Autorität. Ein Begriff, der uns in der familiären Erziehung, im Klassenzimmer, im Hörsaal, im Beruf oder auch auf der politischen Bühne begegnet. Auf den ersten Blick scheint man gleich zu wissen, was damit gemeint ist, doch ganz so einfach ist es, wie immer in der Wissenschaft, eben doch nicht. So ist „als Autorität wahrgenommen zu werden" nicht gleichbedeutend mit „autoritär handeln" - und die Bedeutung beider Formulierungen hängt zudem stark vom Kontext ab. Das sagt die Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Meike Sophia Baader, die sich seit vielen Jahren in ihrer Forschung mit diesem Thema befasst und als titelgebende Frage für diese Folge gewählt hat: Was ist Autorität?
Zur Person
Prof. Dr. Meike Sophia Baader ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Hildesheim. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem Kindheits-, Jugend- und Familienforschung, die Forschung zu sexualisierter Gewalt sowie Forschungsfragen rund um Demokratie, Bildung, Pädagogik und Erziehung in verschiedenen historischen und gesellschaftlichen Kontexten. Mit dem Autoritätsbegriff hat sie sich, inspiriert nicht zuletzt durch ihren akademischen Lehrer, den jüngst verstorbenen Frankfurter Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Micha Brumlik, bereits im Studium erstmals wissenschaftlich befasst. Damals noch ohne zu wissen, dass dieses Thema sie über lange Strecken ihres weiteren akademischen Lebenswegs hinweg immer wieder begleiten würde.
Im Interview: Prof. Dr. Meike Sophia Baader
Moderation: Sara Reinke
Schnitt: Akira Behrmann
Illustration: Philo Schäfer