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DERMOBILIST E-Mobilität und Elektroauto ohne Mythen

Volker Fröse
DERMOBILIST E-Mobilität und Elektroauto ohne Mythen
Neueste Episode

133 Episoden

  • DERMOBILIST E-Mobilität und Elektroauto ohne Mythen

    Dunkelflaute, Diesel und der Denkfehler (#031)

    10.09.2026 | 1 Std. 5 Min.
    Emotionen gehören zur Debatte über das Elektroauto. Zahlen aber auch. Harald Depta arbeitet seit über zwölf Jahren mit E-Mobilität, Fuhrparks und Photovoltaik und erklärt, warum so viele Diskussionen an der Realität vorbeilaufen: weil die Ausnahme zur Regel erklärt wird. Es geht um Kilowattstunden, Lastverschiebung, Dunkelflaute, Ladekosten, chinesische Hersteller und die Frage, was Premium heute noch bedeutet. Eine Folge über Fakten statt Reflexe.

    Key Takeaways

    00:13:15 Ausnahmen werden zur Regel erklärt: die angeblichen 1000 Kilometer dreimal pro Woche sind meist eine Ausrede.
    00:16:15 Eine Flottenmessung mit GPS-Trackern zeigte, wie wenig die Poolfahrzeuge tatsächlich fahren, danach war die Reichweitenfrage erledigt.
    00:19:30 Gramm, Liter, Kilogramm kennt jeder. Was eine Kilowattstunde bedeutet, hat kaum jemand auf dem Schirm.
    00:35:45 Laden dauert zehn Sekunden: Kabel rein, gehen. Wann geladen wird, entscheidet das Energiemanagement.
    00:38:00 Nicht ein Auto wird durch ein anderes ersetzt, sondern ein System. Das Fahrzeug ist Teil des Energiesystems.

    Weitere Themen

    00:05:34 Vom Deutschen Fernsehen zur E-Mobilität: Haralds Werdegang
    00:11:38 Die 80 Prozent in der Mitte, die zuschauen und nicht schreien
    00:23:15 PV auf dem Schuldach, 30 Grad im Klassenzimmer, verbotene Klimaanlagen
    00:26:47 Dunkelflaute, Diesel im Blockheizkraftwerk, Grundlast
    00:30:49 Europäischer Energieverbund, Strombörse, Direktvermarktung
    00:41:54 ID.Buzz, CLA-Zulassungszahlen und die Frage nach Premium
    00:50:30 Sitzheizung im Abo, Bidirektionalität, Akkutechnik im Vergleich
    00:54:32 100 Mythen auf LinkedIn und die drei häufigsten Reaktionen
    00:58:33 Elektrische Schiffe und Flugzeuge: quer denken

    Zum Gast: Harald Depta ist Energiefahrer. Er berät zu E-Mobilität, Fuhrpark und Photovoltaik, ist Fachdozent bei DEKRA, TÜV Nord, TÜV Süd und TÜV Rheinland und diskutiert seine Mythenserie täglich auf LinkedIn.

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    E-Mobilität, Photovoltaik, Fuhrpark, Kilowattstunde, Direktvermarktung, Ladeinfrastruktur

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    German Reichweitenangst: Wie aus Spott ein Umdenken wurde (#030)

    03.09.2026 | 1 Std. 11 Min.
    Wolfgang Paul hat ein Buch über Dieter geschrieben, den Mann, der nie elektrisch fahren wollte und dann einen Ersatzwagen bekam. Im Gespräch mit Volker Fröse wird daraus eine Bestandsaufnahme: Chinas früher Technologiefokus, Zellchemie als Schlüssel, E-Fuels als Rechnung, die nicht aufgeht, und ein Automarkt, in dem das Auto zum Wohnzimmer wird. Sarkastisch, sachlich und mit vielen konkreten Beispielen.

