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O-Ton Innere Medizin

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  • O-Ton Innere Medizin

    Paradigmenwechsel in der Weiterbildung – Was die nächste Ärztegeneration wirklich braucht

    02.04.2026 | 41 Min.
    Der diesjährige Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin steht unter dem Motto „Paradigmenwechsel" – und genau darum geht es auch in dieser Folge. Dr. Johanna Brägelmann, Fachärztin für Innere Medizin am Universitätsklinikum Essen, und Dr. Irmengard Meyer, Ärztin in Weiterbildung am St. Bernward-Krankenhaus Hildesheim teilen ihre Perspektive auf eine Weiterbildung. Sie diskutieren, warum Richtzahlen oft an der Realität des Klinikalltags vorbeigehen, was Deutschland von Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden lernen könnte und welche Rolle eine offene Fehlerkultur für die ärztliche Entwicklung spielt. Auch die elektronische Patientenakte kommt zur Sprache.
    Zur Homepage der Jungen DGIM:
    https://www.dgim.de/ueber-uns/arbeitsgruppen/junge-dgim
  • O-Ton Innere Medizin

    Paradigmenwechsel für die Zukunft

    01.04.2026 | 53 Min.
    Drei Spitzenvertreter der deutschen Medizin diskutieren im Podcast O-Ton Innere Medizin über Paradigmenwechsel und die drängendsten Reformen des Gesundheitswesens. Sie geben damit einen Vorgeschmack auf den 132. DGIM-Kongress im April 2026.
    Den Paradigmenwechsel macht Prof. Dr. Dagmar Führer-Sakel, Kongresspräsidentin und DGIM-Vorsitzende, an drei Entwicklungen fest: dem exponentiellen Wissenszuwachs, dem Umbruch in den Versorgungsstrukturen und dem wachsenden Ressourcendruck.
    Angesichts eines strukturellen Defizits im Gesundheitssystem fordert Prof. Dr. Michael Hallek, Vorsitzender des Sachverständigenrates Gesundheit und Pflege, mutige Reformen: weniger Krankenhausbetten, mehr ambulante Versorgung, konsequente Digitalisierung. Allein durch vollständig elektronisch verfügbare Patientendaten könnten Tausende Arbeitsstunden pro Jahr eingespart werden.
    Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, sieht 2026 als Schlüsseljahr: Notfallgesetzgebung, Primärversorgungsstruktur und Krankenhausreform sollen vorangebracht werden. Prof. Führer-Sakel mahnt zudem, mehr in Prävention zu investieren, statt Reparaturmedizin ökonomisch überzubetonen.
    Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs: die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen. Dr. Reinhardt plädiert dafür, mehr Aufgaben an Physician Assistants, Community Nurses oder Primary Care Manager zu delegieren – nicht aus Kostendruck, sondern aus Vernunft. „Die Angst, ersetzt zu werden, halte ich für völlig unbegründet." Entscheidend sei ein kompetenzbasiertes Teammodell, keine neue Silo-Bildung.
    Nützlicher Abschluss der Podcastfolge: Die Tipps der DGIM-Vorsitzenden für einen gelungenen Kongressbesuch in Wiesbaden.

    kongress.dgim.de
    baek.de
    svr-gesundheit.de
  • O-Ton Innere Medizin

    Medizin-KI und Vertrauen

    19.03.2026 | 39 Min.
    Ein Blick in eine zukünftige Behandlungssituation: Ein medizinisches KI-System erstellt nach Prüfung komplexer Symptome eine Diagnose. Vermutlich ist sie richtig. Aber wie das System zu diesem Ergebnis kam, kann niemand erklären – auch nicht die Ärztin, die nun gegenüber der Patientin oder dem Patienten geradestehen muss. Sie hat zwei Möglichkeiten: Sie kann effizient arbeiten, indem sie das Ergebnis übernimmt und zum nächsten Patienten weitergeht. Oder sie kann versuchen, die Empfehlung zu prüfen – jedenfalls soweit ein System, das als Blackbox funktioniert, dies zulässt. Dann allerdings arbeitet die Ärztin kaum schneller als ohne KI.
    Dieses Spannungsfeld diskutieren die Psychologin Nadine Schlicker und der Internist und Nephrologe Prof. Dr. Ivica Grgig in einer neuen Folge des Podcasts „O-Ton Innere Medizin“. Beide forschen am Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin der Philipps-Universität Marburg. Und beide kommen zum Schluss: Wer mit KI wirklich Effizienzgewinne erzielen will, muss ein Stück Kontrolle abgeben und dem System vertrauen. Aber unter welchen Bedingungen ist das in einem Hochrisikobereich wie der Medizin vertretbar? Und liefern Mensch und KI zusammen wirklich bessere Ergebnisse?
    https://www.medical-tribune.de/medizin/innere-medizin/medizin-ki-und-vertrauen
  • O-Ton Innere Medizin

