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VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

Christopher Funk – Headhunter und Vertriebsspezialist
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    #1032 - Hightech-Sales statt Mittel(stands)alter: Fünf Hebel für mehr Umsatz und Marge. Mit Markus Milz

    27.05.2026 | 44 Min.
    Geschätzte Lesedauer: 12 Minuten
    Deutschland ist ein Hightech-Land. Aber ist das auch im Vertrieb so? Wenn ich mir die meisten Vertriebsorganisationen anschaue, dann sieht das Organigramm aus wie vor 20 oder 30 Jahren. Im Jahr 2026, wo alle von KI im Vertrieb, Social Media und Digitalisierung sprechen, kann das eigentlich gar nicht sein. Genau darüber spreche ich in dieser Folge mit Markus Milz, einem der profiliertesten Vertriebsexperten Deutschlands. Wir zeigen dir fünf konkrete Hebel, mit denen du deinen Vertrieb fit für die Zukunft machst – ohne dabei dein Unternehmen auf den Kopf zu stellen. Es geht um echte Praxisbeispiele, neue Tools und eine ehrliche Bestandsaufnahme, warum gerade der deutsche Mittelstand beim Thema digitale Transformation oft hinterherhinkt. Du erfährst, was Jeff Bezos mit seinem Projekt Prometheus vorhat, warum Social Listening dein Cold Calling ersetzt und wie ein digitaler Assistent dir den Vertriebsalltag dramatisch erleichtert.
    Warum Deutschland im Vertrieb (noch) kein Hightech-Land ist
    Wir reden so gerne über unsere Ingenieurskunst, unsere Maschinen, unseren Hidden Champions. Und ja, in der Produktion und teilweise in der Logistik sind wir wirklich vorne dabei. Aber wenn ich mir den Vertrieb in den meisten Unternehmen anschaue – Software ausgenommen, und auch da gibt es Licht und Schatten – dann müssen wir ehrlich sein: Im Vertrieb sind wir kein Hightech-Land. Und das ist verrückt, denn Vertrieb ist die wichtigste Funktion im Unternehmen. Sales solves everything. Wenn der Umsatz nicht da ist, sind alle anderen Themen meistens auch nicht mehr viel wert.
    Markus Milz bringt es auf den Punkt: Er fragt in seinen Keynotes regelmäßig sein Publikum, wer der Meinung sei, dass sich die Welt in den letzten sechs Jahren drastischer geändert habe als in den 25 Jahren davor. 95 Prozent heben die Hand. Dann fragt er, wer das super findet. Da heben nur noch zögerlich 10 Prozent die Hand. Die meisten finden das eher doof – aber kannst du nicht ändern. Die entscheidende Frage ist die nächste: Hast du in den letzten sechs Jahren deinen Vertrieb, deine Strategie, dein Geschäftsmodell drastischer geändert als in den 30 Jahren davor? Da gucken die Leute meistens betreten auf den Boden. Nicht so richtig. Und genau das ist das Problem.
    Die Geschwindigkeit der Veränderung wird massiv unterschätzt
    Schau dir an, wie lange Technologien historisch gebraucht haben, sich durchzusetzen. Die Elektrizität: Edison erfand 1880 die Glühbirne. Erst 40 Jahre später war die Welt halbwegs elektrisch. Innovationen brauchten in der Regel fünf bis zehn Jahre, um sich durchzusetzen. Und dann kam ChatGPT. Zwei Monate bis zu 100 Millionen Usern. Heute, keine drei Jahre später, sind wir bei 1,2 Milliarden Usern. Das ist eine Geschwindigkeit, die alles, was wir bisher kannten, in den Schatten stellt.
    Wenn ich dann ins Publikum frage, wer KI auf dem Handy hat, melden sich 90 bis 95 Prozent. Frage ich, wer es richtig beruflich nutzt, sind es nur noch 20 Prozent. Die meisten nutzen es für Kochrezepte oder ihr Fitnessprogramm. Beruflich – oder gar im Sales – herrscht große Zurückhaltung. Vielleicht mal eine E-Mail schreiben lassen, mal etwas zusammenfassen. Aber dann ist meistens Schluss. Und das ist schade. Denn da fängt es ja erst an.
    Warum der deutsche Mittelstand zögert: Das Klopapier-Phänomen
    Markus erzählt eine wunderbare Anekdote von seinem Kollegen Professor Clemens Gewittke: Warum haben die Menschen während Corona eigentlich Klopapier gekauft? Weil Menschen aktionistisch getrieben sind. Wenn etwas Neues kommt und ich nicht weiß, was zu tun ist, mache ich irgendwas. In Frankreich kauften die Leute Rotwein und Kondome. In Amerika wahrscheinlich Waffen. In Deutschland eben Klopapier. Genau das beobachten wir aktuell beim Thema KI im Vertrieb: Es wird Klopapier gekauft. Irgendwas wird ohne Sinn und Verstand probiert.
    Das hat strukturelle Gründe. Deutschland hat in den letzten 80 Jahren enormen Wohlstand aufgebaut. Drei Millionen Unternehmen, viele Hidden Champions. Und wer viel hat, hat auch viel zu verlieren. Hinzu kommen die etablierten Sätze: „Es hat noch immer gut gegangen." Oder: „Das dürfen wir nicht wegen DSGVO." „Wo werden die Daten gespeichert?" „Das halluziniert doch." „Da gibt es Risiken und Nebenwirkungen." Und vor allem: „Ich will keine Fehler machen."
    Die deutsche Fehlerkultur als Bremse
    Eine durchschnittliche Buying-Center-Größe hat sich in den letzten 40 Jahren von drei auf 13 Personen erhöht. 10 Menschen mehr, die in eine Entscheidung eingebunden sind. Warum? Weil keiner mehr Risiken übernehmen will. Aus Angst, Fehler zu machen und damit die Karriere zu ruinieren, wird lieber gar nichts entschieden als das Falsche. Ich habe einen Kunden, der hat die Handynummern seiner Kunden aus dem CRM gelöscht, weil er sie ja nicht besitzen darf. Juristisch vielleicht korrekt – aber bringt das wirklich nach vorne?
    Eine Statistik bringt es auf den Punkt: 65 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben schon einmal eine Investitionsentscheidung wegen DSGVO nicht getroffen. Das läuft möglicherweise nicht ganz in die richtige Richtung. Während wir hier diskutieren, ob Daten auf deutschen oder amerikanischen Servern liegen, baut Jeff Bezos gerade einen 102-Milliarden-Dollar-Fonds auf, um genau diese zögerlichen Unternehmen zu kaufen.
    Projekt Prometheus: Wenn Bezos vor der Tür steht
    Jeff Bezos hat einen Fonds aufgelegt, den er Projekt Prometheus genannt hat. 102 Milliarden Dollar. Nicht nur er, ein paar andere sind auch dabei. Der Plan: Gute deutsche und europäische Unternehmen kaufen, bei denen echtes Know-how vorhanden ist – Ingenieurskultur, gute Hardware, tolle Maschinen –, die aber digital und vertrieblich schwach aufgestellt sind. Diese Unternehmen werden gekauft, in die Digitalisierung gebracht und ihr Wert wird auf das 10-, 20-, 50- oder 100-fache skaliert.
    Deutschland mit dem größten Mittelstand und den meisten Hidden Champions ist für Bezos ein Traumland. Und jetzt hast du als mittelständischer Unternehmer zwei Möglichkeiten: Du wartest, bis Bezos anruft. Oder du nimmst das Thema selbst in die Hand. Stell dir vor, Bezos ruft dich an und sagt: „Ich habe gerade zehn Unternehmen gekauft. Mach die mal fit. Digital, vertrieblich." Wenn du wartest, kauft er deinen Wettbewerber – und dann hast du ein echtes Problem.
    Das Gute: Du kannst heute mit relativ geringen finanziellen Mitteln sehr viel erreichen. KI ist ein Meister darin, Massendaten zu verarbeiten, zu aggregieren und zu intelligenten Strukturen zusammenzufassen. Was früher Konzernen vorbehalten war, kann heute auch ein 50-Mann-Mittelständler nutzen. Du musst es nur tun.
    Hebel 1: Inspiration tanken – die Reise nach Aarhaus
    Wie alles im Leben beginnt auch die Veränderung mit einer Emotion. Mit dem Gefühl: Worüber rede ich eigentlich? Wo will ich hin, wenn ich von Digitalisierung spreche? Wenn du heute zehn Unternehmen fragst, ob sie eine Digitalstrategie haben, sagen alle ja. Bittest du sie zu definieren, was sie meinen, bekommst du zehn komplett unterschiedliche Antworten.
    Markus empfiehlt einen Besuch in Aarhaus im Münsterland. Eine 40.000-Einwohner-Stadt direkt an der holländischen Grenze, die als digitalste Stadt Deutschlands gilt. Die Idee dort: Alles ist mit allem vernetzt. Du brauchst eine einzige App auf deinem Handy. Damit gehst du in den Supermarkt – ohne Geld, ohne Personal. Du gehst ins Hotel, ins Restaurant, ins Fitnessstudio. Du leihst dir Fahrräder oder Autos aus. Eine App, eine Verbindung. Lohn- und Gehaltsabrechnung, Personaldisposition – alles funktioniert ohne menschlichen Einsatz.
    KI macht uns wieder menschlicher
    Jetzt denkst du vielleicht: Total entmenschlicht. Ich sehe das anders. KI ist die Chance, dass wir Menschen wieder menschlicher werden. Wir werden von all dem Mist entlastet, auf den niemand Lust hat – Besuchsberichte schreiben, CRM pflegen, Buchhaltungsbelege sortieren. Stattdessen können wir uns auf das konzentrieren, was nur Menschen können: miteinander reden, Mittagessen gehen, ein Bier trinken, echte Beziehungen aufbauen. Gerade im Vertrieb ist das der eigentliche Wertbeitrag.
    Hinter Aarhaus steht Tobias Groten, der Chef von Tobit. Das Unternehmen hat in den 80ern und 90ern mit Fax-Software begonnen und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Heute haben sie eine eigene KI namens Sidekick. Immer wenn in Aarhaus ein Supermarkt, ein Kiosk, ein Hotel oder ein Restaurant pleite ging, hat Tobias gesagt: „Dann nehme ich das." Und weil er kein Hotelier oder Gastronom ist, sondern Techie, hat er das Konzept Hotel komplett neu gedacht. Das ist Disruption: nicht kontinuierliche Verbesserung, sondern radikales Neudenken.
    Hebel 2: Social Listening – Leads auf dem Silbertablett
    Wenn ich in einen mittelständischen Maschinenbauer komme und frage, was seine fünf Hauptvertriebskanäle für neue Projekte sind, höre ich in 95 Prozent der Fälle: Messen, Anfragen, Ausschreibungen, internationale Handelsvertreter und ein bisschen Cold Calling. Das war vor 20 oder 30 Jahren genauso. Wir sind aber im Jahr 2026. Schau dir das Organigramm an: Hier ist Marketing, das macht ein bisschen Homepage und Social Media. Hier ist Vertrieb, der geht raus oder macht das, was er immer gemacht hat. Das kann doch im Zeitalter von KI im Vertrieb nicht mehr sein.
    Ein konkretes Beispiel von Markus: Er hat einen Catering-Anbieter betreut. Was macht so ein Unternehmen normalerweise? Cold Calling. 100 Anrufe: „Brauchst du eine Kantine?" – „Nein." – „Brauchst du eine Kantine?" – „Nein." Mit etwas Glück sagen zwei oder drei „Lass uns mal sprechen" und am Ende gewinnst du vielleicht einen Kunden. Streuverlust: 98 Prozent. Demotivierend für jeden Vertriebler.
    So funktioniert modernes Social Listening
    Jetzt der neue Weg: Massenhaft Daten sind in Social Media verfügbar. Menschen gehen jeden Tag in Kantinen und schreiben auf Facebook oder Instagram, ob es geschmeckt hat oder nicht. KI aggregiert diese Daten. Du stellst fest: Bei Unternehmen XY haben sich in den letzten 12 Monaten 47 Mitarbeiter negativ über das Essen geäußert. Das ist ein klares Signal. Gleichzeitig schaut die KI in Pressemitteilungen: 2022 wurde ein Vierjahresvertrag mit dem aktuellen Caterer abgeschlossen. Der läuft 2026 aus. Die KI identifiziert das Buying Center und liefert dir den Hauptentscheider Peter Mayer inklusive Persönlichkeitsprofil: faktenbasiert, braucht erst Vertrauen, am besten Testimonials einsetzen.
    Das ist, als würde ein Freund anrufen und dir den perfekten Lead servieren – nur dass du diesen Freund nicht mehr brauchst. Du bekommst es systematisch jeden Tag, jede Woche geliefert. Statt 100 unqualifizierten Calls hast du fünf bis sieben hochwertige Leads. Du bist deutlich effizienter, weil du dich mit mehr interessierten Kunden beschäftigst. Und dein Team muss mental nur noch fünf statt 97 Absagen verarbeiten. Das Thema Resilienz spielt plötzlich eine ganz andere Rolle.
    Die Konsequenz: Sales und Marketing wachsen zusammen. Marketing liefert dem Vertrieb vorqualifizierte Leads. Du brauchst neue Strukturen – eine aggregierte Abteilung, die Datenmanagement, Sales, Marketing, KI und Digitalisierung unter einem Hut vereint. Mit alten Strukturen geht das nicht.
    Hebel 3: Das externe Lab – raus aus der Lähmung
    Warum wird das alles in deutschen Unternehmen so selten systematisch angegangen? Weil zehn Leute mitzureden haben. Weil der Betriebsrat viele Sachen nicht will. Wegen DSGVO, Compliance, Governance. Wegen der Fehlerkultur: Hier sind 100.000 Euro, berichten Sie in drei Monaten. Wenn dann noch keine richtigen Erfolge da sind – zack, ist die Karriere ruiniert. Aus diesen Gründen passiert intern relativ wenig. Oder es wird Klopapier gekauft.
    Markus' Lösung: ein externes Lab, analog zum Fraunhofer-Prinzip. Du lagerst die Entwicklung aus. Dort gelten komplett andere Spielregeln als im Mutterunternehmen:
    So baust du ein externes Innovationslab für deinen Vertrieb auf:
    30-Tage-Entscheidungsregel: Innerhalb von 30 Tagen muss eine Entscheidung über jede Idee getroffen sein. Kein endloses Hin und Her.
    90-Tage-Pilot: Innerhalb von 90 Tagen ist der Use Case pilotiert. Geschwindigkeit ist alles.
    Datenschutz extern lösen: Das Lab kümmert sich um DSGVO, Betriebsrat und Compliance – nicht deine interne IT.
    Use Cases systematisch bewerten: Wie groß ist der Impact? Wie hoch der Aufwand? Was ist das beste Verhältnis?
    Zurück ins Unternehmen: Wenn die Lösung läuft, holst du sie zurück und skalierst sie.

