend Freiräume schaffen. Dazu erzähle ich gerne die Geschichte von John McMahon (Autor von "The Qualified Sales Leader"). Als er eine neue Position als Vertriebsleiter antrat, fand er den Schreibtisch seines gefeuerten Vorgängers überladen mit Formularen und internen Anforderungen vor. Was hat er daraufhin getan? Er holte den Hausmeister mit einer riesigen Mülltonne und hat schlichtweg alles weggeschmissen.
    Der Fokus auf das Wesentliche
    Er hat sich anschließend einen großen Mülleimer unter sein Posteingangsfach gestellt. Danach ist er raus zu seinen Leuten gefahren, um sie beim Verkaufen zu unterstützen. Immer wenn er zurückkam und interne Formulare im Eingang lagen, kippte er sie konsequent in den Müll. Wenn sich schließlich jemand beschwerte, fragte er: "Ist das wirklich wichtig für mich, um mein Vertriebsziel zu erreichen?" Meistens lautete die Antwort darauf: Nein.
    Merke dir aus diesem Grund diesen Satz: Umsatz ist der ultimative Schutz gegen Bürokratie. Wenn die Umsätze und die Marge stimmen, sind alle anderen Probleme im Unternehmen zumeist leicht zu lösen. Schmeiß deswegen die sinnlosen internen Meetings raus und baue eine harte Not-To-Do-Liste!
    Hebel 2: Realistische Kapazitätsplanung
    Du kannst die Vertriebseffizienz obendrein nicht steigern, wenn die Verteilung der Accounts keinen Sinn ergibt. Wenn du einem Verkäufer beispielsweise 500 Accounts ins Gebiet gibst, wird er diese niemals proaktiv bearbeiten können. Selbst wenn er 80 % Kundenkontaktzeit hätte, ist das physisch völlig unmöglich.
    Du musst dementsprechend Kapazitäten planen und knallharte Prioritäten setzen. Erinnere dich diesbezüglich an das Beispiel der Firma Würth: Setz jemanden in ein Gebiet. Wenn er die Ziele erreicht hat, teile das Gebiet in der Mitte durch, setz einen zweiten Verkäufer rein und gib beiden das gleiche Umsatzziel wie vorher. Plötzlich müssen und können sie sich viel intensiver mit den Kunden beschäftigen, weil die Kapazitäten nun passen.
    Hebel 3: Sales Cadence (Der Vertriebsrhythmus)
    Der wichtigste Hebel, um die Kundenkontaktzeit zu erhöhen, ist schließlich die Sales Cadence. Der Vertriebsleiter gibt dabei den Takt vor. Das bedeutet jedoch nicht "noch mehr Meetings", sondern vielmehr wenige, aber extrem verlässliche Rituale.
    Ein starkes Ritual ist hierbei das Monday-Sheet. Am Montagmorgen füllt jeder Verkäufer folgende Punkte aus:
    Welche neuen Kunden (Logos) werde ich diese Woche proaktiv angehen?
    Welche laufenden Deals werde ich diese Woche aktiv einen Schritt in der Pipeline nach vorne bringen?
    Wie viel neues Pipeline-Volumen werde ich aufbauen?
    Was werde ich diese Woche final abschließen?
    Was ist mein absolutes Top-Ziel für diese Woche?
    Dieses Sheet geht transparent an das Team und an andere Abteilungen, um Synergien zu nutzen. Das schafft folglich ein ganz anderes Commitment.
    Zudem musst du wöchentliche 1-on-1-Gespräche führen: Wo blockiert es? Führe obendrein einen Pipeline Generation Day ein: Das ganze Team blockt sich einen halben Tag. Es gibt in dieser Zeit keine E-Mails, und Handys werden umgeleitet. Alle machen nichts anderes als Akquise. Das wirkt schlichtweg wahre Wunder!
    Der Flywheel-Effekt: Wenn das Schwungrad greift
    Wenn du diese Schritte gehst, wirst du bald den Flywheel-Effekt (Schwungrad-Effekt) erleben. Am Anfang kostet es zwar wahnsinnig viel Energie, die alten Muster aufzubrechen und das Schwungrad in Gang zu setzen. Es ist anstrengend, "Nein" zu internen Meetings zu sagen.
    Aber wenn das Schwungrad erst einmal in Gang ist, baut ihr rasch Momentum auf. Plötzlich wächst die Pipeline merklich. Die Calls machen Spaß, außerdem feuern sich die Leute gegenseitig an. Ihr bekommt Termine bei Accounts, bei denen ihr jahrelang abgeprallt seid. Das System läuft fast von alleine, und die Energie im Team explodiert regelrecht.
    Befreie daher deine besten Verkäufer aus der Sachbearbeiter-Falle. Entlaste sie durch kluge Vorqualifizierung oder Sales Enablement. Sorge letztendlich dafür, dass sie wieder angreifen können.
    Lass uns was draus machen! Guck dir deinen Kalender für nächste Woche an und streiche gnadenlos alles raus, was nicht dem Kundenkontakt dient. Deine Kunden werden es dir danken – natürlich mit mehr Umsatz.
    Gib alles! Bis zum nächsten Mal,
    Dein Christopher Funk
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    Vertriebsfunk Episode: Richtiges Gebietsmanagement: Der teuerste blinde Fleck im Mittelstandsvertrieb
    In 3 pragmatischen Schritten die Vertriebseffizienz steigern und somit mehr aktive Kundenzeit gewinnen:
    Die Not-To-Do-Liste erstellen: Analysiere zunächst die Kalender der letzten 4 Wochen. Streiche danach gnadenlos alle internen, administrativen Termine, die nicht direkt zur Umsatzgenerierung beitragen.
    Fokus durch Kapazitätsplanung: Hör auf, Verkäufern 500 Accounts zu geben. Priorisiere stattdessen die Top-Kunden und verteile die Gebiete so, dass eine echte, proaktive Bearbeitung überhaupt erst möglich wird.
    Einen harten Vertriebsrhythmus (Sales Cadence) etablieren: Nutze folglich ein Monday-Sheet, um messbare Wochenziele (neue Logos, Pipeline-Wachstum) festzulegen. Führe obendrein regelmäßige 1-on-1s und dedizierte Pipeline Generation Days ein.

