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    Autoreifenabrieb: Die unterschätzte Gefahr für uns und die Umwelt

    19.04.2026 | 31 Min.
    Was wir nicht sehen, kann uns trotzdem schaden: Mikroplastik ist längst überall – in der Luft, im Wasser und sogar dort, wo wir uns eigentlich gesund fühlen wollen. Thilo Hofmann, Universitätsprofessor für Umweltgeowissenschaften an der Universität Wien, schlägt Alarm und zeigt im Podcast bei Elisabeth Oberzaucher auf: Die größte Gefahr kommt aus einer völlig unterschätzten Quelle.

    Mikroplastik ist kein neues Problem - aber eines, das lange ignoriert wurde. Heute wissen wir: es ist praktisch überall. Doch während viele an Plastiksackerl oder Verpackungen denken, liegt die wahre Hauptquelle ganz woanders: beim Autoverkehr. Von den Gesamtemissionen, die - insbesondere in Nordeuropa – in der Umwelt landen, entfallen 80 bis 90 Prozent auf den Autoreifenabrieb. „Das wurde lange enorm stark unterschätzt“, so der Forscher. 

    Auch Elektroautos werden – zumindest - dieses Problem nicht lösen. Im Gegenteil: schwerere E-Autos könnten sogar noch mehr Abrieb verursachen. Entscheidend ist vor allem der Fahrstil: Wer aggressiv beschleunigt und bremst, produziert deutlich mehr Mikroplastik. 

    Warum ausgerechnet in Kletterhallen die Belastung in der Atemluft ähnlich hoch wie an stark befahrenen Straßen ist, und wie sich steigende Temperaturen auf die Schadstoffe in der Umwelt auswirken, erfahren Sie im Podcast.

    Zur Person: Thilo Hofmann erforscht, wie sich Schadstoffe wie Mikroplastik, Nanopartikel und chemische Verbindungen in Umwelt und Wasser verhalten, um deren Auswirkungen besser zu verstehen und nachhaltige Lösungen für globale Umweltprobleme zu entwickeln.
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    Lieferketten-Experte Peter Klimek: „Wir sind geopolitisch erpressbar“

    02.04.2026 | 30 Min.
    Mehrere Krisen gleichzeitig, Abhängigkeiten, die uns geopolitisch erpressbar machen und ein System, das jederzeit kippen kann: Der Wiener Komplexitätsforscher Peter Klimek schlägt Alarm. Im Podcast „Wiener Wissen“ erklärt er bei Elisabeth Oberzaucher, warum unterbrochene Lieferketten große Folgen haben können, aber auch, wie Wissenschaft hilft, Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.

    Ob Donald Trumps Zollpolitik, globale Konflikte oder blockierte Schifffahrtsrouten: eine einzelne Krise wäre oft noch beherrschbar, gemeinsam aber würden sie eine gefährliche Dynamik entwickeln. „Irgendwann funktionieren die Systeme nicht mehr so, wie wir es gerne hätten“, warnt Klimek. Genau dieser Kipppunkt sei entscheidend – und gleichzeitig schwer vorherzusagen. Denn in komplexen Systemen hängt alles mit allem zusammen.

    Besonders brisant: Staaten und Unternehmen würden ihre Lieferketten oft nicht wirklich im Detail kennen. Selbst Firmen haben oft nur einen begrenzten Überblick: sie kennen ihre direkten Zulieferer, aber schon bei den Zulieferern der Zulieferer wird es meist unübersichtlich. Und genau dort entstehen oft kritische Abhängigkeiten.

    Denn es zeigt sich immer wieder: hinter vielen Produkten steckt am Ende dieselbe Quelle – etwa ein einzelnes Unternehmen in China, das wichtige Vorprodukte liefert. Fällt dieses Glied aus, kann das ganze System ins Wanken geraten. Die Folge: wirtschaftliche Probleme, politische Erpressbarkeit und ganz konkrete Auswirkungen für uns alle, etwa bei Autos, Mikrochips oder anderen wichtigen Gütern.