    Mit diesem Ansatz externalisierst du das, was du intern nicht hinbekommst. Im Lab sitzen Dienstleister, Kollegen vom Kunden und Experten. Sie definieren Use Cases, erstellen eine Roadmap und bringen die Themen schnell auf die Straße. Nach 90 Tagen hast du mega qualifizierte Leads, mega qualifizierte Tools und mega qualifizierte Prozessoptimierungen. Nicht nur im Vertrieb, sondern auch im Einkauf, in HR, in der Unternehmenskommunikation.
    Hebel 4: Schnittstellenprobleme mit KI lösen
    Jeder, dem ich das erzähle, sagt zunächst: „Bei uns ist das aber anders. Unsere Branche ist speziell. Unsere Kunden sind anders." Die grundlegenden Dinge bleiben aber gleich. Was sich in fast allen Branchen findet: eine Branchensoftware als zentrales System, dazu DATEV, Excel-Listen, diverse Spezialtools – und die reden kaum miteinander.
    Ein Beispiel aus der Sicherheitsbranche: Bei einem Großeinsatz wird zuerst ein Angebot an den Kunden erstellt. Dann folgt die Planung für das konkrete Event. Anschließend kommt die Zeiterfassung mit den Logins der eingesetzten Mitarbeiter. Glaubst du, es gibt einen vernünftigen Abgleich zwischen diesen Systemen? Fehlanzeige. Genau hier kommt KI ins Spiel: Sie führt verschiedene Systeme über Schnittstellen zusammen, die vorher nicht miteinander gesprochen haben.
    Vom analogen Mist zum optimierten Prozess
    Wichtig: Wenn du einen schlechten analogen Prozess einfach nur digitalisierst, hast du einen schlechten digitalen Prozess. Das bringt nichts. Die Zeitenwende ist der optimale Zeitpunkt, dein Unternehmen neu zu denken. Erst optimierst du die Prozesse und Strukturen. Dann digitalisierst du sie. Dann bringst du KI ins Spiel. Und wenn du das gemacht hast, hast du im Zweifel ein Tool, das du 1.000 anderen Unternehmen deiner Branche auch verkaufen kannst. Riesige Vertriebschancen.
    Ein konkretes Beispiel aus meinem Alltag: Früher war meine Kreditkartenabrechnung ein Riesenthema. Belege sammeln, am Ende des Quartals kam der Buchhalter, fragte nach fehlenden Belegen – mit wem warst du wann essen? Riesenaufwand. Heute habe ich eine App. Beim Bezahlen geht sofort ein Fenster auf: Beleg fotografieren, Gesprächspartner eintragen. Das CRM greift zu, ordnet einen Buchungssatz zu und schiebt alles automatisch in DATEV. Digitalisierter Prozess. Schneller, besser und am Ende auch billiger – weil die Buchhaltung hinten raus weniger Arbeit hat.
    Hebel 5: Dein digitaler Vertriebsassistent – treffe Alfred
    Die fünfte und letzte Stufe ist die Königsdisziplin: ein agentic AI-System, das wirklich für dich arbeitet. Markus und sein Sohn sind beide Batman-Fans. Bekanntlich heißt Batmans Butler Alfred. Genau so haben sie ihren neuen Kollegen genannt. Alfred basiert auf Open-Source-Architektur und hat alle großen Large Language Models angebunden: Gemini, Claude, Perplexity, ChatGPT, Grok. Alfred entscheidet selbst, welches Modell für welche Aufgabe am besten geeignet ist – oder am kostengünstigsten arbeitet.
    So sieht ein typischer Arbeitstag aus: Markus ist beim Kunden, auf dem Rückweg spricht er über WhatsApp in sein Handy: „Alfred, ich bin in 20 Minuten im Büro. Bestell beim Inder über Lieferando ein Chicken Tikka Masala. Und ich habe mit dem Kunden gerade ein größeres Projekt besprochen – Bedarfsanalyse, Workshop, Mitarbeiterinterviews, dann Training. Erstell schon mal das Angebot, du hast alle Daten." Wenn Markus im Büro ankommt, ist das Angebot zu 90 Prozent fertig.
    Die menschliche Verbesserungskompetenz bleibt entscheidend
    Wir Menschen haben eine sehr überschaubare Erstellungskompetenz. Wenn ich vor einem leeren Blatt Papier sitze und ein Marketingkonzept entwickeln soll, brauche ich Stunden. Eine KI liefert mir mit dem richtigen Befehl in Minuten eine 80-Prozent-Lösung. Was Menschen aber wirklich gut können, ist die Verbesserungskompetenz. Aus der 80-Prozent-Lösung machst du mit deiner Expertise eine 100-Prozent-Lösung. Genau deshalb glaube ich übrigens fest, dass das Thema KI im Vertrieb nicht den Tech-Companies gehört, sondern den Experten, die das Unternehmen, den Mittelstand, den Kunden verstehen.
    Programmieren musst du heute nicht mehr können. Das macht die KI für dich. Aber du musst das Geschäftsmodell verstehen, Erfahrungswissen mitbringen und die Kunden kennen. Auf dieser Basis bauen wir saubere Strukturen und saubere Prozesse. Mein Tipp aus dem Alltag: Wann immer mir jemand eine Aufgabe stellt, über deren Beantwortung ich länger als fünf Sekunden nachdenken müsste, mache ich das sofort mit meinem KI-Agenten. Die 5-Sekunden-Regel ist Gold wert.
    Quick Takeaways: Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
    Geschwindigkeit als entscheidender Faktor: ChatGPT erreichte in 3 Jahren 1,2 Milliarden Nutzer – Veränderungen geschehen heute exponentiell schneller als früher.
    Klopapier-Falle vermeiden: Aktionismus ohne Strategie schadet mehr, als er nützt. Erst Vision, dann Struktur, dann Tools.
    Social Listening schlägt Cold Calling: Hochqualifizierte Leads auf dem Silbertablett statt 98 Prozent Streuverlust.
    Externes Lab nutzen: Was intern nicht geht, kannst du auslagern – mit 30-Tage-Entscheidungen und 90-Tage-Piloten.
    Strukturen neu denken: Marketing, Sales, Datenmanagement und KI gehören in eine integrierte Einheit – nicht in Silos.
    Digitaler Assistent als Game Changer: Ein agentic AI-System wie „Alfred" erledigt 80 Prozent der Vertriebsadministration für dich.
    Experten schlagen Techies: Wer Unternehmen, Mittelstand und Kunden versteht, schafft mit KI nachhaltigen Mehrwert.
    Fazit: Jetzt ist die Goldgräberzeit
    Wir reden viel von Krise, Unsicherheit und schwierigen Zeiten. Ein Historiker hat es kürzlich treffend formuliert: Die letzten 50 bis 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren eine absolute Ausnahmesituation. Das, was wir jetzt erleben, ist eigentlich die Normalzeit der Menschheitsgeschichte. Und schau dir an, wann die wirklich großen Unternehmen gegründet worden sind: meistens nicht in den guten Zeiten, sondern in Krisenzeiten. Weil ihre Gründer Trends erkannt haben, die andere übersehen haben.
    Genau deshalb ist jetzt eine Goldgräberzeit. Es gibt überall Chancen, wenn du sie sehen willst. Den Kopf in den Sand zu stecken hilft nicht – die anderen laufen dann an dir vorbei. Stell dir die Bezos-Frage: Wenn Bezos morgen dein Unternehmen kaufen würde, was würde er anders machen? Welche Stärken hat dein Unternehmen, die mit Digitalisierung und KI im Vertrieb auf das Zehnfache skaliert werden könnten? Mein Call to Action: Buche dir ein Strategiegespräch mit Markus und mir. Wir nehmen uns eine Stunde Zeit, schauen uns deine aktuellen Herausforderungen an und zeigen dir aus unserem Erfahrungshintergrund, wie du schnell zum Hightech-Vertrieb wirst. Die ersten drei, die sich anmelden, bekommen außerdem zwei Bestsellerbücher von Markus obendrauf.
    FAQ: Die wichtigsten Fragen rund um KI im Vertrieb
    Was bedeutet Hightech-Vertrieb im Mittelstand konkret? Hightech-Vertrieb bedeutet, dass deine Vertriebsorganisation modern aufgestellt ist – mit aktueller Technologie, intelligenten Prozessen und einer Struktur, die zur heutigen Zeit passt. Es geht darum, KI im Vertrieb, Social Listening, datenbasierte Lead-Qualifizierung und digitale Assistenten so einzusetzen, dass dein Team mehr Umsatz und Marge generiert – und sich gleichzeitig auf das Menschliche konzentrieren kann.

    Wie kann ich meinen Vertrieb digitalisieren, ohne riesige Budgets zu haben? Das Schöne an aktueller KI-Technologie ist, dass du mit überschaubaren finanziellen Mitteln viel erreichen kannst. Starte mit einem Erkenntnis-Workshop, identifiziere die größten Hebel und beginne mit konkreten Use Cases statt mit Großprojekten. Ein externes Lab kann helfen, schnell Ergebnisse zu liefern, ohne deine interne IT zu blockieren.

    Was ist Social Listening und wie hilft es im B2B-Vertrieb? Social Listening bedeutet, dass KI öffentlich verfügbare Daten aus Social Media, Pressemitteilungen und Bewertungen analysiert und daraus Verkaufschancen identifiziert. Im B2B kannst du so gezielt Unternehmen finden, die gerade mit ihrem aktuellen Anbieter unzufrieden sind oder deren Verträge auslaufen – inklusive der relevanten Entscheider.

    Wie überwinde ich interne Widerstände wie DSGVO oder Compliance? Diese Themen sind real, aber lösbar. Ein externes Innovationslab kümmert sich um diese Hürden, weil dort andere Spielregeln gelten als im Mutterunternehmen. So kannst du innerhalb von 90 Tagen pilotieren, was intern jahrelang dauern würde – und holst die fertige Lösung dann zurück ins Unternehmen.

    Ersetzt KI den Vertriebsmitarbeiter? Nein, im Gegenteil. KI nimmt dir die Routinearbeit ab – CRM-Pflege, Besuchsberichte, Angebotserstellung. Damit kannst du dich auf das konzentrieren, was nur Menschen können: echte Beziehungen aufbauen, Vertrauen schaffen, komplexe Verhandlungen führen. KI macht Vertrieb wieder menschlicher.


    Sag mir deine Meinung
    Ich bin echt gespannt: Wo stehst du gerade beim Thema KI im Vertrieb? Bist du schon mitten in der Umsetzung oder noch im Klopapier-Modus? Schreib mir deine Erfahrungen, deine Herausforderungen oder deine Erfolgsgeschichten in die Kommentare. Und wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, dann teile sie gerne mit deinem Netzwerk. Welcher der fünf Hebel ist für dich der spannendste?
    🔊🔊 Schon gehört?
    Wenn dich das Thema KI im Vertrieb fasziniert, dann ist 25% mehr Umsatz durch KI im Vertrieb. Interview mit Larissa Kaiser die perfekte Ergänzung. Larissa zeigt dir aus einem anderen Blickwinkel, wie KI deinen Umsatz konkret steigern kann.
    Ausgewählte Links zur Episode
    Strategiegespräch mit Markus buchen (mit Buchgeschenk für die ersten 3)
    Markus Milz – Speaker- und Expertenseite
    Milz & Comp. – Beratung, Akademie, Netzwerk
    Professionelles Pricing in turbulenten Zeiten – das Buch von Markus Milz
    Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk
    Personen in dieser Folge
    Christopher Funk auf LinkedIn
    Markus Milz auf LinkedIn
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    #1031 - Wispr, Plaud, Fyxer & Co. – 7 KI-Hacks aus dem Vertriebsalltag

    20.05.2026 | 25 Min.
    📢 Sponsoring: Diese Folge wird gesponsert von Plaud – dem KI-Hardware-Recorder, der meinen Vertriebsalltag komplett verändert hat. Mit dem Rabattcode FUNK10OFF bekommst du 10 % Rabatt auf deine Bestellung. Hier geht's direkt zu Plaud: de.plaud.ai
    Gewinnspiel: Schreib eine E-Mail an [email protected] und gewinne entweder ein Plaud Note Pro oder einen Plaud Note Pin (je ein Device wird verlost)
     
    Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten
    KI Tools Vertrieb – kein anderes Thema beschäftigt B2B-Verkäufer aktuell so stark. Letzte Woche habe ich dir bereits sechs starke KI-Hacks aus meinem Netzwerk vorgestellt. Heute kommen sieben weitere drauf. Sechs Tipps stammen von Praktikern, einer kommt von mir und hat mein Arbeitsleben komplett verändert. Konkret geht es um Wispr Flow, Plaud, Fyxer, Demodesk, Langdock, Boostpilot sowie ein KI-Werkzeug für personalisiertes Lead-Sourcing. Die Tipps sind sofort umsetzbar, manche brauchen jedoch etwas Vorlauf, und einer fällt sogar ehrlich kritisch aus. Genau das ist der Punkt: In dieser Folge geht es nicht um Hype, sondern um echte Anwendungsfälle. Du bekommst konkrete Werkzeuge an die Hand, mit denen du als Verkäufer, Vertriebsleiter oder Unternehmer sofort produktiver wirst. Außerdem verlose ich am Ende ein Hardware-Gerät, das meine Coaching-Arbeit revolutioniert hat. Also mach es dir gemütlich, denn es lohnt sich.
    Warum KI Tools Vertrieb 2026 zur Pflicht machen
    Vor zwei Jahren war KI im Vertrieb noch ein Buzzword. Heute hingegen ist sie ein echter Wettbewerbsfaktor. Wer keine KI-Vertriebstools einsetzt, verliert Zeit, Geld sowie Deals an Konkurrenten, die schneller arbeiten. Ich rede regelmäßig mit Verkäufern und Geschäftsführern aus dem deutschen Mittelstand. Dabei ist das Bild jedes Mal ähnlich: Viele wissen zwar, dass sich etwas ändert. Wenige wissen aber, wo sie anfangen sollen. Genau hier setzt diese Folge an.
    Künstliche Intelligenz im Vertrieb ist längst kein Spielzeug mehr. Sie übernimmt Transkriptionen, schreibt Angebote, sortiert E-Mails, analysiert Gespräche und sucht außerdem passende Zielkunden. Trotzdem ist nicht jedes Tool ein Game Changer. Manches funktioniert hervorragend, anderes wiederum überzeugt nur im Demo, aber nicht im echten Sales-Alltag. Deshalb habe ich nicht selbst geforscht, sondern mein Netzwerk gefragt: Was nutzt ihr wirklich? Was funktioniert? Was nicht? Heraus kamen so viele Antworten, dass eine einzelne Folge nicht reichte. Diese Folge ist daher der zweite Teil. Falls du Teil eins verpasst hast, hör unbedingt nochmal rein.
    Eines vorweg: Nicht jedes Tool passt zu jedem Vertriebsmodell. Was bei einem SaaS-Anbieter genial funktioniert, ist im Maschinenbau möglicherweise unbrauchbar. Trotzdem lohnt der Blick über den Tellerrand. Genau hier setzen die folgenden sieben KI-Hacks an.
    Hack 1: Wispr Flow – Diktieren statt Tippen mit KI-Power
    Alexander Bünk, Gründer von alfima.io, hat mir einen Tipp mitgebracht, der so simpel ist, dass viele ihn übersehen: Wispr Flow. Das Tool ist eine smarte Diktierfunktion und arbeitet deutlich präziser als die Standard-Lösungen von Apple, Google oder Microsoft. Du installierst es auf deinem Rechner, drückst einen Knopf und sprichst. Wispr Flow tippt dabei mit. Punkt.
    Klingt banal? Ist es aber nicht. Denn das Tool lernt mit. Sobald du einen Namen oder Begriff anpasst, fragt es dich, ob es die Korrektur dauerhaft übernehmen soll. Mit der Zeit kennt Wispr Flow deshalb deine Sprache, deine Kunden, deine Branche. Bei Alexander ist das Tool inzwischen Pflicht im Unternehmen, weil seine Mitarbeiter dadurch doppelt so schnell arbeiten. Stell dir das mal vor: E-Mails diktieren, statt sie zu tippen. Außerdem LinkedIn-Nachrichten, CRM-Einträge, Slack-Antworten sowie Briefings an dein Team. Alles per Sprache.
    Mein ehrlicher Hinweis: Es ist anfangs ungewohnt, mit dem Rechner zu sprechen. Genau hier scheitern viele. Wer jedoch dranbleibt, gewinnt massiv Zeit. Wispr Flow gibt es in einer kostenfreien Version sowie als Premium-Variante. Probier es eine Woche aus. Wenn du danach noch tippst, hast du verloren.
    Hack 2: Demodesk – Dein KI-Coach für jedes Verkaufsgespräch
    Frederik Meßmer von Focus for Sales berät Unternehmen als Fractional Sales Leader und Vertriebstrainer. Sein erstes Tool ist Demodesk. Damit zeichnet er virtuelle Gespräche mit, lässt sie automatisch zusammenfassen und bekommt zusätzlich eine KI-Bewertung des Gesprächs.
    Was bedeutet das konkret? Du führst ein Verkaufsgespräch online. Demodesk schneidet mit, transkribiert, fasst zusammen und analysiert das Ergebnis. Danach siehst du, wie hoch dein Redeanteil war, wie schnell du gesprochen hast und wie viele Fragen du gestellt hast. Außerdem bekommst du eine Einschätzung, ob du im optimalen Bereich liegst. Für Vertriebsleiter ist das pures Gold. Denn du kannst dein Team objektiv coachen, ohne bei jedem Gespräch dabei zu sein.
    Noch besser: Aus dem transkribierten Gespräch lässt sich direkt eine Folge-E-Mail oder ein passendes Angebot generieren. Dadurch sparst du dir die nervige Nachbereitung. Genau diese Nachbereitung ist nämlich der Killer im Vertrieb. Viele Verkäufer haben zwar tolle Gespräche, vergessen aber das Follow-up. Mit einem Tool wie Demodesk wird der Prozess deshalb zur Pflicht und nicht mehr zur Kür.
    Hack 3: Langdock – Die KI-Plattform für sicheren Einsatz im Unternehmen
    Frederiks zweiter Tipp ist Langdock. Dabei handelt es sich um eine deutsche KI-Plattform, auf der du verschiedene Large Language Models gebündelt nutzen kannst. Du arbeitest also mit ChatGPT, Claude und Co. in einer Oberfläche. Der entscheidende Vorteil: Du kannst Agenten sowie Projekte mit spezifischen Anweisungen anlegen.
    Frederik nutzt Langdock vor allem für zwei Use Cases. Erstens für die Gesprächsvorbereitung. Innerhalb weniger Sekunden bekommt er nämlich eine klare Zusammenfassung für seinen nächsten Termin. Historische Daten fließen dabei ein, ergänzt durch Informationen von der Webseite des Kunden. Zweitens nutzt er es für die Nachbereitung. Nach Messetagen spielt er einfach kurze Sprachnachrichten ein und bekommt sie strukturiert zurück.
    Der Punkt, den viele unterschätzen: Langdock ist DSGVO-konform und für Unternehmen gebaut. Falls dein Chef bisher gemauert hat, weil er Angst um die Daten hatte, ist Langdock die Antwort. Damit rollst du KI sicher und kontrolliert im ganzen Unternehmen aus. Das ist außerdem ein riesiger Unterschied zu Mitarbeitern, die heimlich ChatGPT in der kostenlosen Version nutzen und dabei sensible Kundendaten preisgeben.
    Hack 4: Fyxer AI – Inbox Zero mit europäischer KI
    Christian Bartels ist Head of Sales bei Elimity, einem Cyber-Security-Unternehmen. Sein Lieblings-Hack hat mit dem Tool zu tun, das jeden Vertriebler täglich nervt: dem E-Mail-Postfach. Fyxer AI ist sein Geheimtipp und ich verstehe sofort warum.
    Fyxer ist ein Plugin für Gmail oder Outlook. Es sortiert deine E-Mails automatisch in sinnvolle Kategorien: „Hier muss ich antworten", „Das ist nur eine FYI" oder „Hier werde ich vertrieblich getargetet". Dadurch bekommt Christian seine Inbox jeden Abend auf Null. Wer schon mal mit überquellender Inbox in den Feierabend gegangen ist, weiß außerdem, wie wertvoll das ist.
    Der eigentliche Game Changer ist allerdings die Draft-Funktion. Fyxer lernt nämlich, wie du schreibst, in welchen Sprachen du korrespondierst und welchen Tonfall du nutzt. Anschließend draftet das Tool Antworten für dich. Besonders praktisch ist das bei Terminanfragen: Fyxer kennt deinen Kalender. Sobald jemand einen Termin vorschlägt, an dem du keine Zeit hast, schreibt das Tool direkt einen Gegenvorschlag mit drei freien Slots. Meistens musst du also nur ein, zwei Sätze tweaken und auf Senden drücken. Dadurch sparst du pro Woche Stunden.
    Christians Argument: Plug-and-Play, europäische Lösung, sofort einsatzbereit. Falls du wenig Lust auf technische Frickelei hast, ist Fyxer der perfekte Einstieg in die Welt der KI Tools Vertrieb.
    Hack 5: Plaud – Mein persönlicher Game Changer (Sponsor dieser Folge)
    Jetzt komme ich zu meinem Tipp. Plaud ist für mich aktuell der größte Hebel im Arbeitsalltag. Ich bin so überzeugt, dass Plaud dieser Folge auch als Sponsor zur Seite steht. Wichtig dabei: Ich habe das Gerät schon genutzt, bevor das Sponsoring zustande kam. Sonst hätte ich nämlich Nein gesagt.
    Was Plaud genau macht
    Plaud ist ein Hardware-Device im Format einer doppelten Kreditkarte. Du legst es in dein Meeting, drückst einen Knopf und es zeichnet bis zu 50 Stunden auf. Danach bekommst du ein sauberes Transkript inklusive Sprecherzuordnung. Außerdem werden die Hintergrundgeräusche herausgefiltert. Aus dem Transkript erstellt Plaud automatisch Zusammenfassungen, die wirklich gut sind. Meine Coaching-Kunden fragen deshalb jedes Mal, wie ich so schnell so präzise Notizen liefere. Die Antwort lautet schlicht: Plaud.
    Telefongespräche und smarte KI-Suche
    Zusätzlich gibt es eine MagSafe-Hülle. Damit klebst du das Device hinten ans Handy und schneidest dann auch Telefongespräche mit. Außerdem gibt es eine eingebaute KI: Du kannst sie zum Beispiel fragen, worum es vor drei Wochen mit Kunde X ging oder welcher Preis genannt wurde. Sie durchsucht daraufhin alle deine Aufnahmen und liefert die Antwort. Selbstverständlich kannst du die Transkripte auch in ChatGPT, Claude oder andere KIs schicken und damit weiterarbeiten.
    DSGVO, Garantie und Praxistest im Restaurant
    Gerade im B2B-Vertrieb wichtig: Plaud ist DSGVO-konform. Außerdem gibt es eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Dadurch kannst du das Device in Ruhe testen, und zwar ohne Risiko. Letztens war ich mit einem Kunden beim Essen. Plötzlich ging es ans Detail. Also habe ich das Device auf den Tisch gelegt, mitten in einem lauten Restaurant aufgenommen – und die Audioqualität war dennoch sauber genug, um das gesamte Gespräch zu nutzen.
    Verlosung und Rabattcode
    Verlosung: Ich verlose zwei Plaud-Devices unter allen, die mir innerhalb der nächsten Woche eine E-Mail an [email protected] schicken. Einmal das Plaud Note Pro, das ich selbst nutze, und außerdem das Plaud Note Pin, das du dir an Jackett oder Hemdkragen befestigen kannst.
    Rabattcode: Falls du nicht aufs Glück warten willst, bestell direkt bei plaud.ai. Mit dem Code FUNK10OFF bekommst du dann zehn Prozent Rabatt.
    Hack 6: Headhunting mit KI – Die ehrliche Bestandsaufnahme von Dominik Roth
    Dieser Beitrag ist anders als die anderen. Dominik Roth ist Headhunter und seit zwölf Jahren im Executive Search aktiv. Nach 400 Suchen hat er eine klare Meinung: KI hat den Headhunting-Markt noch nicht revolutioniert. Im Gegenteil.
    Bei der Firmenrecherche und Listenerstellung liefert KI zwar gute erste Impulse. Diese müssen aber über andere Quellen verifiziert werden, weil sie inhaltlich nicht immer verlässlich sind. Beim eigentlichen Research, also der Suche nach passenden Kandidaten, läuft noch immer alles über die sogenannte Boolesche Suche. LinkedIn bietet inzwischen den „Hiring Assistant" an. Die Erfahrung der Headhunter dazu: 15 bis 20 Prozent Effizienzgewinn im Fachkräftesegment. Im Executive Search funktioniert das Tool jedoch nicht ausreichend.
    Dominiks Argument ist spannend: LinkedIn kann nicht zwischen den Zeilen lesen. Wer einen Geschäftsführer für einen sensiblen Posten sucht, braucht aber Nuancen. Das Tool spielt schneller mehr vom Gleichen aus, allerdings nicht das Beste. Genau das ist auch das Problem vieler Sales AI Tools in komplexen B2B-Situationen.
    Trotzdem nutzt Dominik KI in einem Bereich konkret: im Executive Career Coaching. Wer als Führungskraft einen Job sucht, profitiert dabei massiv. Denn KI hilft bei der Generierung passender Schlagworte fürs LinkedIn-Profil. Dadurch steigt die Auffindbarkeit für passende Jobanfragen deutlich. Aber: KI alleine reicht nicht. Du brauchst außerdem die richtige Strategie dahinter. Genau das ist die Lehre aus diesem Beitrag. KI Tools Vertrieb sind nämlich kein Allheilmittel, sondern Werkzeuge, die richtig eingesetzt werden müssen.
    Hack 7: KI-personalisierte Print-Reports – Rayk Hahnes Geheimwaffe
    Rayk Hahne ist Gründer der RH Unternehmerwissen GmbH in Hamburg. Mit seinem Team hilft er Unternehmern dabei, aus dem operativen Tagesgeschäft rauszukommen. Sein Hack ist ein Insider, über den er öffentlich noch nie gesprochen hat. Du bekommst ihn deshalb jetzt exklusiv.
    Rayk verschickt Print-Reports an Interessenten. Das ist eine Hochglanz-Broschüre, persönlich nach Hause geliefert. Bisher hatte er den Versand outgesourct, mit standardisierten Anschreiben, in denen lediglich der Name angepasst wurde. Jetzt hat er den Prozess jedoch zurückgeholt und mit KI-gestütztem Lead-Sourcing kombiniert. Dadurch ist jedes Anschreiben individuell, und zwar mit Informationen zum Unternehmen, zur Persönlichkeit sowie zu konkreten Triggern.
    Das Ergebnis ist beeindruckend. Die Response-Quote hat sich mehr als verdoppelt. Außerdem sind die Erstgespräche tiefer, offener und schneller. Von der Anforderung des Reports bis zum Abschluss vergehen teils nur fünf bis sechs Werktage. Wer im Vertrieb arbeitet, weiß, wie krass das ist. Normalerweise dauern solche Sales-Zyklen nämlich Wochen oder Monate.
    Was du daraus lernst: KI ist nicht nur für digitale Kanäle relevant. Wer sie clever mit klassischen Vertriebsmethoden kombiniert, baut Vertrauen schneller auf. Das ist außerdem der eigentliche Trick. Nicht die KI ersetzt den Menschen, sondern die KI macht den menschlichen Touchpoint stärker.
    Bonus: Boostpilot – Wenn KI deinen Bestandskunden auf das Maximum hebt
    Heiko Rosenbohm ist Geschäftsführer der Chancenthal Works aus der Ostschweiz und außerdem Gründer der Plattform Boostpilot.ai. Sein Hack ist allerdings kein einzelnes Tool, sondern ein kompletter Ansatz: Agentic AI für Bestandskunden-Wachstum.
    Boostpilot berechnet zunächst das Einkaufspotenzial pro Kunde. Daraus entsteht dann der Share of Wallet. Anschließend dekodifiziert die KI das Erfolgsmuster der bisherigen Top-Kunden. Welche Firmographics machen den Unterschied? Welche Produkte werden bevorzugt gekauft? Welche Trigger funktionieren? Diese Muster werden anschließend zu Playbooks. Außendienstmitarbeiter setzen sie dann bei vergleichbaren Kunden ein, die heute noch wenig Umsatz machen.
    Zusätzlich übernimmt der Agentic-AI-Layer Vorbereitungen: Firmenrecherche, Patentrecherche, Neuigkeiten sowie DIN-Normen. Und zwar alles innerhalb weniger Minuten oder mit Tagestasks. Das ist deshalb eine massive Zeitersparnis.
    Heikos zweite Aussage hat mich umgehauen: Beim Mikrosegment der hochpotenziellen Kunden ist eine Wachstumssteigerung von 400 bis 500 Prozent nachweisbar. Das ist keine Werbung, sondern messbares Ergebnis aus einem E-Commerce-Projekt mit zigtausend Kunden und über 40 Produktgruppen. Genau das ist außerdem der Kern moderner KI Vertriebs-Assistent-Lösungen: nicht ersetzen, sondern verstärken.
    So wählst du die richtigen KI Tools Vertrieb für dein Team
    Sieben Hacks sind ein Buffet. Du musst aber nicht alles probieren. Stattdessen empfehle ich dir drei Schritte zur Auswahl der passenden KI-Sales-Tools.
    Erstens: Definiere deinen größten Engpass. Verlierst du Zeit in Meetings? Dann starte mit Plaud oder Demodesk. Ertrinkst du dagegen in E-Mails? Dann ist Fyxer dein Werkzeug. Brauchst du außerdem bessere Vorbereitung? Dann ist Langdock dein Tool.
    Zweitens: Achte auf DSGVO und Datenschutz. Gerade im B2B-Mittelstand ist das nämlich ein Killerargument. Plaud, Langdock sowie Boostpilot sind hier sauber aufgestellt. Bei US-Tools wie Fyxer solltest du jedoch genau hinschauen, was wann wohin geschickt wird.
    Drittens: Plane Adoption ein. Ein Tool, das niemand nutzt, kostet nur Geld. Setze deshalb klare Spielregeln, biete Training an und mache es zur Pflicht, so wie Alexander Bünk mit Wispr Flow. Wer KI freiwillig nutzen lässt, wird nämlich enttäuscht. Wer sie hingegen verankert, gewinnt.
    Quick Takeaways: Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
    Wispr Flow macht dich doppelt so schnell beim Schreiben, weil du diktierst statt tippst.
    Demodesk coacht dich nach jedem Online-Gespräch und liefert außerdem direkt Follow-up-Mails.
    Langdock bündelt mehrere LLMs DSGVO-konform für den Unternehmenseinsatz.
    Fyxer AI bringt dein E-Mail-Postfach auf Inbox Zero – und zwar mit europäischer Plug-and-Play-Lösung.
    Plaud transkribiert Meetings live über ein Hardware-Device und ist deshalb mein Top-Tool 2026.
    KI im Headhunting ist noch begrenzt einsetzbar – LinkedIn Hiring Assistant bringt im Executive Search wenig.
    KI plus Print verdoppelt Response-Quoten, sofern du Anschreiben individualisierst.
    Boostpilot hebt mit Agentic AI Bestandskunden um bis zu 400 Prozent.
    Häufige Fragen rund um KI Tools Vertrieb
    Welche KI Tools Vertrieb sind 2026 wirklich relevant? Im B2B-Vertrieb haben sich vor allem Tools für Meeting-Transkription (Plaud, Demodesk), E-Mail-Automatisierung (Fyxer), Diktieren (Wispr Flow), Unternehmens-KI-Plattformen (Langdock) sowie datenbasiertes Bestandskunden-Wachstum (Boostpilot) bewährt. Wichtig ist außerdem die Kombination aus Produktivitätsgewinn und DSGVO-Konformität.