    Wie lässt sich die Vertriebseffizienz im B2B am schnellsten steigern? Der schnellste Weg ist definitiv die Reduzierung interner Aufgaben. Indem du eine "Not-To-Do-Liste" einführst und Verkäufer von Support-, Service- und Projektaufgaben entbindest, erhöhst du sofort die messbare Zeit für den aktiven Kundenkontakt.

    Was sind Lost Opportunity Costs? Lost Opportunity Costs bezeichnen die entgangenen Gewinne und Aufträge, die entstehen, weil dein Vertriebsteam schlichtweg keine Zeit hatte, potenzielle Neukunden proaktiv anzusprechen. Sie sind demzufolge der größte, aber oft unsichtbarste Kostenblock in ineffizienten Vertriebsorganisationen.

    Was ist der A-Player-Tax-Effekt im Vertrieb? Dieser Effekt beschreibt die Tatsache, dass die besten und erfolgreichsten Verkäufer (A-Player) meistens die größten und komplexesten Kunden betreuen. Durch den extremen administrativen Aufwand für diese Großkunden werden sie de facto zu hochbezahlten Sachbearbeitern und kommen infolgedessen nicht mehr zur Neukundenakquise.

    Wie hilft eine Sales Cadence dabei, den B2B Vertrieb zu optimieren? Eine Sales Cadence etabliert feste, verlässliche Rhythmen und Rituale (wie etwa wöchentliche Zielsetzungen im Monday-Sheet, 1-on-1-Gespräche und Akquise-Tage). Das sorgt für extremen Fokus auf vertriebsrelevante Aktivitäten und schützt die Verkäufer somit vor internen Ablenkungen.

    Was bedeutet Tooth-to-Tail-Ratio für den Vertrieb? Ursprünglich aus dem Militär stammend, beschreibt dieses Verhältnis, wie viele Support-Kräfte ("Tail") im Hintergrund nötig sind, damit ein Mitarbeiter an der Front ("Tooth") überhaupt agieren kann. Im Vertrieb bedeutet das konkret: Baue den internen Support aus, damit dein Verkäufer so viel Zeit wie möglich direkt am Markt beim Kunden verbringen kann.
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    #1021 - Richtiges Gebietsmanagement: Der teuerste blinde Fleck im Mittelstandsvertrieb