    Key Takeaways
    - 00:05:30 Die Buchidee: Ein Diesel geht in die Werkstatt, der Ersatzwagen ist elektrisch, und Dieters Weltbild beginnt zu wackeln.
    - 00:15:30 China schrieb keinen Plan der Technologieoffenheit, sondern einen Technologiefokus, sagt Wolfgang Paul.
    - 00:28:15 Verbrennungsprozesse setzen Schadstoffe frei, deshalb greift der Begriff Klimaneutralität bei E-Fuels zu kurz.
    - 00:52:30 Deutsche Hersteller gaben in China alles weiter, nur den Motor nicht. Genau den brauchte es dann nicht mehr.
    - 00:59:00 In Hongkong sind die Wohnungen klein, deshalb wird das Auto zum Wohnzimmer, mit Massagesitzen, Karaoke und Bildschirmen.

    Weitere Themen
    - 00:07:45 Tesla fahren und die Moraldebatte um Elon Musk, inklusive Blick auf Lieferketten und Kobalt.
    - 00:11:45 Warum die Spaltmasse wichtiger genommen wurde als das Gesamtprodukt.
    - 00:17:00 Erste eigene Elektroautos, Preise, Gebrauchtkauf und der Hundemodus im Alltag.
    - 00:37:15 Kai Ebel, Stern TV und ein Ladeversuch im Regen ohne Vorbereitung.
    - 00:41:45 Subventionen in die Fossilindustrie, Nostalgiewerbung und Investoren, die auf beiden Feldern spielen.
    - 00:48:32 Die Wertschöpfung wandert, weil der mechanische Teil ausläuft und Software zur neuen Sprache wird.
    - 01:07:00 Tankstellen werden verkauft, Ladeparks und kleine Supermärkte übernehmen.

    Zu Gast: Wolfgang Paul, Co-Autor „German Reichweitenangst" (mit Stefan Schwunk). Er fährt seit 2018 elektrisch und hat als Divisionsmanager eines Automobilzulieferers viele Jahre China erlebt.
    https://www.linkedin.com/in/wolfgang-paul-08485b207/

    Wenn dir die Folge gefällt, abonniere den Podcast, hinterlasse eine Bewertung mit fünf Sternen und teile die Episode mit jemandem, der noch über Reichweite diskutiert.

    Elektromobilität, China Automarkt, Zellchemie, E-Fuels, Ladeinfrastruktur, German Reichweitenangst

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  • DERMOBILIST E-Mobilität und Elektroauto ohne Mythen

    Fremde laden in deiner Einfahrt: geht das gut? (#029)

    27.08.2026 | 54 Min.
    Eine Ladesäule am Haus, Sonne auf dem Dach und trotzdem lädt niemand: Aus diesem Widerspruch ist ein Netzwerk zum Teilen privater Ladepunkte entstanden. Arno Hoffrichter erzählt Volker Froese, wie ein Guthabenkonto statt Geld funktioniert, warum jede Anfrage mit einem Gespräch beginnt und wo die Grenzen liegen. Dazu Vertrauen, Bewertungen, Regulatorik und ein Ausblick auf bidirektionales Laden, negative Strompreise und Netzentlastung.

    Key Takeaways:

    - 00:06:45 Die Ladesäule steht 99 Prozent der Zeit ungenutzt am Haus, während die PV-Anlage produziert.
    - 00:10:45 In den ersten 30 Tagen kamen 130 Mitglieder dazu, das Wachstum läuft über Flyer und Mundpropaganda.
    - 00:15:00 Wer einen eigenen Ladepunkt einstellt, bekommt 20 Kilowattstunden Startguthaben, für eingeladene Freunde nochmals 20.
    - 00:24:30 Das Projekt verdient bisher keinen Cent, rechtliche Unterstuetzung im Energiesektor ist ausdrücklich willkommen.
    - 00:31:00 An einem Tag mit negativen Börsenstrompreisen brachte das Laden 20 Euro ein, statt Kosten zu verursachen.