    Sind KI Vertriebstools DSGVO-konform? Nicht jedes Tool ist es. Plaud, Langdock und Boostpilot sind allerdings explizit auf den europäischen Markt ausgerichtet und erfüllen die Anforderungen. Bei US-Lösungen wie ChatGPT oder Fyxer solltest du dagegen die Datenflüsse genau prüfen und entweder eine Enterprise-Variante wählen oder den Einsatz vertraglich absichern.

    Wie führe ich KI Sales Tools im Team ein? Starte mit einem klaren Anwendungsfall, der einen echten Engpass löst. Mach das Tool außerdem nicht optional, sondern verbindlich. Plane Onboarding und Schulung ein. Miss schließlich den Erfolg über Zeitersparnis, Pipeline-Qualität oder Abschlussquote. Wer KI nämlich nur "anbietet", erreicht keine Adoption.

    Lohnt sich Plaud für Verkäufer wirklich? Sofern du regelmäßig Kundengespräche führst, lautet die Antwort klar Ja. Die Zeitersparnis bei Protokollierung und Nachbereitung ist nämlich enorm. Außerdem profitierst du davon, dass nichts mehr verloren geht. Mit dem Code FUNK10OFF gibt es zudem zehn Prozent Rabatt auf plaud.ai, plus 30 Tage Geld-zurück-Garantie.

    Welche KI Tools Vertrieb funktionieren auch ohne Tech-Know-how? Fyxer AI und Plaud sind echte Plug-and-Play-Lösungen. Du installierst sie und legst sofort los. Wispr Flow ist ebenfalls intuitiv. Langdock und Demodesk brauchen dagegen etwas mehr Einarbeitung, dafür ist die Tiefe größer. Boostpilot ist außerdem eine vollständige Plattform mit Projektcharakter.


    Anleitung: So setzt du KI Tools Vertrieb sofort um
    Mit diesen vier Schritten startest du deinen KI-Einsatz im Vertrieb strukturiert und erfolgreich:
    Engpass identifizieren: Analysiere zunächst, wo du als Verkäufer aktuell am meisten Zeit verlierst. Meetings, E-Mails, Vorbereitung oder Nachbereitung sind dabei die häufigsten Kandidaten.
    Passendes Tool wählen: Suche dir anschließend das KI-Tool, das genau diesen Engpass löst. Für Meetings bietet sich beispielsweise Plaud an. Für E-Mails dagegen Fyxer. Außerdem für Vorbereitung Langdock.
    14 Tage testen: Nutze die kostenlosen Testphasen konsequent. Setze außerdem klare Erfolgskennzahlen wie eingesparte Zeit pro Tag oder Anzahl bearbeiteter Termine.
    Im Team verankern: Sobald das Tool für dich funktioniert, rolle es im Team aus. Schule deshalb deine Kollegen, definiere Spielregeln und mache die Nutzung verbindlich.

    Mein Fazit: KI Tools Vertrieb sind 2026 keine Option mehr
    Sieben Praktiker, sieben unterschiedliche Sichtweisen, eine klare Botschaft: KI verändert den Vertrieb genau jetzt. Du musst zwar nicht alles gleichzeitig einführen. Aber du solltest mindestens an einer Stelle anfangen. Wer 2026 noch ohne KI Tools Vertrieb arbeitet, hat nämlich ein Produktivitätsproblem. Punkt.
    Mein Tipp: Such dir aus den sieben Hacks den einen aus, der zu deinem Engpass passt. Probiere ihn anschließend vierzehn Tage konsequent aus. Falls du nach zwei Wochen sagst, das war Zeitverschwendung, hast du immerhin gelernt, was nicht funktioniert. In neun von zehn Fällen wirst du jedoch feststellen: Du willst nicht mehr zurück.
    Falls du tiefer einsteigen willst, lass uns reden. In einem kostenlosen Strategiegespräch schauen wir nämlich gemeinsam, wo dein Vertrieb am meisten Hebel hat und wie du KI dort sinnvoll integrierst. Buch dir einfach einen Termin. Gib alles, bis zum nächsten Mal, dein Christopher Funk.
    Dein Feedback: Welches Tool nutzt du?
    Jetzt bist du dran. Welches dieser sieben KI Tools Vertrieb hat dich am meisten gepackt? Was setzt du davon sofort um? Und welches Tool fehlt außerdem in dieser Liste, weil es in deinem Alltag schon Standard ist? Schreib mir einfach eine E-Mail an [email protected] oder vernetz dich mit mir auf LinkedIn. Ich freue mich auf den Austausch. Sofern dir die Folge gefallen hat, teile sie gerne mit jemandem, der davon profitiert. Also welcher Hack landet bei dir auf Platz eins?
    Dein Feedback ist gefragt
    Welcher dieser sechs KI Tricks Vertrieb passt am besten zu deinem Alltag? Und welches Tool wirst du als erstes testen? Schreib mir deine Erfahrungen an [email protected] oder vernetz dich mit mir auf LinkedIn. Wenn dir der Beitrag etwas gebracht hat, teile ihn außerdem mit einem Kollegen, der gerade an seinen KI-Workflows bastelt. Welche KI-Hacks fehlen in dieser Liste? Lass es mich wissen – die besten Tipps landen nämlich in einer Folge-Episode.
    🔊🔊 Schon gehört?
    Diese Folge ist der zweite Teil meiner KI-Reihe. Falls du den ersten Teil verpasst hast, hör unbedingt rein. Dort warten nämlich sechs weitere Praxis-Hacks auf dich, darunter NotebookLM, KI-Telefonagenten sowie der digitale Beraterstab: 6 KI-Tricks aus der Praxis, die dich sofort produktiver machen
    Ausgewählte Links zur Episode
    Dein kostenloses Strategiegespräch mit Christopher Funk
    Plaud – KI-Hardware-Recorder (Rabattcode: FUNK10OFF)
    Demodesk – KI für virtuelle Verkaufsgespräche
    Langdock – Die DSGVO-konforme KI-Plattform
    Fyxer AI – Intelligente E-Mail-Organisation
    Boostpilot – B2B-Wachstumsplattform mit Agentic AI
    Elimity – Identity Visibility und Intelligence Platform
    Podcast: CEO Career Code von Dominik Roth
    Gewinnspiel: Schreib eine E-Mail an [email protected] und gewinne entweder ein Plaud Note Pro oder einen Plaud Note Pin (je ein Device wird verlost)
    Personen in dieser Folge
    Christopher Funk auf LinkedIn – Host
    Alexander Bünk auf LinkedIn – Gründer alfima.io
    Frederik Meßmer auf LinkedIn – Fractional Sales Leader bei Focus for Sales
    Christian Bartels auf LinkedIn – Head of Sales bei Elimity
    Dominik Roth auf LinkedIn – Headhunter und Partner bei Mercuri Urval
    Rayk Hahne auf LinkedIn – Gründer und Geschäftsführer der RH Unternehmerwissen GmbH
    Heiko Rosenbohm auf LinkedIn – CGO und Gründer Boostpilot.ai
  • VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

    #1030 - 6 KI-Tricks aus der Praxis, die dich sofort produktiver machen

    14.05.2026 | 29 Min.
    📢 Sponsoring: Diese Folge wird gesponsert von Plaud – dem KI-Hardware-Recorder, der meinen Vertriebsalltag komplett verändert hat. Mit dem Rabattcode FUNK10OFF bekommst du 10 % Rabatt auf deine Bestellung. Hier geht's direkt zu Plaud: de.plaud.ai
    Gewinnspiel: Schreib eine E-Mail an [email protected] und gewinne entweder ein Plaud Note Pro oder einen Plaud Note Pin (je ein Device wird verlost)
     
    Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten
    Du arbeitest mit KI. Vielleicht intensiv, vielleicht erst seit Kurzem. Eine Frage, eine flache Antwort – und schon bist du enttäuscht. Genau hier liegt das Problem, denn die meisten setzen KI viel zu oberflächlich ein. Dadurch verschenken sie den größten Hebel, den moderne Tools für den Vertrieb bereithalten.
    Ich habe deshalb in meinem Netzwerk nachgefragt. Welche KI Tricks Vertrieb wirklich pushen, welche Tools im B2B-Alltag funktionieren und welche Kniffe Praktiker täglich nutzen. Sechs Vertriebsprofis haben mir ihre besten KI-Hacks geteilt. Keine Theorie, keine Hochglanz-Demos, sondern echte Anwendungsfälle aus dem Sales-Alltag.
    In diesem Beitrag bekommst du sechs konkrete Methoden, die du sofort umsetzen kannst. Vom digitalen Beraterstab über automatische Meeting-Protokolle bis zum KI-Agenten für die Telefonakquise. Außerdem erfährst du, welche Tools sich lohnen, wie du sie clever einsetzt und warum diese KI Hacks für Vertrieb mehr bringen als jede generische Prompt-Sammlung. Zum Schluss verlose ich noch ein Hardware-Device, das meine Arbeit als Vertriebscoach komplett verändert hat.
    Der digitale Beraterstab: KI als strategisches Sparring
    Stell dir vor, du hättest direkten Zugriff auf die schlauesten Köpfe deiner Branche. Auf jene Experten, deren Bücher du liest und deren Methoden du anwendest. Rund um die Uhr erreichbar. Außerdem mit einem Feedback, das deine Ideen wirklich herausfordert, statt sie nur abzunicken. Genau das wünschen sich die meisten Geschäftsführer und Vertriebsleiter, wenn ich mit ihnen spreche. Sie kennen die Experten allerdings nicht persönlich oder bekommen kurzfristig keinen Termin.
    Wie der Beraterstab aufgebaut ist
    Michael Larche, Geschäftsführer von Laminole und Revenue Partner für den B2B-Mittelstand, hat das Problem gelöst. Er nennt seinen täglichen KI-Einsatz nicht ChatGPT, sondern digitalen Beraterstab. Konkret sieht das so aus: Fünf Sitze, jeder besetzt mit einem Spezialisten aus einer Kerndisziplin. Dazu gehören Positionierung, Copywriting, Discovery, Verhandlungen und Go-to-Market-Strategie. Hinter jedem Sitz steckt ein KI-Agent, trainiert auf den Methoden anerkannter Experten – also auf ihren Büchern, Videos, Podcasts und weiteren Beiträgen. Dahinter liegt zudem sein eigenes Profil: Ausgangssituation, Firma, Strategie, Herausforderungen, Ziele.
    Wichtig dabei: Der Beraterstab ersetzt nicht das eigene Denken. Vielmehr fordert er es heraus. Michael bringt eine Hypothese rein, woraufhin die Experten ihre Blickwinkel und Gegenfragen liefern. Teilweise diskutieren die KI-Agenten sogar gegenseitig. Und genau das macht den Unterschied.
    Konkretes Beispiel aus der Praxis
    Michael hat seine komplette Webseite selbst gebaut – mit Claude Cowork. Danach hat er sie seinem Beraterstab vorgelegt. Was sagt der Positionierungs-Experte? Was meint der Copywriter? Und wie blickt der Go-to-Market-Spezialist drauf? Alle geben ihren Senf dazu. Daraus entstehen klare Fragen, neue Blickwinkel und scharfe Ideen. Am Ende entscheidet Michael, welche Punkte er übernimmt. Was bei einer Agentur mehrere Wochen, verschiedene Workshops und mehrere tausend Euro gekostet hätte, war innerhalb einer Woche fertig – und zwar für unter 100 Euro.
    Der Effekt: deutlich schneller, qualitativ deutlich besser. Genau hier liegt das wahre Potenzial von KI im B2B Vertrieb. Also nicht als reiner Antwortgenerator, sondern als Sparringpartner, der den Sachverhalt aus mehreren Blickwinkeln betrachtet.
    Der strategische KI-Partner: Schluss mit dem Schmeicheln
    Markus Milz nutzt mittlerweile geschätzt 25 bis 30 KI-Use-Cases im Vertrieb und Marketing. Dazu zählen ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini, Grok und Notebook LM – alles in der Bezahlversion. Sein wichtigster Hack ist allerdings kein Tool, sondern ein Prompt. Genauer gesagt: ein Kontext, den er allen großen Sprachmodellen mitgibt.
    Das Problem mit gefälligen KI-Antworten
    Die meisten Large Language Models sind so gebaut, dass sie nett und gefällig antworten. „Tolle Idee", „Du bist auf dem richtigen Weg", „Großartige Frage". Genau das geht im Vertriebsalltag aber auf den Zeiger. Du brauchst nämlich keine Bestätigung. Stattdessen brauchst du ehrliches Sparring. Außerdem willst du wissen, wo deine blinden Flecken liegen.
    Der Prompt für brutale Ehrlichkeit
    Markus hat seinem strategischen Partner deshalb folgenden Kontext mitgegeben: Dein Ziel ist es, mir als stiller und schlauer Geschäftspartner zu dienen, der vor allem hart ehrlich ist, strategisch denkt und mir ohne Umschweife hilft. Für jede Antwort beginne mit der harten Wahrheit, die ich hören muss. Du hast einen IQ von 150 oder mehr. Außerdem verfügst du über tiefes Fachwissen in Psychologie, Strategie und Führung. Du schmeichelst mir nicht, sondern sagst mir klar, was Sache ist. Deine Mission: meine kritischen Lücken zeigen, meine blinden Flecken aufdecken und mir neue Denkmodelle mitgeben.
    Je nach Situation – Einkäufergespräch, Verkäufergespräch, Geschäftsführer-Meeting – ergänzt Markus den Prompt mit weiterem Kontext. Zum Beispiel: „Ich habe morgen ein Jahresgespräch beim Kunden X. Das Setting ist Y. Wie würdest du mir empfehlen vorzugehen?" Oder: „Ich habe einen üblen Reklamationsfall, der eine langjährige Geschäftsbeziehung kaputt zu machen droht. Wie gehe ich vor?"
    Das Ergebnis: konkrete strategische Tipps, statt warmer Worte. Genau diese Art von Sparring brauchst du, wenn du als Vertriebler oder Geschäftsführer wirklich vorankommen willst.
    Plaud: Der Hardware-Recorder, der meinen Vertriebsalltag verändert hat
    Jetzt zu meinem absoluten Favoriten. Plaud ist für mich ein echter Game Changer. Außerdem ist Plaud der Sponsor dieser Podcast-Folge – allerdings nutze ich das Produkt schon seit Monaten, also lange bevor das Sponsoring zustande kam. Werbepartner-Anfragen lehne ich meistens ab. Bei Plaud habe ich jedoch zugesagt, weil ich absolut überzeugt bin.
    Was Plaud kann
    Plaud transkribiert Meetings. Dazu zählen Online-Calls, Vor-Ort-Termine und Telefongespräche. Das Hardware-Device hat die Größe einer Kreditkarte, ist doppelt so dick und passt in jede Tasche. Du drückst auf den Knopf, legst es auf den Tisch – fertig. Bis zu 50 Stunden Aufnahme sind am Stück möglich. Ich nutze es bei jedem Workshop, jedem Coaching-Call und jedem Kundengespräch. Vorher frage ich natürlich alle Teilnehmer um Erlaubnis. Bisher hat dabei noch niemand abgelehnt.
    Nach der Aufnahme bekommst du ein sauberes Transkript mit Sprechererkennung. Außerdem werden Hintergrundgeräusche rausgefiltert. Plaud erstellt auf Knopfdruck Zusammenfassungen, die richtig stark sind. Aus meinen Coaching-Calls bekomme ich somit innerhalb von Minuten eine starke Zusammenfassung, die meine Kunden begeistert.
    Die MagSafe-Hülle und der Telefon-Hack
    Es gibt eine MagSafe-Hülle für Plaud. Damit klebst du das Device hinten ans Handy und schneidest Telefongespräche mit. Übers Headset funktioniert es zwar nicht, allerdings läuft das normale Telefonat am Ohr sauber. Ich spreche viel mit Kunden, und jede dieser Aufnahmen landet sauber transkribiert in der App.
    Außerdem gibt es eine eingebaute KI in Plaud. Du kannst sie fragen: „Worum ging es vor drei Wochen mit Kunde X? Welcher Preis wurde genannt?" Die KI durchsucht dann alle deine Aufnahmen und liefert die Antwort. Zudem kannst du die Transkripte nach ChatGPT, Claude oder andere KIs schicken und damit weiterarbeiten.
    Warum Plaud auch DSGVO-konform ist
    Gerade im B2B-Vertrieb wichtig: Plaud ist DSGVO-konform. Außerdem gibt es eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Du kannst das Device also in Ruhe testen, und zwar ohne Risiko. Auch die Desktop-App, die in Teams- oder Zoom-Calls auf dem Rechner mithört (ohne als Teilnehmer beizutreten), ist ein echter Vorteil. Denn du musst niemanden in den Call holen und nichts installieren bei der Gegenseite.
    Letztens war ich mit einem Kunden beim Essen. Plötzlich ging es ans Detail. Also habe ich das Device aufgeklappt, mitten in einem lauten Restaurant aufgenommen – und die Audioqualität war sauber genug, um das gesamte Gespräch zu nutzen. Genau solche Momente machen Plaud zu einem der besten KI Tools für Produktivität im Sales. Mit dem Rabattcode FUNK10OFF bekommst du 10 % Rabatt auf de.plaud.ai.
    Notebook LM Deep Research: Zielkundenanalyse auf Steroiden
    Marcus Karten kennt sich mit KI-gestützter Kundenanalyse aus. Mit „Sales Architecture for Logistics" hilft er Logistikunternehmen dabei, ihren Vertrieb mit KI auf das nächste Level zu bringen. Sein Tipp lautet: Notebook LM Deep Research für die Recherche zu Zielkunden.
    Warum Notebook LM funktioniert
    Notebook LM arbeitet wie ein RAG-System (Retrieval-Augmented Generation). Dabei nutzt es nur die Quellen, die du ihm zur Verfügung stellst. Dadurch entstehen kaum Halluzinationen. Die Krux: Du brauchst gute Quellen. Genau hier kommt Deep Research ins Spiel, denn Notebook LM kann eigenständig im Web nach passenden Quellen zu deinem Zielkunden suchen.
    Die vier Anweisungen für richtig starken Output
    Harte Fakten extrahieren: Sag der KI klar, dass du keinen Marketing-Fluff willst, sondern echte Daten. In der Logistik wären das Standorte, IT-Systeme und Kennzahlen. Für deine Branche definierst du das selbst. Der englische Fachbegriff dafür heißt „Entity Extraction" – damit weiß das System sofort, was zu tun ist.
    Alle Signale erfassen: Weise die KI an, alle wichtigen Signale zu sammeln, ohne sie vorzufiltern. Filtern kannst du nämlich später immer noch. Die Signale müssen für dein Geschäft passen – in der Logistik beispielsweise alles, was auf logistische Veränderungen hindeutet.
    Triangulation: Lass die KI prüfen, ob Signale in mehreren Quellen auftauchen. Denn sobald ein Signal aus drei verschiedenen Quellen kommt, ist es deutlich verlässlicher. Der englische Begriff dafür ist „Triangulation".
    Cross-Correlation: Lass die KI Verbindungen zwischen verschiedenen Meldungen herstellen. Beispiel Logistik: Wenn ein Unternehmen in ein neues Land expandiert und gleichzeitig viele Stellenanzeigen schaltet, ist da Bewegung im Markt. Solche Querverbindungen sind oft die wertvollsten Signale.
    Der zweite Schritt: Gap-Analyse
    Sobald Deep Research einen kompletten Report zu deinem Zielkunden ausgespuckt hat, schaltest du alle anderen Quellen in Notebook LM ab. Andernfalls rauscht das System. Mit dem Report als einziger Quelle plus deinem eigenen Leistungsportfolio kannst du dann Gap-Analysen fahren, strategische Matches finden und konkrete Argumente für deinen Pitch ableiten. Also zwei Schritte, klar getrennt: erst Data Extraction, dann strategische Analyse.
    Noota: Das Meeting-Tool gegen NATO-Meetings
    Pia Tischer, Geschäftsführerin von Coveto ATS und Recruiting-Spezialistin, nutzt Noota – ein französisches Tool für Meeting-Protokolle. Ihre Diagnose ist messerscharf: Viele Unternehmen leiden unter NATO-Meetings. No Action, Talk Only. Also eine Stunde reden, und drei Wochen später weiß keiner mehr, was beschlossen wurde. Geschweige denn, wer was übernehmen soll.
    Was Noota macht
    Noota ist eine App. Du installierst sie aufs Handy – also kein extra Gerät nötig. Außerdem gibt es eine Freemium-Variante zum Testen. Noota zeichnet das Meeting auf, transkribiert es, strukturiert die Inhalte und liefert ein fertiges Protokoll. Dazu gehören Tagesordnung, Zusammenfassung, To-dos und offene Fragen – alles automatisch. Wenige Sekunden nach Meeting-Ende landet das Protokoll in deinem E-Mail-Postfach. Du musst also nichts tun.
    Der kulturelle Hebel
    Pia nutzt Noota nicht nur für interne Meetings. Vor Kurzem war sie auf einer Recruiting-Konferenz und hat dort die für sie spannenden Speaker-Slots aufnehmen lassen. Früher hätte sie zugehört und wenig behalten – oder mitgeschrieben und dann nur die Hälfte mitbekommen. Heute hört sie konzentriert zu und bekommt anschließend ein sauberes Transkript plus Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten.
    Im Unternehmen wirkt Noota noch stärker. Denn das Protokoll mit klaren To-dos landet bei allen im Posteingang. Schwarz auf weiß. Niemand kann mehr sagen: „Weiß ich nicht mehr, was gemeint war." Oder: „War das überhaupt meine Aufgabe?" Genau das ist der eigentliche Hebel. Also nicht die Technik, sondern die kulturelle Wirkung im Team.
    VAPI: Der KI-Agent für die Telefonakquise
    Oliver Zentgraf ist seit Herbst 2024 selbstständiger Vertriebs- und Kommunikationstrainer. Sein Credo lautet: „Verkaufen 1 Mainz." Sein USP ist die Zwischenmenschlichkeit im vertrieblichen Gespräch. Das Wie ist für ihn wichtiger als das Was. Und trotzdem oder gerade deshalb hat er einen radikalen KI-Hack im Einsatz.
    Setting und Closing trennen
    Oliver hat im Closing eine Quote von 3 zu 5. Das ist herausragend. Allerdings raubt ihm das Setting – also die Erstgespräche und Terminvereinbarungen – als One-Man-Show zu viel Zeit. Genau hier kommt VAPI ins Spiel. VAPI ist das Grundgerüst, das den Einsatz digitaler Voice-Agenten möglich macht. In Kombination mit verschiedenen API-Schnittstellen baut er dadurch einen KI-Agenten, der die Telefonakquise übernimmt.
    Wie das in der Praxis funktioniert
    Der digitale Agent ruft an, kommt über die Zentrale zur Empfangsdame und lässt sich zum Entscheider durchstellen. Dort vereinbart der Agent dann einen Termin. Im Folgetermin tritt Oliver anschließend persönlich auf. Also: Das Setting macht die KI, das Closing macht der Mensch. Oliver hat sich das System per Live-Calls vorführen lassen. Die Quote: 99 bis 100 Prozent funktionierende Gespräche. Eine starke Leistung für einen Voice-Agenten.
    Das Prinzip dahinter ist universell: Bleib bei deinen Stärken. Was die KI besser kann oder günstiger erledigt, gibst du ab. Genau dafür sind diese KI Tricks Vertrieb gemacht. Denn sie verlängern deine Hebelwirkung als Verkäufer.
    Key Points: Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
    Beraterstab statt Suchmaschine: KI funktioniert erst dann richtig, wenn du sie mit Kontext fütterst – also wer du bist, was du tust, welche Ziele du verfolgst.
    Brutal-ehrlich-Prompt: Standard-KI schmeichelt dir. Deshalb programmiere sie um zu einem strategischen Sparringpartner mit klarer Haltung.
    Hardware-Recorder Plaud: 50 Stunden Aufnahme, Sprechererkennung, automatische Zusammenfassungen und DSGVO-konform. Ein Game Changer für jedes Vertriebsgespräch.
    Notebook LM Deep Research: Vier Anweisungen – harte Fakten, alle Signale, Triangulation, Cross-Correlation – machen aus generischer Recherche scharfe Account Intelligence.
    Noota gegen NATO-Meetings: Automatische Protokolle mit klaren To-dos beenden die ewige Diskussion darüber, wer was bis wann macht.
    VAPI Voice-Agent: Setting an die KI abgeben, Closing selbst machen. Dadurch entsteht skalierbare Vertriebskraft als One-Man-Show.
    So baust du deinen eigenen KI-Werkzeugkasten
    Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du KI Tricks Vertrieb systematisch in deinen Alltag bringst.
    Status quo analysieren: Schau dir an, wo du im Vertrieb am meisten Zeit verlierst. Recherche? Meeting-Nachbereitung? Akquise? Telefon? Genau dort setzt der erste KI-Trick an.
    Mit einem Tool starten: Nicht zehn Tools parallel testen. Such dir stattdessen das eine raus, das deinen größten Engpass löst – und gib ihm zwei Wochen Zeit.
    Kontext aufbauen: Füttere die KI mit deinem Profil, deinem Markt und deinen Kunden. Denn erst dann liefert sie passende Antworten statt allgemeiner Tipps.
    Prompts schärfen: Nutze klare Rollenanweisungen wie „Du bist mein strategischer Partner mit hohem IQ, der mir ehrlich sagt, was Sache ist." Das verändert die Output-Qualität deutlich.
    Ergebnisse messen: Wie viel Zeit sparst du pro Woche? Und wie steigt die Qualität deiner Vorbereitung? Ohne messbare Wirkung kein Tool-Behalt.
    Im Team rollen: Sobald du selbst sicher bist, zeige es deinem Team. Außerdem sorgt eine zentrale Prompt-Bibliothek für gleiche Ergebnisse.

    Fazit: Hör auf, KI zu „nutzen" – fang an, sie zu führen
    KI im B2B Vertrieb ist kein Hype mehr, sondern Standard. Trotzdem nutzt nur ein Bruchteil der Unternehmen sie strategisch. Die meisten probieren rum, und zwar ohne Plan. Genau hier verschenkst du Marge, Tempo und Marktanteil. Die sechs KI Tricks Vertrieb aus dieser Folge zeigen: Es geht nicht um das beste Tool, sondern um die richtige Haltung. Außerdem brauchst du Kontext, klare Prompts, mutige Anwendungsfälle und die Bereitschaft, KI als Sparringpartner zu führen – also nicht als Suchmaschine zu missbrauchen.
    Jeder einzelne dieser Praxis-Tipps spart dir Stunden pro Woche. Zusammen sind sie sogar ein neuer Maßstab. Such dir den Trick raus, der deinen größten Engpass löst, und starte heute. Wenn du wissen willst, wie du KI strategisch in deinen Vertrieb einbaust und welche Tools für dein Geschäftsmodell wirklich Sinn ergeben, lass uns sprechen. Denn ein 30-minütiges Strategiegespräch reicht oft, um die größten Hebel zu finden. Buch dir hier dein kostenfreies Strategiegespräch mit mir.
    Häufige Fragen zu KI Tricks im Vertrieb
    Was sind die besten KI Tricks Vertrieb für den Einstieg?
    Für den Einstieg eignen sich drei KI Hacks Vertrieb besonders. Erstens: ein klarer Kontext-Prompt für ehrliches Sparring statt schmeichelnder Antworten. Zweitens: ein Meeting-Recorder wie Plaud oder Noota für saubere Protokolle. Drittens: Deep Research in Notebook LM für Zielkundenanalysen. Starte also mit dem Tool, das deinen größten Zeitfresser löst.
    Wie nutze ich KI im B2B Vertrieb DSGVO-konform?
    Wähle Tools mit klarer Datenschutz-Erklärung und EU-Hosting. Plaud beispielsweise ist DSGVO-konform. Wichtig: Hol vor jeder Aufnahme die Einwilligung aller Gesprächspartner ein. Bei sensiblen Kundendaten empfiehlt sich zudem ein interner KI-Workflow, bei dem keine Daten an externe Modelle gehen.
    Welcher KI-Prompt funktioniert am besten für Verkaufsgespräche?
    Ein starker Prompt für Verkaufsgespräche definiert klar die Rolle der KI („Du bist mein strategischer Sparringpartner mit hohem IQ"), die Aufgabe („Identifiziere meine blinden Flecken vor diesem Termin") und den Kontext (Branche, Kundenprofil, bisherige Gespräche). Denn je präziser der Kontext, desto schärfer die Empfehlung.
    Ersetzt KI im Vertrieb echte Verkäufer?
    Nein. Denn KI ersetzt keine Beziehungen, keine Intuition und keine Verhandlungspsychologie. Sie übernimmt allerdings sich wiederholende Aufgaben, beschleunigt Recherche und hilft beim Sparring. Top-Verkäufer nutzen KI Tools für Produktivität Sales, um sich auf das zu konzentrieren, was Menschen besser können: zuhören, einordnen, entscheiden.
    Wie viel Zeit spare ich konkret durch KI Tricks im Vertrieb?
    Studien wie die von McKinsey zeigen Produktivitätsgewinne von bis zu 40 Prozent. In der Praxis berichten Vertriebsprofis sogar von zwei bis fünf Stunden Zeitersparnis pro Woche – vor allem bei Recherche, Meeting-Protokollen und Akquise-Vorbereitung. Entscheidend ist dabei nicht das einzelne Tool, sondern die konsequente Nutzung im Alltag.

