PodcastsKarriereVertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

Christopher Funk – Headhunter und Vertriebsspezialist
VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
Neueste Episode

1060 Episoden

  • VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

    #1034 - Florett statt Säbel: Moderner Solution Sales auf drei Kontinenten. Mit Olaf Detlef

    10.06.2026 | 55 Min.
    Geschätzte Lesedauer: 14 Minuten
    Was unterscheidet einen deutschen Vertriebsingenieur von einem amerikanischen Sales-Profi – und was kann der deutsche Mittelstand aus fast zwei Jahrzehnten internationalem B2B-Vertrieb lernen? Genau darum geht es in dieser Folge. Mein Gast Olaf Detlef hat acht Jahre in Shanghai verbracht, dann elf Jahre in den USA – und ist seit Anfang 2025 zurück in Deutschland. Als Geschäftsführer von Kendrion Industrial Brakes bringt er Erfahrungen mit, die kaum jemand im deutschsprachigen Mittelstand so gesammelt hat. Und ich sage dir: Es lohnt sich, genau hinzuhören.
    Internationaler B2B Vertrieb: Drei Kontinente, drei Lektionen
    Olaf ist kein Vertriebstheoretiker. Er hat als junger Vertriebler den Finger gehoben, als sein damaliger Arbeitgeber – ein Mittelständler mit 300 Mitarbeitern – einen Aufbau in China suchte. Kein Netzwerk, keine China-Erfahrung und außerdem keine Sprachkenntnisse. Aber er war der Einzige, der sich gemeldet hat. Folglich wurden aus geplanten drei Jahren acht. Danach folgte Amerika – auch dort sollte es drei Jahre werden, doch es wurden elf. Wer in zwei Märkten, die kaum unterschiedlicher sein könnten, erfolgreich Vertrieb aufgebaut hat, der sieht danach das Geschäft in Deutschland mit ganz anderen Augen.
    Was Olaf mitgebracht hat, ist kein Handbuch. Es ist ein Mindset – und eine Menge konkreter Beobachtungen, die direkt auf den deutschen Mittelstand übertragbar sind. Lass uns die wichtigsten durchgehen.
    China: Zustimmung im Meeting ist keine Zustimmung im System
    Die erste große Lektion aus dem internationalen B2B Vertrieb kommt aus Shanghai. Olaf hatte ein vielversprechendes Projekt im Bereich Windkraft. Die Meetings liefen gut, die Stimmung war positiv, der CFO war dabei. Beim anschließenden Abendessen fehlte dieser plötzlich. Und am Ende wurde nicht das komplette System bestellt – sondern nur eine Komponente.
    Was war passiert? Olaf hatte die Zustimmung im Meeting mit einer echten Entscheidung verwechselt. In China läuft vieles über Gesichtswahrung. Ein „Ja" im Gespräch bedeutet oft nicht mehr als: Ich möchte dich nicht in Verlegenheit bringen. Die eigentlichen Entscheider sitzen im Hintergrund – die sogenannte unbekannte Einkäufergruppe. Und die hat niemand auf dem Schirm gehabt.
    Das klingt zunächst wie ein China-spezifisches Problem. Tatsächlich ist es das aber nicht. Denn genau dasselbe passiert täglich in deutschen Vertriebsgesprächen. Der Kunde sagt: „Schick mir mal ein Angebot." Daraufhin denkt der Verkäufer: Auftrag in Sicht. Was der Kunde gemeint hat: Ich habe keine Zeit mehr für dieses Gespräch. Der Unterschied ist also nur, dass in Deutschland niemand so höflich ist, es nicht zu sagen – und dass in China niemand so direkt ist, es auszusprechen.
    „Eine Zustimmung im Meeting bedeutet noch lange keine Zustimmung im System." – Olaf Detlef
    Stakeholder-Management: Der Spaghetti-Ball, den du verstehen musst
    Eine der wertvollsten Erkenntnisse aus dem internationalen B2B Vertrieb – und gleichzeitig eine, die im deutschen Mittelstand noch viel zu selten gelebt wird – ist das konsequente Stakeholder-Mapping. Olaf beschreibt, wie sein Team eine Kundenorganisation aufgezeichnet hat und am Ende vor einem Bild stand, das aussah wie ein Spaghetti-Ball. Verwirrend. Undurchsichtig. Kaum zu entwirren.
    Die entscheidende Frage dabei: Wer muss diesen Spaghetti-Ball eigentlich verstehen? Der Kunde selbst? Meistens weiß der nicht mal genau, wer bei ihm intern alles mitentscheidet. Es ist unsere Aufgabe als Vertrieb, das herauszufinden – und zwar bevor wir in den ersten echten Discovery Call gehen.
    Ein konkretes Beispiel: Olaf hatte ein Projekt, das praktisch abgeschlossen war. Doch kurz vor Projektabschluss meldete sich plötzlich der Produktionsleiter – den niemand auf dem Schirm hatte, nicht einmal der Kunde selbst. Sein Urteil: So geht das nicht. Folglich kam es zu über einem Jahr Verzögerung.
    Mein Tipp dazu, den ich auch in Workshops immer wieder bringe: Mach eine Stakeholder-Map. Wie in einem Tatort-Krimi – Fotos an die Wand, Fäden ziehen, fragen: Wen kennen wir noch gar nicht? Wer könnte noch mitentscheiden? Wo fehlen uns Informationen? Tools wie LinkedIn Sales Navigator helfen dabei, Entscheidungsstrukturen zu recherchieren – und gezielt Fragen zu stellen, die den richtigen Ansprechpartner ins Spiel bringen.
    So baust du deine Stakeholder-Map auf
    So erstellst du eine Stakeholder-Map für komplexe B2B-Deals
    Bekannte Kontakte auflisten Notiere alle Personen, mit denen du bereits Kontakt hattest – Name, Rolle, Abteilung.

    Entscheidungsstruktur recherchieren Nutze LinkedIn Sales Navigator, um herauszufinden, wer an wen berichtet und welche Rollen noch relevant sein könnten.

    Weiße Flecken markieren Wo fehlen Kontakte? Einkauf, Produktion, Qualität, Geschäftsführung – welche Ebenen hast du noch nicht erreicht?

    Gezielte Fragen im nächsten Gespräch stellen Frag deinen Ansprechpartner aktiv: „Sollten wir auch Herrn Müller aus der Qualitätssicherung einbeziehen?" – so eröffnest du Türen, ohne aufdringlich zu wirken.

    Map laufend aktualisieren Stakeholder-Maps sind keine einmalige Übung. Aktualisiere sie mit jeder neuen Information aus Gesprächen, E-Mails und Recherchen.


    Vom Problem hinter dem Problem: Was chinesische Verhandlungsstrategien uns lehren
    Olaf hatte in China das Glück, einen Mentor zu finden – einen Deutschen, der in Aachen studiert hatte, fließend Deutsch sprach und beide Kulturen wirklich kannte. Dieser Mentor machte ihn auf eine alte chinesische Verhandlungsstrategie aufmerksam, die heute noch im internationalen B2B Vertrieb angewendet wird: das Feuer vom Kochtopf entziehen.
    Gemeint ist: Das Wasser kocht – aber du musst nicht das Wasser abkühlen, du musst die Flamme wegnehmen. Übertragen auf den Vertrieb: Was ist wirklich die Ursache des Problems? Was will der Kunde wirklich erreichen? Will er Preisführer werden? Nach Europa exportieren? Netzwerk aufbauen? Die Symptome sind sichtbar – die eigentlichen Ursachen liegen tiefer.
    Das ist im Grunde das, was ich immer als „Problem hinter dem Problem" bezeichne. Ein Kunde sagt, er braucht eine neue Industriebremse. Okay. Aber warum? Was läuft mit dem aktuellen Lieferanten nicht? Welche Herausforderungen hat er? Und wenn er sagt, er ist mit dem aktuellen Lieferanten super zufrieden – was steckt dann wirklich dahinter?
    Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Vertriebsingenieur, der Features erklärt, und einem Verkäufer, der wirklich versteht, was der Kunde braucht.
    Amerika: Geschwindigkeit, Klarheit und der erste Call entscheidet alles
    Nach acht Jahren China kam für Olaf Amerika. Und der Kulturschock war in gewisser Weise noch größer – weil man glaubt, Amerika zu kennen. Tut man aber nicht.
    Die USA haben Olaf gelehrt: Im internationalen B2B Vertrieb zählt Geschwindigkeit. Amerikanische Kunden wollen früh wissen, ob eine Lösung grundsätzlich passt. Kein vollständiges Konzept, keine fertige Zeichnung – eine Skizze und eine grobe Preiseinschätzung reichen für einen ersten Orientierungspunkt. Während ein deutscher Ingenieur sagt „Das kann man nicht schätzen, das müssen wir genau berechnen", antwortet der amerikanische Einkäufer innerlich bereits: „Nächster Bitte."
    Noch entscheidender: In den USA gilt – wenn der erste Call nicht sitzt, bist du raus. Nicht etwa nach dem zweiten oder dritten Gespräch, sondern bereits nach dem ersten. Keine zweite Chance, kein Wiederanlauf. Das klingt zwar hart, bringt aber eine wichtige Konsequenz mit sich: Der Discovery Call muss so vorbereitet sein wie eine Präsentation vor dem Vorstand.
    Dazu kommt: Eine freundliche Gesprächsatmosphäre in den USA bedeutet keine Verbindlichkeit. Amerikaner sind von Natur aus freundlich und offen – das ist kulturell bedingt, aber kein Kaufsignal. Olaf hat das selbst schmerzhaft erlebt: Ein Meeting verlief bestens, er war am Ende überzeugend, aber er hatte das eigentliche Signal – es geht auch um einen Preisvorteil – überhört. Danach kam nichts mehr.
    Der Discovery Call: Das wichtigste Meeting im internationalen B2B Vertrieb
    Was Olaf aus Amerika mitgenommen hat und jetzt in Deutschland umsetzt, ist eine neue Ernsthaftigkeit gegenüber dem Discovery Call. Früher, als man sich noch persönlich getroffen hat, gab es ein Warm-up, ein paar Minuten Smalltalk, man konnte die Körpersprache des Gegenübers lesen. Heute hat man 30 bis 45 Minuten – manchmal mit Kameras aus, manchmal kommen kurzfristig unbekannte Teilnehmer dazu. Und in dieser Zeit soll man sich vorstellen, den Kunden verstehen, seinen Nutzen zeigen und die nächsten Schritte klären.
    Das ist kein Meeting mehr – das ist ein Sprint. Und wer unvorbereitet reingeht, verliert.
    Cross-funktionale Teams statt Einzelkämpfer
    Olafs Ansatz: Cross-funktionale Teams für wichtige Discovery Calls. Nicht einer geht alleine rein, sondern zwei bis drei Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Ein Techniker, ein Kaufmann und außerdem jemand, der gut zuhört und nachfragt. Das hat mehrere Vorteile: Zum einen kannst du das Playbook wechseln, wenn sich herausstellt, dass auf der anderen Seite plötzlich ein CFO statt eines Ingenieurs sitzt. Zum anderen zeigst du Kompetenz durch Professionalität. Und schließlich kannst du auf fast jede Frage sofort antworten.
    Dazu hat Olaf bei Kendrion ein Setup gebaut, das einem kleinen Nachrichtenstudio ähnelt: mehrere Kameras, professionelle Beleuchtung, ein Setup, das Professionalität ausstrahlt. Im klassischen Maschinenbau ist das noch die Ausnahme – genau deshalb fällt es auf. Und genau deshalb funktioniert es.
    Deutschland: Ingenieure im Vertrieb – Stärke und Schwäche zugleich
    Seit Anfang 2025 ist Olaf wieder in Deutschland. Und was er sieht, klingt vertraut – vielleicht zu vertraut. Deutsche Vertriebsingenieure sind tief in der Technik. Sie können erklären, wie ein Produkt funktioniert, welche Toleranzen es hat, welche Zulassungen vorliegen. Das ist ein echtes Asset. Aber es ist eben auch eine Falle.
    Denn während der deutsche Vertriebsingenieur noch erklärt, hat der amerikanische Einkäufer schon innerlich aufgehört zuzuhören. Olaf beschreibt das sehr treffend: In China waren deutsche Ingenieure noch bewundert – die Präzision, die Tiefe, das Fachwissen haben Eindruck gemacht. In Amerika hat er manchmal erlebt, wie die Augen seiner Gesprächspartner schon an die Decke wanderten. Die Botschaft: Komm auf den Punkt.
    Das bedeutet allerdings nicht, dass Fachwissen wertlos ist. Im Gegenteil. Aber es muss in den Dienst des Kunden gestellt werden, anstatt als Selbstzweck präsentiert zu werden. Denn der Kunde will nicht wissen, wie eine Industriebremse funktioniert. Vielmehr will er wissen, was sie für sein konkretes Problem bedeutet.
    Der informierte Kunde: 60 bis 80 Prozent des Kaufprozesses sind bereits gelaufen
    Ein weiterer wichtiger Punkt aus der Praxis des internationalen B2B Vertriebs: Der Kunde kommt heute nicht mehr unwissend ins Gespräch. Er hat recherchiert, er hat 3D-Zeichnungen heruntergeladen und außerdem Wettbewerber verglichen – vielleicht hat er sogar schon fünf Pitches gehört. Folglich weiß er in vielen Fällen mehr als mancher Vertriebsmitarbeiter, zumindest über die Marktoptionen.
    Was bedeutet das für den Vertrieb? Olaf bringt es auf den Punkt: Eine Company-Presentation zu zeigen ist heute irrelevant. Der Einstieg in ein Gespräch über die eigene Geschichte, die eigenen Awards und die eigene Unternehmensphilosophie kostet wertvolle Minuten – und die hat man nicht mehr.
    Was der Kunde wirklich braucht: Jemanden, der die vielen Informationen, die er bereits hat, in eine sinnvolle Reihenfolge bringt. Der sagt: Das ist zwar interessant, aber das brauchst du eigentlich nicht – weil dieses und jenes dein Problem bereits löst. Das ist echter Kundennutzen. Das ist der Moment, in dem ein Discovery Call nicht endet mit „Danke, wir melden uns" – sondern mit „Das war wirklich hilfreich."
    Marketing und Vertrieb: Gemeinsam oder gar nicht
    Wer im internationalen B2B Vertrieb Leads generieren will, kann sich nicht mehr leisten, Marketing und Vertrieb als getrennte Welten zu behandeln. Olaf setzt das konsequent um: Marketing sitzt bei Strategie-Meetings dabei, ist verpflichtet, Content zu liefern, der den Kunden bereits vor dem ersten Kontakt informiert und qualifiziert. Denn wenn 60 bis 80 Prozent der Kaufentscheidung bereits gefallen sind, bevor der Vertrieb ins Spiel kommt, dann muss Marketing diese Phase aktiv gestalten – nicht nur hübsche Broschüren produzieren.
    Das bedeutet konkret: technische Inhalte, die echte Fragen beantworten. Dazu Case Studies, die zeigen, wie das Problem tatsächlich gelöst wurde. Außerdem 3D-Zeichnungen, die der Kunde direkt verwenden kann. Und schließlich eine Website, die nicht über das Unternehmen redet, sondern über den Kunden und seine Herausforderungen.
    Mindset-Change statt Training: Der Challenger-Club als Modell
    Wie überträgt man all diese Erkenntnisse aus dem internationalen B2B Vertrieb auf ein deutsches Team? Olaf hat bei Kendrion einen Weg gewählt, den ich wirklich spannend finde: keinen Frontalunterricht, kein externes Training, das nach zwei Tagen vergessen ist. Stattdessen: einen Club.
    Erst gab es eine Verhandlungsgruppe – ein freiwilliger Zusammenschluss, der Vertrieblern hilft, schwierige Verhandlungen zu meistern. Das Format: Man liest Bücher, trifft sich, diskutiert – und hilft anderen in der Gruppe mit echten, laufenden Verhandlungen. Als Olaf den Zugang begrenzte und Bewerbungen verlangte, war der Club innerhalb von 24 Stunden ausgebucht.
    Dieses Prinzip hat er auf den Challenger-Sale-Ansatz übertragen. Eine gemischte Gruppe – Vertrieb, Konstruktion, Logistik – arbeitet gemeinsam daran, echte Fälle zu analysieren und Playbooks für unterschiedliche Stakeholder-Konstellationen zu entwickeln. Kein Lehrbuch, gelebte Praxis. Und der Sog-Effekt funktioniert: Andere Mitarbeiter fragen inzwischen, warum sie nicht dabei sein dürfen.
    Warum der Chef selbst mitmachen muss
    Das Wichtigste dabei: Olaf macht selbst mit. Denn er ist nicht der Chef, der von oben anordnet. Vielmehr ist er ein Teil des Teams – angreifbar, offen für Fragen und außerdem bereit zuzugeben, dass er selbst nicht immer alle Antworten hat. Genau dieser Führungsstil ist es, der echten Wandel überhaupt erst möglich macht.
    „Erst verstehen, dann verstanden werden." – Olaf Detlef
    KI im internationalen B2B Vertrieb: Noch am Anfang, aber unverzichtbar
    Auch das Thema KI kommt nicht zu kurz. Bei Kendrion ist man gerade dabei, die richtigen Tools auszuwählen – Enterprise-Versionen, die datenschutzkonform in einem börsennotierten Unternehmen eingesetzt werden können. Ein konkretes Problem, das gelöst werden soll: Informationen wiederfinden. Was früher auf dem Server lag, dann in Teams, dann im SharePoint, dann in der Cloud – und was jetzt niemand mehr findet, wenn ein Kunde fünf Jahre später auf eine damalige Vereinbarung verweist.
    Parallel läuft der Wechsel aller CRM-Systeme auf SAP Cloud for Customer – mit allen Schmerzen einer Übergangsphase, in der man gleichzeitig das alte System herunterfährt und das neue aufbaut. Das kostet Kraft. Aber wer diese Phase nicht konsequent durchzieht, hat danach keine belastbare Datenbasis – und ohne Datenbasis kein vernünftiger Vertrieb.
    Der Vertriebsleiter als Ermöglicher, nicht als Aufpasser
    Einer der wichtigsten Punkte, die Olaf mitbringt, ist sein Führungsverständnis. Ein guter Vertriebsleiter im internationalen B2B Vertrieb – oder auch im rein deutschen Markt – ist kein Händchenhalter und kein Kontrolleur. Vielmehr ist er derjenige, der seine Leute befähigt. Er findet heraus, was im Werkzeugkasten fehlt, und ist bei wichtigen Calls dabei – nicht um zu übernehmen, sondern um zu unterstützen. Außerdem steht er bei schwierigen Situationen als Gesprächspartner zur Verfügung, ohne gleich eine fertige Lösung zu diktieren.
    Empathieverständnis ist dabei das Schlüsselwort. Wer an der Basis versteht, welchen Druck die Vertriebsmitarbeiter haben – und diesen Druck wirklich ernst nimmt, anstatt ihn weiterzugeben –, schafft ein Klima, in dem Menschen wachsen wollen. Und das ist am Ende das, was Unternehmen langfristig besser macht.
    Key Takeaways: Was du aus dem internationalen B2B Vertrieb mitnehmen kannst
    Zustimmung im Gespräch ist kein Kaufsignal – weder in China noch in Deutschland. Hinterfrage immer, welche Stakeholder noch involviert sind.
    Kenne deine unbekannte Einkäufergruppe – erstelle vor jedem wichtigen Deal eine Stakeholder-Map und mache weiße Flecken sichtbar.
    Suche das Problem hinter dem Problem – der Kunde nennt dir ein Symptom. Deine Aufgabe ist es, die eigentliche Ursache zu verstehen.
    Der Discovery Call entscheidet alles – bereite ihn so vor wie ein Vorstandspräsentation. In 30 bis 45 Minuten musst du liefern.
    Fachwissen ist kein Selbstzweck – stelle dein Wissen in den Dienst des Kunden, nicht in den Dienst deiner eigenen Präsentation.
    Marketing gehört in den Vertriebsprozess – nicht davor, nicht daneben, sondern mittendrin.
    Kulturwandel funktioniert nicht per Anweisung – schaffe Sog, nicht Druck. Mach selbst mit.
    Häufige Fragen zum internationalen B2B Vertrieb (FAQ)
    Was ist der größte Unterschied zwischen amerikanischem und deutschem B2B Vertrieb? Der größte Unterschied liegt in der Geschwindigkeit und Direktheit. Amerikanische Kunden wollen früh eine grobe Einschätzung – Skizze und Preisgefühl reichen als ersten Orientierungspunkt. Deutsche Ingenieure neigen dazu, erst vollständige Konzepte zu erstellen, bevor sie antworten. Dazu kommt: In den USA entscheidet der erste Call. Wer dort nicht überzeugt, bekommt keine zweite Chance.