    11.03.2026 | 42 Min.
    Geschätzte Lesedauer: 7 Minuten
    Herzlich willkommen zum Vertriebsfunk! Heute geht es um ein Thema, das leider oft zu kurz kommt. Nämlich das Gebietsmanagement im Vertrieb. Wenn du dich oder dein Team fragst, warum genau diese Kunden besucht werden, und die Antwort lautet: "Die kenne ich halt", dann läuft etwas falsch. Folglich ist das der teuerste blinde Fleck im Mittelstand. Deshalb lass uns das Thema Territory Management heute ganz genau klären.
    Was ist richtiges Gebietsmanagement im Vertrieb?
    Im Kern geht es um eine einfache Sache. Du bearbeitest eine feste Zahl von Kunden so gut wie möglich. Dadurch nutzt du das Potenzial voll aus. Zunächst musst du dafür aber wissen, wie viele Kunden in deinem Gebiet sind. Fehlt dir diese Zahl, haben wir bereits das erste Problem.
    Außerdem müssen wir hier direkt zwischen Pull und Push unterscheiden:
    Pull (Reaktiv): Die Kunden ziehen an dir. Es kommen Anfragen rein. Folglich reagierst du nur darauf.
    Push (Proaktiv): Du kümmerst dich ganz aktiv um den Markt. Deshalb gehst du gezielt auf die Kunden zu, die du gewinnen willst.
    Als Account Manager musst du der echte Chef deines Gebiets sein. Schließlich trägst du die volle Verantwortung. Jede Stunde beim Kunden ist eine wichtige Investition. Daher überlege dir genau, wo du deine teure Zeit einsetzt. Dabei gilt stets ein klarer Grundsatz: Fokus schlägt Fläche. Folglich ist es besser, wenige gute Kunden anzugehen, als wahllos durch das Gebiet zu fahren.
    Kenne dein Potenzial für das Gebietsmanagement im Vertrieb
    Die Kernfrage lautet immer: Was ist eigentlich unser Markt? Wie viel Potenzial steckt in deinen Zielkunden? Darüber hinaus geht es hier nicht nur um den reinen Umsatz. Vielmehr zählen auch der echte Deckungsbeitrag oder harte Stückzahlen. Wenn du zum Beispiel Technik verkaufst, musst du wissen, wie viele Anlagen bald erneuert werden.
    Zudem baut sich dein Umsatz aus drei klaren Säulen auf:
    Bestand: Was wird immer wieder gekauft? Hier liegt oft das größte Potenzial. Deshalb musst du diesen Bereich besser nutzen.
    Inbound: Was kommt an echten Anfragen rein?
    Neugeschäft: Was holst du dir aktiv im Markt dazu?
    3 Strategien für dein Territory Management
    Wenn du dein Gebiet planst, reicht es nicht, nur nach Postleitzahlen zu fahren. Schließlich brauchst du eine klare Struktur. Daher zeige ich dir hier drei gute Wege für deine Vertriebsgebiet Planung.
    1. Die clevere ABC-Analyse (Account Management B2B)
    Vergiss die alte ABC-Analyse, die nur auf den Umsatz schaut. Stattdessen bewerten wir nach Umsatz und Potenzial:
    A-Kunden: Viel Umsatz und viel Potenzial. Hier musst du dich intensiv kümmern.
    B-Kunden: Wenig Umsatz, aber viel Potenzial. Oder eben viel Umsatz ohne neues Potenzial.
    C-Kunden: Wenig Umsatz und kein Potenzial. Um diese Kunden solltest du dich folglich gar nicht mehr kümmern.
    2. Die Potenzial-Matrix für dein Gebietsmanagement im Vertrieb
    Hierbei setzt du das Potenzial ins Verhältnis zu deinem aktuellen Aufwand:
    Goldmine: Hohes Potenzial, aber du machst dort noch wenig. Hier liegt dein Wachstum!
    Festung: Hohes Potenzial, aber schon stark genutzt. Deshalb musst du hier nur verteidigen.
    Ernte: Wenig Potenzial, aber gute Umsätze. Hier erntest du clever ab.
    Wüste: Kein Potenzial. Schließlich musst du diese Kunden loslassen.
    3. Profi-Tipps für die Vertriebsgebiet Planung
    Diese Methode hilft bei schweren Märkten. Dabei schaust du, wie stark die Kunden wachsen können und wie gut du an sie herankommst:
    Priorität 1: Leicht erreichbar und hohes Wachstum. Hier musst du sofort ansetzen.
    Priorität 2: Schwer erreichbar, aber hohes Potenzial. Das ist deine Zukunft! Dennoch werden diese Kunden oft vergessen, weil die Akquise hart ist.
    Priorität 3: Leicht erreichbar, aber kein Wachstum mehr. Das sind deine Lieblingskunden. Nutze diese Kontakte trotzdem clever als Türöffner für neue Leads.
    Die 4 Ebenen für dein Gebietsmanagement im Vertrieb
    Aus diesen Matrizen kannst du vier klare Stufen ableiten. Somit baust du einen guten Arbeitsplan auf:
    Strategie (Tier 1): Maximale Zeit. Dafür brauchst du einen eigenen Plan pro Account.
    Wachstum (Tier 2): Klare Strategie für den Ausbau. Hier holst du dir das Wachstum.
    Wartung (Tier 3): Hohe Effizienz. Folglich investierst du wenig Zeit und nutzt oft digitale Wege.
    Abgabe (Tier 4): Diese Kunden gibst du an Partner oder den Innendienst ab.
    Das Würth-Prinzip: Marktdruck durch harte Vertriebsgebiet Planung
    Ein sehr spannender Ansatz ist das Würth-Prinzip. Zunächst bearbeitet ein Verkäufer ein Gebiet für ein bis zwei Jahre. Danach wird das Gebiet einfach halbiert. Allerdings behalten beide Verkäufer das gleiche Ziel für den Umsatz!
    Warum klappt das? Weil in den meisten Gebieten noch massig Potenzial schlummert. Oft wurde dieses Potenzial nämlich ignoriert, weil man lieber zu den Lieblingskunden gefahren ist. Dadurch entsteht massiver Druck auf den Markt. Zudem zwingt es die Verkäufer, neue Kunden aktiv anzugehen.
    Die 6 häufigsten Fehler beim Gebietsmanagement im Vertrieb
    Vermeide unbedingt diese klassischen Fehler. Sie kosten dich nämlich viel Geld und Zeit:
    Zu viel Komfort: "Ich kenne mein Gebiet" ist keine Strategie. Oft sind Verkäufer zu lange bei Kunden ohne Potenzial.
    Reaktive Arbeit: Wer am lautesten schreit, wird bedient. Das sind aber meist nicht die besten Kunden.
    Falsche Sympathie: Du besuchst Kunden, weil du sie magst. Stattdessen solltest du nach Potenzial gehen.
    Kein Plan: Wer keinen Plan hat, reagiert nur. Und das ist immer teuer.
    Pipeline verwechseln: Eine volle Pipeline bringt nichts, wenn die Deals ewig liegen bleiben. Daher zählt nur echte Qualität.
    Zu spät messen: Wenn du erst im Herbst merkst, dass Zahlen fehlen, ist es meist schon zu spät.
    Meine Top-Tipps für dein Territory Management
    Nutze die Methode "Karten neu mischen". Das bedeutet, du gibst die wichtigsten Accounts gezielt an deine besten Verkäufer. Schließlich schließen diese die Deals am sichersten ab. Dadurch steigt dein Umsatz sofort enorm an.
    Arbeite außerdem mit kluger Arbeitsteilung. Trenne den direkten und den indirekten Vertrieb. Setze zudem Telefonverkäufer ein, um Termine zu machen. So hältst du deinem Außendienst den Rücken frei. Und ganz wichtig: Nimm schlecht betreute Top-Accounts regelmäßig den Verkäufern weg und verteile sie neu.
    Quick Takeaways: Die wichtigsten Punkte
    Fokus schlägt Fläche. Setze deine Zeit nur bei Kunden mit echtem Potenzial ein.
    Bewerte alle Accounts nach Potenzial. Schaue folglich nicht nur auf den alten Umsatz.
    Nutze deine Lieblingskunden aktiv als Türöffner für neue Kontakte.
    Teile dein Gebiet in vier klare Ebenen ein. Danach richtest du deine Zeit.
    Sei der Treiber im Markt. Warte schließlich nicht nur auf Anfragen.
    Gib die besten Accounts an deine stärksten Verkäufer.
    Was ist dein größter Aha-Moment bei der Planung deines Gebiets? Lass es mich wissen. Zudem freue ich mich, wenn du diesen Beitrag mit deinem Netzwerk teilst!
    🔊🔊 Schon gehört?
    Automatische Kundensegmentierung und Potentialausschöpfung
    Ausgewählte Links zur Episode
    Dein Strategiegespräch mit Chris
    Willst du dein Gebietsmanagement verbessern? Dann lass uns sprechen!
    Rethinking Sales Territory Management with a Different Way to Look at Growth
    How to Build an Effective Sales Territory Plan - with Jeremy Donovan, Insight Partners
    Was ist Gebietsmanagement im Vertrieb?
    Close.com – The Definitive Guide to Sales Territory Management
    Mastering Sales Territory Planning: A Comprehensive Guide
    Personen in dieser Folge
    Christopher Funk
    Was bedeutet Gebietsmanagement im Vertrieb genau? Gebietsmanagement im Vertrieb bedeutet, dass du deine Kunden in einem Gebiet strategisch bearbeitest. Dadurch holst du das maximale Wachstum aus deinem Markt heraus.

    Warum reicht eine einfache ABC-Analyse heute nicht mehr aus? Eine alte ABC-Analyse schaut meist nur auf den letzten Umsatz. Für ein gutes Territory Management musst du deine Kunden jedoch zwingend nach ihrem neuen Potenzial bewerten.

    Was ist das sogenannte Würth-Prinzip? Das Würth-Prinzip teilt bestehende Vertriebsgebiete nach kurzer Zeit auf. Danach übernehmen neue Verkäufer die Gebiete. Allerdings bleiben die Ziele für den Umsatz gleich hoch.