    Weitere Inhalte:

    - 00:05:45 Saniertes Haus mit 420 Quadratmetern, Erdwärme, Solarthermie und rund 40 Prozent Autarkie.
    - 00:07:45 Couchsurfing und Home Exchange als Vorbilder für ein Netzwerk auf Vertrauensbasis.
    - 00:16:30 Buchungsablauf: Karte, Anfrage, Nachricht, Bestätigung der geladenen Menge durch beide Seiten.
    - 00:20:00 Kein Konkurrenzprodukt zur Autobahn: fast niemand hat einen Schnelllader vor dem Haus.
    - 00:22:43 Bidirektionales Laden und Autos als Speicher für die Netze.
    - 00:41:34 Vorbehalte gegen fremde Menschen auf dem eigenen Grundstueck, Bewertungssystem und mögliche Verifizierung.
    - 00:53:00 Die Plattform funktioniert weltweit, Mitglieder gibt es bereits in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Tschechien.

    Zum Gast: Arno Hoffrichter, Volt Exchange, Ladepunkt teilen.

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    Schlagworte: Ladepunkt teilen, Sharing Economy, Elektromobilität, bidirektionales Laden, Nachbarschaftsladen

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    4'000 Euro im Jahr, weil das Auto in der Garage steht (#028)

    20.08.2026 | 1 Std. 5 Min.
    Bidirektionales Laden ist kein Versprechen mehr, sondern ein Geschaeftsmodell mit Zahlen. Gian Carle erklaert, warum ein Fahrzeug in Schweden bis zu 4'000 Euro pro Jahr einbringt, wieso Ladestationen von 15'000 auf 3'100 Franken gefallen sind und was ab 2027 gesetzlich gilt. Dazu Regelenergie, Day Ahead, Flottenladen und die Frage, ob die Batterie darunter leidet. Eine Folge für alle, die ihr Auto als Teil des Energiesystems denken.
    Key Takeaways
    00:06:15 Ein bidirektionales Fahrzeug kann in Schweden zurzeit bis zu 3'500 bis 4'000 Euro pro Jahr an Ertraegen generieren.
    00:07:45 Das Auto ist in erster Linie ein Stromspeicher, fahren kann man damit auch noch. Ein Fahrzeug steht rund 23 von 24 Stunden.
    00:18:15 Hinter dem Zaehler Kosten senken und vor dem Zaehler Ertraege machen ergibt zusammen nicht 2, sondern etwa 1,8. Beides läuft gleichzeitig.
    00:25:00 Ein Gesetzesentwurf will, dass ab 2030 jedes Personenfahrzeug bidirektional ist. Ab 2027 müssen AC und DC Ladestationen den Standard ISO 15118-20 können.
    00:32:45 Das NOVA-Prinzip verlangt: erst digitalisieren und optimieren, dann das Netz ausbauen. Das ist deutlich guenstiger.
    Weiter im Gespräch
    00:03:08 Energy Bank kam von der Optimierung grosser Wasser- und Windkraftwerke zur dezentralen Welt.
    00:07:00 Vattenfall stellt in duenn besiedelten Regionen lieber ein bidirektionales Fahrzeug hin als das Netz zu verstaerken.
    00:11:00 Herkunftsnachweis: Rueckgespeister Strom gilt sonst als Graustrom, bis 2027 braucht es eine Loesung.
    00:12:15 Pilot mit 200 Fahrzeugen, Digital Twin des Gebäudes mit PV, Waermepumpe, Batterie und Tarifen.
    00:21:15 Swissgrid muss taeglich mehrfach eingreifen, wenn die Wolkenfront doch nicht kommt.
    00:29:43 Lokale Hardware statt Cloud, damit auch ohne Internet reagiert wird.
    00:35:48 Day Ahead und Intraday verstaendlich erklaert, inklusive Poenale für Energieversorger.
    00:44:00 Flottenladen: Ladung nur zwischen 20 und 80 Prozent, Fahrer melden ihren Bedarf per App.
    00:49:45 Von der Garantiefrage zum Wellnessprogramm für die Batterie, ab Modelljahr 2027 faellt der Zaehler weg.
    00:54:11 State of Health, Zyklen und Second Use alter Fahrzeugbatterien.
    00:57:19 Lehren aus Schweden: verwechselte Phasen, Abbrueche, zu wenig zuverlaessige Ladestationen.
    01:00:15 Wissensluecken bei Verkäufern, Netzbetreibern und Energieversorgern.
    Gast der Folge ist Gian Carle, Carle Energy Consulting / Energy Bank. Er arbeitet seit 25 Jahren in der Energiebranche, hat zu Elektromobilität, Gas- und Brennstoffzellenfahrzeugen doktoriert und begleitet den kommerziellen Rollout von Vehicle to Grid in Schweden.
    Wenn dir die Folge etwas gebracht hat: abonniere den Podcast, bewerte ihn und schick die Folge der Person weiter, die dir sagt, bidirektional komme sowieso nie. Fragen, Erfahrungen mit umgebauten Fahrzeugbatterien oder Themenwuensche nimmt Volker über die Website des Podcasts entgegen.

