125 Episoden
Der Erfolg einer Ikone: Das Geheimnis von Sacher - Interview mit Mag. Matthias Winkler
28.10.2026 | 53 Min.1832 gegründet, 2026 immer noch eine der attraktivsten Marken weltweit! Sacher ist eine Ikone schon seit 200 Jahren.
Wie hält man ein traditionsreiches Luxusunternehmen mit globaler Konkurrenz lebendig und zukunftsfähig?
Ich hatte viele Fragen für Matthias Winkler, CEO der Sacher Group, und bin mir sicher, dass die spannenden Einblicke und Erkenntnisse aus dem Gastronomie- und Hotelbereich auch für andere Branchen interessant sind!
Das Rezept für eine legendäre Marke besteht für Matthias Winkler im Respekt vor der Vergangenheit kombiniert mit der Begeisterung für die Zukunft. Es braucht für Wachstum immer wieder Aufmerksamkeit für Innovationen, ständiges Streben nach Exzellenz und sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen.
Der Erfolg von Sacher hat nichts mit Äußerlichkeiten zu tun, sondern entsteht durch das Einhalten eines kompromisslosen Qualitätsversprechen, den Einsatz von leidenschaftlichen, loyalen Mitarbeitenden und langfristigem Denken.
Die inneren Kernwerte von Sacher müssen bewahrt bleiben, doch die äußere Form darf sich verändern und flexibel umgesetzt werden. So gibt es historische Gebäude neben moderner Technologie, und die traditionelle Sachertorte neben veganen Alternativen.
Die große Herausforderung bei jährlich rund einer Million Besucher ist, dass bei durchschnittlich fünf Kontaktpunkten pro Person alle fünf Millionen Interaktionen qualitativ stimmen und Wertschätzung vermitteln müssen, und gleichzeitig individualisiert werden können.
Für Matthias Winkler sollte die persönliche Gästebetreuung nicht automatisiert werden, administrative Prozesse hingegen schon. Die Gäste sollten auch wählen können, wo sie menschliche Betreuung oder maschinelle Services bevorzugen. Transparente Gästebewertungen sind dabei ein wertvolles Feedback.
Besonders interessant ist, was Sacher von anderen Branchen lernt. Von Airbnb weiß Matthias Winkler, dass der Ausblick aus einem Zimmer wichtiger ist als die genaue Quadratmeterzahl. Dies führte zu besseren Zimmer-Kategorisierungen und höherer Gästezufriedenheit.
Luxus verändert sich weg vom standardisierten Statusprodukt hin zu personalisierten, maßgeschneiderten Erlebnissen mit überraschenden Momenten, die die Gäste weitererzählen können.
Bei Sacher gehört zu modernem Luxus auch Gewissen und Nachhaltigkeit.
Faire Mitarbeiterführung auf Augenhöhe ist ein Wettbewerbsvorteil bei Sacher. Sacher bietet eine Vielzahl an konkreten Benefits und hat eine Mitarbeitercharta mit Rechten und Pflichten geschaffen. Mitarbeitende werden zudem in der „Sacher School of Excellence“ gezielt gefördert. Ausbildung, Weiterbildung und persönliche Entwicklung werden dort nach individuellen Bedürfnissen zusammengestellt.
Matthias Winkler’s zentrale Botschaft ist: mit Mut, Begeisterung und Zuversicht in die Zukunft gehen, differenzierte Debatten führen und sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengeben.
Das Miteinander ist stärker als das Gegeneinander!Leistung ohne Erschöpfung: Warum Erholung genauso wichtig wie Arbeit ist - Interview mit Elvira Häusler
14.10.2026 | 54 Min.Hart arbeiten, alle Ziele erreichen und trotzdem zusammenbrechen. Elvira Häusler, Gründerin von The ULab GmbH, kennt dieses Szenario aus ihrer Zeit in der Unternehmensberatung in London und weiss, warum "Work Hard, Play Hard" langfristig scheitert.
Echte High Performance entsteht aus einem Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Im Profisport besteht rund 50 Prozent der Trainingszeit in der Regeneration. Dort gibt es für High-Performance kein Dauerfunktionieren. Ein Prinzip, das auch im Berufsleben gelten sollte.
Wir sehen, dass die Hustle-Culture zu chronischen Krankheiten führt. Ständiger Druck für maximale Produktivität ohne Pausen verursacht schwerwiegende Gesundheitsprobleme und sicherlich keinen nachhaltigen Erfolg.