    Wie nutze ich Kunden ohne weiteres Potenzial? Diese Kunden betreust du mit sehr wenig Zeitaufwand. Dennoch kannst du sie clever als Türöffner nutzen. Bitte sie deshalb aktiv um Empfehlungen für dein Account Management B2B.

    Wie hilft mir eine klare Vertriebsgebiet Planung? Eine saubere Vertriebsgebiet Planung zeigt dir genau, wo sich dein Einsatz lohnt. Folglich verschwendest du keine Zeit mehr bei Kunden, die ohnehin nicht wachsen werden.


    Schritt-für-Schritt-Anleitung: So strukturierst du dein Gebiet richtig.
    Gesamtpotenzial klären Prüfe zunächst deinen Markt. Bestimme das echte Potenzial völlig unabhängig von deinem aktuellen Umsatz.

    Kunden richtig einteilen Trage danach alle Kunden in eine klare Potenzial-Matrix ein. So siehst du sofort deine Chancen.

    Accounts in 4 Stufen trennen Definiere deine Kunden nach Strategie, Wachstum und Wartung. Trenne dich zudem konsequent von schlechten Kunden.

    Aktionsplan umsetzen Investiere deine meiste Zeit in Kunden mit hohem Potenzial. Verlege einfache Wartungskunden folglich auf digitale Wege.
  • VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

    #1020 - Basics, Flexibilität & Algorithmen: So bringst du dein Team auf die Erfolgsspur