    Was ist die unbekannte Einkäufergruppe im B2B Vertrieb? Die unbekannte Einkäufergruppe bezeichnet alle Stakeholder, die Einfluss auf eine Kaufentscheidung haben, aber im Verlauf des Vertriebsprozesses nicht sichtbar sind. Das können Produktionsleiter, Qualitätsverantwortliche, CFOs oder andere interne Entscheider sein, die im Hintergrund agieren und eine Entscheidung kippen können – auch wenn alle sichtbaren Gesprächspartner bereits zugestimmt haben.


    Discovery Call, Kultur und Führung – die wichtigsten Praxisfragen
    Wie bereite ich einen Discovery Call im internationalen B2B Vertrieb richtig vor? Recherchiere vorab alle bekannten Stakeholder, erstelle eine Stakeholder-Map und identifiziere weiße Flecken. Plane, was du in 30 bis 45 Minuten wirklich erreichen willst. Definiere, welche Informationen du brauchst – und welche Fragen dich dorthin führen. Überlege, welche Mitarbeiter mit unterschiedlichen Fähigkeiten du mitbringen kannst, um flexibel auf verschiedene Gesprächspartner reagieren zu können.

    Warum ist Kulturkompetenz im internationalen B2B Vertrieb so wichtig? Weil Kaufsignale, Kommunikationsstile und Entscheidungsprozesse in verschiedenen Kulturen völlig unterschiedlich funktionieren. Was in Deutschland als Zustimmung gilt, kann in China höfliche Zurückhaltung bedeuten. Was in Amerika als freundlich wahrgenommen wird, ist nicht zwangsläufig Verbindlichkeit. Wer diese Unterschiede nicht kennt, interpretiert Signale falsch – und verliert Deals, ohne zu verstehen, warum.

    Wie kann ich als Vertriebsleiter im Mittelstand eine echte Veränderungskultur aufbauen? Nicht durch Anordnung, sondern durch Vorbildwirkung und Sog. Mach selbst mit – sei angreifbar, gib zu, wenn du etwas nicht weißt, und zeige deinem Team, dass du Teil der Veränderung bist und nicht ihr Auftraggeber. Begrenze den Zugang zu neuen Formaten und Gruppen, um natürliche Neugierde zu wecken. Und: Schaffe ein Klima ohne Angst, damit echte Fragen gestellt werden können.


    Fazit: Internationaler B2B Vertrieb als Spiegel für den deutschen Mittelstand
    Was ich an diesem Gespräch mit Olaf so wertvoll finde: Er spricht nicht über Theorie. Er spricht über das, was er selbst falsch gemacht hat, daraus gelernt hat – und was er jetzt anders macht. Und die meisten dieser Lektionen haben nichts mit China oder Amerika zu tun. Sie haben mit gutem Vertrieb zu tun: mit Vorbereitung, mit echtem Zuhören und außerdem mit dem Mut, Dinge zu hinterfragen, auch wenn die Antwort unbequem ist.
    Der internationale B2B Vertrieb hält einen Spiegel vor den deutschen Mittelstand. Und was wir darin sehen, sollte uns antreiben – nicht entmutigen. Denn die Grundlagen sind da. Das Fachwissen, die Ingenieurskultur, die Qualität der Produkte – das ist alles vorhanden. Was fehlt, sind die richtigen Fragen, das richtige Timing und die Bereitschaft, sich zu verändern. Und genau das lässt sich lernen.
    Wie seht ihr das? Was sind eure Erfahrungen mit internationalem Vertrieb – oder mit kulturellen Unterschieden in deutschen Kundengesprächen? Schreibt es in die Kommentare. Ich bin gespannt.
    🔊🔊 Schon gehört?
    Vom ahnungslosen Hoffnungsverkäufer zum gefragten Entscheidungsarchitekten: So gewinnt man heute komplexe Deals im Mittelstand
    Ausgewählte Links zur Episode
    Kendrion Industrial Brakes
    Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk
    Personen in dieser Folge
    Olaf Detlef auf LinkedIn – Geschäftsführer Kendrion Industrial Brakes
    Christopher Funk auf LinkedIn
  • VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

    #1033 - Vom Würfeln zur Wissenschaft: Weniger als 10% Fehleinstellungen mit dem richtigen Recruiting-Prozess

    03.06.2026 | 48 Min.
    Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten
    Hand aufs Herz: Wenn du in deiner letzten Stellenanzeige „mindestens zehn Jahre Branchenerfahrung" gefordert hast, dann hast du auf eines der schlechtesten Kriterien gesetzt, die die Forschung kennt. Klingt hart? Ist aber so. Wenn du im Vertrieb Vertriebsmitarbeiter einstellen willst, die wirklich performen, musst du dich von ein paar lieb gewonnenen Annahmen verabschieden. Denn die Kriterien, auf die wir im Recruiting am häufigsten filtern, sind nach vier Jahrzehnten Forschung genau die mit der schwächsten Treffsicherheit.
    In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du einen Recruiting-Prozess auf Basis echter Daten aufbaust – kein Bauchgefühl, keine Bro-Science, sondern das, was die Wissenschaft wirklich misst. Du erfährst, welche Auswahl-Werkzeuge funktionieren, warum der laute Verkäufer ein Mythos ist und wie du deine Fehlerquote von rund 40 % auf unter 10 % drückst.
    Warum die meisten beim Vertriebsmitarbeiter einstellen die falschen Kriterien nutzen
    Das teure Missverständnis
    Ich werde immer öfter gefragt: „Chris, schau dir mal unseren Recruiting-Prozess an, wir stellen ständig die Falschen ein." Und fast immer sehe ich dasselbe Muster – es werden die falschen Methoden genutzt. Berufserfahrung, Studienabschluss, ein nettes Gespräch nach Sympathie. Das fühlt sich sicher an, hat aber mit der Vorhersage von Vertriebserfolg wenig zu tun.
    Warum sich der Irrtum so hartnäckig hält
    Diese Kriterien wirken plausibel. Niemand wird gefeuert, weil er einen Kandidaten mit zehn Jahren Branchenerfahrung eingestellt hat. Genau deshalb hält sich der Irrtum so hartnäckig. Wer aber wirklich gute Vertriebsmitarbeiter einstellen will, muss aufhören, auf das zu filtern, was sich gut anfühlt – und anfangen, auf das zu setzen, was nachweislich funktioniert. Gutes Vertriebsrecruiting ist keine exakte Wissenschaft, aber es gibt sehr viel belegtes Wissen, das die meisten schlicht übergehen.
    Vertriebsmitarbeiter einstellen: Was eine Korrelation wirklich aussagt
    Zwei Beispiele zum Einordnen
    Damit du die folgenden Zahlen einordnen kannst, ein kurzer Methoden-Check. Wir sprechen von Korrelationen. Eine Korrelation liegt zwischen 0 und 1: Null heißt kein Zusammenhang, eins heißt perfekte Vorhersage. In der Personalauswahl kommst du praktisch nie über 0,60 – und das nur, wenn du die richtigen Methoden klug kombinierst. Die Korrelation zwischen regelmäßiger Aspirin-Einnahme und einem geringeren Herzinfarktrisiko liegt bei rund 0,03 – und rettet trotzdem Millionen Leben. Rauchen und Lungenkrebs hängen mit etwa 0,40 zusammen. Das ist die größte einzelne Risikoursache, die wir kennen. Eine 0,40 klingt also mickrig, ist in Wahrheit aber ein sehr starker Effekt.
    Die Faustregel-Skala für die Treffsicherheit
    Praktisch heißt das: Bei einem Wert von 0,40 hast du in einem Team von 20 Leuten statt drei oder vier Fehlbesetzungen nur noch ein oder zwei. Über drei Jahre gerechnet sind das Hunderttausende Euro Unterschied. Als grobe Orientierung gilt: unter 0,10 ist statistisch wertlos, 0,10 bis 0,20 ist schwach, 0,20 bis 0,35 ist praktisch relevant, 0,35 bis 0,50 ist sehr gut für ein einzelnes Werkzeug – und alles über 0,50 erreichst du nur durch Kombination.
    Vertriebsrecruiting: Welche Auswahl-Werkzeuge funktionieren
    Seit über 40 Jahren untersucht die Forschung, wie gut einzelne Auswahl-Werkzeuge Berufserfolg vorhersagen. Wenn du dir die Werte ansiehst, ergibt sich eine klare Rangfolge – und sie widerspricht ziemlich genau dem, was im Mittelstand üblich ist. Wer datenbasiert Vertriebsmitarbeiter einstellen will, sollte diese Reihenfolge kennen.
    Strukturierte Interviews schlagen das Bauchgefühl
    Strukturierte Interviews – also Gespräche, bei denen du vorher genau festlegst, welche Fragen du stellst und welche Antworten gut oder schlecht sind – kommen auf einen Wert von 0,42. Unstrukturierte Interviews, das, was du typischerweise siehst, liegen nur bei 0,19. Allein die Struktur verdoppelt also die Treffsicherheit deines Interviews. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – und kaum jemand macht es. Arbeitsproben liegen bei 0,33, kognitive Leistung bei rund 0,31, Wissens-Tests bei 0,40.
    Berufsjahre und Abschlüsse sind fast wertlos
    Und jetzt der unbequeme Teil: Berufsjahre haben einen Wert von 0,09, Ausbildungsjahre von 0,10 – also quasi nutzlos für die Vorhersage von Vertriebserfolg. Handschrift-Gutachten kommen auf 0,02, das ist reines Voodoo. Wenn deine Ausschreibung Berufsjahre fordert und dein Interview unstrukturiert verläuft, setzt du auf zwei Kriterien zwischen 0,09 und 0,19. Das ist statistisch fast Würfeln.
    Werkzeuge kombinieren: Von 40 % auf unter 10 % Fehleinstellungen
    Jetzt kommt der spannendste Hebel. Wenn du die richtigen Werkzeuge kombinierst, kannst du die Treffsicherheit nochmal verdoppeln. Wichtig: Du zählst die Werte nicht einfach zusammen. Ein strukturiertes Interview (0,42) plus eine Arbeitsprobe (0,33) ergibt nicht 0,75. Denn jedes Werkzeug erfasst einen anderen Teil der Leistung.
    Warum sich gute Kombinationen ergänzen
    Zwei Verfahren, die Verschiedenes messen, ergänzen sich – zwei, die das Gleiche messen, bringen nichts. Ein kognitiver Test plus ein strukturiertes Interview treibt die Treffsicherheit auf etwa 0,63. Für den Vertrieb ist die stärkste Kombination: strukturiertes Interview plus Arbeitsprobe plus geprüfte Past Performance. Damit landest du bei 0,60 bis 0,65. Nimmst du für die Finalisten noch einen Persönlichkeitstest dazu, kommst du fast auf 0,68. Über 0,70 schaffst du selbst mit sechs Werkzeugen kaum – das ist die theoretische Decke.
    Was das für deine Fehlerquote bedeutet
    Übersetzt in die Praxis heißt das: Im klassischen Verfahren liegt deine „Luftpumpen-Quote", also das Risiko einer Fehleinstellung, bei rund 42 %. Fast jeder Zweite daneben. Mit der Maximalkombination sinkt sie auf 8 bis 10 %. Du kommst also von einer Fehlerquote von 40 % auf unter 10 %. Darüber muss man eigentlich nicht mehr reden. Kein Prozess liefert 100 % Sicherheit – aber wer die richtigen Werkzeuge kombiniert, ärgert sich nicht über die übrigen 10 %, sondern vermeidet die teuren 30 % dazwischen.
    Die Überraschung: Der laute Verkäufer ist ein Mythos
    Ambivertierte gewinnen
    Speziell für den Vertrieb gibt es einen Befund, der viele überrascht. Es hält sich die Annahme: je extrovertierter, desto besser der Verkäufer. Falsch. Studien zeigen, dass die besonders Extrovertierten nicht besonders gut verkaufen – aber die ganz Introvertierten eben auch nicht. Am erfolgreichsten sind die in der Mitte: die Ambivertierten, die je nach Situation zwischen offensiv und ruhig wählen können.
    Was wirklich zählt: Achievement Drive
    Der klassische Dampfplauderer ist also nicht dein Top-Performer. Im Interview gewinnt er trotzdem oft, weil er redegewandt ist – und genau hier liegen viele falsch. Der stärkste Faktor ist nicht Lautstärke, sondern Achievement Drive: das Leistungsstreben, der Wille zu gewinnen. Und das ist oft leise. Past Sales Performance allein hat übrigens einen Wert von rund 0,50 – der stärkste einzelne Faktor überhaupt. Wer das ernst nimmt, wird beim Vertriebsmitarbeiter einstellen nie wieder auf den lautesten Bewerber hereinfallen.
    Die Asymmetrie der Trainierbarkeit: selektiere DNA, trainiere Skill
    Was schnell lernbar ist – und was nicht
    Hier kommt der vielleicht wichtigste Denkfehler, den du vermeiden musst. Ja, im Prinzip kann man alles lernen. Aber der Trainingsertrag ist sehr verschieden. Skills und Wissen – eine SPIN-Selling-Methode, MEDDIC, ein CRM, dein Produktwissen – hat ein cleverer Verkäufer in Wochen bis Monaten drauf. Das ist mir bei der Auswahl deshalb ziemlich egal.
    Die rationale Strategie beim Vertriebsmitarbeiter einstellen
    Persönlichkeit dagegen verschiebt sich nur über Jahre. Achievement Drive, Frustrationstoleranz, intellektuelle Neugier – das bringst du jemandem im Onboarding nicht bei. Daraus folgt die einzig rationale Strategie, wenn du Vertriebsmitarbeiter einstellen willst: Selektiere auf das Stabile, trainiere das Veränderbare. Wer das Leistungsstreben nicht mitbringt, lernt es bei dir nicht mehr. Wer das Branchenvokabular nicht kennt, lernt es in drei Monaten.
    Die zwei häufigsten Fehler beim Vertriebsmitarbeiter einstellen
    Fehler 1: Der Fachexperte ohne Vertriebs-Ader
    Beide klassischen Fehler haben dieselbe Wurzel: Risiko meiden statt sauber prüfen. Der erste Fehler ist der Fachexperte ohne Vertriebs-Ader – der Servicetechniker oder Anwendungsingenieur, der zum Verkäufer gemacht wird. Fachlich top zu sein erhöht die Chance, vertrieblich zu performen, schlicht nicht. Nach 20 Jahren in der fachlichen Beratung ist der Komfort in dieser Rolle kein Trainingsthema mehr.
    Fehler 2: Der Abschluss-Crack ohne Produkt-Interesse
    Der zweite Fehler ist das Spiegelbild: der abschlussstarke Sales-Crack ohne echtes Interesse am Produkt. Im Gespräch fragt er nur nach Provision, Gebiet und Tools – nie nach der Lösung. Im komplexen, beratungsintensiven Vertrieb wird der nie glaubwürdig als Experte auftreten. Der Branchenkenner fühlt sich sicher, weil seine Etikette stimmt. Der laute Verkäufer fühlt sich sicher, weil er Gespräche gewinnt. Beide sagen wenig über echte Leistung aus.
    Der Adjacent Industry Hire: die Lösung für den Bewerbermangel
    Adjazenz schlägt Branchenetikett
    Was tust du stattdessen? Du holst dir jemanden, der die Grundeigenschaften eines guten Verkäufers schon mitbringt – aus einer verwandten Branche. Das nennt sich Adjacent Industry Hire und ist sogar wissenschaftlich untersucht. Beispiele: ein SaaS-Vertriebler ins ERP-Geschäft, ein Industrieautomatisierer in die Robotik, jemand aus der Spezialchemie in den Bereich Coatings.
    Worauf es wirklich ankommt
    Entscheidend ist nicht die Branche selbst, sondern die Nähe von vier Dingen: Buyer-Persona, Sales-Cycle-Länge, Komplexität des Verkaufs und Entscheidungsstruktur. Wer mit ähnlichen Ansprechpartnern, in einem ähnlichen Zyklus und einer vergleichbaren Komplexität gearbeitet hat, bringt 100 % des Skills mit und braucht nur drei Monate für die Domain Fluency. „Zehn Jahre Branchenerfahrung" ist eben kein Eignungskriterium – es ist die Risiko-Versicherung des Recruiters, auf Kosten der Vertriebsleistung.
    Wann Fachwissen doch vor Sales-DNA geht
    Der Lackmustest für deine Rolle
    Damit ich ehrlich bleibe: Es gibt Fälle, in denen das Fachwissen wirklich vorgeht. Das gilt in hochregulierten, hochtechnischen Feldern – Pharma, Medical Devices, Halbleiter, Spezialchemie, Aerospace oder hochregulierte Cybersecurity. Der Lackmustest ist einfach: Hältst du das Erstgespräch ohne tiefes Fachwissen fünf Minuten durch, oder bist du sofort raus?
    Drei Lösungen für hochtechnische Rollen
    Nimm die OP-Technik: Wer nicht mitreden kann, wenn der Chirurg zur Sache kommt, bekommt keinen zweiten Termin. In solchen Fällen hast du drei Optionen: den seltenen Hybrid (teuer und schwer zu finden), den klassischen technischen Verkäufer mit Sales-Basis oder ein Tandem aus Verkäufer und Sales Engineer. Die Frage ist nie pauschal Fach oder Skill, sondern: Wie hoch ist die fachliche Hürde ins Erstgespräch dieser konkreten Rolle?
    So bildest du das richtige Anforderungsprofil
    Bevor du den ersten Lebenslauf liest, musst du wissen, wonach du suchst. Und zwar nicht aus dem Profil des – vielleicht mittelmäßigen – Vorgängers und nicht aus einer kopierten Stellenanzeige. Die saubere Methode heißt Anforderungsanalyse: Du leitest die Kriterien aus der Leistung deiner echten Top-Performer ab.
    In fünf Schritten zum richtigen Anforderungsprofil
    In fünf Schritten zu einem Anforderungsprofil, das wirklich auf Vertriebserfolg setzt – statt den nächsten Klon des Vorgängers zu suchen.
    Top-Performer analysieren Geh nicht von der Rolle aus, sondern von den Menschen, die heute oben performen. Was haben sie in Werdegang, Arbeitsstil und Persönlichkeit gemeinsam? Interviewe sie zu ihren besten Deals.