    Peter Klimek und sein Team arbeiten daran, diese unsichtbaren Verflechtungen sichtbar zu machen. Ziel ist es, besser zu verstehen, „wer von wem abhängt“. Nur so lässt sich im Ernstfall schnell erkennen, wo das Problem liegt – und wie man darauf bestmöglich reagieren kann. Denn längere Lieferketten-Blockaden beeinflussen Wohlstand, Arbeitsplätze und die Versorgungssicherheit.

    Zu den Personen:

    Menschliches Verhalten zu erforschen, ist die große Leidenschaft von Verhaltensbiologin Elisabeth Oberzaucher. Einem breiten Publikum wurde die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin und Direktorin von Urban Human als Mitglied der „Science Busters“ bekannt.

    Peter Klimek

    ist Physiker und Komplexitätsforscher. Bekannt wurde er durch seine Covid-19-Analysen in Österreich. Seit März 2023 ist er der Leiter eines neuen Forschungsinstituts für Lieferketten, dem Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII).
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    Wenn der Ernstfall geübt wird: Wie Europa für Katastrophen lernt

    21.12.2025 | 33 Min.
    Erdbeben, Überflutungen, Chemieunfälle oder Krieg: Was passiert, wenn eine Katastrophe ein Land überfordert und ohne internationale Hilfe nichts mehr geht? In der neuen Folge von Wiener Wissen gibt die Sicherheitsforscherin Eva Maria Kern einen eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen europaweiter Katastrophenschutzübungen.
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    Was wäre Österreich ohne EU? Ökonom enthüllt brisante Fakten

    27.11.2025 | 34 Min.
    Wie wäre unser Leben, wenn wir der EU nicht beigetreten wären? Diesem Thema hat WIFO-Ökonom und WU-Professor Harald Oberhofer sich intensiv gewidmet. Bei Elisabeth Oberzaucher gibt er in der aktuellen „Wiener Wissen“-Podcast-Folge spannende Einblicke in seine Forschungsarbeit.
    Seriöse Forschung steht und fällt mit der Qualität der Daten. Denn: „Viele Daten heißt nicht unbedingt gute Daten - und schlechte Daten führen zu schlechten politischen Schlussfolgerungen und Entscheidungen“, so das Fazit des Gesprächs zwischen Harald Oberhofer und Elisabeth Oberzaucher.
    Der Ökonom fordert daher einheitliche internationale Datenstandards, um faktenbasierte und vergleichbare Ergebnisse zu ermöglichen. Welche Handelseffekte die Mitgliedschaft in der Europäischen Union Österreich gebracht hat, und wie Harald Oberhofer die aktuelle wirtschaftliche Lage einschätzt, erfahren Sie hier im Podcast.
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    Leben in der Stadt: „Schönheit löst kleine Dosen von Glück in uns aus“

    30.10.2025 | 32 Min.
    Grün in der Stadt tut gut – das weiß man. Aber was macht eigentlich Kunst mit uns, wenn sie im öffentlichen Raum auftaucht? Kann sie vielleicht genauso viel fürs Wohlbefinden tun wie Pflanzen und Parks?
    Um diese Frage zu beantworten, hat sich Elisabeth Oberzaucher mit dem Psychologen Helmut Leder zusammengetan, der sich schwerpunktmäßig mit der Empirischen Ästhetik beschäftigt. Gemeinsam bespielen sie mobile Grätzloasen in Wien – mal mit Pflanzen, mal mit Kunst – und erforschen, was das mit uns Menschen macht.
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Über Wiener Wissen

Wiener Wissen ist ein Podcast über die Forscher:innen und die Wissenschaft in der Weltstadt Wien. Woran wird geforscht, wo ist Österreichs Metropole führend - und was sind die neuesten Erkenntnisse in interessanten Bereichen? Hier bekommen Sie die Antworten. Alle 14 Tage gibt es eine neue Episode.
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