    04.03.2026 | 29 Min.
    Geschätzte Lesedauer: 9 Minuten
    Hallo und herzlich willkommen! Hier ist euer Host Christopher Funk. Schön, dass du dir heute wieder die Zeit nimmst. Konkret Zeit, um an deinem Vertrieb zu arbeiten und nicht nur im Vertrieb. Wenn du aktuell merkst, dass deine alte B2B Vertriebsstrategie nicht mehr richtig zieht, dann bist du hier genau richtig.
    Zunächst lass mich direkt mit einer echten Story aus meiner letzten Woche starten. Ich saß bei einem Chef eines richtig starken Maschinenbauers. Es ist ein tolles Unternehmen mit super Produkten. Zudem ist die Firma extrem innovativ. Dennoch saß der Chef mir gegenüber, schüttelte den Kopf und sagte: "Christopher, mein Außendienst dreht langsam völlig durch."
    Warum passiert das? Früher fuhr der Verkäufer zum Leiter der Produktion. Zuerst trank man Kaffee. Anschließend besprach man die Details der neuen Anlage. Schließlich machte der Verkäufer einen guten Preis. Und der Deal war durch. Heute ist das allerdings alles ganz anders. Wie bringst du dein Team mit einer modernen B2B Vertriebsstrategie daher wieder auf die Erfolgsspur? Genau das schauen wir uns heute sehr genau an.
    Die neue Realität für deine B2B Vertriebsstrategie
    Wenn wir heute über messbaren Erfolg im Verkauf sprechen, müssen wir zunächst ehrlich sein. Das Spielfeld hat sich nämlich radikal verändert. Die alten Zeiten sind definitiv vorbei. Folglich muss sich auch dein Ansatz anpassen.
    Warum der Verkauf heute so viel schwerer ist
    Heute sitzen in den Terminen plötzlich Leute, die früher nie dabei waren. Zum Beispiel ist der CFO da. Zusätzlich spricht der IT-Leiter mit, weil die Anlage in das Netz der Firma passen muss. Ein Chefeinkäufer redet ebenso ein Wörtchen mit. Und dann gibt es oft noch einen Projektmanager aus Italien. Plötzlich wollen also alle mitreden. Dadurch zieht sich der Weg zum Kauf wie Kaugummi. Deine Verkäufer wissen deshalb oft gar nicht mehr, an welcher Front sie eigentlich kämpfen sollen.
    Und weißt du was? Du bist damit natürlich nicht allein. Die B2B-Welt ist schlichtweg brutal komplex geworden.
    Das Buying Center: Über 5 Entscheider am Tisch
    Das sogenannte Buying Center ist mittlerweile riesig. Eine Analyse zeigt beispielsweise: Im Schnitt sind heute 5,4 Leute an der Entscheidung für eine neue Lösung beteiligt. Überleg mal, was das konkret für deine Verkäufer bedeutet. Aktuelle Studien von Gartner sagen hierzu, dass 72 Prozent der Verkäufer völlig überfordert sind. Die Menge an Skills, die heute von ihnen verlangt werden, ist einfach enorm. Jeder Zweite kapituliert fast vor der Masse an neuen Tools.
    Wenn dein Team also stagniert, liegt das nicht daran, dass sie das Verkaufen plötzlich verlernt haben. Vielmehr hat sich die Welt um sie herum einfach rasant gedreht.
    Die DNA der Top-Performer: Eine neue Sichtweise
    Genau deshalb sezieren wir heute die DNA der Top-Verkäufer. Was machen die besten Leute heute eigentlich anders? Sie haben vor allem eine glasklare B2B Vertriebsstrategie, die auf drei Säulen aufbaut.
    Warum alte Tricks heute nicht mehr wirken
    Es reicht heute einfach nicht mehr, stumpf die reinen Daten einer Maschine zu nennen. Die Kunden kennen diese Fakten meistens schon aus dem Internet. Wer heute lediglich Features aufzählt, verliert. Der Kunde nickt zwar freundlich, kauft aber am Ende bei der Konkurrenz.
    Die drei Säulen für deinen echten Verkaufserfolg
    Gartner hat kürzlich über 3.500 B2B-Verkäufer genau analysiert. Und zwar über alle Branchen und Länder hinweg. Dabei kamen schließlich drei ganz konkrete Kernkompetenzen heraus. Verkäufer, die diese drei Säulen in ihre B2B Vertriebsstrategie einbauen, übertreffen ihre Ziele damit mit einer bis zu vierfach höheren Chance. Das ist übrigens keine reine Theorie, sondern das sind echte, belegte Zahlen.
    Säule 1: Mentalizing – Das Upgrade für dein Team
    Die erste Kernkompetenz nennt sich Mentalizing. Das klingt vielleicht wie aus einem Studium der Psychologie. Ist es aber nicht. Es ist vielmehr ein zutiefst menschliches Basic im Vertrieb. Nur eben auf einem völlig neuen Level.
    Die wahren Wünsche des Kunden richtig lesen
    Mentalizing ist grundsätzlich die Fähigkeit, echte Motive und Einwände der Käufer zu finden. Du musst dafür tief hinter die Fassade blicken. Technik spielt hier überhaupt keine Rolle. Es geht rein um den Menschen.
    Vier konkrete Skills für besseres Mentalizing
    Gartner teilt dieses Mentalizing daher in vier konkrete Skills, die du deinem Team beibringen musst.
    Aktives Zuhören als absolute Basis
    Das ist wirklich absolut wichtig. Aktives Zuhören ist nämlich eine Technik, die man lernen kann. Es geht nicht darum, auf den eigenen Text zu warten. Es geht vielmehr darum, dem Käufer voll und ganz zu folgen.
    Der direkte Wechsel der Perspektive
    Deine Leute müssen sich zudem wirklich in die Lage des Käufers versetzen. Wie sieht die Welt eigentlich aus seiner Sicht aus? Welche Probleme plagen ihn täglich?
    Echte Empathie im harten Verkaufsgespräch
    Verstehe außerdem, wie sich der Kunde auf seiner schweren Reise zum Kauf fühlt. Empathie bedeutet dabei, diese tiefe Unsicherheit und den Druck des Kunden zu erkennen und aufzufangen.
    Infos sammeln und richtig nutzen
    Hier führst du letztendlich alle Infos zusammen. Lass uns das kurz konkret machen: Ein Leiter der Produktion fragt plötzlich aggressiv nach Zyklen für die Wartung. Ein normaler Verkäufer rattert jetzt das PDF runter. Ein Verkäufer, der Mentalizing beherrscht, hört hingegen die echte Angst in der Stimme. Er versteht sofort: Der Leiter hat massiven Druck vom Chef, weil die alte Anlage letzte Woche ausfiel. Seine wahre Motivation ist somit pure Sicherheit für seinen Job. Wer das lesen kann, erreicht seine Ziele folglich dreimal häufiger!
    Säule 2: Taktische Flexibilität im Verkaufsalltag
    Kommen wir nun zur zweiten Säule für deine B2B Vertriebsstrategie. Wir im Vertrieb lieben bekanntlich klare Prozesse. Ich baue selbst oft Playbooks mit einfachen Checklisten. Das ist auch gut so.
    Warum starre Playbooks heute viele Deals kosten
    Dennoch gilt: Wenn der Verkäufer beim Kunden sitzt und nur stur seinen Faden abarbeitet, fährt er den Deal meist gegen die Wand. Ein gutes Beispiel hierfür: Dein Key Account Manager zeigt gerade das neue System für die Steuerung. Plötzlich kommen der CFO und der Chef dazu. Der Chef fragt direkt nach Sicherheit bei der Lieferung und nach flexiblen Modellen für das Geld.
    Ein starrer Verkäufer fängt daraufhin sofort an zu schwitzen. Er blättert verzweifelt zu Folie 28. Damit ist das Gespräch leider tot.
    Lernagilität und clevere Anpassung an die Lage
    Taktische Flexibilität besteht daher aus Lernagilität und Vielseitigkeit. Ein agiler Verkäufer macht den Laptop einfach zu. Er wechselt in Echtzeit seine Strategie. Er holt die neuen Entscheider genau da ab, wo sie gerade stehen. Verkäufer, die diese schnelle Agilität zeigen, knacken ihre Ziele dadurch 3,4 Mal leichter. Du musst nämlich switchen können: Mal klassischer Verkauf, mal Challenger Sale, mal tiefes Spin-Selling.
    Säule 3: Künstliche Intelligenz als dein Sales-Partner
    Die dritte Säule ist schließlich der absolute Turbo. Es geht um die echte KI-Partnerschaft. Oft höre ich allerdings von Leitern im Vertrieb: "Meine Leute sollen beim Kunden sein und Vertrauen aufbauen. Die sollen nicht am Computer spielen." Dieser Impuls ist zwar logisch, aber extrem fatal.
    Wie Top-Verkäufer richtig KI im Vertrieb nutzen
    Technik ist heute absolut kein Extra mehr. Sie ist vielmehr eine klare Pflicht. Top-Verkäufer wollen heute ganz gezielt KI im Vertrieb nutzen. Und zwar nicht als dummes Tool. Sie nutzen es stattdessen als echten Kollegen im Team.
    Perfekte Vorbereitung in nur 3 schnellen Minuten
    Das Zauberwort heißt hierbei Prompt Engineering. Normale Verkäufer verbringen oft viele Stunden mit der Suche für einen Pitch. High-Performance-Verkäufer gehen hingegen zu ihrem KI-Partner (wie Perplexity oder ChatGPT) und geben einen klaren Befehl ein.
    Sie definieren zuerst eine Persona, geben den Kontext und fordern dann genaue Aufgaben. Das Ergebnis? Eine perfekte, passgenaue Vorbereitung mit smarten Ideen für das Gespräch. Und das in drei Minuten anstatt in drei Stunden. Der Kunde wird danach sagen: "Schön, dass Sie sich so extrem gut vorbereitet haben. Das spart uns viel Zeit."
    Transkribieren als extremer Turbo für deinen Umsatz
    Verkäufer mit starker KI-Kompetenz erreichen ihre Ziele sogar 3,7 Mal häufiger. Die KI-Kompetenz schlägt damit sogar das Mentalizing und die Flexibilität. Denk außerdem an das Transkribieren von Gesprächen. Es spart enorm viel Zeit bei der Arbeit danach. Du hast somit mehr Zeit für den Kunden. Wer KI als Partner erkennt und strategisch KI im Vertrieb nutzen kann, hat schließlich einen riesigen Vorteil. Ein Vorteil, der im deutschen Mittelstand leider noch viel zu selten genutzt wird.
    So verankerst du die neuen Skills fest im Team
    Jetzt kommt jedoch der entscheidende Punkt für dich als Chef. Wie bekommst du diese neue B2B Vertriebsstrategie eigentlich auf die Straße?
    Warum Gießkannen-Trainings heute gar nichts bringen
    Das alte Prinzip der Gießkanne funktioniert einfach nicht mehr. Du schickst dein Team beispielsweise für zwei Tage in ein teures Hotel. Dort werden ihnen Folien um die Ohren geknallt. Und am Montag hoffst du dann auf ein Wunder. Wir alle wissen: Das klappt niemals. Die Verkäufer wehren sich nämlich massiv gegen solche Crash-Kurse.
    Lernen direkt am Arbeitsplatz klug etablieren
    Was stattdessen hervorragend funktioniert, ist Just-in-Time-Learning. Das bedeutet, du gibst immer wieder kleine "Nudges" (Anstupser) direkt im Alltag. Du webst das Lernen also fest in den echten Alltag des Vertriebs ein. Und zwar genau dann, wenn die Skills gebraucht werden. Firmen, die das tun, haben eine extrem höhere Chance, ihre Ziele zu übertreffen.
    Das wirklich geniale Praxis-Beispiel von Salesforce
    Salesforce hat das wirklich genial in der Praxis umgesetzt. Sie haben nicht nur einfache Videos für das Training hochgeladen. Sie haben vielmehr ständige Tests genutzt, um genau zu sehen, wo es bei welchem Verkäufer hakt.
    Der wichtigste Karriere-Hebel für dein Team
    Und der größte Hebel dabei: Sie haben die neuen Skills direkt mit dem Geld und der Karriere fest verknüpft.
    Wenn du zum Beispiel Senior Account Manager werden willst, musst du nicht nur deine Zahlen bringen. Du musst ebenso klare Lernziele erreichen. Wenn die Leute endlich verstehen, dass sie sich geistig weiterentwickeln müssen, um auf die nächste Stufe zu kommen, bist du plötzlich auf einem ganz anderen Level.
    Fazit: Dein Weg zum High-Performing Sales-Team
    Wir haben heute klar gesehen, wie extrem wichtig es ist, diese drei Kompetenzen zu pushen. Nutze diese Ideen unbedingt für deine B2B Vertriebsstrategie. Mach dein Team außerdem flexibel. Integriere zudem KI aktiv in euren Alltag.
    Quick Takeaways für deinen schnellen Erfolg
    Der Prozess für den Kauf ist heute komplexer denn je (über 5 Leute im Schnitt).
    Eine solide B2B Vertriebsstrategie braucht zwingend starkes Mentalizing, um echte Motive zu finden.
    Starre Playbooks sind mittlerweile tot. Du brauchst daher echte Flexibilität.
    Top-Verkäufer, die bereits erfolgreich KI im Vertrieb nutzen, bereiten sich in Rekordzeit vor.
    Verzichte bitte auf alte Seminare. Setze stattdessen auf Lernen direkt im Alltag.
    Verknüpfe die Entwicklung von neuen Skills außerdem direkt mit eurer Karriereplanung.
    Hole dir schließlich externe Hilfe, wenn du im Tagesgeschäft ertrinkst.
    Wenn du dein Team von reinen "Feature-Tellern" zu echten High-Performern umbauen willst, dann mach das nicht allein. Es gibt nämlich Experten, die dir dabei optimal helfen. Lass uns zusammen besser werden. Besser als gestern. Die Chancen sind da. Nutze sie jetzt!
    Gib wie immer alles, bis zum nächsten Mal, dein Christopher Funk.
    🔊🔊 Schon gehört?
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    Anleitung: So implementierst du deine neue B2B Vertriebsstrategie optimal im Team
    Schritt 1: Den aktuellen Status analysieren Begleite deine Verkäufer zunächst in echten Terminen. Finde dabei genau heraus, wo sie in starren Mustern festhängen und wer bereits gutes Mentalizing anwendet.