    Dein Feedback ist gefragt
    Welcher dieser sechs KI Tricks Vertrieb passt am besten zu deinem Alltag? Und welches Tool wirst du als erstes testen? Schreib mir deine Erfahrungen an [email protected] oder vernetz dich mit mir auf LinkedIn. Wenn dir der Beitrag etwas gebracht hat, teile ihn außerdem mit einem Kollegen, der gerade an seinen KI-Workflows bastelt. Welche KI-Hacks fehlen in dieser Liste? Lass es mich wissen – die besten Tipps landen nämlich in einer Folge-Episode.
    🔊🔊 Schon gehört?
    Challenger Sales – mutig führen statt nett verkaufen
    Ausgewählte Links zur Episode
    Dein Strategiegespräch mit Chris
    Plaud – Personalisierte KI-Notizen für mehr Produktivität (Rabattcode: FUNK10OFF für 10 % Rabatt)
    Laminole – Revenue Partner für B2B Software & Mittelstand
    Milz & Comp. Unternehmensberatung | Akademie
    Noota – Turn your conversations into actions with AI
    Coveto – Recruiting & Bewerbermanagement Software
    Notebook LM von Google
    Oliver Zentgraf – Vertrieb in der Spur mit dem Strategiecall
    Gewinnspiel: Schreib eine E-Mail an [email protected] und gewinne entweder ein Plaud Note Pro oder einen Plaud Note Pin (je ein Device wird verlost)
    Personen in dieser Folge
    Christopher Funk – Vertriebs- und Wachstumscoach, Headhunter und Host des VertriebsFunk
    Michael Larche – Geschäftsführer Laminole, Revenue Partner für B2B Software & Mittelstand
    Markus Milz – Strategie-, Wachstums- und Vertriebsberater, Top-100-Keynotespeaker, 8x Autor
    Marcus Karten – Sales Architecture for Logistics, KI-gestützter Vertrieb in der Logistik
    Pia Alexandra Tischer – CEO Coveto ATS, Recruiting & KI im Mittelstand
    Oliver Zentgraf – Vertriebs- und Kommunikationstrainer, „Verkaufen 1 Mainz"
  • VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

    #1029 - Systemischer Vertrieb: So verkauft sich der Kunde deine Lösung selbst. Mit Frederik Meßmer

    06.05.2026 | 44 Min.
    Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten
    Du kennst das: Du sitzt im Termin. Der Kunde erzählt sein Problem. Und in deinem Kopf läuft schon die Lösung – fertig formuliert, mit Demo, Use Cases und Pricing-Slide. Du hörst kaum noch zu. Du wartest nur noch auf deinen Einsatz.
    Genau das ist der Grund, warum so viele Deals nicht abschließen. Im systemischen Vertrieb machst du es genau andersherum. Du springst nicht auf die Lösung. Du fragst dich erstmal in den Kunden hinein – mit einer Methode, die aus dem Coaching kommt und seit Jahrzehnten in der Unternehmensberatung getestet ist.
    In dieser Folge spreche ich mit Frederik Meßmer über genau diesen Ansatz. Frederik ist Fractional Sales Leader, systemischer Coach und hat in den letzten zehn Jahren genau diese Methodik in Vertrieben aufgebaut – unter anderem in Healthcare und SaaS. Du lernst, wie du mit cleveren Fragen, einem klaren Gesprächsaufbau und ein bisschen Coaching-Mindset deine Abschlussquote spürbar steigerst. Ohne Druck. Ohne Pitch-Marathon. Ohne Feature-Talk.
    Was ist systemischer Vertrieb eigentlich?
    Systemischer Vertrieb kommt – wie der Name vermuten lässt – aus der systemischen Beratung und dem Coaching. Frederik wurde damals in der Unternehmensberatung gemeinsam mit dem ganzen Team zum systemischen Coach ausgebildet. Nicht, um Therapeut zu werden, sondern um Kunden besser zu verstehen. Und um genau das zu verkaufen, was sie wirklich brauchen.
    Die Grundidee ist einfach: Statt dem Kunden eine Lösung aufzudrücken, ziehst du sie gemeinsam mit ihm aus seiner Welt heraus. Du arbeitest nicht am Kunden, sondern mit ihm. Genau wie im Coaching: Der Coach hat keine fertige Lösung in der Tasche – er stellt die Fragen, die den Klienten zur eigenen Erkenntnis führen.
    Im Vertrieb funktioniert das genauso. Du verkaufst nicht mehr aktiv. Du machst es dem Kunden möglich, sich selbst zu überzeugen. Das senkt den Verkaufswiderstand massiv – und das Ergebnis sind kürzere Sales Cycles und höhere Abschlussquoten. Frederik nutzt diese Methodik seit über zehn Jahren in seiner vertrieblichen Praxis und schult mittlerweile ganze Teams darin.
    Problemklau: der häufigste Fehler im Verkaufsgespräch
    Es gibt einen Klassiker, den ich immer wieder bei Verkäufern beobachte – und ehrlich gesagt: Mir passiert er auch noch. Im Coaching nennt man das „Problemklau". Der Kunde fängt an, sein Problem zu beschreiben – und du springst sofort auf die Lösung.
    Beispiel: Jemand sagt „Ich habe Probleme abzunehmen". Die typische Antwort? „Iss doch einfach weniger" oder „Mach mehr Sport". Klingt logisch. Ist aber Unsinn. Denn der andere hat sich das schon hundertmal selbst gesagt. Trotzdem hat er es nicht getan. Wenn du mit so einem Standard-Ratschlag kommst, erreichst du ihn nicht. Du erreichst nur dich selbst.
    Im B2B-Vertrieb ist es genauso. Der Kunde sagt „Wir haben zu wenig qualifizierte Leads". Und der Verkäufer? Schmeißt sofort die Pipeline-Optimierung, das KI-Lead-Scoring und drei Case Studies in den Termin. Falsch. Die richtige Reaktion ist: Du fragst nach. Was hat der Kunde schon probiert? Was hat funktioniert? Was nicht? Wo brennt es wirklich?
    Erst, wenn du das verstanden hast, darfst du überhaupt anfangen, über deine Lösung zu reden. Vorher pitchst du gegen die Wand.
    Kläger, Besucher, Kunde: drei Rollen verstehen
    Im systemischen Verkaufen gibt es eine ganz simple Einordnung deines Gesprächspartners. Frederik beschreibt sie so: Dein Gegenüber befindet sich entweder in der Rolle des Klägers, des Besuchers oder des Kunden. Und je nach Rolle gehst du komplett anders ran.
    Der Kläger: Beschreibt sein Problem. Er klagt. Er ist frustriert. Hier darfst du auf keinen Fall zu früh mit Lösungen kommen. Lass ihn das Problem ausbreiten. Frag tiefer rein. Erst, wenn der Schmerz wirklich auf dem Tisch liegt, ist er bereit für eine Lösung.
    Der Besucher: Schaut sich um. Hat noch keinen klaren Auftrag an dich. Wenn du den jetzt mit Demo und Pitch erschlägst, ist er sofort weg. Stattdessen: ihn abholen, mitnehmen, Vertrauen aufbauen.
    Der Kunde: Hat Bewusstsein für sein Problem. Will aktiv etwas verändern. Hier darfst du gemeinsam an der Lösung arbeiten – aber bitte erst nach sauberer Bedarfsanalyse.
    Was passiert in der Praxis? Die meisten Verkäufer behandeln jeden Gesprächspartner wie einen Kunden. Pitch ab Minute eins. Demo ab Minute drei. Und wundern sich, warum der Termin nicht in einen Auftrag mündet. Wenn du dagegen die Rolle deines Gegenübers erkennst, kannst du dein Verhalten anpassen – und holst plötzlich Termine ab, die du sonst verloren hättest.
    Der Gesprächsaufbau im systemischen Vertrieb: 5 Phasen
    Ein gutes Verkaufsgespräch hat im systemischen Ansatz immer den gleichen Aufbau. Fünf Phasen. In dieser Reihenfolge:
    Einstieg – Smalltalk und Rahmung. Du kommst an. Der Kunde kommt an. Du klärst, wie ihr arbeitet (Notizen machen, Fragen stellen, Zeitfenster).
    Zielklärung – Was soll das Gespräch eigentlich bringen? Wann ist es für den Kunden ein Erfolg?
    Bedarfsanalyse – Was steckt wirklich dahinter? Welche Themen brennen? Was wurde bisher probiert?
    Lösungssuche – Erst jetzt wird über Lösungen gesprochen. Gemeinsam.
    Abschluss – Commitment, nächste Schritte, Vertrag.
    Klingt unspektakulär. Ist es auch. Aber wenn ich mir die meisten Vertriebsgespräche anschaue, springen Leute direkt von Phase 1 in Phase 4. Smalltalk, Pitch, Demo, Angebot. Die zwei wichtigsten Phasen – Zielklärung und Bedarfsanalyse – werden komplett übersprungen.
    Die Folge: Du verkaufst auf Basis deiner eigenen Annahmen. Nicht auf Basis dessen, was der Kunde wirklich braucht. Und das endet meistens damit, dass der Kunde sagt „Schicken Sie mir mal ein Angebot" – wohlwissend, dass er es nie unterschreiben wird. Er war nur höflich.
    Offene und geschlossene Fragen: das richtige Werkzeug zur richtigen Zeit
    Die zwei wichtigsten Fragearten in der Fragetechnik im Vertrieb kennt jeder: offene und geschlossene Fragen. Aber kaum jemand setzt sie bewusst ein.
    Offene Fragen beginnen mit einem W: Was, wie, wo, wann, weswegen, wer. Sie öffnen den Kunden. Sie laden zum Erzählen ein. Du nutzt sie vor allem in der Bedarfsanalyse, wenn du verstehen willst, was los ist. Beispiel: „Was sind aktuell deine drei größten Herausforderungen im Vertrieb?"
    Geschlossene Fragen kann man nur mit Ja oder Nein beantworten. Du nutzt sie zum Konkretisieren und vor allem am Ende, wenn du ein Commitment willst. Beispiel: „Wenn ich dir zeige, wie wir das lösen, und Business Case und Zahlen passen – kommen wir dann zusammen?"
    Frederik bringt noch eine spannende Variante ins Spiel: die Entweder-Oder-Frage. Wird oft bei der Terminvereinbarung benutzt. „Passt es dir besser am Donnerstagnachmittag oder am Mittwochvormittag?" Eigentlich sind das zwei Ja-Antworten – beide Optionen führen zum Termin. Dem Gegenüber bleibt nur das Nein, wenn er aktiv ablehnen will.
    Wichtig: Warum-Fragen sind im systemischen Ansatz tabu. Warum? Weil sie den Kunden in die Rechtfertigung treiben. Frag stattdessen „Was ist der Hintergrund?" oder „Weswegen?". Inhaltlich das Gleiche – aber öffnender.
    Der moralische Vorvertrag: dein Frühwarnsystem
    Eine der mächtigsten Techniken aus dem systemischen Verkaufen ist der moralische Vorvertrag. Funktioniert so: Bevor du in die Lösungspräsentation gehst, holst du dir vom Kunden eine bedingte Zusage. Etwa so: „Wenn ich dir gleich zeige, wie wir dein Problem perfekt lösen, und der Business Case passt – kommen wir dann zusammen?"
    Was passiert dann? Drei Antworten sind möglich:
    Ja – Super. Du kannst mit Vollgas in die Lösung. Der Kunde hat sich emotional bereits committet.
    Nein – Auch super. Denn jetzt weißt du sofort: Da ist noch was. Vielleicht fehlt das Budget. Vielleicht ist er nicht entscheidungsbefugt. Vielleicht laufen schon Verträge mit dem Wettbewerb. Du kannst nachfragen, statt blind zu pitchen.
    Es kommt: „Schicken Sie mir mal ein Angebot" – Klassiker. Der Kunde will höflich rauskommen. Hier kontert Frederik mit einer brillanten Frage: „Mache ich gerne. Was müsste denn drinstehen, damit du es unterschreibst?" Und plötzlich öffnet sich das Gespräch wieder.
    Die meisten Pipelines sind voll mit Angeboten, die nie unterschrieben werden. Genau, weil dieser moralische Vorvertrag fehlt. Wenn du ihn konsequent einbaust, wird deine Pipeline schlank und ehrlich. Time kills all deals – und nichts tötet einen Deal schneller als ein unausgesprochenes Nein.
    Aktives Zuhören und das "Was noch?"-Prinzip
    Eine offene Frage zu stellen ist die eine Sache. Mit der Antwort umzugehen, eine ganz andere. Die meisten Verkäufer hören die erste Antwort, springen dankbar drauf, weil sie passt – und verkaufen daran vorbei.
    Frederik bringt eine Coaching-Technik mit, die er „die produktive Faulheit" nennt. Du fragst: „Was sind eure aktuellen Herausforderungen?" Der Kunde antwortet. Und du sagst nur: „Was noch?" Dann nochmal: „Und was noch?" Und dann nochmal. Bis der Kunde wirklich nichts mehr nennt.
    Klingt banal. Wirkt aber Wunder. Denn die ersten zwei, drei Antworten sind oft nur die Oberfläche. Das wirklich brennende Thema kommt häufig erst beim vierten oder fünften Mal. Und dann hast du den Hebel, an dem deine Lösung ansetzt.
    Wenn du die volle Liste hast, fasst du zusammen: „Habe ich das richtig verstanden – das, das und das sind eure Themen. Auf welche drei davon sollen wir uns heute fokussieren?" Damit lässt du den Kunden priorisieren. Du steuerst das Gespräch, ohne ihn zu manipulieren. Genau das ist der Kern von systemischem Vertrieb.
    Das Buying Center hacken: Perspektivwechsel als Zauberwaffe
    Jetzt kommt der Klassiker, den ich oft höre: „Das funktioniert vielleicht im Einzelgespräch, aber wir haben Buying Center mit fünf Entscheidern. Da hilft dir keine Coaching-Technik."
    Falsch. Genau dort ist systemischer Vertrieb am stärksten. Denn Coaching arbeitet immer mit Systemen – ein Klient bringt ja auch immer sein Umfeld mit (Familie, Chef, Kollegen, innere Stimmen). Dasselbe Prinzip nutzt du im Buying Center.
    Frederik beschreibt es so: Du sitzt mit dem Geschäftsführer am Tisch. Der ist begeistert. Aber er sagt: „Sprich mal mit meinem IT-Leiter, der muss das absegnen." Statt zu hoffen, dass der IT-Leiter freundlich ist, holst du ihn mit einer Perspektivwechselfrage in den Raum:
    „Mal angenommen, dein IT-Leiter hätte heute alles mitgehört, was wir besprochen haben – was, glaubst du, würde er sagen? Wo hätte er Bedenken?"
    Plötzlich beantwortet dir der Geschäftsführer die Einwände, die du sonst erst in Runde drei zu hören bekommen hättest. Du kannst die Lösung im selben Termin schärfen. Und Frederik geht noch weiter: „Was muss ich mit ihm besprechen, damit er Ja sagt?" Und im besten Fall: „Eigentlich kannst du das doch selbst entscheiden – soll ich dir den Vertrag direkt schicken?"
    Das verkürzt den Sales Cycle dramatisch. Wo du sonst sechs Runden gedreht hättest, bist du in drei durch. Und du verlierst nicht zwischendurch das Projekt, weil ein Geschäftsführer wechselt oder ein Stakeholder das Unternehmen verlässt.
    Warum Trainings im systemischen Vertrieb so wichtig sind
    Hier kommt die unbequeme Wahrheit: Diese Methode liest sich einfach. Sie umzusetzen ist die Hölle. Frederik selbst hat ein halbes Jahr gebraucht, bis er die Zielklärungsfrage „Woran würden Sie erkennen, dass sich der Termin heute für Sie gelohnt hat?" im echten Gespräch flüssig stellen konnte. Vorher stand sie als Spickzettel in seinem Notizbuch.
    Das heißt für dich: Einmal-Schulungen reichen nicht. Auch das beste Playbook bringt nichts, wenn du es nicht trainierst. Frederik empfiehlt – und ich teile das zu hundert Prozent – wöchentliche Pitch- oder Frage-Trainings im Team.
    Dein Team wird es zu Beginn hassen. Niemand stellt sich gerne in eine Übungssituation. Aber: Wer es bei den eigenen Kollegen nicht hinbekommt, bekommt es beim Kunden erst recht nicht hin. Und wer denkt „ich mach das beim Kunden besser" – sorry, das stimmt nicht. Du machst es schlechter. Weil der Druck dort höher ist.
    Mein Tipp: Setzt euch als Team einmal hin und sammelt eure besten Fragen. Pro Gesprächsphase. Dann übt ihr eine Frage pro Woche. Nach einem Quartal habt ihr eine echte Methodik, kein zusammengewürfeltes Bauchgefühl.
    Wie viel sprichst du eigentlich? Der Gesprächsanteil als KPI
    Eine schöne und oft unterschätzte Kennziffer ist der Gesprächsanteil im Verkaufsgespräch. Klassische Daumenregel: Der Kunde sollte mehr reden als du. Bei reinen Discovery-Calls liegt der ideale Sweet Spot bei rund 40 % Verkäuferanteil.
    Frederik arbeitet aktuell mit einem Team, das bei über 60 % Gesprächsanteil liegt. Warum? Viele Demos. Macht in dem Setting kurzzeitig Sinn – langfristig nicht. Sein Ziel: Sie unter 55 % zu drücken.
    Mit modernen Tools wie Demodesk oder ähnlichen Gesprächs-Recordern kannst du das heute automatisch tracken. Ein digitaler Coach läuft mit, transkribiert, analysiert und gibt dir konkrete Hinweise. Frederik setzt solche Tools selbst aktiv ein – auch in seinen eigenen Mandaten. Das ist deutlich günstiger als ein dauerhaft eingekaufter externer Trainer und liefert messbare Ergebnisse.
    Quick Takeaways: das Wichtigste auf einen Blick
    Kein Problemklau – Spring nicht auf Lösungen, bevor du das Problem wirklich verstanden hast.
    Rolle erkennen – Kläger, Besucher oder Kunde? Pass dein Verhalten an.
    5 Phasen – Einstieg, Zielklärung, Bedarfsanalyse, Lösungssuche, Abschluss. In dieser Reihenfolge.
    Moralischer Vorvertrag – Hol dir die bedingte Zusage, bevor du pitchst.
    „Was noch?" – Frag drei Mal mehr nach, als du normalerweise würdest.
    Perspektivwechsel – Hol fehlende Stakeholder virtuell in den Raum.
    Training schlägt Talent – Wöchentliche Übungen sind nicht optional, sondern Pflicht.
    Fazit: Vom Pitch-Maschine zum echten Berater
    Wenn du eine Sache aus dieser Folge mitnimmst, dann diese: Hör auf, deinem Kunden zu sagen, was sein Problem ist. Frag ihn. Systemischer Vertrieb ist keine Geheimwissenschaft – es ist die Disziplin, die Klappe zu halten und stattdessen die richtigen Fragen zu stellen.
    Der Kunde fühlt sich verstanden. Du baust Vertrauen auf. Und plötzlich verkauft sich deine Lösung fast von selbst – weil der Kunde gemeinsam mit dir den Weg dahin gegangen ist. Kein Druck. Kein Pitch. Kein „Schicken Sie mal ein Angebot, das in der Schublade verschwindet".
    Wenn du als Vertriebsleiter merkst, dass dein Team zu viel im Feature-Talk hängt und zu wenig fragt: Fang mit einer einfachen Fragenliste pro Gesprächsphase an. Etabliere wöchentliche Übungssessions. Und überleg, ob ein systemisches Coaching-Format euch nicht den entscheidenden Hebel liefert.
    Wenn du tiefer einsteigen willst: Buch dir ein Strategiegespräch mit mir. Wir schauen gemeinsam, wo dein Vertrieb gerade steht und welche Hebel am schnellsten wirken. Hier geht's zum Termin.
    FAQ zum systemischen Vertrieb
    Was ist der Unterschied zwischen systemischem Vertrieb und klassischem Verkauf?
    Klassischer Verkauf arbeitet mit Pitch und Lösungspräsentation. Systemischer Vertrieb dreht den Spieß um: Du stellst Fragen, hörst aktiv zu und führst den Kunden gemeinsam mit ihm zu seiner eigenen Erkenntnis. Das senkt den Verkaufswiderstand und führt zu nachhaltigeren Abschlüssen, weil der Kunde die Lösung als seine eigene wahrnimmt.
    Welche Fragetechniken sind im B2B-Vertrieb am wirkungsvollsten?
    Offene W-Fragen für die Bedarfsanalyse, Skalenfragen zur Priorisierung, hypothetische Fragen für Perspektivwechsel und geschlossene Fragen für den Abschluss. Vermeide Warum-Fragen, weil sie den Kunden in die Rechtfertigung treiben. Nutze stattdessen „Weswegen?" oder „Was ist der Hintergrund?".
    Funktioniert systemischer Vertrieb auch in komplexen Buying Centern?
    Ja, gerade dort entfaltet er seine größte Wirkung. Über Perspektivwechselfragen holst du fehlende Stakeholder virtuell in den Raum und kannst Einwände vorwegnehmen. Das verkürzt den Sales Cycle deutlich und reduziert das Risiko, dass dein Deal an einem unerwarteten Entscheider scheitert.
    Was ist der moralische Vorvertrag im Verkaufsgespräch?
    Der moralische Vorvertrag ist eine bedingte Zusage des Kunden vor der Lösungspräsentation. Du fragst sinngemäß: „Wenn ich dir zeige, wie wir dein Problem perfekt lösen, und Zahlen passen – kommen wir zusammen?" Das filtert echte Interessenten von höflichen Absagern und hält deine Pipeline sauber.
    Wie trainiere ich mein Vertriebsteam in systemischem Verkaufen?
    Einmal-Schulungen reichen nicht. Etabliere wöchentliche Übungssessions im Team, in denen Verkäufer Fragen aneinander durchspielen. Arbeite mit Gesprächsaufzeichnungen und KI-gestützten Coaching-Tools. Erstelle eine Fragenliste pro Gesprächsphase und übe diese systematisch ein. Konsequenz schlägt Genie.