    Die Rolle entlang vier Achsen abklopfen Sales-Cycle-Länge, Komplexität (Einzelentscheider vs. Buying Center), Akquise- vs. Bestandsanteil und Beratungstiefe. Daraus ergibt sich deine Buyer-Persona.

    Strategisch vorausschauen Wo geht die Rolle in zwei bis drei Jahren hin? Welche Skills werden vom Nice-to-Have zur Pflicht? Definiere nicht die Rolle von gestern.

    Must-Have von Nice-to-Have trennen Maximal drei bis fünf Must-Haves – und zwar alles, was kaum trainierbar ist: Achievement Drive, Frustrationstoleranz, Neugier, Past Performance. Produktwissen und CRM sind Nice-to-Have.

    In messbare CV-Signale übersetzen Aus „Achievement Drive" wird „belegte Quoten-Übererfüllung in zwei der letzten drei Jahre". Lege pro Signal einen klaren Schwellenwert fest.


    Anforderungsprofil ist nicht gleich Stellenbeschreibung
    Mehr als fünf Anforderungen brauchst du nicht – Studien zeigen, dass Bewerber ohnehin nur rund fünf Kriterien wirklich wahrnehmen. Das Anforderungsprofil ist nicht die Stellenbeschreibung. Die Stellenbeschreibung ist Werbung. Das Anforderungsprofil sagt, was jemand können muss, um in der Rolle erfolgreich zu sein. Zwei verschiedene Dokumente.
    Was im Lebenslauf wirklich zählt
    Wenn du Vertriebsmitarbeiter einstellen willst, ist der Lebenslauf kein Vorhersage-Werkzeug. Er ist ein Filter, der die Falschen aussortiert. Lies ihn rückwärts – fang bei der letzten Leistungs-Zahl an. Im CV zählen Zahlen, nicht Adjektive.
    Harte Signale: worauf du achtest
    Harte Signale sind: konkrete Quoten-Erreichung in Prozent („120 % der Quote in 2023"), ein Ranking im Team („Top 3 von 40"), bezifferte Deal-Größen und Cycle-Komplexität sowie Beförderungen innerhalb des Unternehmens.
    Red Flags: was dich stoppen sollte
    Red Flags sind: „verantwortlich für" statt „erreicht", Worthülsen wie „strategischer Vertriebsansatz" ohne Zahlen und Job-Hopping unter 18 Monaten pro Station ohne erkennbaren Grund. Die unbequeme Wahrheit: In den meisten deutschen Lebensläufen stehen die entscheidenden Zahlen gar nicht. Deshalb filterst du beim CV nur grob vor – und holst die fehlenden Fakten im Telefon-Pre-Screening. Verkäufer ohne Zahlen im CV haben entweder keine, schlechte – oder sie wissen nicht, dass Zahlen das Einzige sind, was im Vertriebs-CV zählt.
    Vertriebsrecruiting-Prozess: vom CV bis zum Onboarding
    Kriterien allein nützen nichts ohne Prozess. Wer 80 Lebensläufe planlos liest, sortiert am Ende den Falschen mit dem schönsten Foto rein. Du brauchst einen Trichter: erst Hard-Filter gegen die harten Signale (maximal 90 Sekunden pro CV), dann eine strukturierte Bewertung mit mindestens drei Signalen für die Einladung.
    Das Telefon-Pre-Screening: der unterschätzte ROI-Hebel
    Das Telefon-Pre-Screening ist der am stärksten unterschätzte Schritt im ganzen Prozess. In 15 bis 20 Minuten holst du die Zahlen, die im Lebenslauf fehlen: Quoten-Historie prüfen, Wechselgrund, Gehaltsrahmen, eine Frage zum echten Verhalten. Zwanzig Minuten am Telefon ersparen dir zwei Stunden falsch geführte Vor-Ort-Interviews. Und vergiss das Active Sourcing nicht – die richtig guten Verkäufer bewerben sich selten, sie werden gefunden. Ein gesundes Verhältnis sind 50 % Bewerbungseingang und 50 % Active Sourcing.
    Drei diagnostische Interviewfragen
    Im eigentlichen Interview haben sich drei Fragen bewährt. Erstens: „Wie würdest du dich in 30 Tagen in unsere Produktwelt einarbeiten?" – das misst Selbststeuerung und Lernstrategie. Zweitens: „Erzähl mir vom letzten Deal, den du selbst akquiriert hast – nicht ausgebaut, nicht betreut." – das trennt den echten Hunter vom Beziehungspfleger. Drittens: „Wie würdest du unser Produkt nach einer Stunde Vorbereitung verkaufen?" – das misst, wie schnell jemand von Produktmerkmal zu Kundennutzen übersetzt, die zentrale Vertriebsfähigkeit. Wichtig: Diese Fragen sind nur valide mit einer vorab festgelegten Bewertungsrubrik. Und geh nie allein ins Interview – idealerweise stellt HR die Fragen, die Führungskraft beobachtet.
    Die Rolle von HR: vom Briefträger zum methodischen Treiber
    Was HR wirklich leisten muss
    Hier sterben die meisten guten Prozesse. HR leitet CVs weiter, dann Funkstille – und der Vertriebsleiter entscheidet wieder aus dem Bauch. Eine starke Personalabteilung ist nicht der Verwalter im Hintergrund, sondern der methodische Treiber des Prozesses. Von HR kommen die Interview-Leitfäden, die Bewertungs-Skalen, die Arbeitsproben und die Test-Werkzeuge – das ganze Handwerk.
    Geschwindigkeit ist Qualität
    HR sorgt dafür, dass der Prozess eingehalten wird, dass die Kriterien gemeinsam festgelegt werden und dass die Führungskraft sauber durch den Prozess geführt wird. Dazu gehört auch Geschwindigkeit: Die besten Kandidaten sind laut LinkedIn nur rund zehn Tage aktiv verfügbar, nach 30 Tagen haben sich über 50 % anders entschieden. Geschwindigkeit ist im Recruiting nicht das Gegenteil von Sorgfalt – sie ist deren Ergebnis.
    Recruiting endet nicht mit dem Vertrag: Onboarding als zweiter Filter
    Die diagnostische Verlängerung
    Auch wer sauber Vertriebsmitarbeiter einstellen will, produziert mit dem besten Prozess noch rund 10 % Fehleinstellungen – das lässt sich rechnerisch nicht vermeiden. Genau diese 10 % fängst du im Onboarding ab. Denn 70 bis 80 % der späteren Fehlbesetzungen zeigen ihre Muster schon in den ersten drei Monaten.
    Klare Entscheidungspunkte nach 30, 60, 90 Tagen
    Verstehe das Onboarding deshalb nicht in erster Linie als Wissens-Vermittlung, sondern als Verlängerung des Recruitings mit anderen Mitteln: feste Check-ins, klare Frühwarn-Zeichen, klare Entscheidungspunkte nach 30, 60 und 90 Tagen. Wer nach 60 Tagen vor sich hin meckert und nicht vorankommt, wird nach 120 Tagen meistens nicht besser – sondern schlechter. Nutze die Probezeit konsequent als das, was sie ist: deine zweite Chance.
    Quick Takeaways
    Branchenjahre und Abschlüsse sind fast wertlos (Wert 0,09–0,10) – sie sind die teuersten falschen Kriterien.
    Strukturierte Interviews verdoppeln die Treffsicherheit gegenüber unstrukturierten Gesprächen (0,42 vs. 0,19).
    Die Kombination der richtigen Werkzeuge senkt die Fehlerquote von ~40 % auf unter 10 %.
    Achievement Drive schlägt Extraversion – der laute Dampfplauderer ist ein Mythos, die Ambivertierten gewinnen.
    Selektiere auf das Stabile, trainiere das Veränderbare: Persönlichkeit bleibt über Jahre, Skills holst du in Monaten auf.
    Der Adjacent Industry Hire löst den Bewerbermangel – Nähe von Buyer-Persona, Cycle, Komplexität und Entscheidungsstruktur zählt, nicht das Branchenetikett.
    Telefon-Pre-Screening und HR als Treiber sind die unterschätztesten Hebel im ganzen Prozess.
    Fazit: Schluss mit dem Würfeln beim Vertriebsmitarbeiter einstellen
    Die drei Kernsätze
    Fassen wir zusammen. Strukturierte Interviews, Arbeitsproben und kognitive Tests sagen Vertriebserfolg drei- bis fünfmal besser voraus als Berufsjahre und unstrukturierte Bewertungen. Achievement Striving und Gewissenhaftigkeit sind die stabilsten Persönlichkeitsmerkmale – allgemeine Extraversion ist es nicht. Und weil Persönlichkeit über Jahre stabil bleibt, Skills aber in Monaten aufholbar sind, setzt du auf das Erste und trainierst das Zweite.
    Dein nächster Schritt
    Wer im Vertriebsrecruiting weiter auf Branchenjahre filtert, setzt auf das schlechteste verfügbare Kriterium. Wer auf Sales-Disposition baut und Wissen aufbaut, formt ein Team, das mit dem Markt mitwächst. Das ist eigentlich gar nicht schwer – du musst es nur konsequent machen. Wenn du Vertriebsmitarbeiter einstellen willst, ohne dich auf dein Bauchgefühl zu verlassen, fang heute mit einem Punkt an: Führe das strukturierte Telefon-Pre-Screening ein. Damit halbierst du deine Time-to-Hire und verdoppelst die Qualität deiner Pipeline.
    Du willst tiefer einsteigen? Schreib mir einfach eine E-Mail an recruiting@vertriebsfunk.de – dann bekommst du von mir die komplette Zusammenfassung dieser Folge und den Bewertungsbogen, den ich in meinen Vertriebsprojekten als Blaupause nutze. Beides schicke ich dir kostenlos zu. Gib alles, dein Christopher Funk.
    Welche Kriterien sollte ich beim Vertriebsmitarbeiter einstellen wirklich beachten? Setze auf das, was kaum trainierbar ist: Achievement Drive, Frustrationstoleranz, Neugier und geprüfte Past Sales Performance. Branchenjahre und Studienabschluss haben dagegen eine sehr geringe Vorhersagekraft auf Vertriebserfolg.

    Wie senke ich meine Fehlerquote im Vertriebsrecruiting? Indem du mehrere valide Werkzeuge kombinierst: strukturiertes Interview plus Arbeitsprobe plus geprüfte Past Performance. Das hebt die Treffsicherheit auf 0,60 bis 0,65 und drückt die Quote der Fehleinstellungen von rund 40 % auf unter 10 %.