    Schritt 2: Moderne KI-Tools gezielt einführen Zeige deinem Team anschließend, wie sie durch gutes Prompt Engineering ihre KI im Vertrieb nutzen können. Tools wie ChatGPT erstellen nämlich perfekte Vorbereitungen in Minuten.

    Schritt 3: Just-in-Time-Learning sofort etablieren Beende endlich die einwöchigen Trainings. Integriere stattdessen tägliche kleine Anstupser und Feedback-Schleifen direkt in den echten Alltag.

    Schritt 4: Eure Anreizsysteme hart anpassen Verknüpfe schließlich neue Beförderungen nicht nur mit Zahlen, sondern explizit auch mit dem Erreichen von klaren Lernzielen.


    Was ist die absolut beste B2B Vertriebsstrategie von heute? Eine moderne B2B Vertriebsstrategie stützt sich heute auf drei Säulen: Mentalizing (die wahren Motive erkennen), taktische Flexibilität in Gesprächen und die kluge Nutzung von KI.

    Warum sind starre Sales Playbooks mittlerweile gefährlich? Die Prozesse für Entscheidungen ändern sich heutzutage extrem schnell. Wenn ein Verkäufer deshalb starr an seinem Skript festhält, anstatt situativ zu reagieren, verliert er meistens den Deal.

    Wie kann mein Team sehr erfolgreich KI im Vertrieb nutzen? Indem sie Tools durch gezieltes Prompt Engineering als echten Kollegen einsetzen. So können sie nämlich innerhalb von Minuten Berichte analysieren und passende Aufhänger formulieren. Das spart schließlich enorm viel Zeit.

    Wie viele Personen sind heute an einem B2B-Kauf beteiligt? Laut Studien von Gartner sind mittlerweile im Schnitt 5,4 Entscheider an der Lösung beteiligt. Das macht den Prozess folglich deutlich anspruchsvoller für alle Verkäufer.

    Was ist Just-in-Time-Learning im B2B-Vertrieb? Just-in-Time-Learning bedeutet ganz einfach, dass Wissen genau dann vermittelt wird, wo es im Alltag gebraucht wird. Es nutzt dafür stetige Erinnerungen, anstatt das Team einmal im Jahr mit reiner Theorie zu überschütten.