Viele behandeln Erholung nicht als Notwendigkeit und hören nicht auf die Signale ihres Körpers. Wir tun so, als hätten wir mehrere „Gesundheiten“ und verschieben zu oft Wohlergehen und Vorsorge auf später.
Das "Later-Me-Problem" lässt Menschen ihre Gesundheit vernachlässigen, weil sie keinen sofortigen Nutzen sehen. Dabei wirken regelmäßige Investitionen in Gesundheit wie Zinseszinseffekte für später.
Schon ab Mitte 40 hat jede dritte Person in OECD-Ländern mindestens eine chronische Krankheit, die jedoch durch Lifestyle Entscheidungen vermeidbar wäre. Wer die Warnsignale erkennt, kann noch gut handeln und sollte nicht zu lange warten. Bei diesen Signalen sollte man genauer hinsehen: Schlafstörungen, Entscheidungsschwierigkeiten, emotionale Erschöpfung.
Wenn körperliche und mentale Belastung ein kritisches Maß überschreitet und das Nervensystem das nicht mehr regulieren kann, entsteht ein Burnout.
Nicht nur hohe Stundenzahlen, sondern auch fehlende Lebensfreude, Kreativität und Zukunftsvision sind Indikatoren für ungesunde Leistung.
Prävention lohnt sich immer. Präventive Investitionen kosten weniger als nachträgliche Maßnahmen, um Gesundheit wieder herzustellen. Dennoch werden solche Programme oft belächelt. Es braucht ein Umdenken, um aus dieser Einstellung auszubrechen.
Studien zeigen, dass Führungskräfte, die bewusst in ihre Gesundheit investieren, die zum Beispiel vier Tage pro Woche arbeiten, auf Schlaf und Bewegung achten, erfolgreichere Projekte mit einem ausgeglichenen Team führen. Erfolg und Wohlbefinden sind keine Gegensätze, sondern bedingen sich.
Spannend ist, dass Unternehmen mit echten Wellbeing-Initiativen eine bessere Börsenperformance zeigen. Echte High-Performance bedeutet, Karriere, Gesundheit und Beziehungen gleichzeitig möglich zu machen. Die erfolgreichsten Menschen, sind nicht die, die am meisten arbeiten.
Elvira selbst erlebte nach einem Bandscheibenvorfall einen Wendepunkt.
Ihre Botschaft heute lautet "Stop the Glorification of Busy", nicht das Leben aus den Augen zu verlieren und auch nicht zwischen Erfolg und Gesundheit zu entscheiden.- Selten spricht jemand so klar und ehrlich über die Arbeitswelt wie Jule Jankowski. Die systemische Organisationsberaterin und Geschäftsführerin der Humiq GmbH nennt sich selbst "Arbeitsfeuilletonistin" und bringt damit auf den Punkt, was sie antreibt: komplexe Themen verdaulich machen, statt durch Management-Sprech abzuschrecken.
Besonders fesselnd ist Jules Blick auf die New Work Bewegung, die sie als inflationären Containerbegriff sieht. Ihr Gegenmodell heißt "Good Work" und betont, dass gute Arbeit immer auch echte Wertschöpfung für das Unternehmen bedeuten muss.
Aus ihrer Zeit bei der Lufthansa nahm sie eine prägende Erkenntnis mit: wie sehr ein Unternehmensname das Selbstwertgefühl beeinflusst, eine Art "geliehene Macht", die trügerisch sein kann.
Was macht Transformation wirklich aus, und warum bleibt sie so oft eine hohle Phrase? Diese Frage zieht sich durch das gesamte Gespräch. Außerdem spricht Jule über ihr Buch, das im Frühjahr erscheinen wird und die Frage "Wo ist mein Platz in der Arbeitswelt?" auf ungewöhnliche Weise beleuchtet.
Unbedingt reinhören, dieser Austausch öffnet den Blick für neue Perspektiven auf den Arbeitsalltag. - Von der Champions League in den Board Room: Nach über 25 Jahren im anspruchsvollen Profi-Fußball kennt Deniz Aytekin das Geheimnis von Top-Performance. Es ist Disziplin, kontinuierliche Weiterentwicklung und tägliches, intensives Training, das wissenschaftlich und psychologisch fundiert ist!
Deniz Aytekin ist einer der bekanntesten und renommiertesten Profi-Schiedsrichter Deutschlands; 2019, 2022 und 2024 wurde er zum DFB-Schiedsrichter des Jahres gewählt!