    Ist Branchenerfahrung beim Verkäufer einstellen wichtig? Meistens nicht. Branchenerfahrung ist oft nur die Risiko-Versicherung des Recruiters. Wichtiger ist die Nähe von Buyer-Persona, Sales-Cycle, Komplexität und Entscheidungsstruktur. Ausnahmen sind hochregulierte Märkte wie Pharma, Medical Devices oder Aerospace.

    Worauf achte ich im Lebenslauf eines Vertrieblers? Auf Zahlen statt Adjektive: konkrete Quoten-Erreichung in Prozent, Ranking im Team, bezifferte Deal-Größen und Beförderungen. Red Flags sind „verantwortlich für" statt „erreicht", Worthülsen ohne Zahlen und Job-Hopping unter 18 Monaten.

    Welche Rolle spielt HR beim Aufbau eines guten Recruiting-Prozesses? HR ist der methodische Treiber, nicht der Briefträger. Die Personalabteilung baut den Prozess, liefert Interview-Leitfäden und Bewertungs-Skalen, sorgt für Geschwindigkeit und führt die Führungskraft sauber durch das Verfahren.


    Wie sieht es bei dir aus: Filterst du noch nach Branchenjahren – oder setzt du schon auf Sales-DNA? Schreib mir deine Erfahrungen in die Kommentare und teile den Beitrag mit dem Vertriebsleiter, der das gerade dringend lesen sollte.
    🔊🔊 Schon gehört? Die 6 Todsünden des Recruiting
    Ausgewählte Links zur Episode
    📌 Dein Strategiegespräch mit Chris
    📌 Zusammenfassung der Folge & Bewertungsbogen anfordern: recruiting@vertriebsfunk.de
    📌 Die 6 Todsünden des Recruiting
    Personen in dieser Folge
    👤 Christopher Funk: Vertrieb löst alle Probleme. 💶 Und wir lösen dein Vertriebsproblem 🚀
    Du willst tiefer einsteigen? Schreib mir einfach eine E-Mail an recruiting@vertriebsfunk.de – dann bekommst du von mir die komplette Zusammenfassung dieser Folge und den Bewertungsbogen, den ich in meinen Vertriebsprojekten als Blaupause einsetze. Beides schicke ich dir kostenlos zu. Gib alles, dein Christopher Funk.
  • VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

    #1032 - Hightech-Sales statt Mittel(stands)alter: Fünf Hebel für mehr Umsatz und Marge. Mit Markus Milz

    27.05.2026 | 44 Min.
    Geschätzte Lesedauer: 12 Minuten
    Deutschland ist ein Hightech-Land. Aber ist das auch im Vertrieb so? Wenn ich mir die meisten Vertriebsorganisationen anschaue, dann sieht das Organigramm aus wie vor 20 oder 30 Jahren. Im Jahr 2026, wo alle von KI im Vertrieb, Social Media und Digitalisierung sprechen, kann das eigentlich gar nicht sein. Genau darüber spreche ich in dieser Folge mit Markus Milz, einem der profiliertesten Vertriebsexperten Deutschlands. Wir zeigen dir fünf konkrete Hebel, mit denen du deinen Vertrieb fit für die Zukunft machst – ohne dabei dein Unternehmen auf den Kopf zu stellen. Es geht um echte Praxisbeispiele, neue Tools und eine ehrliche Bestandsaufnahme, warum gerade der deutsche Mittelstand beim Thema digitale Transformation oft hinterherhinkt. Du erfährst, was Jeff Bezos mit seinem Projekt Prometheus vorhat, warum Social Listening dein Cold Calling ersetzt und wie ein digitaler Assistent dir den Vertriebsalltag dramatisch erleichtert.
    Warum Deutschland im Vertrieb (noch) kein Hightech-Land ist
    Wir reden so gerne über unsere Ingenieurskunst, unsere Maschinen, unseren Hidden Champions. Und ja, in der Produktion und teilweise in der Logistik sind wir wirklich vorne dabei. Aber wenn ich mir den Vertrieb in den meisten Unternehmen anschaue – Software ausgenommen, und auch da gibt es Licht und Schatten – dann müssen wir ehrlich sein: Im Vertrieb sind wir kein Hightech-Land. Und das ist verrückt, denn Vertrieb ist die wichtigste Funktion im Unternehmen. Sales solves everything. Wenn der Umsatz nicht da ist, sind alle anderen Themen meistens auch nicht mehr viel wert.
    Markus Milz bringt es auf den Punkt: Er fragt in seinen Keynotes regelmäßig sein Publikum, wer der Meinung sei, dass sich die Welt in den letzten sechs Jahren drastischer geändert habe als in den 25 Jahren davor. 95 Prozent heben die Hand. Dann fragt er, wer das super findet. Da heben nur noch zögerlich 10 Prozent die Hand. Die meisten finden das eher doof – aber kannst du nicht ändern. Die entscheidende Frage ist die nächste: Hast du in den letzten sechs Jahren deinen Vertrieb, deine Strategie, dein Geschäftsmodell drastischer geändert als in den 30 Jahren davor? Da gucken die Leute meistens betreten auf den Boden. Nicht so richtig. Und genau das ist das Problem.
    Die Geschwindigkeit der Veränderung wird massiv unterschätzt
    Schau dir an, wie lange Technologien historisch gebraucht haben, sich durchzusetzen. Die Elektrizität: Edison erfand 1880 die Glühbirne. Erst 40 Jahre später war die Welt halbwegs elektrisch. Innovationen brauchten in der Regel fünf bis zehn Jahre, um sich durchzusetzen. Und dann kam ChatGPT. Zwei Monate bis zu 100 Millionen Usern. Heute, keine drei Jahre später, sind wir bei 1,2 Milliarden Usern. Das ist eine Geschwindigkeit, die alles, was wir bisher kannten, in den Schatten stellt.
    Wenn ich dann ins Publikum frage, wer KI auf dem Handy hat, melden sich 90 bis 95 Prozent. Frage ich, wer es richtig beruflich nutzt, sind es nur noch 20 Prozent. Die meisten nutzen es für Kochrezepte oder ihr Fitnessprogramm. Beruflich – oder gar im Sales – herrscht große Zurückhaltung. Vielleicht mal eine E-Mail schreiben lassen, mal etwas zusammenfassen. Aber dann ist meistens Schluss. Und das ist schade. Denn da fängt es ja erst an.
    Warum der deutsche Mittelstand zögert: Das Klopapier-Phänomen
    Markus erzählt eine wunderbare Anekdote von seinem Kollegen Professor Clemens Gewittke: Warum haben die Menschen während Corona eigentlich Klopapier gekauft? Weil Menschen aktionistisch getrieben sind. Wenn etwas Neues kommt und ich nicht weiß, was zu tun ist, mache ich irgendwas. In Frankreich kauften die Leute Rotwein und Kondome. In Amerika wahrscheinlich Waffen. In Deutschland eben Klopapier. Genau das beobachten wir aktuell beim Thema KI im Vertrieb: Es wird Klopapier gekauft. Irgendwas wird ohne Sinn und Verstand probiert.
    Das hat strukturelle Gründe. Deutschland hat in den letzten 80 Jahren enormen Wohlstand aufgebaut. Drei Millionen Unternehmen, viele Hidden Champions. Und wer viel hat, hat auch viel zu verlieren. Hinzu kommen die etablierten Sätze: „Es hat noch immer gut gegangen." Oder: „Das dürfen wir nicht wegen DSGVO." „Wo werden die Daten gespeichert?" „Das halluziniert doch." „Da gibt es Risiken und Nebenwirkungen." Und vor allem: „Ich will keine Fehler machen."
    Die deutsche Fehlerkultur als Bremse
    Eine durchschnittliche Buying-Center-Größe hat sich in den letzten 40 Jahren von drei auf 13 Personen erhöht. 10 Menschen mehr, die in eine Entscheidung eingebunden sind. Warum? Weil keiner mehr Risiken übernehmen will. Aus Angst, Fehler zu machen und damit die Karriere zu ruinieren, wird lieber gar nichts entschieden als das Falsche. Ich habe einen Kunden, der hat die Handynummern seiner Kunden aus dem CRM gelöscht, weil er sie ja nicht besitzen darf. Juristisch vielleicht korrekt – aber bringt das wirklich nach vorne?
    Eine Statistik bringt es auf den Punkt: 65 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben schon einmal eine Investitionsentscheidung wegen DSGVO nicht getroffen. Das läuft möglicherweise nicht ganz in die richtige Richtung. Während wir hier diskutieren, ob Daten auf deutschen oder amerikanischen Servern liegen, baut Jeff Bezos gerade einen 102-Milliarden-Dollar-Fonds auf, um genau diese zögerlichen Unternehmen zu kaufen.
    Projekt Prometheus: Wenn Bezos vor der Tür steht
    Jeff Bezos hat einen Fonds aufgelegt, den er Projekt Prometheus genannt hat. 102 Milliarden Dollar. Nicht nur er, ein paar andere sind auch dabei. Der Plan: Gute deutsche und europäische Unternehmen kaufen, bei denen echtes Know-how vorhanden ist – Ingenieurskultur, gute Hardware, tolle Maschinen –, die aber digital und vertrieblich schwach aufgestellt sind. Diese Unternehmen werden gekauft, in die Digitalisierung gebracht und ihr Wert wird auf das 10-, 20-, 50- oder 100-fache skaliert.
    Deutschland mit dem größten Mittelstand und den meisten Hidden Champions ist für Bezos ein Traumland. Und jetzt hast du als mittelständischer Unternehmer zwei Möglichkeiten: Du wartest, bis Bezos anruft. Oder du nimmst das Thema selbst in die Hand. Stell dir vor, Bezos ruft dich an und sagt: „Ich habe gerade zehn Unternehmen gekauft. Mach die mal fit. Digital, vertrieblich." Wenn du wartest, kauft er deinen Wettbewerber – und dann hast du ein echtes Problem.
    Das Gute: Du kannst heute mit relativ geringen finanziellen Mitteln sehr viel erreichen. KI ist ein Meister darin, Massendaten zu verarbeiten, zu aggregieren und zu intelligenten Strukturen zusammenzufassen. Was früher Konzernen vorbehalten war, kann heute auch ein 50-Mann-Mittelständler nutzen. Du musst es nur tun.
    Hebel 1: Inspiration tanken – die Reise nach Aarhaus
    Wie alles im Leben beginnt auch die Veränderung mit einer Emotion. Mit dem Gefühl: Worüber rede ich eigentlich? Wo will ich hin, wenn ich von Digitalisierung spreche? Wenn du heute zehn Unternehmen fragst, ob sie eine Digitalstrategie haben, sagen alle ja. Bittest du sie zu definieren, was sie meinen, bekommst du zehn komplett unterschiedliche Antworten.
    Markus empfiehlt einen Besuch in Aarhaus im Münsterland. Eine 40.000-Einwohner-Stadt direkt an der holländischen Grenze, die als digitalste Stadt Deutschlands gilt. Die Idee dort: Alles ist mit allem vernetzt. Du brauchst eine einzige App auf deinem Handy. Damit gehst du in den Supermarkt – ohne Geld, ohne Personal. Du gehst ins Hotel, ins Restaurant, ins Fitnessstudio. Du leihst dir Fahrräder oder Autos aus. Eine App, eine Verbindung. Lohn- und Gehaltsabrechnung, Personaldisposition – alles funktioniert ohne menschlichen Einsatz.
    KI macht uns wieder menschlicher
    Jetzt denkst du vielleicht: Total entmenschlicht. Ich sehe das anders. KI ist die Chance, dass wir Menschen wieder menschlicher werden. Wir werden von all dem Mist entlastet, auf den niemand Lust hat – Besuchsberichte schreiben, CRM pflegen, Buchhaltungsbelege sortieren. Stattdessen können wir uns auf das konzentrieren, was nur Menschen können: miteinander reden, Mittagessen gehen, ein Bier trinken, echte Beziehungen aufbauen. Gerade im Vertrieb ist das der eigentliche Wertbeitrag.
    Hinter Aarhaus steht Tobias Groten, der Chef von Tobit. Das Unternehmen hat in den 80ern und 90ern mit Fax-Software begonnen und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Heute haben sie eine eigene KI namens Sidekick. Immer wenn in Aarhaus ein Supermarkt, ein Kiosk, ein Hotel oder ein Restaurant pleite ging, hat Tobias gesagt: „Dann nehme ich das." Und weil er kein Hotelier oder Gastronom ist, sondern Techie, hat er das Konzept Hotel komplett neu gedacht. Das ist Disruption: nicht kontinuierliche Verbesserung, sondern radikales Neudenken.
    Hebel 2: Social Listening – Leads auf dem Silbertablett
    Wenn ich in einen mittelständischen Maschinenbauer komme und frage, was seine fünf Hauptvertriebskanäle für neue Projekte sind, höre ich in 95 Prozent der Fälle: Messen, Anfragen, Ausschreibungen, internationale Handelsvertreter und ein bisschen Cold Calling. Das war vor 20 oder 30 Jahren genauso. Wir sind aber im Jahr 2026. Schau dir das Organigramm an: Hier ist Marketing, das macht ein bisschen Homepage und Social Media. Hier ist Vertrieb, der geht raus oder macht das, was er immer gemacht hat. Das kann doch im Zeitalter von KI im Vertrieb nicht mehr sein.
    Ein konkretes Beispiel von Markus: Er hat einen Catering-Anbieter betreut. Was macht so ein Unternehmen normalerweise? Cold Calling. 100 Anrufe: „Brauchst du eine Kantine?" – „Nein." – „Brauchst du eine Kantine?" – „Nein." Mit etwas Glück sagen zwei oder drei „Lass uns mal sprechen" und am Ende gewinnst du vielleicht einen Kunden. Streuverlust: 98 Prozent. Demotivierend für jeden Vertriebler.
    So funktioniert modernes Social Listening
    Jetzt der neue Weg: Massenhaft Daten sind in Social Media verfügbar. Menschen gehen jeden Tag in Kantinen und schreiben auf Facebook oder Instagram, ob es geschmeckt hat oder nicht. KI aggregiert diese Daten. Du stellst fest: Bei Unternehmen XY haben sich in den letzten 12 Monaten 47 Mitarbeiter negativ über das Essen geäußert. Das ist ein klares Signal. Gleichzeitig schaut die KI in Pressemitteilungen: 2022 wurde ein Vierjahresvertrag mit dem aktuellen Caterer abgeschlossen. Der läuft 2026 aus. Die KI identifiziert das Buying Center und liefert dir den Hauptentscheider Peter Mayer inklusive Persönlichkeitsprofil: faktenbasiert, braucht erst Vertrauen, am besten Testimonials einsetzen.
    Das ist, als würde ein Freund anrufen und dir den perfekten Lead servieren – nur dass du diesen Freund nicht mehr brauchst. Du bekommst es systematisch jeden Tag, jede Woche geliefert. Statt 100 unqualifizierten Calls hast du fünf bis sieben hochwertige Leads. Du bist deutlich effizienter, weil du dich mit mehr interessierten Kunden beschäftigst. Und dein Team muss mental nur noch fünf statt 97 Absagen verarbeiten. Das Thema Resilienz spielt plötzlich eine ganz andere Rolle.
    Die Konsequenz: Sales und Marketing wachsen zusammen. Marketing liefert dem Vertrieb vorqualifizierte Leads. Du brauchst neue Strukturen – eine aggregierte Abteilung, die Datenmanagement, Sales, Marketing, KI und Digitalisierung unter einem Hut vereint. Mit alten Strukturen geht das nicht.
    Hebel 3: Das externe Lab – raus aus der Lähmung
    Warum wird das alles in deutschen Unternehmen so selten systematisch angegangen? Weil zehn Leute mitzureden haben. Weil der Betriebsrat viele Sachen nicht will. Wegen DSGVO, Compliance, Governance. Wegen der Fehlerkultur: Hier sind 100.000 Euro, berichten Sie in drei Monaten. Wenn dann noch keine richtigen Erfolge da sind – zack, ist die Karriere ruiniert. Aus diesen Gründen passiert intern relativ wenig. Oder es wird Klopapier gekauft.
    Markus' Lösung: ein externes Lab, analog zum Fraunhofer-Prinzip. Du lagerst die Entwicklung aus. Dort gelten komplett andere Spielregeln als im Mutterunternehmen:
    So baust du ein externes Innovationslab für deinen Vertrieb auf:
    30-Tage-Entscheidungsregel: Innerhalb von 30 Tagen muss eine Entscheidung über jede Idee getroffen sein. Kein endloses Hin und Her.
    90-Tage-Pilot: Innerhalb von 90 Tagen ist der Use Case pilotiert. Geschwindigkeit ist alles.
    Datenschutz extern lösen: Das Lab kümmert sich um DSGVO, Betriebsrat und Compliance – nicht deine interne IT.
    Use Cases systematisch bewerten: Wie groß ist der Impact? Wie hoch der Aufwand? Was ist das beste Verhältnis?
    Zurück ins Unternehmen: Wenn die Lösung läuft, holst du sie zurück und skalierst sie.

