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Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-Burger
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    Klimt und die Medizin: Wie Kunst und Wissenschaft Wien um 1900 prägten

    25.03.2026 | 22 Min.
    Gustav Klimt, bekannt als Maler des Goldes und der Sinnlichkeit, zeigt sich in einer neuen Sonder-Ausstellung im Wiener Josephinum von einer anderen Seite: als präziser Beobachter der Medizin. Die Schau verdeutlicht die enge Verbindung von Kunst und Wissenschaft um 1900.
    Klimt studierte Anatomie, schaute durch Mikroskope und ließ sich von Zellen, Gewebe und Körperformen inspirieren. Was er sah, verwandelte er in Kunst. Seine Werke erzählen nicht nur von Schönheit, sondern auch von Vergänglichkeit. Geburt, Krankheit und Tod stehen gleichberechtigt nebeneinander.
    Gerade das machte ihn zum Skandal. Sein Fakultätsbild „Medizin“ widersprach den Erwartungen. Statt Fortschritt zeigte er die Zerbrechlichkeit des Menschen. Auftraggeber waren irritiert, das Werk wurde abgelehnt. Heute wirkt dieser Blick modern.
    Die Ausstellung ordnet Klimt in seine Zeit ein: Wien als „Labor der Moderne“, in dem Ärzte, Künstler und Denker im Austausch standen. Anatomie war nicht nur Wissenschaft, sondern auch Quelle der Ästhetik. Das Josephinum, selbst ein Ort medizinischer Geschichte, wird so zum idealen Schauplatz.
    Die Botschaft ist klar: Klimt war mehr als ein Maler schöner Oberflächen. Er zeigte das ganze Leben – in seiner Härte und seiner Wahrheit.
    Die Ausstellung ordnet Klimt in seine Zeit ein: Wien als „Labor der Moderne“, in dem Ärzte, Künstler und Denker im Austausch standen. Anatomie war nicht nur Wissenschaft, sondern auch Quelle der Ästhetik. Das Josephinum, selbst ein Ort medizinischer Geschichte, wird so zum idealen Schauplatz.
    Das Interview mit der Direktorin der Sammlungen der MedUni Wien, Dr. Christiane Druml, führt Martin Krenek-Burger.

    Die Botschaft ist klar: Klimt war mehr als ein Maler schöner Oberflächen. Er zeigte das ganze Leben – in seiner Härte und seiner Wahrheit.
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    Chronische Rückenschmerzen vermeiden: Was Patienten wirklich hilft

    18.03.2026 | 40 Min.
    Chronische Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in Österreich. Rund ein Viertel der Bevölkerung leidet darunter. In vielen Fällen ließe sich die Chronifizierung vermeiden. Der „Tag des Rückenschmerzes“ am 15. März soll darauf aufmerksam machen. Frühe Information, Bewegung und eine rasche Rückkehr in den Alltag sind entscheidend.

    Trotz bestehender Leitlinien und Qualitätsstandards setzen viele dieses Wissen nicht um. Viele Patientinnen und Patienten schonen sich unnötig, obwohl gerade Aktivität langfristig Schmerzen reduziert. Ein zentrales Ziel ist es, Betroffene frühzeitig richtig zu informieren und zu begleiten.

    Ein dreistufiges Versorgungskonzept soll künftig sicherstellen, dass akute, ungefährliche Rückenschmerzen rasch erkannt und effektiv behandelt werden. So könnten bis zu 80 % der Fälle vor einer Chronifizierung bewahrt werden. Dies wäre ein Gewinn für die Lebensqualität der Betroffenen und für das Gesundheitssystem insgesamt.
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    Nierenerkrankungen bleiben lange unbemerkt. Patienten sagen: „Ich habe nichts gespürt“

