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    #58: Schulbuchforschung - damit Mathelernen kein Buch mit sieben Siegeln bleibt (mit Prof. Dr. Henning Sievert)

    05.05.2026 | 53 Min.
    Soll Matheunterricht in der Schule Spaß machen? Und wenn ja: Warum erleben so viele Kinder schon in der Grundschule Mathematik eher als zäh, stressig oder schlicht unverständlich? In dieser Folge spricht Prof. Dr. Henning Sievert mit Moderatorin Sara Reinke darüber, welche Schlüsselrolle Schulbücher spielen, wenn es darum geht, wie Kinder über Zahlen denken lernen.
    Außerdem blicken wir in der Folge auf aktuelle Debatten wie die Verlagerung des schriftlichen Dividierens, auf die Rolle des Auswendiglernens und auf die provokante Frage, ob Kinder in Zeiten von Smartphones und KI überhaupt noch rechnen lernen müssen. Zum Schluss wird es praktisch: mit konkreten Hinweisen für Lehrkräfte bei Auswahl und Nutzung von Schulbüchern – und mit alltagstauglichen Tipps für Eltern, die ihr Kind beim Rechnenlernen unterstützen wollen.

    Zur Person
    Prof. Dr. Henning Sievert lehrt und forscht am Institut für Mathematik, Mathematikdidaktik und Informatikdidaktik der Universität Hildesheim. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist dabei die Schulbuchforschung. In einer Längsschnittstudie haben Sievert und seine Forschungskolleg*innen rund 1.700 Grundschul-Kinder von der Einschulung bis zum Ende der dritten Klasse begleitet und untersucht, wie sich die Verwendung unterschiedlicher Schulbücher auf den Lernerfolg im Fach Mathematik auswirkt. 

    Moderation: Sara Reinke
    Schnitt: Philo Schäfer & Akira Behrmann
    Einspieler: Akira Behrmann
    Illustration: Philo Schäfer
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    #57: Gefühl schlägt Fakten - Warum Kriminalitätsfurcht oft irrational ist (Mit Dr. Marie von Seeler)

    01.04.2026 | 34 Min.
    Viele kennen es: man geht nachts eine dunkle Straße entlang oder steht allein in einer leeren U-Bahn-Station und plötzlich ist da dieses diffuse Angstgefühl. Es könnte jemand kommen. Es könnte etwas passieren. Vielleicht spielt das Kopfkino auch einen ganz konkreten Film ab: einen brutalen Angriff, einen Überfall, eine Person, die einen auf die Gleise stößt.
    Solche Dinge passieren – aber vermutlich viel seltener als die meisten von uns denken. Denn die Verbreitung von Angst vor Kriminalität folgt nicht immer der tatsächlichen Kriminalitätssstatistik. In dieser Folge spricht Moderatorin Sara Reinke mit der Psychologin Dr. Marie von Seeler darüber, wie persönliche Erfahrungen, Medienberichterstattung und politischer Diskurs Kriminalitätsfurcht beeinflussen und wie ein rationaler Umgang damit aussehen kann.

    Zur Person
    Marie von Seeler studierte Psychologie an den Universitäten Freiburg und Zürich. Nach Abschluss ihres Studiums arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Psychologischen Institut der Universität Hildesheim. Dort promovierte sie zum Thema Kriminalitätsfurcht. Seit August 2025 ist sie als schulpsychologische Dezernentin beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Hannover tätig. Das Wichtigste, was sie in ihrer wissenschaftlichen Arbeit zur Kriminalitätsfurcht für sich selbst gelernt hat, ist, dass Ängste stark kontextabhängig sind: Je nach Situation, Umgebung und eigenen Erfahrungen können sie trotz rationalem Wissen sehr real und belastend wirken.

    Moderation: Sara Reinke
    Schnitt: Philo Schäfer & Akira Behrmann
    Einspieler: Philo Schäfer & Felix Krumme
    Illustration: Philo Schäfer
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    #56: Hört diesen Podcast auf keinen Fall! (Mit Prof. Dr. Bettina Kluge)

    03.03.2026 | 44 Min.
    Den Link auf diese Podcast-Folge solltet ihr wirklich nicht anklicken – außer ihr wollt wissen, warum ihr ihn trotzdem unbedingt anklicken müsst.
    „Clickbaiting“ heißt die Methode, mit der Medienschaffende Überschriften, Teaser und Vorschaubilder so zuspitzen, dass sie maximale Aufmerksamkeit ziehen und euch zum Weiterklicken bringen – mit spannenden Infos, starken Emotionen und manchmal auch mit gezielter Irreführung. Und genau so entsteht der Sog, der euch am Ende sogar durch die Paywall führt: noch ein Klick, noch ein Detail – und plötzlich geht’s um den ganzen Beitrag oder gleich ums Abo.