    Was sind eigentlich deine größten Probleme bei deiner aktuellen B2B Vertriebsstrategie? Wollt ihr demnächst vielleicht stärker KI im Vertrieb nutzen, oder seid ihr da noch vorsichtig? Schreib mir sehr gerne dein Feedback auf LinkedIn oder teile diesen Artikel mit einem Kollegen, der genau diese Impulse jetzt gut gebrauchen kann!
  • VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

    #1019 - Vom Sprachkurs zur intelligenten Bildungsplattform: Wie Traditionsfirma Berlitz sich zu Apps & KI positioniert. Mit Teila Klemp

    25.02.2026 | 38 Min.
    Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten
    Hallo und herzlich willkommen! Hier ist Christopher Funk.
    Das Thema Sprachen lernen mit KI beschäftigt derzeit viele von uns im Vertrieb sehr intensiv. Denn wir leben in einer Zeit, in der Technologie fast alles möglich macht. Deshalb stellst du dir vielleicht die berechtigte Frage: Müssen wir überhaupt noch mühsam Vokabeln pauken? Schließlich gibt es Apps, die Texte in Sekunden übersetzen, und kleine Gadgets, die fast in Echtzeit dolmetschen. Doch bedeutet das automatisch, dass klassische Sprachschulen überflüssig sind? Oder ist Sprachen lernen mit KI vielleicht nur ein Teil der Lösung?
    Genau darüber habe ich ausführlich mit Teila Klemp gesprochen. Sie ist Head of Marketing bei Berlitz, einer Traditionsmarke, die seit vielen Jahren am Markt ist. Allerdings befindet sich das Unternehmen gerade in einem spannenden Wandel hin zu einer modernen Bildungsplattform. Ihre Antworten auf die Frage "Mensch oder Maschine?" sind überraschend und für deinen B2B-Vertrieb extrem wichtig.
    Warum Sprachen lernen mit KI allein im B2B nicht reicht
    Wenn Teila erzählt, dass sie bei Berlitz arbeitet, wird sie oft gefragt: "Braucht man das heute noch? Ich habe doch mein Smartphone." Ihre Antwort ist jedoch ganz klar: Ja, unbedingt. Denn Sprache ist weit mehr als nur die reine Übersetzung von Wörtern. Vielmehr transportiert Sprache auch Bedeutung, Beziehungen, feine Nuancen sowie Vertrauen und Respekt.
    Zwar kann eine KI Informationen schnell übersetzen, aber sie kann bisher keine echte menschliche Verbindung aufbauen. Gerade im Vertrieb wissen wir genau: Geschäfte werden immer noch zwischen Menschen gemacht. Wenn du also deine Kommunikation nur auf den Austausch von Daten reduzierst, verlierst du die wichtige Beziehungsebene. Dennoch solltest du die Technik nicht ignorieren, sondern sie klug für dich nutzen.
    Wie Sprachen lernen mit KI deine Effizienz steigert
    Berlitz verschließt sich der Technologie keineswegs. Im Gegenteil: Das Unternehmen nutzt Sprachen lernen mit KI als massiven Beschleuniger für deinen Lernerfolg. Die Daten sprechen hier nämlich eine deutliche Sprache. Wer sein klassisches Training mit digitalen KI-Lösungen kombiniert, lernt im Schnitt 40 Prozent schneller.
    Doch warum ist diese Kombination eigentlich so effektiv? Einerseits erkennt die KI in Echtzeit deinen aktuellen Wissensstand. Sie sieht sofort, wo Fehler passieren, und passt dein Training direkt an. Andererseits kannst du so ohne Hemmungen üben. Denn ein KI-Avatar verurteilt niemanden, auch wenn du eine Vokabel zum fünften Mal falsch aussprichst. Das gibt dir Sicherheit und ein hohes Tempo. Schließlich bleibt der echte Trainer für deine Motivation, die Empathie und den kulturellen Kontext zuständig.
    Augmented Intelligence als dein neues Vertriebs-Werkzeug
    Ein weiterer Begriff, den wir im Gespräch vertieft haben, ist Augmented Intelligence. Viele Menschen haben Sorge, dass KI sie komplett ersetzt. Aber die Realität in deinem Arbeitsalltag sieht anders aus: KI übernimmt vor allem die lästige Fleißarbeit. Wenn du heute beispielsweise eine komplexe Excel-Tabelle brauchst, lässt du dir die Formel einfach von einer KI schreiben. Du musst die Formel also nicht mehr auswendig können, sondern nur noch verstehen, was du erreichen willst. Das schafft dir wertvollen Freiraum.
    Genau hier setzt Augmented Intelligence an. Es bedeutet, dass du deine menschlichen Fähigkeiten stärkst, weil die KI dir den Rücken freihält. Im Kontext von Sprachen lernen mit KI heißt das konkret: Die Technologie liefert dir das Vokabular und die Grammatik. Du nutzt diese Basis anschließend, um komplexe Verhandlungen zu führen, Konflikte zu lösen oder dein Team souverän zu leiten. Somit ergänzen sich beide Welten perfekt.
    Business Englisch lernen und interkulturelle Kompetenz stärken
    Hier wird es für dich als Vertriebler oder Führungskraft besonders interessant. Neben der reinen Sprache ist nämlich die interkulturelle Kompetenz ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor. Stell dir folgendes Beispiel aus der Praxis vor: Du verhandelst mit einem potenziellen Geschäftspartner in Asien. Dein Gegenüber nickt freundlich und lächelt dich an. Daraufhin interpretierst du das als Zustimmung und denkst, der Deal steht.
    Doch kulturell betrachtet war das Nicken vielleicht nur ein Zeichen von Höflichkeit, keinesfalls aber ein klares "Ja" zum Vertrag. Wer hier zu direkt auftritt, kann ungewollt das Geschäft ruinieren. Interkulturelle Kompetenz ist also kein weicher Faktor für die Wohlfühlatmosphäre. Vielmehr ist es ein hartes Business Asset. Es entscheidet oft über Missverständnisse, Reibungsverluste und am Ende über deinen Abschluss.
    Return on Learning: Warum sich deine Investitionen lohnen
    Früher wurde Weiterbildung oft nur als netter Vorteil für Mitarbeiter gesehen – also als reines "nice to have". Heute hingegen, wo Budgets strenger geprüft werden, zählt vor allem der Return on Learning. Unternehmen investieren gezielt in Sprachtraining für Unternehmen, weil es sich unter dem Strich rechnet.
    Erstens sind internationale Fachkräfte durch ein schnelleres Onboarding früher produktiv. Zweitens sorgen weniger Missverständnisse in Produktion und Logistik dafür, dass weniger Fehler passieren und Kosten gespart werden. Drittens stärkt eine kultursensible Kommunikation dein Kundenerlebnis und die langfristige Bindung. Deshalb sitzen heute oft auch Finanz- oder Operations-Manager mit am Tisch, wenn über Trainingsbudgets entschieden wird. Denn Sprache und Kultur sind ein fester Teil deiner Wertschöpfungskette.
    Fazit: Die Mischung macht deinen Vertrieb erfolgreich
    Mein Fazit aus dem Gespräch mit Teila Klemp ist eindeutig: Die Diskussion "Mensch gegen Maschine" führt in die Irre. Die Zukunft gehört vielmehr der intelligenten Verbindung aus beidem. Wenn du administrative Aufgaben an die KI abgibst, bleibt für dich das, was du am besten kannst: Empathie zeigen, echte Beziehungen aufbauen und kreativ Probleme lösen.
    Wer Sprachen lernen mit KI also als starkes Werkzeug begreift und gleichzeitig in seine sozialen Kompetenzen investiert, sichert sich den entscheidenden Vorteil im Wettbewerb. Nutze die Technik, aber vergiss nie den Menschen dahinter.
    Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
    KI als Turbo: Die Kombination aus KI-Tools und menschlichem Training steigert deine Lerngeschwindigkeit um bis zu 40%.
    Mehr als Worte: Sprache transportiert Vertrauen und Beziehung – das kann reine Übersetzungssoftware bisher nicht leisten.
    Augmented Intelligence: Nutze KI für die Basisarbeit, damit du dich auf komplexe zwischenmenschliche Aufgaben fokussieren kannst.
    Kultur entscheidet Deals: Interkulturelle Kompetenz verhindert teure Missverständnisse in deinem internationalen Geschäft.
    Return on Learning: Weiterbildung ist eine Investition mit messbarem Erfolg durch weniger Fehler und höhere Produktivität.
    Wie handhabst du das in deinem Unternehmen? Nutzt du schon digitale Tools zur Weiterbildung oder setzt du noch auf klassische Methoden? Vernetze dich gerne mit mir auf LinkedIn und lass uns darüber diskutieren!
    🔊🔊 Schon gehört?
    Wir haben heute darüber gesprochen, wie sich Aufgabenprofile verschieben. Passend dazu empfehle ich dir diese Episode, in der wir beleuchten, welche Verkaufsmethoden auch im KI-Zeitalter bestehen bleiben:
    👉 Dein Vertrieb ist tot – Wenn du diese eine Methode in Zeiten der KI ignorierst: Der Challenger Sale. Mit Markus Härlin
    Ausgewählte Links zur Episode
    Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk - Lass uns analysieren, wie du deinen Vertrieb zukunftsfähig aufstellst.
    Die Berlitz Website für Firmenkunden
    Berlitz Studie: Zukunft der Weiterbildung
    Gastbeitrag: Mensch vs. Maschine – Verliert Sprache an Wert?
    Personen in dieser Folge
    Teila Klemp bei LinkedIn
    Christopher Funk bei LinkedIn
    Wird der Sprachlehrer durch KI komplett ersetzt? Nein, das ist nicht zu erwarten. Zwar ist KI sehr effizient für Vokabeln, Grammatik und direktes Feedback, doch fehlt ihr die emotionale Ebene. Ein menschlicher Trainer ist essenziell für Motivation, kulturelle Feinheiten und den Vertrauensaufbau. Das sind Faktoren, die gerade im B2B-Kontext für dich entscheidend sind.