    12.03.2026 | 15 Min.
    Die Niere arbeitet leise – wir beachten sie oft zu spät. Laut MedUni Graz zählen chronische Nierenerkrankungen zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Erwachsenenalter. Über zehn Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Prof. Kathrin Eller und Prof. Alexander Kirsch betonen, dass Früherkennung entscheidend ist. Besonders bei Diabetes oder Bluthochdruck ist die Albumin-Kreatinin-Ratio im Harn wichtig – ein Urintest, der Eiweißverluste misst. Neue Medikamente können den Krankheitsverlauf bremsen und eine Dialyse hinauszögern. Der Aktionstag World Kidney Day erinnert daran, Nierenwerte regelmäßig zu prüfen. Aufklären, gezielt testen, früh behandeln – das rettet Lebenszeit und entlastet das Gesundheitssystem. Der Podcast von Springer Medizin bietet dazu verständliche Einblicke.
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    Globale Gesundheit in Gefahr: Was US-Kürzungen weltweit auslösen

    02.03.2026 | 15 Min.
    Die USA ziehen sich aus der humanitären Hilfe zurück – und die Folgen sind dramatisch. Der Ausstieg aus der WHO und massive Kürzungen der US-Entwicklungshilfe reißen weltweit gefährliche Lücken. Impfprogramme stoppen. Medikamente fehlen. Geburtshilfe wird unbezahlbar. Besonders betroffen sind Kinder, Schwangere und Menschen in Krisenregionen.

    Im Hörgang spricht Roland Suttner, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen, über ein globales Hilfssystem am Limit. Warum private Organisationen staatliche Ausfälle nicht kompensieren können. Weshalb Konflikte, Flucht und Krankheiten zunehmen. Und was passiert, wenn Hilfe plötzlich Geld kostet – wie aktuell in der Demokratischen Republik Kongo.

    Ein Gespräch über politische Entscheidungen mit tödlichen Nebenwirkungen. Und über die Frage, wie viel Solidarität die Welt noch aufbringt.
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    Rare Diseases sind nicht selten

    25.02.2026 | 21 Min.
    Seltene Erkrankungen gelten als Randthema. Das ist ein Irrtum. Zusammengenommen betreffen sie hunderttausende Menschen. Sie bleiben unsichtbar, weil sie schwer zu erkennen sind, weil sie einzeln auftreten und weil sie nicht ins gewohnte Raster passen.
    Für Betroffene ist der Weg oft lang. Symptome sind diffus. Therapien greifen nicht. Erst eine klare Diagnose bringt Orientierung. Sie gibt der Krankheit einen Namen – und den Familien eine Perspektive. Noch wichtiger ist die frühe Diagnose. Beim Neugeborenen-Screening zeigt sich, was Medizin leisten kann: Erkrankungen werden entdeckt, bevor sie Schaden anrichten. Rechtzeitig behandelt, entwickeln sich Kinder oft völlig normal.
    In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert. Neue Medikamente greifen gezielt ein: in Stoffwechselprozesse, in Zellstrukturen, sogar in genetische Abläufe. Doch noch immer gibt es nur für einen kleinen Teil der bekannten seltenen Erkrankungen wirksame Therapien. Fortschritt braucht Geduld, Forschung und Daten.
    Entscheidend sind spezialisierte Zentren. Niemand kann 8.000 Krankheitsbilder überblicken. Aber wer Auffälliges erkennt, muss wissen, wohin er überweist. Vernetzung ersetzt Zufall. Register ersetzen Einzelfälle.
    Aktionstage schaffen Aufmerksamkeit. Doch Sichtbarkeit allein reicht nicht. Sie muss Folgen haben: klare Zuständigkeiten, gesicherte Finanzierung, strukturierte Übergänge vom Kindes- ins Erwachsenenalter. Ziel ist kein Schonraum, sondern Selbstständigkeit.
    Seltene Erkrankungen stellen Medizin und Gesellschaft auf die Probe. Sie zeigen aber auch, was möglich ist, wenn Wissen geteilt wird und Strukturen tragen. Man muss nur genau hinschauen.

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Über Hörgang

Medizinische Sendungen gehen in die Tiefe, sind aber nicht unterhaltsam. Dieses Vorurteil zu widerlegen, haben wir uns für den Hörgang vorgenommen. Nun haben wir auf Springer Medizin Österreich einen Podcast ins Leben gerufen, der sowohl aktuell als auch wissensvermittelnd sein, darüber hinaus akustisch etwas hermachen soll. Neben Experten aus Wissenschaft und Praxis werden wir auch unsere Fachredakteure, Kolumnisten und Reporter der „Ärzte Woche“ zu Wort kommen lassen.
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