Seine Arbeit ist kein gelegentlicher Samstagseinsatz, sondern ein anspruchsvoller Vollzeitjob mit intensiver Weiterentwicklung und vielen Rückschlägen, aus denen er lernen und von denen er immer wieder aufstehen musste. Wer das nicht aushalten kann, wird es nicht an die Spitze schaffen. Profisport, insbesondere Fußball, ist durch extreme Akribie, immer wieder Methoden hinterfragen und ständige Optimierung gekennzeichnet.
Deniz betont, dass die Kombination aus Durchhaltewillen, ständiger Entwicklung, innerer Motivation und echter Freude an dem, was man tut, das Rezept für Erfolg sind. Die starke, intrinsische Motivation, die es für die Top-Positionen braucht, kann kein Geld kaufen. Was Deniz antrieb, war echte Leidenschaft für die Schiedsrichter-Tätigkeit.
Deniz versteht seine Arbeit als Dienstleister, egal ob er in der dritten Liga oder in der Champions League pfeift. Jeder Spieler und Fan verdient seine volle Aufmerksamkeit, sein bestes Wissen und die gewissenhafte Ausführung des Jobs mit klaren Prinzipien und Menschlichkeit. Bei seiner Arbeit konzentriert er sich vollständig auf seine Aufgaben im Flow-Zustand. Millionen von Zuschauern lenken ihn dabei nicht ab.
Aus seiner Karriere als Fußballschiedsrichter leitet er wichtige Parallelen für die Wirtschaft ab. Um auf Spitzenniveau erfolgreich zu sein und Spiele zu gewinnen, braucht es ein stabiles Team, gegenseitiges Vertrauen und psychologische Sicherheit, in der eine gesunde Fehlerkultur und offene Kommunikation ohne Angst vor Konsequenzen möglich ist. Diese Grundprinzipien sind nicht nur im Fußball, sondern auch in Unternehmen entscheidend. Sie führen zu größerer Glaubwürdigkeit und mehr Schlagkraft als hierarchische Machtausübung.
Deniz hat selber erfahren, dass Empathie und Menschlichkeit Führungskräfte stärker machen. Für eine gute Führung würde er weniger Ego und eine sachliche Diskussionskultur gut finden. Deniz sieht die große Herausforderung von Führung darin, theoretisches Verständnis in konkrete Handlungen umzusetzen.
Gute Führungskräfte zeichnen sich durch die Fähigkeit aus, Menschen gut durch schwierige Situationen zu führen, sie zu unterstützen und Servant Leadership zu praktizieren. Echtes Interesse am Gegenüber und die Fähigkeit, aktiv zuzuhören, um den anderen wirklich verstehen, sind wichtig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Servant Leadership schlägt Ego, in jedem Kontext, immer. Als Vorbild für Leadership sieht Deniz, Carlo Angelotti's "Quiet Leadership".
Zur Kommerzialisierung des Fußballs sagt er, dass diese Entwicklung unvermeidlich ist und man sie akzeptieren muss, da sie auf technischem Fortschritt und großer Nachfrage basiert. Wer dies ablehnt, sollte sich einen anderen Sport suchen.
Für CEOs wünscht er sich das Verständnis, dass in exponierten Positionen nicht alle einem positiv gesonnen sind und man mit Ablehnung rechnen muss. Deniz wurde oft in seiner Arbeit als Schiedsrichter kritisiert und betont, dass Widerstände zum Job dazugehören. Er erklärt, dass man grundsätzlich die Freiheit hat, eine Position zu verlassen, wenn man mit Kritik nicht klarkommt.
Er betont die Wichtigkeit, Identität nicht an Ruhm koppeln und gerade bei bedeutenden Positionen bewusst loszulassen, sich nicht darüber zu definieren, um damit klarzukommen, wenn die Scheinwerfer ausgehen. Seine Zeit nach der aktiven Phase hat er gut vorbereitet. Mut, Entrepreneurship und die gläserne Decke sprengen - Interview mit Kerstin Rücker
26.08.2026 | 42 Min.Aufgewachsen und ausgebildet in den USA, Schweden und Deutschland, prägte jedes Land Kerstin Rücker auf seine eigene Weise und brachte ihr eine neue Sichtweise auf Arbeit, Gleichberechtigung und Führung, die für sie dienende Verantwortung mit starkem Wertekompass ist.