    Was bedeutet Augmented Intelligence beim Sprachenlernen? Augmented Intelligence beschreibt die Synergie aus menschlicher und künstlicher Intelligenz. Beim Sprachenlernen übernimmt die KI Routineaufgaben und Echtzeit-Korrekturen. Dadurch kannst du dich auf die Anwendung, komplexe Kommunikation und interkulturelle Aspekte konzentrieren, was deinen Lernerfolg deutlich beschleunigt.

    Warum ist interkulturelle Kompetenz im B2B-Vertrieb so wichtig? Sprache allein garantiert dir noch keinen Geschäftsabschluss. Denn kulturelle Missverständnisse – etwa bei Verhandlungstaktiken oder Höflichkeitsformen – können Geschäftsbeziehungen stark belasten. Interkulturelle Kompetenz hilft dir dabei, Signale richtig zu deuten und Fehler zu vermeiden, was sich direkt positiv auf deinen Umsatz auswirkt.

    Was versteht man unter "Return on Learning"? Return on Learning bezeichnet den messbaren wirtschaftlichen Nutzen deiner Weiterbildung. Unternehmen investieren in Sprachtraining nicht mehr nur als Zusatzleistung, sondern erwarten konkrete Ergebnisse. Dazu gehören beispielsweise schnellere Einarbeitungszeiten, weniger Fehler und eine effizientere internationale Zusammenarbeit.

    Wie viel schneller lernt man Sprachen mit KI-Unterstützung? Laut Daten von Berlitz lernen Teilnehmer, die klassisches Training mit digitalen KI-Methoden kombinieren, im Schnitt bis zu 40% schneller. Die KI ermöglicht nämlich eine sofortige Anpassung an deinen Lernstand, was deine Effizienz deutlich erhöht.


    Möchtest du Sprachtraining in deinem Unternehmen einführen, das KI sinnvoll integriert? Hier ist ein kurzer Leitfaden für deine Umsetzung.
    Bedarfsanalyse durchführen Analysiere zunächst nicht nur, wer welche Sprache lernen soll, sondern wozu. Geht es primär um technische Dokumentation oder eher um kulturell sensible Verhandlungen?

    Technologische Akzeptanz prüfen Sind deine Mitarbeiter bereit für KI-gestütztes Lernen? Biete Schulungen zur Nutzung von Augmented Intelligence an, um Berührungsängste von Anfang an abzubauen.

    Blended Learning Ansatz wählen Setze auf den smarten Mix: KI-Apps für die Routine und echte Trainer für Coaching und Anwendung.

    Kulturelle Aspekte integrieren Ergänze das Sprachtraining zudem um interkulturelle Module, besonders für deine international agierenden Teams.

    Erfolge messen (Return on Learning)  Definiere klare KPIs wie verkürzte Einarbeitungszeiten oder gesteigerte Kundenzufriedenheit, um den Erfolg deiner Maßnahme zu belegen.

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