    Mit diesem Ansatz externalisierst du das, was du intern nicht hinbekommst. Im Lab sitzen Dienstleister, Kollegen vom Kunden und Experten. Sie definieren Use Cases, erstellen eine Roadmap und bringen die Themen schnell auf die Straße. Nach 90 Tagen hast du mega qualifizierte Leads, mega qualifizierte Tools und mega qualifizierte Prozessoptimierungen. Nicht nur im Vertrieb, sondern auch im Einkauf, in HR, in der Unternehmenskommunikation.
    Hebel 4: Schnittstellenprobleme mit KI lösen
    Jeder, dem ich das erzähle, sagt zunächst: „Bei uns ist das aber anders. Unsere Branche ist speziell. Unsere Kunden sind anders." Die grundlegenden Dinge bleiben aber gleich. Was sich in fast allen Branchen findet: eine Branchensoftware als zentrales System, dazu DATEV, Excel-Listen, diverse Spezialtools – und die reden kaum miteinander.
    Ein Beispiel aus der Sicherheitsbranche: Bei einem Großeinsatz wird zuerst ein Angebot an den Kunden erstellt. Dann folgt die Planung für das konkrete Event. Anschließend kommt die Zeiterfassung mit den Logins der eingesetzten Mitarbeiter. Glaubst du, es gibt einen vernünftigen Abgleich zwischen diesen Systemen? Fehlanzeige. Genau hier kommt KI ins Spiel: Sie führt verschiedene Systeme über Schnittstellen zusammen, die vorher nicht miteinander gesprochen haben.
    Vom analogen Mist zum optimierten Prozess
    Wichtig: Wenn du einen schlechten analogen Prozess einfach nur digitalisierst, hast du einen schlechten digitalen Prozess. Das bringt nichts. Die Zeitenwende ist der optimale Zeitpunkt, dein Unternehmen neu zu denken. Erst optimierst du die Prozesse und Strukturen. Dann digitalisierst du sie. Dann bringst du KI ins Spiel. Und wenn du das gemacht hast, hast du im Zweifel ein Tool, das du 1.000 anderen Unternehmen deiner Branche auch verkaufen kannst. Riesige Vertriebschancen.
    Ein konkretes Beispiel aus meinem Alltag: Früher war meine Kreditkartenabrechnung ein Riesenthema. Belege sammeln, am Ende des Quartals kam der Buchhalter, fragte nach fehlenden Belegen – mit wem warst du wann essen? Riesenaufwand. Heute habe ich eine App. Beim Bezahlen geht sofort ein Fenster auf: Beleg fotografieren, Gesprächspartner eintragen. Das CRM greift zu, ordnet einen Buchungssatz zu und schiebt alles automatisch in DATEV. Digitalisierter Prozess. Schneller, besser und am Ende auch billiger – weil die Buchhaltung hinten raus weniger Arbeit hat.
    Hebel 5: Dein digitaler Vertriebsassistent – treffe Alfred
    Die fünfte und letzte Stufe ist die Königsdisziplin: ein agentic AI-System, das wirklich für dich arbeitet. Markus und sein Sohn sind beide Batman-Fans. Bekanntlich heißt Batmans Butler Alfred. Genau so haben sie ihren neuen Kollegen genannt. Alfred basiert auf Open-Source-Architektur und hat alle großen Large Language Models angebunden: Gemini, Claude, Perplexity, ChatGPT, Grok. Alfred entscheidet selbst, welches Modell für welche Aufgabe am besten geeignet ist – oder am kostengünstigsten arbeitet.
    So sieht ein typischer Arbeitstag aus: Markus ist beim Kunden, auf dem Rückweg spricht er über WhatsApp in sein Handy: „Alfred, ich bin in 20 Minuten im Büro. Bestell beim Inder über Lieferando ein Chicken Tikka Masala. Und ich habe mit dem Kunden gerade ein größeres Projekt besprochen – Bedarfsanalyse, Workshop, Mitarbeiterinterviews, dann Training. Erstell schon mal das Angebot, du hast alle Daten." Wenn Markus im Büro ankommt, ist das Angebot zu 90 Prozent fertig.
    Die menschliche Verbesserungskompetenz bleibt entscheidend
    Wir Menschen haben eine sehr überschaubare Erstellungskompetenz. Wenn ich vor einem leeren Blatt Papier sitze und ein Marketingkonzept entwickeln soll, brauche ich Stunden. Eine KI liefert mir mit dem richtigen Befehl in Minuten eine 80-Prozent-Lösung. Was Menschen aber wirklich gut können, ist die Verbesserungskompetenz. Aus der 80-Prozent-Lösung machst du mit deiner Expertise eine 100-Prozent-Lösung. Genau deshalb glaube ich übrigens fest, dass das Thema KI im Vertrieb nicht den Tech-Companies gehört, sondern den Experten, die das Unternehmen, den Mittelstand, den Kunden verstehen.
    Programmieren musst du heute nicht mehr können. Das macht die KI für dich. Aber du musst das Geschäftsmodell verstehen, Erfahrungswissen mitbringen und die Kunden kennen. Auf dieser Basis bauen wir saubere Strukturen und saubere Prozesse. Mein Tipp aus dem Alltag: Wann immer mir jemand eine Aufgabe stellt, über deren Beantwortung ich länger als fünf Sekunden nachdenken müsste, mache ich das sofort mit meinem KI-Agenten. Die 5-Sekunden-Regel ist Gold wert.
    Quick Takeaways: Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
    Geschwindigkeit als entscheidender Faktor: ChatGPT erreichte in 3 Jahren 1,2 Milliarden Nutzer – Veränderungen geschehen heute exponentiell schneller als früher.
    Klopapier-Falle vermeiden: Aktionismus ohne Strategie schadet mehr, als er nützt. Erst Vision, dann Struktur, dann Tools.
    Social Listening schlägt Cold Calling: Hochqualifizierte Leads auf dem Silbertablett statt 98 Prozent Streuverlust.
    Externes Lab nutzen: Was intern nicht geht, kannst du auslagern – mit 30-Tage-Entscheidungen und 90-Tage-Piloten.
    Strukturen neu denken: Marketing, Sales, Datenmanagement und KI gehören in eine integrierte Einheit – nicht in Silos.
    Digitaler Assistent als Game Changer: Ein agentic AI-System wie „Alfred" erledigt 80 Prozent der Vertriebsadministration für dich.
    Experten schlagen Techies: Wer Unternehmen, Mittelstand und Kunden versteht, schafft mit KI nachhaltigen Mehrwert.
    Fazit: Jetzt ist die Goldgräberzeit
    Wir reden viel von Krise, Unsicherheit und schwierigen Zeiten. Ein Historiker hat es kürzlich treffend formuliert: Die letzten 50 bis 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren eine absolute Ausnahmesituation. Das, was wir jetzt erleben, ist eigentlich die Normalzeit der Menschheitsgeschichte. Und schau dir an, wann die wirklich großen Unternehmen gegründet worden sind: meistens nicht in den guten Zeiten, sondern in Krisenzeiten. Weil ihre Gründer Trends erkannt haben, die andere übersehen haben.
    Genau deshalb ist jetzt eine Goldgräberzeit. Es gibt überall Chancen, wenn du sie sehen willst. Den Kopf in den Sand zu stecken hilft nicht – die anderen laufen dann an dir vorbei. Stell dir die Bezos-Frage: Wenn Bezos morgen dein Unternehmen kaufen würde, was würde er anders machen? Welche Stärken hat dein Unternehmen, die mit Digitalisierung und KI im Vertrieb auf das Zehnfache skaliert werden könnten? Mein Call to Action: Buche dir ein Strategiegespräch mit Markus und mir. Wir nehmen uns eine Stunde Zeit, schauen uns deine aktuellen Herausforderungen an und zeigen dir aus unserem Erfahrungshintergrund, wie du schnell zum Hightech-Vertrieb wirst. Die ersten drei, die sich anmelden, bekommen außerdem zwei Bestsellerbücher von Markus obendrauf.
    FAQ: Die wichtigsten Fragen rund um KI im Vertrieb
    Was bedeutet Hightech-Vertrieb im Mittelstand konkret? Hightech-Vertrieb bedeutet, dass deine Vertriebsorganisation modern aufgestellt ist – mit aktueller Technologie, intelligenten Prozessen und einer Struktur, die zur heutigen Zeit passt. Es geht darum, KI im Vertrieb, Social Listening, datenbasierte Lead-Qualifizierung und digitale Assistenten so einzusetzen, dass dein Team mehr Umsatz und Marge generiert – und sich gleichzeitig auf das Menschliche konzentrieren kann.

    Wie kann ich meinen Vertrieb digitalisieren, ohne riesige Budgets zu haben? Das Schöne an aktueller KI-Technologie ist, dass du mit überschaubaren finanziellen Mitteln viel erreichen kannst. Starte mit einem Erkenntnis-Workshop, identifiziere die größten Hebel und beginne mit konkreten Use Cases statt mit Großprojekten. Ein externes Lab kann helfen, schnell Ergebnisse zu liefern, ohne deine interne IT zu blockieren.

    Was ist Social Listening und wie hilft es im B2B-Vertrieb? Social Listening bedeutet, dass KI öffentlich verfügbare Daten aus Social Media, Pressemitteilungen und Bewertungen analysiert und daraus Verkaufschancen identifiziert. Im B2B kannst du so gezielt Unternehmen finden, die gerade mit ihrem aktuellen Anbieter unzufrieden sind oder deren Verträge auslaufen – inklusive der relevanten Entscheider.

    Wie überwinde ich interne Widerstände wie DSGVO oder Compliance? Diese Themen sind real, aber lösbar. Ein externes Innovationslab kümmert sich um diese Hürden, weil dort andere Spielregeln gelten als im Mutterunternehmen. So kannst du innerhalb von 90 Tagen pilotieren, was intern jahrelang dauern würde – und holst die fertige Lösung dann zurück ins Unternehmen.

    Ersetzt KI den Vertriebsmitarbeiter? Nein, im Gegenteil. KI nimmt dir die Routinearbeit ab – CRM-Pflege, Besuchsberichte, Angebotserstellung. Damit kannst du dich auf das konzentrieren, was nur Menschen können: echte Beziehungen aufbauen, Vertrauen schaffen, komplexe Verhandlungen führen. KI macht Vertrieb wieder menschlicher.


    Sag mir deine Meinung
    Ich bin echt gespannt: Wo stehst du gerade beim Thema KI im Vertrieb? Bist du schon mitten in der Umsetzung oder noch im Klopapier-Modus? Schreib mir deine Erfahrungen, deine Herausforderungen oder deine Erfolgsgeschichten in die Kommentare. Und wenn dir diese Folge weitergeholfen hat, dann teile sie gerne mit deinem Netzwerk. Welcher der fünf Hebel ist für dich der spannendste?
    🔊🔊 Schon gehört?
    Wenn dich das Thema KI im Vertrieb fasziniert, dann ist 25% mehr Umsatz durch KI im Vertrieb. Interview mit Larissa Kaiser die perfekte Ergänzung. Larissa zeigt dir aus einem anderen Blickwinkel, wie KI deinen Umsatz konkret steigern kann.
    Ausgewählte Links zur Episode
    Strategiegespräch mit Markus buchen (mit Buchgeschenk für die ersten 3)
    Markus Milz – Speaker- und Expertenseite
    Milz & Comp. – Beratung, Akademie, Netzwerk
    Professionelles Pricing in turbulenten Zeiten – das Buch von Markus Milz
    Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk
    Personen in dieser Folge
    Christopher Funk auf LinkedIn
    Markus Milz auf LinkedIn
  • VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

    #1031 - Wispr, Plaud, Fyxer & Co. – 7 KI-Hacks aus dem Vertriebsalltag

    20.05.2026 | 25 Min.
    📢 Sponsoring: Diese Folge wird gesponsert von Plaud – dem KI-Hardware-Recorder, der meinen Vertriebsalltag komplett verändert hat. Mit dem Rabattcode FUNK10OFF bekommst du 10 % Rabatt auf deine Bestellung. Hier geht's direkt zu Plaud: de.plaud.ai
    Gewinnspiel: Schreib eine E-Mail an plaud@vertriebsfunk.de und gewinne entweder ein Plaud Note Pro oder einen Plaud Note Pin (je ein Device wird verlost)
     
    Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten
    KI Tools Vertrieb – kein anderes Thema beschäftigt B2B-Verkäufer aktuell so stark. Letzte Woche habe ich dir bereits sechs starke KI-Hacks aus meinem Netzwerk vorgestellt. Heute kommen sieben weitere drauf. Sechs Tipps stammen von Praktikern, einer kommt von mir und hat mein Arbeitsleben komplett verändert. Konkret geht es um Wispr Flow, Plaud, Fyxer, Demodesk, Langdock, Boostpilot sowie ein KI-Werkzeug für personalisiertes Lead-Sourcing. Die Tipps sind sofort umsetzbar, manche brauchen jedoch etwas Vorlauf, und einer fällt sogar ehrlich kritisch aus. Genau das ist der Punkt: In dieser Folge geht es nicht um Hype, sondern um echte Anwendungsfälle. Du bekommst konkrete Werkzeuge an die Hand, mit denen du als Verkäufer, Vertriebsleiter oder Unternehmer sofort produktiver wirst. Außerdem verlose ich am Ende ein Hardware-Gerät, das meine Coaching-Arbeit revolutioniert hat. Also mach es dir gemütlich, denn es lohnt sich.
    Warum KI Tools Vertrieb 2026 zur Pflicht machen
    Vor zwei Jahren war KI im Vertrieb noch ein Buzzword. Heute hingegen ist sie ein echter Wettbewerbsfaktor. Wer keine KI-Vertriebstools einsetzt, verliert Zeit, Geld sowie Deals an Konkurrenten, die schneller arbeiten. Ich rede regelmäßig mit Verkäufern und Geschäftsführern aus dem deutschen Mittelstand. Dabei ist das Bild jedes Mal ähnlich: Viele wissen zwar, dass sich etwas ändert. Wenige wissen aber, wo sie anfangen sollen. Genau hier setzt diese Folge an.
    Künstliche Intelligenz im Vertrieb ist längst kein Spielzeug mehr. Sie übernimmt Transkriptionen, schreibt Angebote, sortiert E-Mails, analysiert Gespräche und sucht außerdem passende Zielkunden. Trotzdem ist nicht jedes Tool ein Game Changer. Manches funktioniert hervorragend, anderes wiederum überzeugt nur im Demo, aber nicht im echten Sales-Alltag. Deshalb habe ich nicht selbst geforscht, sondern mein Netzwerk gefragt: Was nutzt ihr wirklich? Was funktioniert? Was nicht? Heraus kamen so viele Antworten, dass eine einzelne Folge nicht reichte. Diese Folge ist daher der zweite Teil. Falls du Teil eins verpasst hast, hör unbedingt nochmal rein.
    Eines vorweg: Nicht jedes Tool passt zu jedem Vertriebsmodell. Was bei einem SaaS-Anbieter genial funktioniert, ist im Maschinenbau möglicherweise unbrauchbar. Trotzdem lohnt der Blick über den Tellerrand. Genau hier setzen die folgenden sieben KI-Hacks an.
    Hack 1: Wispr Flow – Diktieren statt Tippen mit KI-Power
    Alexander Bünk, Gründer von alfima.io, hat mir einen Tipp mitgebracht, der so simpel ist, dass viele ihn übersehen: Wispr Flow. Das Tool ist eine smarte Diktierfunktion und arbeitet deutlich präziser als die Standard-Lösungen von Apple, Google oder Microsoft. Du installierst es auf deinem Rechner, drückst einen Knopf und sprichst. Wispr Flow tippt dabei mit. Punkt.
    Klingt banal? Ist es aber nicht. Denn das Tool lernt mit. Sobald du einen Namen oder Begriff anpasst, fragt es dich, ob es die Korrektur dauerhaft übernehmen soll. Mit der Zeit kennt Wispr Flow deshalb deine Sprache, deine Kunden, deine Branche. Bei Alexander ist das Tool inzwischen Pflicht im Unternehmen, weil seine Mitarbeiter dadurch doppelt so schnell arbeiten. Stell dir das mal vor: E-Mails diktieren, statt sie zu tippen. Außerdem LinkedIn-Nachrichten, CRM-Einträge, Slack-Antworten sowie Briefings an dein Team. Alles per Sprache.
    Mein ehrlicher Hinweis: Es ist anfangs ungewohnt, mit dem Rechner zu sprechen. Genau hier scheitern viele. Wer jedoch dranbleibt, gewinnt massiv Zeit. Wispr Flow gibt es in einer kostenfreien Version sowie als Premium-Variante. Probier es eine Woche aus. Wenn du danach noch tippst, hast du verloren.
    Hack 2: Demodesk – Dein KI-Coach für jedes Verkaufsgespräch
    Frederik Meßmer von Focus for Sales berät Unternehmen als Fractional Sales Leader und Vertriebstrainer. Sein erstes Tool ist Demodesk. Damit zeichnet er virtuelle Gespräche mit, lässt sie automatisch zusammenfassen und bekommt zusätzlich eine KI-Bewertung des Gesprächs.
    Was bedeutet das konkret? Du führst ein Verkaufsgespräch online. Demodesk schneidet mit, transkribiert, fasst zusammen und analysiert das Ergebnis. Danach siehst du, wie hoch dein Redeanteil war, wie schnell du gesprochen hast und wie viele Fragen du gestellt hast. Außerdem bekommst du eine Einschätzung, ob du im optimalen Bereich liegst. Für Vertriebsleiter ist das pures Gold. Denn du kannst dein Team objektiv coachen, ohne bei jedem Gespräch dabei zu sein.
    Noch besser: Aus dem transkribierten Gespräch lässt sich direkt eine Folge-E-Mail oder ein passendes Angebot generieren. Dadurch sparst du dir die nervige Nachbereitung. Genau diese Nachbereitung ist nämlich der Killer im Vertrieb. Viele Verkäufer haben zwar tolle Gespräche, vergessen aber das Follow-up. Mit einem Tool wie Demodesk wird der Prozess deshalb zur Pflicht und nicht mehr zur Kür.
    Hack 3: Langdock – Die KI-Plattform für sicheren Einsatz im Unternehmen
    Frederiks zweiter Tipp ist Langdock. Dabei handelt es sich um eine deutsche KI-Plattform, auf der du verschiedene Large Language Models gebündelt nutzen kannst. Du arbeitest also mit ChatGPT, Claude und Co. in einer Oberfläche. Der entscheidende Vorteil: Du kannst Agenten sowie Projekte mit spezifischen Anweisungen anlegen.
    Frederik nutzt Langdock vor allem für zwei Use Cases. Erstens für die Gesprächsvorbereitung. Innerhalb weniger Sekunden bekommt er nämlich eine klare Zusammenfassung für seinen nächsten Termin. Historische Daten fließen dabei ein, ergänzt durch Informationen von der Webseite des Kunden. Zweitens nutzt er es für die Nachbereitung. Nach Messetagen spielt er einfach kurze Sprachnachrichten ein und bekommt sie strukturiert zurück.
    Der Punkt, den viele unterschätzen: Langdock ist DSGVO-konform und für Unternehmen gebaut. Falls dein Chef bisher gemauert hat, weil er Angst um die Daten hatte, ist Langdock die Antwort. Damit rollst du KI sicher und kontrolliert im ganzen Unternehmen aus. Das ist außerdem ein riesiger Unterschied zu Mitarbeitern, die heimlich ChatGPT in der kostenlosen Version nutzen und dabei sensible Kundendaten preisgeben.
    Hack 4: Fyxer AI – Inbox Zero mit europäischer KI
    Christian Bartels ist Head of Sales bei Elimity, einem Cyber-Security-Unternehmen. Sein Lieblings-Hack hat mit dem Tool zu tun, das jeden Vertriebler täglich nervt: dem E-Mail-Postfach. Fyxer AI ist sein Geheimtipp und ich verstehe sofort warum.
    Fyxer ist ein Plugin für Gmail oder Outlook. Es sortiert deine E-Mails automatisch in sinnvolle Kategorien: „Hier muss ich antworten", „Das ist nur eine FYI" oder „Hier werde ich vertrieblich getargetet". Dadurch bekommt Christian seine Inbox jeden Abend auf Null. Wer schon mal mit überquellender Inbox in den Feierabend gegangen ist, weiß außerdem, wie wertvoll das ist.
    Der eigentliche Game Changer ist allerdings die Draft-Funktion. Fyxer lernt nämlich, wie du schreibst, in welchen Sprachen du korrespondierst und welchen Tonfall du nutzt. Anschließend draftet das Tool Antworten für dich. Besonders praktisch ist das bei Terminanfragen: Fyxer kennt deinen Kalender. Sobald jemand einen Termin vorschlägt, an dem du keine Zeit hast, schreibt das Tool direkt einen Gegenvorschlag mit drei freien Slots. Meistens musst du also nur ein, zwei Sätze tweaken und auf Senden drücken. Dadurch sparst du pro Woche Stunden.
    Christians Argument: Plug-and-Play, europäische Lösung, sofort einsatzbereit. Falls du wenig Lust auf technische Frickelei hast, ist Fyxer der perfekte Einstieg in die Welt der KI Tools Vertrieb.
    Hack 5: Plaud – Mein persönlicher Game Changer (Sponsor dieser Folge)
    Jetzt komme ich zu meinem Tipp. Plaud ist für mich aktuell der größte Hebel im Arbeitsalltag. Ich bin so überzeugt, dass Plaud dieser Folge auch als Sponsor zur Seite steht. Wichtig dabei: Ich habe das Gerät schon genutzt, bevor das Sponsoring zustande kam. Sonst hätte ich nämlich Nein gesagt.
    Was Plaud genau macht
    Plaud ist ein Hardware-Device im Format einer doppelten Kreditkarte. Du legst es in dein Meeting, drückst einen Knopf und es zeichnet bis zu 50 Stunden auf. Danach bekommst du ein sauberes Transkript inklusive Sprecherzuordnung. Außerdem werden die Hintergrundgeräusche herausgefiltert. Aus dem Transkript erstellt Plaud automatisch Zusammenfassungen, die wirklich gut sind. Meine Coaching-Kunden fragen deshalb jedes Mal, wie ich so schnell so präzise Notizen liefere. Die Antwort lautet schlicht: Plaud.
    Telefongespräche und smarte KI-Suche
    Zusätzlich gibt es eine MagSafe-Hülle. Damit klebst du das Device hinten ans Handy und schneidest dann auch Telefongespräche mit. Außerdem gibt es eine eingebaute KI: Du kannst sie zum Beispiel fragen, worum es vor drei Wochen mit Kunde X ging oder welcher Preis genannt wurde. Sie durchsucht daraufhin alle deine Aufnahmen und liefert die Antwort. Selbstverständlich kannst du die Transkripte auch in ChatGPT, Claude oder andere KIs schicken und damit weiterarbeiten.
    DSGVO, Garantie und Praxistest im Restaurant
    Gerade im B2B-Vertrieb wichtig: Plaud ist DSGVO-konform. Außerdem gibt es eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Dadurch kannst du das Device in Ruhe testen, und zwar ohne Risiko. Letztens war ich mit einem Kunden beim Essen. Plötzlich ging es ans Detail. Also habe ich das Device auf den Tisch gelegt, mitten in einem lauten Restaurant aufgenommen – und die Audioqualität war dennoch sauber genug, um das gesamte Gespräch zu nutzen.
    Verlosung und Rabattcode
    Verlosung: Ich verlose zwei Plaud-Devices unter allen, die mir innerhalb der nächsten Woche eine E-Mail an plaud@vertriebsfunk.de schicken. Einmal das Plaud Note Pro, das ich selbst nutze, und außerdem das Plaud Note Pin, das du dir an Jackett oder Hemdkragen befestigen kannst.
    Rabattcode: Falls du nicht aufs Glück warten willst, bestell direkt bei plaud.ai. Mit dem Code FUNK10OFF bekommst du dann zehn Prozent Rabatt.
    Hack 6: Headhunting mit KI – Die ehrliche Bestandsaufnahme von Dominik Roth
    Dieser Beitrag ist anders als die anderen. Dominik Roth ist Headhunter und seit zwölf Jahren im Executive Search aktiv. Nach 400 Suchen hat er eine klare Meinung: KI hat den Headhunting-Markt noch nicht revolutioniert. Im Gegenteil.
    Bei der Firmenrecherche und Listenerstellung liefert KI zwar gute erste Impulse. Diese müssen aber über andere Quellen verifiziert werden, weil sie inhaltlich nicht immer verlässlich sind. Beim eigentlichen Research, also der Suche nach passenden Kandidaten, läuft noch immer alles über die sogenannte Boolesche Suche. LinkedIn bietet inzwischen den „Hiring Assistant" an. Die Erfahrung der Headhunter dazu: 15 bis 20 Prozent Effizienzgewinn im Fachkräftesegment. Im Executive Search funktioniert das Tool jedoch nicht ausreichend.
    Dominiks Argument ist spannend: LinkedIn kann nicht zwischen den Zeilen lesen. Wer einen Geschäftsführer für einen sensiblen Posten sucht, braucht aber Nuancen. Das Tool spielt schneller mehr vom Gleichen aus, allerdings nicht das Beste. Genau das ist auch das Problem vieler Sales AI Tools in komplexen B2B-Situationen.
    Trotzdem nutzt Dominik KI in einem Bereich konkret: im Executive Career Coaching. Wer als Führungskraft einen Job sucht, profitiert dabei massiv. Denn KI hilft bei der Generierung passender Schlagworte fürs LinkedIn-Profil. Dadurch steigt die Auffindbarkeit für passende Jobanfragen deutlich. Aber: KI alleine reicht nicht. Du brauchst außerdem die richtige Strategie dahinter. Genau das ist die Lehre aus diesem Beitrag. KI Tools Vertrieb sind nämlich kein Allheilmittel, sondern Werkzeuge, die richtig eingesetzt werden müssen.
    Hack 7: KI-personalisierte Print-Reports – Rayk Hahnes Geheimwaffe
    Rayk Hahne ist Gründer der RH Unternehmerwissen GmbH in Hamburg. Mit seinem Team hilft er Unternehmern dabei, aus dem operativen Tagesgeschäft rauszukommen. Sein Hack ist ein Insider, über den er öffentlich noch nie gesprochen hat. Du bekommst ihn deshalb jetzt exklusiv.
    Rayk verschickt Print-Reports an Interessenten. Das ist eine Hochglanz-Broschüre, persönlich nach Hause geliefert. Bisher hatte er den Versand outgesourct, mit standardisierten Anschreiben, in denen lediglich der Name angepasst wurde. Jetzt hat er den Prozess jedoch zurückgeholt und mit KI-gestütztem Lead-Sourcing kombiniert. Dadurch ist jedes Anschreiben individuell, und zwar mit Informationen zum Unternehmen, zur Persönlichkeit sowie zu konkreten Triggern.
    Das Ergebnis ist beeindruckend. Die Response-Quote hat sich mehr als verdoppelt. Außerdem sind die Erstgespräche tiefer, offener und schneller. Von der Anforderung des Reports bis zum Abschluss vergehen teils nur fünf bis sechs Werktage. Wer im Vertrieb arbeitet, weiß, wie krass das ist. Normalerweise dauern solche Sales-Zyklen nämlich Wochen oder Monate.
    Was du daraus lernst: KI ist nicht nur für digitale Kanäle relevant. Wer sie clever mit klassischen Vertriebsmethoden kombiniert, baut Vertrauen schneller auf. Das ist außerdem der eigentliche Trick. Nicht die KI ersetzt den Menschen, sondern die KI macht den menschlichen Touchpoint stärker.
    Bonus: Boostpilot – Wenn KI deinen Bestandskunden auf das Maximum hebt
    Heiko Rosenbohm ist Geschäftsführer der Chancenthal Works aus der Ostschweiz und außerdem Gründer der Plattform Boostpilot.ai. Sein Hack ist allerdings kein einzelnes Tool, sondern ein kompletter Ansatz: Agentic AI für Bestandskunden-Wachstum.
    Boostpilot berechnet zunächst das Einkaufspotenzial pro Kunde. Daraus entsteht dann der Share of Wallet. Anschließend dekodifiziert die KI das Erfolgsmuster der bisherigen Top-Kunden. Welche Firmographics machen den Unterschied? Welche Produkte werden bevorzugt gekauft? Welche Trigger funktionieren? Diese Muster werden anschließend zu Playbooks. Außendienstmitarbeiter setzen sie dann bei vergleichbaren Kunden ein, die heute noch wenig Umsatz machen.
    Zusätzlich übernimmt der Agentic-AI-Layer Vorbereitungen: Firmenrecherche, Patentrecherche, Neuigkeiten sowie DIN-Normen. Und zwar alles innerhalb weniger Minuten oder mit Tagestasks. Das ist deshalb eine massive Zeitersparnis.
    Heikos zweite Aussage hat mich umgehauen: Beim Mikrosegment der hochpotenziellen Kunden ist eine Wachstumssteigerung von 400 bis 500 Prozent nachweisbar. Das ist keine Werbung, sondern messbares Ergebnis aus einem E-Commerce-Projekt mit zigtausend Kunden und über 40 Produktgruppen. Genau das ist außerdem der Kern moderner KI Vertriebs-Assistent-Lösungen: nicht ersetzen, sondern verstärken.
    So wählst du die richtigen KI Tools Vertrieb für dein Team
    Sieben Hacks sind ein Buffet. Du musst aber nicht alles probieren. Stattdessen empfehle ich dir drei Schritte zur Auswahl der passenden KI-Sales-Tools.
    Erstens: Definiere deinen größten Engpass. Verlierst du Zeit in Meetings? Dann starte mit Plaud oder Demodesk. Ertrinkst du dagegen in E-Mails? Dann ist Fyxer dein Werkzeug. Brauchst du außerdem bessere Vorbereitung? Dann ist Langdock dein Tool.
    Zweitens: Achte auf DSGVO und Datenschutz. Gerade im B2B-Mittelstand ist das nämlich ein Killerargument. Plaud, Langdock sowie Boostpilot sind hier sauber aufgestellt. Bei US-Tools wie Fyxer solltest du jedoch genau hinschauen, was wann wohin geschickt wird.
    Drittens: Plane Adoption ein. Ein Tool, das niemand nutzt, kostet nur Geld. Setze deshalb klare Spielregeln, biete Training an und mache es zur Pflicht, so wie Alexander Bünk mit Wispr Flow. Wer KI freiwillig nutzen lässt, wird nämlich enttäuscht. Wer sie hingegen verankert, gewinnt.
    Quick Takeaways: Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
    Wispr Flow macht dich doppelt so schnell beim Schreiben, weil du diktierst statt tippst.
    Demodesk coacht dich nach jedem Online-Gespräch und liefert außerdem direkt Follow-up-Mails.
    Langdock bündelt mehrere LLMs DSGVO-konform für den Unternehmenseinsatz.
    Fyxer AI bringt dein E-Mail-Postfach auf Inbox Zero – und zwar mit europäischer Plug-and-Play-Lösung.
    Plaud transkribiert Meetings live über ein Hardware-Device und ist deshalb mein Top-Tool 2026.
    KI im Headhunting ist noch begrenzt einsetzbar – LinkedIn Hiring Assistant bringt im Executive Search wenig.
    KI plus Print verdoppelt Response-Quoten, sofern du Anschreiben individualisierst.
    Boostpilot hebt mit Agentic AI Bestandskunden um bis zu 400 Prozent.
    Häufige Fragen rund um KI Tools Vertrieb
    Welche KI Tools Vertrieb sind 2026 wirklich relevant? Im B2B-Vertrieb haben sich vor allem Tools für Meeting-Transkription (Plaud, Demodesk), E-Mail-Automatisierung (Fyxer), Diktieren (Wispr Flow), Unternehmens-KI-Plattformen (Langdock) sowie datenbasiertes Bestandskunden-Wachstum (Boostpilot) bewährt. Wichtig ist außerdem die Kombination aus Produktivitätsgewinn und DSGVO-Konformität.

    Sind KI Vertriebstools DSGVO-konform? Nicht jedes Tool ist es. Plaud, Langdock und Boostpilot sind allerdings explizit auf den europäischen Markt ausgerichtet und erfüllen die Anforderungen. Bei US-Lösungen wie ChatGPT oder Fyxer solltest du dagegen die Datenflüsse genau prüfen und entweder eine Enterprise-Variante wählen oder den Einsatz vertraglich absichern.