    Gesundheit entsteht, wo die Menschen Kunst machen – Streetart und Urban Public Health im Dialog

    05.03.2026 | 51 Min.
    Kann Farbe an einer Hauswand auf ein Stadtviertel medizinisch präventiv wirken? Und wenn die Medizin bildlich gesehen die Menschen vor dem Ertrinken rettet – wer muss dann die Frage stellen, warum sie immer wieder ins Wasser fallen? Was können Stadtplanung, Kunst und Medizin gemeinsam tun, damit Gesundheit dort entsteht, wo Menschen wirklich leben? In dieser Folge von O-Ton Innere Medizin trifft Redakteurin Anouschka Wasner die Direktorin des Instituts für Urban Public Health an der Universitätsmedizin Essen Prof. Susanne Moebus sowie die Graffiti- und Streetart-Künstlerin Claudia Walde alias MadC. Gemeinsam beleuchten sie das Kongressmotto der DGIM 2026 – Paradigmenwechsel - aus unterschiedlichen Perspektiven. Ein Gespräch über Präventionsparadoxe, Farbpsychologie, Akustik im Stadtraum – und darüber, dass Paradigmenwechsel immer auch eine Frage des Mutes zur Kooperation ist.
    https://www.medical-tribune.de/medizin/innere-medizin/paradigmenwechsel-in-der-medizin-public-urban-health
  • O-Ton Innere Medizin

    DiGA – Hit oder Flop?

    19.02.2026 | 24 Min.
    Nach fünf Jahren ist es um die DiGA ruhig geworden. Die Kassen zweifeln am Nutzen von Anwendungen und klagen über die Herstellerpreise. Bei über 80 % der Patientinnen und Patienten, die eine App auf Rezept erhalten, kommt es zu keiner Folgeverordnung. Sind sie geheilt oder haben sie die Lust an der Gratis-App verloren? Es fehlen Daten zur Häufigkeit der Nutzung einer DiGA und zum erzielten Effekt, also zur Dosis-Wirkungs-Beziehung, stellt Prof. Dr. Martin Möckel fest, Notfallmediziner an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

    Der Leiter einer DGIM-Arbeitsgruppe, die sich mit DiGA sowie KI beschäftigt, setzt sich für eine „Art hochwertiger Grundlagenforschung“ ein. Da kleine Unternehmen im DiGA-Markt nicht die Ressourcen für umfassende Studien hätten, sei eine Förderung, etwa durch das Bundesforschungsministerium, notwendig. Große Hoffnungen hegt der DGIM-Experte bezüglich DiGA höherer Risikoklassen.
    Wenn sie z.B. bei Herzinsuffizienz oder Diabetes kontinuierlich Vitaldaten liefern, ermöglicht das eine „personenzentrierte Optimierung der Therapie“. Die Kombination von Wearables mit DiGA habe „das Potenzial, den Patientennutzen erlebbar zu machen, sodass auch die Nutzung deutlich besser wird“, ist Prof. Möckel überzeugt. Obwohl Innovationen im Gesundheitswesen eher selten dazu führen, dass weniger Geld ausgegeben wird, bieten DiGA diese Chance. Wieso das so ist, hören Sie in der Folge.
    Weiterführende Informationen: https://www.dgim.de/fileadmin/bildarchiv/PDF/Publikationen/Stellungnahmen/20251021_Stellungnahme_Digitale_Gesundheitsanwendungen.pdf

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Über O-Ton Innere Medizin

O-Ton Innere Medizin ist der Podcast für Internist:innen. So vielfältig wie das Fach sind auch die Inhalte: Im Fokus stehen mal gesundheitspolitische Themen, mal technische Neuerungen, mal Fragen des Managements – in der Praxis wie auch in der Klinik. Redakteur:innen von Medical Tribune sprechen mit Expert:innen der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und bieten Ärzt:innen Antworten auf Fragen wie: Wie gelingt ein offener Umgang mit Fehlern? Was macht eine gelungene Teamführung aus? Wie lässt sich die Vereinbarkeit von Familie und Arztberuf steigern?
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