In dieser Interviewfolge verlasse ich bewusst mal den klassischen Business-Fokus – weil es Themen gibt, die so gesellschaftsrelevant sind, dass wir sie nicht wegschieben dürfen. Ich spreche mit Lena Jensen, Unternehmerin und Aufklärerin, die rund um das Thema sexualisierte Gewalt an Kindern eine riesige Reichweite aufgebaut hat – und vor allem: die ihre eigene Geschichte in Prävention verwandelt.
Wir reden darüber, welche Warnsignale im Alltag auffallen können – bei Erwachsenen (z. B. sexualisierende Sprache, Manipulation, „Ich will unbedingt allein mit dem Kind sein“) und bei Kindern (z. B. plötzliche Verhaltensänderungen, Rückzug, Regression wie Einnässen, körperliche Symptome, Grenzenlosigkeit). Lena erklärt, warum Täter häufig über Manipulation arbeiten – wie in toxischen Beziehungen – und warum ein „komisches Bauchgefühl“ manchmal genau der Hinweis ist, dem man nachgehen sollte, ohne gleich jemanden zu verurteilen.
Ein zentraler Teil der Folge: Wie spricht man mit Kindern, ohne sie zu überfordern oder zu triggern? Was brauchen Kinder, um sich zu öffnen? Lenas Antwort ist klar: Zeit, Vertrauen, Konsequenz – und Erwachsene, die es aushalten können, zuzuhören, ohne das Kind mit Schock, Vorwürfen oder Panik sofort wieder zu verschließen.
Wir sprechen außerdem darüber, warum viele Betroffene keine Gerechtigkeit erleben (Beweislage, veraltete Abläufe, fehlende kindgerechte Methoden) – und was du konkret tun kannst, wenn du einen Verdacht hast: anonym melden, beraten lassen, die richtigen Stellen kontaktieren.
Zum Schluss zeigt Lena, dass Hoffnung real ist: Trotz allem hat sie ihr Leben aufgebaut, studiert, Unternehmen gegründet – und verfolgt ein großes Ziel: langfristig eigene Projekte für Kinder zu finanzieren. Ihre letzten Worte sind ein Satz, den jeder hören muss: „Die Schuld trägt allein der Täter.“
Diese Folge soll nicht schockieren – sie soll dich wachsam machen. Und sie soll dich befähigen, im richtigen Moment nicht wegzuschauen.