Die USA lehrten sie Offenheit, Eigeninitiative und eine positive Fehlerkultur, Schweden sensibilisierte sie für Chancengerechtigkeit, Deutschland gibt Struktur. Für Kerstin war klar: Frauen müssen Karriere machen und die Wirtschaft mitgestalten können.
Bei Accenture verfolge sie über 15 Jahre einen erfolgreichen Berufsweg, leitete dort unter anderem die deutsche „Women Initiative" für Chancengleichheit und lernte dabei, dass strukturelle Barrieren den Aufstieg von Frauen unabhängig von ihrer Kompetenz verhindern.
Für Kerstin war klar: das System muss sich ändern, nicht die Frauen darin. Frauen sind hochqualifiziert, haben bessere Schulabschlüsse, doch die Beförderung kommt nicht. Die Zugangsbarrieren sind zum Beispiel: Kinderbetreuung, fehlende Sichtbarkeit von weiblichen Vorbildern sowie mangelndes, anerzogenes Selbstvertrauen.
Kerstin gelang es, einen ambitionierten Karriereweg und Familie zu verbinden, da ihre Kinder ganztägig privat betreut wurden. Doch sie stellte sich die Frage, in welchem Leben Frauen landen, wenn das nicht möglich ist. Frauenkarrieren möglich zu machen ist eine Schlüsselfrage für wirtschaftliches Wachstum, und sollte kein Privatproblem sein. Diese Erkenntnis der Chancenungleichheit und dass Leistung nicht das Problem ist, trieb sie an, Frauenförderung durch Systemveränderung zu ihrer Mission zu machen.
Für Frauen kann der Weg in die Selbständigkeit eine gute Karriereoption sein. Statt in bestehenden Hierarchien zu kämpfen, erweist sich das Unternehmertum für Frauen als echte, effektive Lösung.
Kerstin gründete den gemeinnützigen Verein „Social Business Women" für weibliches Unternehmertum, nach dem Modell und unter der Schirmherrschaft von Nobelpreisträger Muhammad Yunus. „Social Business Women" hat bisher mehr als 1.000 Frauen als Gründerinnen in nur drei Jahren unterstützt hat, eigene Unternehmungen zu starten und wirtschaftlich profitabel zu sein.
Als Gründerin einer Bewegung für weibliches Unternehmertum sagt Kerstin: "Die Verantwortung liegt nicht nur bei den Frauen selbst. Sie liegt bei Gesellschaft, Wirtschaft und Unternehmen. Die Rahmenbedingungen müssen geändert werden. Männer und Frauen müssen ihre Perspektiven konstruktiv verbinden, um gemeinsam zukunftsfähig zu sein."
Nach einer Rolle als Direktorin für Personal, Organisationsentwicklung und soziale Nachhaltigkeit in einer internationalen Unternehmensgruppe hat Kerstin ihr eigenes Unternehmen Co-Strive mit dem Schwerpunkt auf Beratung in Human Resources, Transformation, Leadership und sozialer Nachhaltigkeit gegründet.
Seit 2 Jahren ist sie zudem zusammen mit Claudia Rankers Co-Herausgeberin der renommierten Buchreihe "Frauen schaffen Zukunft". Diese Buchreihe macht Unternehmerinnen, Wissenschaftlerinnen und Top-Managerinnen sichtbar, fördert die Sichtbarkeit von Frauen und etabliert die Perspektiven und Führungsqualitäten von Frauen in Organisationen und Politik. Der neue Band erscheint in Kürze!
Kerstin ermutigt Frauen, größer zu träumen, traditionelle Rollen zu hinterfragen und mutig zu handeln, um Strukturen zu verändern.
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Herzlich willkommen zum "The Paths of Purpose Podcast", Dein Podcast für Leadership, große Visionen, Innovation und Transformation. Ich bin Simona Deckers, Leadership Advisor und Gründerin von Shanti Company.
Meine Mission ist es, Menschen mit zeitlosen Lebens- und Erfolgs-Prinzipien zu empowern, ihre Visionen lebendig werden zu lassen und ihre Leadership Potentiale zu entfalten.
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Du hörst faszinierende Interviews mit thought leadern, inspirierenden Menschen, die über ihre Visionen, aber auch über ihre Erfahrungen und Herausforderungen in ihrem Leben sprechen. Du bekommst transformierende Impulse, hörst Diskussionen, die den Nerv der Zeit treffen und bekommst Antworten auf die großen Themen und Fragen von Wirtschaft und Gesellschaft.
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