    Wie führe ich KI Sales Tools im Team ein? Starte mit einem klaren Anwendungsfall, der einen echten Engpass löst. Mach das Tool außerdem nicht optional, sondern verbindlich. Plane Onboarding und Schulung ein. Miss schließlich den Erfolg über Zeitersparnis, Pipeline-Qualität oder Abschlussquote. Wer KI nämlich nur "anbietet", erreicht keine Adoption.

    Lohnt sich Plaud für Verkäufer wirklich? Sofern du regelmäßig Kundengespräche führst, lautet die Antwort klar Ja. Die Zeitersparnis bei Protokollierung und Nachbereitung ist nämlich enorm. Außerdem profitierst du davon, dass nichts mehr verloren geht. Mit dem Code FUNK10OFF gibt es zudem zehn Prozent Rabatt auf plaud.ai, plus 30 Tage Geld-zurück-Garantie.

    Welche KI Tools Vertrieb funktionieren auch ohne Tech-Know-how? Fyxer AI und Plaud sind echte Plug-and-Play-Lösungen. Du installierst sie und legst sofort los. Wispr Flow ist ebenfalls intuitiv. Langdock und Demodesk brauchen dagegen etwas mehr Einarbeitung, dafür ist die Tiefe größer. Boostpilot ist außerdem eine vollständige Plattform mit Projektcharakter.


    Anleitung: So setzt du KI Tools Vertrieb sofort um
    Mit diesen vier Schritten startest du deinen KI-Einsatz im Vertrieb strukturiert und erfolgreich:
    Engpass identifizieren: Analysiere zunächst, wo du als Verkäufer aktuell am meisten Zeit verlierst. Meetings, E-Mails, Vorbereitung oder Nachbereitung sind dabei die häufigsten Kandidaten.
    Passendes Tool wählen: Suche dir anschließend das KI-Tool, das genau diesen Engpass löst. Für Meetings bietet sich beispielsweise Plaud an. Für E-Mails dagegen Fyxer. Außerdem für Vorbereitung Langdock.
    14 Tage testen: Nutze die kostenlosen Testphasen konsequent. Setze außerdem klare Erfolgskennzahlen wie eingesparte Zeit pro Tag oder Anzahl bearbeiteter Termine.
    Im Team verankern: Sobald das Tool für dich funktioniert, rolle es im Team aus. Schule deshalb deine Kollegen, definiere Spielregeln und mache die Nutzung verbindlich.

    Mein Fazit: KI Tools Vertrieb sind 2026 keine Option mehr
    Sieben Praktiker, sieben unterschiedliche Sichtweisen, eine klare Botschaft: KI verändert den Vertrieb genau jetzt. Du musst zwar nicht alles gleichzeitig einführen. Aber du solltest mindestens an einer Stelle anfangen. Wer 2026 noch ohne KI Tools Vertrieb arbeitet, hat nämlich ein Produktivitätsproblem. Punkt.
    Mein Tipp: Such dir aus den sieben Hacks den einen aus, der zu deinem Engpass passt. Probiere ihn anschließend vierzehn Tage konsequent aus. Falls du nach zwei Wochen sagst, das war Zeitverschwendung, hast du immerhin gelernt, was nicht funktioniert. In neun von zehn Fällen wirst du jedoch feststellen: Du willst nicht mehr zurück.
    Falls du tiefer einsteigen willst, lass uns reden. In einem kostenlosen Strategiegespräch schauen wir nämlich gemeinsam, wo dein Vertrieb am meisten Hebel hat und wie du KI dort sinnvoll integrierst. Buch dir einfach einen Termin. Gib alles, bis zum nächsten Mal, dein Christopher Funk.
    Dein Feedback: Welches Tool nutzt du?
    Jetzt bist du dran. Welches dieser sieben KI Tools Vertrieb hat dich am meisten gepackt? Was setzt du davon sofort um? Und welches Tool fehlt außerdem in dieser Liste, weil es in deinem Alltag schon Standard ist? Schreib mir einfach eine E-Mail an info@vertriebsfunk.de oder vernetz dich mit mir auf LinkedIn. Ich freue mich auf den Austausch. Sofern dir die Folge gefallen hat, teile sie gerne mit jemandem, der davon profitiert. Also welcher Hack landet bei dir auf Platz eins?
    Dein Feedback ist gefragt
    Welcher dieser sechs KI Tricks Vertrieb passt am besten zu deinem Alltag? Und welches Tool wirst du als erstes testen? Schreib mir deine Erfahrungen an plaud@vertriebsfunk.de oder vernetz dich mit mir auf LinkedIn. Wenn dir der Beitrag etwas gebracht hat, teile ihn außerdem mit einem Kollegen, der gerade an seinen KI-Workflows bastelt. Welche KI-Hacks fehlen in dieser Liste? Lass es mich wissen – die besten Tipps landen nämlich in einer Folge-Episode.
    🔊🔊 Schon gehört?
    Diese Folge ist der zweite Teil meiner KI-Reihe. Falls du den ersten Teil verpasst hast, hör unbedingt rein. Dort warten nämlich sechs weitere Praxis-Hacks auf dich, darunter NotebookLM, KI-Telefonagenten sowie der digitale Beraterstab: 6 KI-Tricks aus der Praxis, die dich sofort produktiver machen
    Ausgewählte Links zur Episode
    Dein kostenloses Strategiegespräch mit Christopher Funk
    Plaud – KI-Hardware-Recorder (Rabattcode: FUNK10OFF)
    Demodesk – KI für virtuelle Verkaufsgespräche
    Langdock – Die DSGVO-konforme KI-Plattform
    Fyxer AI – Intelligente E-Mail-Organisation
    Boostpilot – B2B-Wachstumsplattform mit Agentic AI
    Elimity – Identity Visibility und Intelligence Platform
    Podcast: CEO Career Code von Dominik Roth
    Gewinnspiel: Schreib eine E-Mail an plaud@vertriebsfunk.de und gewinne entweder ein Plaud Note Pro oder einen Plaud Note Pin (je ein Device wird verlost)
    Personen in dieser Folge
    Christopher Funk auf LinkedIn – Host
    Alexander Bünk auf LinkedIn – Gründer alfima.io
    Frederik Meßmer auf LinkedIn – Fractional Sales Leader bei Focus for Sales
    Christian Bartels auf LinkedIn – Head of Sales bei Elimity
    Dominik Roth auf LinkedIn – Headhunter und Partner bei Mercuri Urval
    Rayk Hahne auf LinkedIn – Gründer und Geschäftsführer der RH Unternehmerwissen GmbH
    Heiko Rosenbohm auf LinkedIn – CGO und Gründer Boostpilot.ai
  • VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

    #1030 - 6 KI-Tricks aus der Praxis, die dich sofort produktiver machen

    14.05.2026 | 29 Min.
    📢 Sponsoring: Diese Folge wird gesponsert von Plaud – dem KI-Hardware-Recorder, der meinen Vertriebsalltag komplett verändert hat. Mit dem Rabattcode FUNK10OFF bekommst du 10 % Rabatt auf deine Bestellung. Hier geht's direkt zu Plaud: de.plaud.ai
    Gewinnspiel: Schreib eine E-Mail an plaud@vertriebsfunk.de und gewinne entweder ein Plaud Note Pro oder einen Plaud Note Pin (je ein Device wird verlost)
     
    Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten
    Du arbeitest mit KI. Vielleicht intensiv, vielleicht erst seit Kurzem. Eine Frage, eine flache Antwort – und schon bist du enttäuscht. Genau hier liegt das Problem, denn die meisten setzen KI viel zu oberflächlich ein. Dadurch verschenken sie den größten Hebel, den moderne Tools für den Vertrieb bereithalten.
    Ich habe deshalb in meinem Netzwerk nachgefragt. Welche KI Tricks Vertrieb wirklich pushen, welche Tools im B2B-Alltag funktionieren und welche Kniffe Praktiker täglich nutzen. Sechs Vertriebsprofis haben mir ihre besten KI-Hacks geteilt. Keine Theorie, keine Hochglanz-Demos, sondern echte Anwendungsfälle aus dem Sales-Alltag.
    In diesem Beitrag bekommst du sechs konkrete Methoden, die du sofort umsetzen kannst. Vom digitalen Beraterstab über automatische Meeting-Protokolle bis zum KI-Agenten für die Telefonakquise. Außerdem erfährst du, welche Tools sich lohnen, wie du sie clever einsetzt und warum diese KI Hacks für Vertrieb mehr bringen als jede generische Prompt-Sammlung. Zum Schluss verlose ich noch ein Hardware-Device, das meine Arbeit als Vertriebscoach komplett verändert hat.
    Der digitale Beraterstab: KI als strategisches Sparring
    Stell dir vor, du hättest direkten Zugriff auf die schlauesten Köpfe deiner Branche. Auf jene Experten, deren Bücher du liest und deren Methoden du anwendest. Rund um die Uhr erreichbar. Außerdem mit einem Feedback, das deine Ideen wirklich herausfordert, statt sie nur abzunicken. Genau das wünschen sich die meisten Geschäftsführer und Vertriebsleiter, wenn ich mit ihnen spreche. Sie kennen die Experten allerdings nicht persönlich oder bekommen kurzfristig keinen Termin.
    Wie der Beraterstab aufgebaut ist
    Michael Larche, Geschäftsführer von Laminole und Revenue Partner für den B2B-Mittelstand, hat das Problem gelöst. Er nennt seinen täglichen KI-Einsatz nicht ChatGPT, sondern digitalen Beraterstab. Konkret sieht das so aus: Fünf Sitze, jeder besetzt mit einem Spezialisten aus einer Kerndisziplin. Dazu gehören Positionierung, Copywriting, Discovery, Verhandlungen und Go-to-Market-Strategie. Hinter jedem Sitz steckt ein KI-Agent, trainiert auf den Methoden anerkannter Experten – also auf ihren Büchern, Videos, Podcasts und weiteren Beiträgen. Dahinter liegt zudem sein eigenes Profil: Ausgangssituation, Firma, Strategie, Herausforderungen, Ziele.
    Wichtig dabei: Der Beraterstab ersetzt nicht das eigene Denken. Vielmehr fordert er es heraus. Michael bringt eine Hypothese rein, woraufhin die Experten ihre Blickwinkel und Gegenfragen liefern. Teilweise diskutieren die KI-Agenten sogar gegenseitig. Und genau das macht den Unterschied.
    Konkretes Beispiel aus der Praxis
    Michael hat seine komplette Webseite selbst gebaut – mit Claude Cowork. Danach hat er sie seinem Beraterstab vorgelegt. Was sagt der Positionierungs-Experte? Was meint der Copywriter? Und wie blickt der Go-to-Market-Spezialist drauf? Alle geben ihren Senf dazu. Daraus entstehen klare Fragen, neue Blickwinkel und scharfe Ideen. Am Ende entscheidet Michael, welche Punkte er übernimmt. Was bei einer Agentur mehrere Wochen, verschiedene Workshops und mehrere tausend Euro gekostet hätte, war innerhalb einer Woche fertig – und zwar für unter 100 Euro.
    Der Effekt: deutlich schneller, qualitativ deutlich besser. Genau hier liegt das wahre Potenzial von KI im B2B Vertrieb. Also nicht als reiner Antwortgenerator, sondern als Sparringpartner, der den Sachverhalt aus mehreren Blickwinkeln betrachtet.
    Der strategische KI-Partner: Schluss mit dem Schmeicheln
    Markus Milz nutzt mittlerweile geschätzt 25 bis 30 KI-Use-Cases im Vertrieb und Marketing. Dazu zählen ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini, Grok und Notebook LM – alles in der Bezahlversion. Sein wichtigster Hack ist allerdings kein Tool, sondern ein Prompt. Genauer gesagt: ein Kontext, den er allen großen Sprachmodellen mitgibt.
    Das Problem mit gefälligen KI-Antworten
    Die meisten Large Language Models sind so gebaut, dass sie nett und gefällig antworten. „Tolle Idee", „Du bist auf dem richtigen Weg", „Großartige Frage". Genau das geht im Vertriebsalltag aber auf den Zeiger. Du brauchst nämlich keine Bestätigung. Stattdessen brauchst du ehrliches Sparring. Außerdem willst du wissen, wo deine blinden Flecken liegen.
    Der Prompt für brutale Ehrlichkeit
    Markus hat seinem strategischen Partner deshalb folgenden Kontext mitgegeben: Dein Ziel ist es, mir als stiller und schlauer Geschäftspartner zu dienen, der vor allem hart ehrlich ist, strategisch denkt und mir ohne Umschweife hilft. Für jede Antwort beginne mit der harten Wahrheit, die ich hören muss. Du hast einen IQ von 150 oder mehr. Außerdem verfügst du über tiefes Fachwissen in Psychologie, Strategie und Führung. Du schmeichelst mir nicht, sondern sagst mir klar, was Sache ist. Deine Mission: meine kritischen Lücken zeigen, meine blinden Flecken aufdecken und mir neue Denkmodelle mitgeben.
    Je nach Situation – Einkäufergespräch, Verkäufergespräch, Geschäftsführer-Meeting – ergänzt Markus den Prompt mit weiterem Kontext. Zum Beispiel: „Ich habe morgen ein Jahresgespräch beim Kunden X. Das Setting ist Y. Wie würdest du mir empfehlen vorzugehen?" Oder: „Ich habe einen üblen Reklamationsfall, der eine langjährige Geschäftsbeziehung kaputt zu machen droht. Wie gehe ich vor?"
    Das Ergebnis: konkrete strategische Tipps, statt warmer Worte. Genau diese Art von Sparring brauchst du, wenn du als Vertriebler oder Geschäftsführer wirklich vorankommen willst.
    Plaud: Der Hardware-Recorder, der meinen Vertriebsalltag verändert hat
    Jetzt zu meinem absoluten Favoriten. Plaud ist für mich ein echter Game Changer. Außerdem ist Plaud der Sponsor dieser Podcast-Folge – allerdings nutze ich das Produkt schon seit Monaten, also lange bevor das Sponsoring zustande kam. Werbepartner-Anfragen lehne ich meistens ab. Bei Plaud habe ich jedoch zugesagt, weil ich absolut überzeugt bin.
    Was Plaud kann
    Plaud transkribiert Meetings. Dazu zählen Online-Calls, Vor-Ort-Termine und Telefongespräche. Das Hardware-Device hat die Größe einer Kreditkarte, ist doppelt so dick und passt in jede Tasche. Du drückst auf den Knopf, legst es auf den Tisch – fertig. Bis zu 50 Stunden Aufnahme sind am Stück möglich. Ich nutze es bei jedem Workshop, jedem Coaching-Call und jedem Kundengespräch. Vorher frage ich natürlich alle Teilnehmer um Erlaubnis. Bisher hat dabei noch niemand abgelehnt.
    Nach der Aufnahme bekommst du ein sauberes Transkript mit Sprechererkennung. Außerdem werden Hintergrundgeräusche rausgefiltert. Plaud erstellt auf Knopfdruck Zusammenfassungen, die richtig stark sind. Aus meinen Coaching-Calls bekomme ich somit innerhalb von Minuten eine starke Zusammenfassung, die meine Kunden begeistert.
    Die MagSafe-Hülle und der Telefon-Hack
    Es gibt eine MagSafe-Hülle für Plaud. Damit klebst du das Device hinten ans Handy und schneidest Telefongespräche mit. Übers Headset funktioniert es zwar nicht, allerdings läuft das normale Telefonat am Ohr sauber. Ich spreche viel mit Kunden, und jede dieser Aufnahmen landet sauber transkribiert in der App.
    Außerdem gibt es eine eingebaute KI in Plaud. Du kannst sie fragen: „Worum ging es vor drei Wochen mit Kunde X? Welcher Preis wurde genannt?" Die KI durchsucht dann alle deine Aufnahmen und liefert die Antwort. Zudem kannst du die Transkripte nach ChatGPT, Claude oder andere KIs schicken und damit weiterarbeiten.
    Warum Plaud auch DSGVO-konform ist
    Gerade im B2B-Vertrieb wichtig: Plaud ist DSGVO-konform. Außerdem gibt es eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Du kannst das Device also in Ruhe testen, und zwar ohne Risiko. Auch die Desktop-App, die in Teams- oder Zoom-Calls auf dem Rechner mithört (ohne als Teilnehmer beizutreten), ist ein echter Vorteil. Denn du musst niemanden in den Call holen und nichts installieren bei der Gegenseite.
    Letztens war ich mit einem Kunden beim Essen. Plötzlich ging es ans Detail. Also habe ich das Device aufgeklappt, mitten in einem lauten Restaurant aufgenommen – und die Audioqualität war sauber genug, um das gesamte Gespräch zu nutzen. Genau solche Momente machen Plaud zu einem der besten KI Tools für Produktivität im Sales. Mit dem Rabattcode FUNK10OFF bekommst du 10 % Rabatt auf de.plaud.ai.
    Notebook LM Deep Research: Zielkundenanalyse auf Steroiden
    Marcus Karten kennt sich mit KI-gestützter Kundenanalyse aus. Mit „Sales Architecture for Logistics" hilft er Logistikunternehmen dabei, ihren Vertrieb mit KI auf das nächste Level zu bringen. Sein Tipp lautet: Notebook LM Deep Research für die Recherche zu Zielkunden.
    Warum Notebook LM funktioniert
    Notebook LM arbeitet wie ein RAG-System (Retrieval-Augmented Generation). Dabei nutzt es nur die Quellen, die du ihm zur Verfügung stellst. Dadurch entstehen kaum Halluzinationen. Die Krux: Du brauchst gute Quellen. Genau hier kommt Deep Research ins Spiel, denn Notebook LM kann eigenständig im Web nach passenden Quellen zu deinem Zielkunden suchen.
    Die vier Anweisungen für richtig starken Output
    Harte Fakten extrahieren: Sag der KI klar, dass du keinen Marketing-Fluff willst, sondern echte Daten. In der Logistik wären das Standorte, IT-Systeme und Kennzahlen. Für deine Branche definierst du das selbst. Der englische Fachbegriff dafür heißt „Entity Extraction" – damit weiß das System sofort, was zu tun ist.
    Alle Signale erfassen: Weise die KI an, alle wichtigen Signale zu sammeln, ohne sie vorzufiltern. Filtern kannst du nämlich später immer noch. Die Signale müssen für dein Geschäft passen – in der Logistik beispielsweise alles, was auf logistische Veränderungen hindeutet.
    Triangulation: Lass die KI prüfen, ob Signale in mehreren Quellen auftauchen. Denn sobald ein Signal aus drei verschiedenen Quellen kommt, ist es deutlich verlässlicher. Der englische Begriff dafür ist „Triangulation".
    Cross-Correlation: Lass die KI Verbindungen zwischen verschiedenen Meldungen herstellen. Beispiel Logistik: Wenn ein Unternehmen in ein neues Land expandiert und gleichzeitig viele Stellenanzeigen schaltet, ist da Bewegung im Markt. Solche Querverbindungen sind oft die wertvollsten Signale.
    Der zweite Schritt: Gap-Analyse
    Sobald Deep Research einen kompletten Report zu deinem Zielkunden ausgespuckt hat, schaltest du alle anderen Quellen in Notebook LM ab. Andernfalls rauscht das System. Mit dem Report als einziger Quelle plus deinem eigenen Leistungsportfolio kannst du dann Gap-Analysen fahren, strategische Matches finden und konkrete Argumente für deinen Pitch ableiten. Also zwei Schritte, klar getrennt: erst Data Extraction, dann strategische Analyse.
    Noota: Das Meeting-Tool gegen NATO-Meetings
    Pia Tischer, Geschäftsführerin von Coveto ATS und Recruiting-Spezialistin, nutzt Noota – ein französisches Tool für Meeting-Protokolle. Ihre Diagnose ist messerscharf: Viele Unternehmen leiden unter NATO-Meetings. No Action, Talk Only. Also eine Stunde reden, und drei Wochen später weiß keiner mehr, was beschlossen wurde. Geschweige denn, wer was übernehmen soll.
    Was Noota macht
    Noota ist eine App. Du installierst sie aufs Handy – also kein extra Gerät nötig. Außerdem gibt es eine Freemium-Variante zum Testen. Noota zeichnet das Meeting auf, transkribiert es, strukturiert die Inhalte und liefert ein fertiges Protokoll. Dazu gehören Tagesordnung, Zusammenfassung, To-dos und offene Fragen – alles automatisch. Wenige Sekunden nach Meeting-Ende landet das Protokoll in deinem E-Mail-Postfach. Du musst also nichts tun.
    Der kulturelle Hebel
    Pia nutzt Noota nicht nur für interne Meetings. Vor Kurzem war sie auf einer Recruiting-Konferenz und hat dort die für sie spannenden Speaker-Slots aufnehmen lassen. Früher hätte sie zugehört und wenig behalten – oder mitgeschrieben und dann nur die Hälfte mitbekommen. Heute hört sie konzentriert zu und bekommt anschließend ein sauberes Transkript plus Zusammenfassung mit den wichtigsten Punkten.
    Im Unternehmen wirkt Noota noch stärker. Denn das Protokoll mit klaren To-dos landet bei allen im Posteingang. Schwarz auf weiß. Niemand kann mehr sagen: „Weiß ich nicht mehr, was gemeint war." Oder: „War das überhaupt meine Aufgabe?" Genau das ist der eigentliche Hebel. Also nicht die Technik, sondern die kulturelle Wirkung im Team.
    VAPI: Der KI-Agent für die Telefonakquise
    Oliver Zentgraf ist seit Herbst 2024 selbstständiger Vertriebs- und Kommunikationstrainer. Sein Credo lautet: „Verkaufen 1 Mainz." Sein USP ist die Zwischenmenschlichkeit im vertrieblichen Gespräch. Das Wie ist für ihn wichtiger als das Was. Und trotzdem oder gerade deshalb hat er einen radikalen KI-Hack im Einsatz.
    Setting und Closing trennen
    Oliver hat im Closing eine Quote von 3 zu 5. Das ist herausragend. Allerdings raubt ihm das Setting – also die Erstgespräche und Terminvereinbarungen – als One-Man-Show zu viel Zeit. Genau hier kommt VAPI ins Spiel. VAPI ist das Grundgerüst, das den Einsatz digitaler Voice-Agenten möglich macht. In Kombination mit verschiedenen API-Schnittstellen baut er dadurch einen KI-Agenten, der die Telefonakquise übernimmt.
    Wie das in der Praxis funktioniert
    Der digitale Agent ruft an, kommt über die Zentrale zur Empfangsdame und lässt sich zum Entscheider durchstellen. Dort vereinbart der Agent dann einen Termin. Im Folgetermin tritt Oliver anschließend persönlich auf. Also: Das Setting macht die KI, das Closing macht der Mensch. Oliver hat sich das System per Live-Calls vorführen lassen. Die Quote: 99 bis 100 Prozent funktionierende Gespräche. Eine starke Leistung für einen Voice-Agenten.
    Das Prinzip dahinter ist universell: Bleib bei deinen Stärken. Was die KI besser kann oder günstiger erledigt, gibst du ab. Genau dafür sind diese KI Tricks Vertrieb gemacht. Denn sie verlängern deine Hebelwirkung als Verkäufer.
    Key Points: Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick
    Beraterstab statt Suchmaschine: KI funktioniert erst dann richtig, wenn du sie mit Kontext fütterst – also wer du bist, was du tust, welche Ziele du verfolgst.
    Brutal-ehrlich-Prompt: Standard-KI schmeichelt dir. Deshalb programmiere sie um zu einem strategischen Sparringpartner mit klarer Haltung.
    Hardware-Recorder Plaud: 50 Stunden Aufnahme, Sprechererkennung, automatische Zusammenfassungen und DSGVO-konform. Ein Game Changer für jedes Vertriebsgespräch.
    Notebook LM Deep Research: Vier Anweisungen – harte Fakten, alle Signale, Triangulation, Cross-Correlation – machen aus generischer Recherche scharfe Account Intelligence.
    Noota gegen NATO-Meetings: Automatische Protokolle mit klaren To-dos beenden die ewige Diskussion darüber, wer was bis wann macht.
    VAPI Voice-Agent: Setting an die KI abgeben, Closing selbst machen. Dadurch entsteht skalierbare Vertriebskraft als One-Man-Show.
    So baust du deinen eigenen KI-Werkzeugkasten
    Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du KI Tricks Vertrieb systematisch in deinen Alltag bringst.
    Status quo analysieren: Schau dir an, wo du im Vertrieb am meisten Zeit verlierst. Recherche? Meeting-Nachbereitung? Akquise? Telefon? Genau dort setzt der erste KI-Trick an.
    Mit einem Tool starten: Nicht zehn Tools parallel testen. Such dir stattdessen das eine raus, das deinen größten Engpass löst – und gib ihm zwei Wochen Zeit.
    Kontext aufbauen: Füttere die KI mit deinem Profil, deinem Markt und deinen Kunden. Denn erst dann liefert sie passende Antworten statt allgemeiner Tipps.
    Prompts schärfen: Nutze klare Rollenanweisungen wie „Du bist mein strategischer Partner mit hohem IQ, der mir ehrlich sagt, was Sache ist." Das verändert die Output-Qualität deutlich.
    Ergebnisse messen: Wie viel Zeit sparst du pro Woche? Und wie steigt die Qualität deiner Vorbereitung? Ohne messbare Wirkung kein Tool-Behalt.
    Im Team rollen: Sobald du selbst sicher bist, zeige es deinem Team. Außerdem sorgt eine zentrale Prompt-Bibliothek für gleiche Ergebnisse.

    Fazit: Hör auf, KI zu „nutzen" – fang an, sie zu führen
    KI im B2B Vertrieb ist kein Hype mehr, sondern Standard. Trotzdem nutzt nur ein Bruchteil der Unternehmen sie strategisch. Die meisten probieren rum, und zwar ohne Plan. Genau hier verschenkst du Marge, Tempo und Marktanteil. Die sechs KI Tricks Vertrieb aus dieser Folge zeigen: Es geht nicht um das beste Tool, sondern um die richtige Haltung. Außerdem brauchst du Kontext, klare Prompts, mutige Anwendungsfälle und die Bereitschaft, KI als Sparringpartner zu führen – also nicht als Suchmaschine zu missbrauchen.
    Jeder einzelne dieser Praxis-Tipps spart dir Stunden pro Woche. Zusammen sind sie sogar ein neuer Maßstab. Such dir den Trick raus, der deinen größten Engpass löst, und starte heute. Wenn du wissen willst, wie du KI strategisch in deinen Vertrieb einbaust und welche Tools für dein Geschäftsmodell wirklich Sinn ergeben, lass uns sprechen. Denn ein 30-minütiges Strategiegespräch reicht oft, um die größten Hebel zu finden. Buch dir hier dein kostenfreies Strategiegespräch mit mir.
    Häufige Fragen zu KI Tricks im Vertrieb
    Was sind die besten KI Tricks Vertrieb für den Einstieg?
    Für den Einstieg eignen sich drei KI Hacks Vertrieb besonders. Erstens: ein klarer Kontext-Prompt für ehrliches Sparring statt schmeichelnder Antworten. Zweitens: ein Meeting-Recorder wie Plaud oder Noota für saubere Protokolle. Drittens: Deep Research in Notebook LM für Zielkundenanalysen. Starte also mit dem Tool, das deinen größten Zeitfresser löst.
    Wie nutze ich KI im B2B Vertrieb DSGVO-konform?
    Wähle Tools mit klarer Datenschutz-Erklärung und EU-Hosting. Plaud beispielsweise ist DSGVO-konform. Wichtig: Hol vor jeder Aufnahme die Einwilligung aller Gesprächspartner ein. Bei sensiblen Kundendaten empfiehlt sich zudem ein interner KI-Workflow, bei dem keine Daten an externe Modelle gehen.
    Welcher KI-Prompt funktioniert am besten für Verkaufsgespräche?
    Ein starker Prompt für Verkaufsgespräche definiert klar die Rolle der KI („Du bist mein strategischer Sparringpartner mit hohem IQ"), die Aufgabe („Identifiziere meine blinden Flecken vor diesem Termin") und den Kontext (Branche, Kundenprofil, bisherige Gespräche). Denn je präziser der Kontext, desto schärfer die Empfehlung.
    Ersetzt KI im Vertrieb echte Verkäufer?
    Nein. Denn KI ersetzt keine Beziehungen, keine Intuition und keine Verhandlungspsychologie. Sie übernimmt allerdings sich wiederholende Aufgaben, beschleunigt Recherche und hilft beim Sparring. Top-Verkäufer nutzen KI Tools für Produktivität Sales, um sich auf das zu konzentrieren, was Menschen besser können: zuhören, einordnen, entscheiden.
    Wie viel Zeit spare ich konkret durch KI Tricks im Vertrieb?
    Studien wie die von McKinsey zeigen Produktivitätsgewinne von bis zu 40 Prozent. In der Praxis berichten Vertriebsprofis sogar von zwei bis fünf Stunden Zeitersparnis pro Woche – vor allem bei Recherche, Meeting-Protokollen und Akquise-Vorbereitung. Entscheidend ist dabei nicht das einzelne Tool, sondern die konsequente Nutzung im Alltag.

    Dein Feedback ist gefragt
    Welcher dieser sechs KI Tricks Vertrieb passt am besten zu deinem Alltag? Und welches Tool wirst du als erstes testen? Schreib mir deine Erfahrungen an plaud@vertriebsfunk.de oder vernetz dich mit mir auf LinkedIn. Wenn dir der Beitrag etwas gebracht hat, teile ihn außerdem mit einem Kollegen, der gerade an seinen KI-Workflows bastelt. Welche KI-Hacks fehlen in dieser Liste? Lass es mich wissen – die besten Tipps landen nämlich in einer Folge-Episode.
    🔊🔊 Schon gehört?
    Challenger Sales – mutig führen statt nett verkaufen
    Ausgewählte Links zur Episode
    Dein Strategiegespräch mit Chris
    Plaud – Personalisierte KI-Notizen für mehr Produktivität (Rabattcode: FUNK10OFF für 10 % Rabatt)
    Laminole – Revenue Partner für B2B Software & Mittelstand
    Milz & Comp. Unternehmensberatung | Akademie
    Noota – Turn your conversations into actions with AI
    Coveto – Recruiting & Bewerbermanagement Software
    Notebook LM von Google
    Oliver Zentgraf – Vertrieb in der Spur mit dem Strategiecall
    Gewinnspiel: Schreib eine E-Mail an info@velites.de und gewinne entweder ein Plaud Note Pro oder einen Plaud Note Pin (je ein Device wird verlost)
    Personen in dieser Folge
    Christopher Funk – Vertriebs- und Wachstumscoach, Headhunter und Host des VertriebsFunk
    Michael Larche – Geschäftsführer Laminole, Revenue Partner für B2B Software & Mittelstand
    Markus Milz – Strategie-, Wachstums- und Vertriebsberater, Top-100-Keynotespeaker, 8x Autor
    Marcus Karten – Sales Architecture for Logistics, KI-gestützter Vertrieb in der Logistik
    Pia Alexandra Tischer – CEO Coveto ATS, Recruiting & KI im Mittelstand
    Oliver Zentgraf – Vertriebs- und Kommunikationstrainer, „Verkaufen 1 Mainz"
Weitere Karriere Podcasts
Über VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere
DER B2B Sales Podcast im deutschsprachigen Raum! Über 800 Folgen, mehr als 2 Mio. Downloads Hier findest du alle Informationen, um deinen Vertrieb auf das nächste Level zu bringen und selber zum Top Verkäufer zu werden. Jede Woche bekommst du: Tipps und Insights von den besten Vertriebsexperten der Welt Anleitungen und Inspirationen, um jeden Tag ein wenig besser zu werden Du willst mehr? Ich helfe und begleite ausgewählte Vertriebsleiter und Unternehmer auf das nächste Level: Planbare, steigende Umsätze und solide Margen. Der beste Vertrieb, den deine Produkte und Services verdienen. Es ist so viel Potenzial in deinem Vertrieb, in deinem Unternehmen - es wird Zeit, dass wir es gemeinsam aktivieren. Mehr Infos: https://christopher-funk.de/ Termin: https://calendly.com/chrisfunk/nextlevel-sales-analyse-gesprach
Podcast-Website

Höre VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere, Think Fast Talk Smart: Communication Techniques und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.at-App

Hol dir die kostenlose radio.at App

  • Sender und Podcasts favorisieren
  • Streamen via Wifi oder Bluetooth
  • Unterstützt Carplay & Android Auto
  • viele weitere App Funktionen
VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere: Zugehörige Podcasts
Rechtliches
Social
v8.9.8| © 2007-2026 radio.de GmbH
Generated: 6/15/2026 - 5:22:11 AM