    In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Bettina Kluge, Sprach- und Übersetzungswissenschaftlerin. Sie zeigt aus wissenschaftlicher Perspektive, wie Clickbaiting Mediennutzung, Journalismus und Wissenschaftskommunikation verändert – und wie wir als Nutzende lernen können, solche Mechanismen zu erkennen und reflektierter damit umzugehen.

    Zur Person
    Prof. Dr. Bettina Kluge ist Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft (Schwerpunkt Spanisch) am Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation und nebenberufliche Vizepräsidentin für Internationales und Chancengleichheit an der Universität Hildesheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben zu Medienlinguistik und Kommunikation in den Sozialen Medien auch Migrationslinguistik, Interaktionale Soziolinguistik, Anredeforschung, Kontrastive Pragmatik, audiovisuelle Übersetzung, insbesondere Voice-over-Übersetzung sowie Fachkommunikationswissenschaft. 

    Moderation: Sara Reinke
    Schnitt: Philo Schäfer & Akira Behrmann
    Einspieler: Felix Krumme
    Illustration: Philo Schäfer
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    #55: In Liebe, dein Chatbot – Wenn Menschen sich in eine KI verlieben (mit Prof. Dr. Holger Herma und Dr. Sascha Oswald)

    04.02.2026 | 1 Std. 8 Min.
    Millionen Menschen führen täglich Gespräche mit Chatbots, digitalen Assistenten und lernenden Systemen, die nicht nur zuhören, sondern auch emotional reagieren – oder zumindest so tun. Aber: Wenn uns eine KI das Gefühl gibt, verstanden, gesehen und geliebt zu werden, ist das dann „echte“ Liebe? Oder nur eine perfekte Simulation? Das ist das Thema in dieser Podcastfolge mit den Soziologen Prof. Dr. Holger Herma und Dr. Sascha Oswald. Gemeinsam wollen wir herausfinden, was passiert, wenn Maschinen unsere intimsten Bedürfnisse zu erfüllen scheinen – und was das über uns als Menschen aussagt.

    Zur Person
    Prof. Dr. Holger Herma ist außerplanmäßiger Professor im Fach Soziologie an der Universität Hildesheim. Er ist Verantwortlicher für den Forschungsschwerpunkt „Soziologie des Subjekts, der Sprachhandlungen und der Kommunikation in digitalen Medien“. In Forschung und Lehre setzt er sich unter anderem mit den Bezugsräumen des Selbst und dem Thema der Bildungsungleichheit auseinander. Zur Person: Dr. Sascha Oswald 
    Sascha Oswald hat in Konstanz Soziologie studiert und sich in seiner Promotion am Beispiel Instagram mit dem „Ich und Wir im digitalen Raum“ auseinandergesetzt. Zu seinen wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkten gehören unter anderem die Kultur- und Mikrosoziologie; Medien- und Kommunikationssoziologie; Visuelle Soziologie; Soziologie des Körpers und des Sports sowie die Geschlechter- und Sexualitätsforschung. Seine Beziehung zur KI beschreibt er als “es ist kompliziert”.

    Moderation: Sara Reinke
    Schnitt: Akira Behrmann
    Einspieler: Felix Krumme
    Illustration: Philo Schäfer
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    #54: Die (Forschungs-)Frage meines Lebens - Was ist Autorität? Mit Prof. Dr. Meike Sophia Baader

    07.01.2026 | 33 Min.
    Autorität. Ein Begriff, der uns in der familiären Erziehung, im Klassenzimmer, im Hörsaal, im Beruf oder auch auf der politischen Bühne begegnet. Auf den ersten Blick scheint man gleich zu wissen, was damit gemeint ist, doch ganz so einfach ist es, wie immer in der Wissenschaft, eben doch nicht. So ist „als Autorität wahrgenommen zu werden" nicht gleichbedeutend mit „autoritär handeln" - und die Bedeutung beider Formulierungen hängt zudem stark vom Kontext ab. Das sagt die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Meike Sophia Baader, die sich seit vielen Jahren in ihrer Forschung mit diesem Thema befasst und als titelgebende Frage für diese Folge gewählt hat: Was ist Autorität?

    Zur Person
    Prof. Dr. Meike Sophia Baader ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Hildesheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Kindheits-, Jugend- und Familienforschung, die Forschung zu sexualisierter Gewalt sowie Forschungsfragen rund um Demokratie, Bildung, Pädagogik und Erziehung in verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Kontexten. Mit dem Autoritätsbegriff hat sie sich, inspiriert nicht zuletzt durch ihren akademischen Lehrer, den jüngst verstorbenen Frankfurter Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik, bereits im Studium erstmals wissenschaftlich befasst. Damals noch ohne zu wissen, dass dieses Thema sie über lange Strecken ihres weiteren akademischen Lebenswegs hinweg immer wieder begleiten würde. 

    Im Interview: Prof. Dr. Meike Sophia Baader
    Moderation: Sara Reinke
    Schnitt: Akira Behrmann
    Illustration: Philo Schäfer
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