    Anleitung: Dein erstes Gespräch im systemischen Vertrieb
    In sechs Schritten zu deinem ersten Gespräch nach der systemischen Methode – sofort umsetzbar.
    Smalltalk und Rahmung – Komm an, lass den Kunden ankommen. Klär die Spielregeln: Zeitfenster, Notizen, gegebenenfalls digitaler Assistent.
    Zielklärung – Frag: „Woran würdest du erkennen, dass dieses Gespräch heute ein Erfolg war?" Dann Klappe halten.
    Bedarfsanalyse mit „Was noch?" – Stell offene Fragen. Frag drei Mal mehr nach, als du dich traust. Lass den Kunden priorisieren.
    Moralischer Vorvertrag – Hol dir vor der Lösung die bedingte Zusage: „Wenn alles passt, kommen wir zusammen?"
    Lösung präsentieren – Erst jetzt. Auf Basis dessen, was der Kunde dir gegeben hat. Nicht auf Basis deiner Annahmen.
    Abschluss mit klaren nächsten Schritten – Wer entscheidet wann? Welche Stakeholder müssen mit? Schick proaktiv die Materialien für die nächste Runde.

    Was nimmst du mit?
    Hand aufs Herz: Wo ertappst du dich am häufigsten beim Problemklau? Pitchst du zu früh? Sprichst du zu viel? Schreib mir gerne auf LinkedIn – ich bin gespannt, welche dieser Techniken du diese Woche zuerst ausprobierst. Und wenn dir die Folge weitergeholfen hat, teile sie mit jemandem aus deinem Vertriebsteam. Aktives Zuhören ist eine Mannschaftssportart.
    🔊🔊 Schon gehört? Wenn dich die Themen Fragetechnik und Gesprächsführung gerade packen, dann passt diese Folge perfekt: Aktives Zuhören im Vertrieb: So wird deine Kommunikation zur Superpower. Dort gehe ich noch tiefer auf die vier Ebenen der Kommunikation ein – die perfekte Ergänzung zum systemischen Vertrieb.
    Ausgewählte Links zur Episode
    📌 Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk
    📌 Demodesk – KI für den Vertrieb: Aufzeichnung, Coaching und CRM-Pflege automatisiert
    📌 Langdock – Die Plattform für AI Adoption: KI sicher und flexibel im Unternehmen ausrollen
    📌 VertriebsFunk Podcast – alle Folgen
    Personen in dieser Folge
    👤 Christopher Funk bei LinkedIn – Vertrieb löst alle Probleme. 💶 Und wir lösen dein Vertriebsproblem 🚀
    👤 Frederik Meßmer bei LinkedIn – Fractional Sales Leader, systemischer Coach, Sales Architect (Healthcare & SaaS)
  • VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

    #1028 - 50 Downloads reichen: Wie dein Podcast zum besten Vertriebler wird. Mit Florian Schartner