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    Warum Direktimport aus China meistens schiefgeht (#027)

    13.08.2026 | 59 Min.
    Eine neue Automarke in einem Markt voller Platzhirsche etablieren: geht das überhaupt? Massimo Redigolo verantwortet das Aftersales von XPENG in der Schweiz und erzählt, wie der Start bei null lief. Es geht um den Erwartungsgap zwischen Startup und Kundenrealität, um Ladestecker aus China, um Rechenpower fürs assistierte Fahren, um den Aufbau eines Händlernetzes und um die Frage, wo ein Autohaus im Elektrozeitalter noch Geld verdient.
    Key Takeaways:
    (00:01:00) «Eine neue Automarke einzuführen, das ist wirtschaftlicher Selbstmord», heisst es. Trotzdem passiert es.
    (00:05:45) Die grösste Herausforderung ist, den Erwartungsgap so klein wie möglich zu halten. Basiserwartungen müssen auch bei einem Neustart gedeckt sein.
    (00:12:00) XPeng Schweiz gehört als Importeur zur Hedin-Gruppe mit Sitz in Schweden, nicht direkt zum Hersteller.
    (00:40:30) Ohne Elektro-Mindset funktioniert ein Händler nicht: Er muss den Vorteil der Elektromobilität selbst sehen.
    (00:46:15) Rund ein Viertel der neu verkauften Fahrzeuge sind reine Elektroautos. Wer zu 100 Prozent switcht, gibt 75 Prozent des Absatzes ab.
    Weitere Themen:
    (00:07:45) Von einer Handvoll Fahrzeugen zu mehreren hundert Autos auf der Strasse in neun bis zehn Monaten.
    (00:12:45) Direktimport aus China: andere Ladestecker, Software nicht immer auf Englisch umstellbar.
    (00:17:00) Fahrwerke werden für Europa anders abgestimmt, weil das Komfortempfinden in Asien ein anderes ist.
    (00:19:00) Beim nächsten Modell wählen Kunden zwischen Standard und Ultra mit mehreren Turing-Chips.
    (00:25:00) Konfiguration in Minuten: Antrieb, Farbe aussen, Farbe innen, Anhängerkupplung. Der Rest ist Serie.
    (00:33:45) China Speed trifft auf Verwaltungsratssitzungen pro Quartal. Druck bringt beim Händler nichts.
    (00:36:45) Technisches Englisch in der Werkstatt: Diagnose und Reparaturbeschriebe sind anders als gewohnt.
    (00:51:30) Jährlicher Service als Kompromiss: gut für den Händler, bezahlbar für den Kunden.
    (00:53:00) Wer sieben Jahre ohne Check fährt, erlebt bei der MFK die grosse Krise.
    Zu Gast: Massimo Redigolo, Head of Aftersales XPENG. Er kommt aus der Technik, hat als Automechaniker begonnen und verantwortet seit Oktober 2025 das Schweizer Aftersales-Geschäft.
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Generated: 9/13/2026 - 12:55:18 AM