Ein 52-jähriger Patient wird mit akuten retrosternalen Schmerzen und auffälligem EKG per Notarzt ins
Krankenhaus gebracht. Im Raum stehen zunächst die großen und gefährlichen Diagnosen: akutes
Koronarsyndrom, Lungenembolie oder Aortendissektion. Doch Troponin, CT und weitere Untersuchungen
passen nicht so recht ins Bild.
Dann zeigt sich: Der Patient hat einen Perikarderguss, Pleuraergüsse und seit Monaten zunehmende
Gelenkbeschwerden. Unter Immunsuppression mit Infliximab entsteht eine neue differenzialdiagnostische
Spur.
Andreas und Ingo nutzen den Fall, um über zwei völlig unterschiedliche Arten medizinischen Denkens zu
sprechen: schnelles, heuristisches Denken in der Akutsituation – und langsames, analytisches Denken mithilfe
einer TANTE-PIAV-Liste.
Am Ende findet sich eine Diagnose, die mit den Beschwerden die den Patienten ins Krankenhaus gebracht
haben, gar nicht mehr viel zu tun hat.
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