    29.04.2026 | 40 Min.
    Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten
    Hand aufs Herz: Wie viele Marketing-Kanäle hast du schon ausprobiert, ohne dass am Ende ein Kunde wirklich gesagt hat: „Ich habe das Gefühl, wir kennen uns schon"? Genau hier liegt die Stärke von einem Podcast für Unternehmen. Und das Beste daran ist: Du brauchst keine Million Downloads. Denn 50 Downloads pro Folge reichen oft schon aus, sofern du damit genau die richtigen Entscheider erreichst.
    In dieser VertriebsFunk-Episode spreche ich mit Florian Schartner, einem der renommiertesten Podcast-Experten im deutschsprachigen Raum. Er unterstützt mittelständische Unternehmen dabei, einen Unternehmenspodcast gezielt für Marketing und Vertrieb einzusetzen. Außerdem hat er meinen eigenen Podcast bei der Optimierung und Post-Production begleitet. Was du in dieser Folge lernst: Warum Audio-Content der direkteste Weg ins Ohr deines Kunden ist, wie du mit minimalem Aufwand startest – und weshalb ein Podcast für Unternehmen der unterschätzte Vertriebskanal für den Mittelstand ist.
    Warum ein Podcast für Unternehmen heute kein Nice-to-have mehr ist
    Du nutzt selbst Podcasts. Vermutlich hörst du sie beim Pendeln, beim Sport oder zwischendurch im Büro. Dabei holst du dir Inspiration, lernst etwas dazu und bildest dir eine Meinung. Genau das machen deine Kunden auch. Sie wollen sich weiterbilden. Außerdem wollen sie verstehen, was in ihrer Branche passiert. Und sie wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben, bevor sie ein Erstgespräch buchen.
    Der entscheidende Punkt: Sobald ein potenzieller Kunde deinen Unternehmenspodcast hört, bist du wenige Zentimeter vom Gehirn entfernt. Du bist im Ohr. Dadurch erzeugst du Vertrauen, Sympathie und Expertise – alles auf einmal. Diese Wirkung erreichst du mit keinem anderen Medium so direkt. Denn weder ein Werbeplakat noch ein Mailing oder ein Reel auf LinkedIn schafft das.
    Die unterschätzte Vertrauensökonomie im B2B
    Im B2B-Vertrieb ist Vertrauen die Währung. Du kennst das selbst: Wenn zwei Anbieter dasselbe Produkt anbieten und einer ist dir sympathischer, gewinnt der mit dem besseren Bauchgefühl. Genau hier setzt ein Corporate Podcast Mittelstand an. Ein Hörer, der dir 30 Minuten zugehört hat, kennt nämlich deine Werte, deine Sprache und deine Haltung. Wenn ihr euch dann zum ersten Mal trefft, ist das Eis längst gebrochen.
    Google liebt jeden Podcast für Unternehmen
    Was viele unterschätzen: Suchmaschinen ranken Podcast-Inhalte überraschend hoch. Das heißt, falls dein potenzieller Kunde dich googelt, weil ihr einen Termin habt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass deine Folgen ganz oben auftauchen. Was passiert dann? Der Kunde kommt vorbereitet ins Gespräch. Er sagt Sätze wie „Ich habe Ihren Podcast gehört, das war so spannend, da müssen wir uns unbedingt unterhalten." Genau das ist der Türöffner-Effekt, den kein klassischer Vertriebskanal so liefert.
    50 Downloads reichen: Warum dein Podcast für Unternehmen Relevanz vor Reichweite stellt
    Vergiss große Charts. Vergiss Top-100-Platzierungen. Sobald du einen Unternehmenspodcast als Vertriebsinstrument nutzt, reden wir nicht über Reichweite, sondern über Relevanz. Bereits 50, 500 oder 1.000 Downloads pro Folge können ausreichen, sofern es die richtigen Hörer sind.
    Ein Beispiel aus der Praxis: Florian betreut einen Firmen-Podcast aus dem Bereich Maschinenbau und Automatisation. Hardcore-Nische, sehr nerdig. Eine Folge dauert 50 Minuten. Trotzdem werden die Episoden gefeiert – mit rund 600 Aufrufen pro Folge. Warum? Weil die Hörer einen echten Bedarf für das Thema haben. Sie wollen genau das wissen, was dort besprochen wird. Genau darin liegt die Magie des Mediums: Du sprichst nicht zur breiten Masse, sondern direkt zu deinem Wunschkunden.
    Die Mathematik hinter dem Podcast für Unternehmen ist simpel
    Stell dir vor, du betreust 50 Schlüsselkunden. Davon hören 30 regelmäßig deinen Unternehmenspodcast. Du erscheinst alle zwei Wochen für 30 bis 60 Minuten in ihrem Ohr. Über ein Jahr summiert sich das pro Hörer auf 12 bis 24 Stunden Aufmerksamkeit. Ehrlich: Welche andere Marketingmaßnahme generiert 12 Stunden ungestörte Aufmerksamkeit bei deinem Wunschkunden? Keine. Genau deshalb funktioniert ein Podcast für Unternehmen so kraftvoll im B2B-Vertrieb.
    Der Aufwand für deinen Unternehmenspodcast: Viel weniger als du denkst
    „Ich habe doch keine Zeit dafür" – das ist der häufigste Einwand. Und er ist falsch. Schau dir mal an, wie viel Zeit du täglich auf dem Handy verbringst. Wie viele Stunden pro Woche fließen in Netflix, YouTube oder Social Media? Eine Folge pro Woche bedeutet maximal acht Stunden Aufwand pro Monat. Das ist weniger als ein einziger Tagesausflug zum Kunden von Frankfurt nach München.
    Die Grundsatzentscheidung steht am Anfang
    Sobald du dich entscheidest, dass du das wirklich willst, findest du auch eine Lösung. Die Technik ist heute so weit, dass du in zwei Tagen einen Podcast für Unternehmen launchen kannst. Wirklich. Denn die Hürde sitzt nicht im Equipment, sondern im Kopf. Bei dem Gedanken: „Ich muss mich da hinsetzen, ich muss perfekt sein, ich muss alles richtig machen." Vergiss das. Die ersten fünf Folgen sind selten gut. Das ist normal. Außerdem wirst du besser, je mehr du machst – wie beim Laufen oder Fahrradfahren.
    Das technische Setup für deinen Firmen-Podcast: Quick & Dirty oder Profi?
    Du brauchst nicht viel. Wirklich nicht. Hier sind die Basics, die ein guter Corporate Podcast oder ein VertriebsFunk-Setup ausmachen:
    Mikrofon und Software für deinen Podcast für Unternehmen
    Ein gutes USB-Mikrofon ab 100 Euro reicht aus, um qualitativ guten Sound zu produzieren. Modelle wie das Rode NT-USB oder das Shure MV7 Plus liefern Studio-Qualität für den Heim-Schreibtisch. Software wie Riverside, Squadcast oder einfach Zoom funktionieren für Remote-Aufnahmen. Wichtig ist nur eins: Kopfhörer aufsetzen, Soundcheck machen, übersteuern vermeiden.
    Schnitt und Bearbeitung
    Du brauchst kaum zu schneiden. Audacity ist kostenlos, während Adobe Podcast kostenlose KI-Audio-Enhancement-Tools bietet. Wichtig dabei: Schneide nicht zu viel raus. Denn Pausen, Atmer und kleine „Ähms" gehören zur Authentizität. Wenn du jeden Hauch wegschneidest, klingt das künstlich – und das spüren die Hörer sofort.
    Hosting und Verbreitung
    Spotify for Creators bietet kostenloses Podcast-Hosting an. Von dort verteilst du auf Apple Podcasts, Google Podcasts und alle anderen Plattformen. Per RSS-Feed kannst du den Podcast für Unternehmen sogar automatisch auf YouTube ausspielen lassen. Das ist heute alles ein Klick.
    B2B Podcast starten: Welche Formate wirklich funktionieren
    Falls du einen B2B Podcast starten willst, ist die Themenfindung oft die größte Hürde. Mein Rat: Mach es dir leicht. Hier sind die Formate, die im Mittelstand zuverlässig funktionieren:
    Das Kundeninterview als Königsdisziplin im Unternehmenspodcast
    Das ist mein absoluter Favorit. Du lädst einen zufriedenen Kunden ein und stellst ihm drei Fragen: Wie war deine Situation vor unserer Zusammenarbeit? Warum hast du dich für uns entschieden? Wie ist deine Situation heute? Daraus entsteht ein 30-minütiges Gespräch, das gleich vier Effekte erzielt:
    Erstens hast du ein gigantisches Testimonial. Zweitens hat dein Kunde sich öffentlich zu dir bekannt – die Loyalität steigt dadurch messbar. Drittens hören andere Kunden das und denken: „Wenn der zufrieden ist, lohnt sich das wohl." Viertens erreichst du genau die Lookalikes deines Kunden. Wer ähnliche Probleme hat, klickt sofort auf die Folge.
    Das CEO-Interview im Corporate Podcast Mittelstand
    Wo kommt die Firma her? Warum machen wir das alles? Welche Werte treiben uns an? Gerade mit dem Generationenwechsel im Mittelstand – die Boomer gehen in Rente, während die nächste Generation übernimmt – sind solche Folgen Gold wert. Sie konservieren die Legacy. Außerdem geben sie Mitarbeitern und Kunden ein Gesicht. Und sie schaffen eine emotionale Bindung, die kein Mission Statement auf der Website jemals leisten könnte.
    Experten- und interne Interviews
    Hol deine Vertriebsleiter, deine Ingenieure und deine Spezialisten ans Mikro. Lass sie über das sprechen, was sie täglich tun. Im Maschinenbau? Lass zwei Ingenieure über aktuelle Werkzeugentwicklung reden – ohne die Firma zu pitchen. HubSpot macht das mit „Marketing Against the Grain" vor: Zwei Nerds reden über KI, ohne ein einziges Mal über HubSpot selbst zu sprechen. Genau das ist gutes Content-Marketing.
    How-to-Folgen und Einwände entkräften
    Frag deinen Vertrieb: Was sind die Standard-Einwände, die du jeden Tag hörst? Daraus entstehen 20 Folgen in einem Workshop-Nachmittag. Jede Einwandbehandlung wird zu einer eigenen Episode. Auch jedes neue Produkt ergibt eine eigene Episode. Jede Messe, jede Veranstaltung und jeder Trend liefert Stoff – Themen findest du also zuhauf, sobald du einmal warm bist.
    Der größte Fehler beim Podcast für Unternehmen: Pitchen statt liefern
    Ein Unternehmenspodcast ist kein klassischer Werbekanal. Du musst nicht dreimal pro Folge dein Produkt einfügen. Bitte keine Jingles mit „Jetzt kaufen". Das wirkt sogar kontraproduktiv. Denn Hörer merken sofort, wenn du verkaufen willst – und schalten ab.
    Die richtige Haltung lautet: Liefere Mehrwert. Erzähl Geschichten. Stell kritische Fragen. Bring Persönlichkeit rein. Sobald du als Manager, Geschäftsführer oder Vertriebsleiter offen über deine Erfahrungen sprichst, wird daraus automatisch das beste Marketing, das du je gemacht hast. Du musst nichts verkaufen. Denn du bist die Werbung – allein durch das, was du sagst und wie du es sagst.
    Konstanz schlägt Perfektion bei jedem Firmen-Podcast
    Achtzig Prozent aller Podcasts scheitern nach fünf bis sechs Folgen. Das ist die berüchtigte Statistik. Wer es über die ersten zehn Folgen hinausschafft, ist schon weiter als die meisten. Mein Rat aus der Praxis: Produziere am Anfang 15 bis 20 Folgen am Stück. Innerhalb eines Monats. Drei Viertel davon intern, ein Viertel mit Kunden oder externen Experten. Dann hast du Vorrat. Anschließend veröffentlichst du alle ein bis zwei Wochen eine Folge. Außerdem hast du Ruhe, falls mal Urlaub, Krankheit oder ein voller Terminkalender dazwischenkommt.
    Der Druck der wöchentlichen Veröffentlichung ist real. Wenn dein Kalender bereits voll ist, brauchst du einen Puffer. Sonst gibst du nach drei Monaten auf. Und das wäre schade, weil sich der Effekt eines Podcasts oft erst nach 50 oder 100 Folgen vollständig entfaltet.
    Mehrfachverwertung: Eine Folge, zehn Inhalte
    Hier liegt der wahre Hebel. Aus einer einzigen Folge entsteht mit modernen KI-Tools ein ganzes Content-Universum:
    Aus dem Transkript machst du Blogartikel wie diesen hier. Außerdem entstehen daraus mehrere LinkedIn-Posts. Das Geile dabei: Da steht dein echter Wortlaut drin, nicht der typische KI-Schreibstil mit Ein-Wort-Sätzen. Auch Lead-Magnete und White Papers leitest du ab. Genauso entstehen Mini-Landingpages zu Spezialthemen. Kurze Reels und Shorts wandern auf TikTok, Instagram und YouTube. Ein Newsletter wird daraus. Sogar Sales-Enablement-Material für deinen Vertrieb fällt nebenbei ab.
    Florian erzählt von einem Kunden, der seine Podcast-basierten LinkedIn-Posts alle sechs Monate erneut veröffentlicht. Seit drei Jahren. Die Posts performen jedes Mal aufs Neue. Denn niemand erinnert sich, was du vor sechs Monaten gepostet hast. Evergreen-Content in Reinform.
    Das Wichtigste: Buy-in von oben und Vorbereitung
    Bevor du loslegst, hol dir das Buy-in der Geschäftsführung. Mach keine U-Boot-Aktionen. Bei über 1.000 produzierten Folgen hatten wir nur einen einzigen Fall, in dem ein Chef im Nachhinein eine Folge gelöscht haben wollte – aber das Risiko gibt es trotzdem. Pitch deinen Podcast für Unternehmen intern: Wenig Aufwand, hoher Gain, langfristige Wirkung, deutlich nachhaltiger als jede Messe oder jedes Mailing.
    Und ein letzter, ehrlicher Tipp: Hol dir am Anfang einen Experten dazu. Jemanden wie Florian, der das Setup macht, dich technisch begleitet, bei der Themenfindung hilft und die Post-Production übernimmt. Sobald das Ding läuft, kannst du es selber stemmen oder weiter outsourcen. Allerdings verhindert der Start mit Profi-Begleitung die typischen Anfängerfehler. Außerdem verhindert er, dass du nach drei Monaten frustriert sagst: „Podcast funktioniert für uns nicht."
    Quick Takeaways: Das musst du dir merken
    50 Downloads pro Folge reichen aus, sofern es die richtigen Hörer sind. Reichweite ist nicht das Ziel – Relevanz ist es.
    Maximal 8 Stunden Aufwand pro Monat für eine Folge pro Woche. Weniger als ein einziger Außendiensttag.
    Technik ist heute kein Hinderungsgrund mehr – ein USB-Mikro für 100 Euro plus kostenlose Software reichen für den Start.
    Kundeninterviews sind das Top-Format für jeden Unternehmenspodcast: Testimonial, Bindung, Lookalike-Reichweite und Vertrauen in einem.
    Niemals pitchen – wer im Corporate Podcast verkaufen will, verliert die Hörer in Sekunden.
    Konstanz schlägt Perfektion: 80 Prozent scheitern an Folge 5. Wer durchhält, gewinnt automatisch.
    Mehrfachverwertung ist der größte Hebel: Eine Folge wird zu Blog, LinkedIn, Newsletter, Reel, White Paper.
    Fazit: Dein Podcast für Unternehmen ist dein bester Vertriebler
    Ein Podcast für Unternehmen ist kein Marketing-Spielzeug. Er ist ein strategisches Vertriebsinstrument, das im deutschen Mittelstand massiv unterschätzt wird. Du erreichst deine Wunschkunden direkt im Ohr. Außerdem baust du Vertrauen auf, bevor das erste Gespräch überhaupt stattfindet. Du etablierst dich als Experte deiner Branche. Und du machst Mehrfachverwertung möglich, die kein anderes Format dir bietet.
    Der Mittelstand wartet noch zu oft, bis die Konkurrenz vorgelegt hat. Genau das ist deine Chance. Während andere noch über Messen und klassische Werbung diskutieren, sitzt du bereits im Ohr deiner Zielkunden. Wenn du Florian und mich also fragst: Es gibt kaum einen Hebel im B2B-Vertrieb, der so wenig Aufwand bei so großer Langzeitwirkung bringt wie ein gut gemachter Unternehmenspodcast.
    Mein Tipp: Nimm dir 30 Minuten, mach eine Liste mit deinen ersten zehn potenziellen Folgen, ruf einen zufriedenen Kunden an und buche dir ein Erstgespräch mit jemandem wie Florian – oder mit mir, falls du einen Sparringspartner für die Vertriebs-Strategie dahinter brauchst. Was du auf gar keinen Fall machen solltest: warten. Denn jeder Monat ohne Podcast ist ein Monat, in dem deine Wettbewerber die Chance haben, vorher im Ohr deiner Wunschkunden zu landen.
    FAQ zum Podcast für Unternehmen
    Wie viele Downloads braucht ein erfolgreicher Corporate Podcast Mittelstand? Im B2B reichen oft schon 50 bis 1.000 Downloads pro Folge aus, sofern du damit genau deine Wunschkunden erreichst. Reichweite ist nicht das Ziel – Relevanz ist es. Ein nischiger Maschinenbau-Unternehmenspodcast mit 600 Hörern pro Folge kann für deinen Vertrieb wertvoller sein als ein Mainstream-Format mit 50.000 Hörern, die nicht zu dir passen.

    Wie viel Zeit muss ich für einen Podcast für Unternehmen einplanen? Für eine Folge pro Woche solltest du maximal acht Stunden Aufwand pro Monat einplanen. Das ist weniger Zeit, als du für einen einzigen Außendiensttag aufwendest. Mit einem Profi-Partner für Schnitt und Post-Production reduziert sich dein eigener Aufwand auf das reine Aufnehmen.

    Welches Format funktioniert am besten, wenn ich einen B2B Podcast starten will? Kundeninterviews sind das absolute Top-Format. Du gewinnst gleichzeitig ein Testimonial, stärkst die Kundenbindung und sprichst die Lookalikes deines Kunden an. Daneben funktionieren CEO-Interviews zur Unternehmensgeschichte, Experteninterviews mit eigenen Mitarbeitern und How-to-Folgen, in denen du typische Einwände aus deiner Branche entkräftest.

    Welche Technik brauche ich, um einen Podcast für Unternehmen zu starten? Ein USB-Mikrofon ab 100 Euro (Rode NT-USB oder Shure MV7 Plus), eine kostenlose Recording-Software wie Riverside oder Zoom und ein Schnittprogramm wie Audacity oder Adobe Podcast genügen. Spotify for Creators hostet deinen Unternehmenspodcast kostenlos und verteilt ihn auf alle relevanten Plattformen inklusive Apple Podcasts.

    Soll ich im Podcast für Unternehmen meine Produkte oder Dienstleistungen pitchen? Auf keinen Fall. Klassisches Pitchen ist im Corporate Podcast kontraproduktiv und vertreibt dir die Hörer. Stattdessen lieferst du Mehrwert, erzählst Geschichten und zeigst Expertise. Der Verkauf passiert automatisch, weil Hörer dich als Experten wahrnehmen und Vertrauen aufbauen, bevor das erste Gespräch überhaupt stattgefunden hat.


    Anleitung: In 7 Schritten zu deinem Podcast für Unternehmen
    So startest du strukturiert und ohne Frust deinen eigenen Unternehmenspodcast – auch ohne technisches Vorwissen.
    Buy-in von der Geschäftsführung holen Pitch den Podcast für Unternehmen intern: wenig Aufwand, hoher Gain, langfristige Wirkung. Vermeide U-Boot-Aktionen und kläre Verantwortlichkeiten.

    Themen und Format definieren Sammle in einem Workshop 20 bis 30 Themen. Wähle ein Hauptformat (Interview, Solo, Mischung) und definiere deinen thematischen Nordstern.

    Technisches Setup einrichten USB-Mikrofon ab 100 Euro besorgen, Recording-Software (Riverside, Zoom) einrichten, Hosting bei Spotify for Creators registrieren.

    Erste 15 bis 20 Folgen vorproduzieren Nimm in einem Monat einen Stapel Folgen auf. Drei Viertel intern, ein Viertel mit Kunden oder Experten. So hast du Vorrat für die ersten Monate.

    Veröffentlichungsrhythmus festlegen Veröffentliche alle ein bis zwei Wochen eine Folge. Konstanz schlägt Perfektion. Plane mit Buffer oder ähnlichen Tools im Voraus.

    Mehrfachverwertung systematisieren Aus jeder Folge entstehen Blogartikel, LinkedIn-Posts, Newsletter, Reels und White Papers. Plane diesen Recycling-Prozess von Anfang an mit.

    Kontinuierlich optimieren und Feedback einholen Hör nach 10 Folgen rein, frag Kunden nach ihrer Meinung, optimiere Tonqualität und Themen. Die ersten Folgen sind nie perfekt – das ist normal.


    Deine Meinung ist gefragt
    Hast du selbst schon mit einem Podcast für dein Unternehmen experimentiert – oder schreckt dich der Aufwand noch ab? Was ist deine größte Hürde: die Technik, die Themenfindung oder einfach die Konstanz? Schreib mir auf LinkedIn und teile diesen Beitrag gerne, sobald er dir weitergeholfen hat. Ich freue mich auf deine Geschichte aus der Praxis.
    🔊🔊 Schon gehört?
    Falls dich das Thema interessiert, wirst du diese Folge lieben: Vertrieb und Marketing Integration – Wie modernes Marketing aussehen muss und wie du es so aufbaust, dass Sales und Marketing endlich an einem Strang ziehen.
    Ausgewählte Links zur Episode
    📌 Florian Schartner – Webseite
    📌 Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk
    📌 Sichtbarkeit im Unternehmen
    Personen in dieser Folge
    👤 Christopher Funk: Vertrieb löst alle Probleme. 💶 Und wir lösen dein Vertriebsproblem 🚀
    👤 Florian Schartner: Podcast-Experte für Mittelstand und B2B-Unternehmen
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