Retina View

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  • Retina View

    Was erinnert unser Auge? – Immungedächtnis und neue Perspektiven für Augenerkrankungen

    27.02.2026 | 49 Min.
    Zum Tag der seltenen Erkrankungen widmet sich diese Folge von Retina View einem Forschungsfeld, das unser Verständnis von Augenerkrankungen grundlegend verändert: dem Immungedächtnis im Auge.
    Unser Auge gilt als immunologisch besonders geschützt – und doch spielen Immunzellen eine entscheidende Rolle bei vielen entzündlichen und degenerativen Erkrankungen der Netzhaut. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie das Immunsystem im Auge „lernt“, was es speichert – und warum es manchmal zu stark reagiert.
    Wir klären:
    Was bedeutet Immungedächtnis überhaupt – und kann es auch im Auge existieren?
    Welche Rolle spielen Mikroglia, die Immunzellen der Netzhaut?
    Wie können frühere Entzündungen oder Reize langfristige Spuren hinterlassen?
    Warum sind diese Mechanismen besonders relevant für seltene, aber auch für häufige Augenerkrankungen?
    Die Folge zeigt, warum Grundlagenforschung ein entscheidender Schlüssel ist – gerade für Erkrankungen, für die es bislang nur wenige Therapien gibt – und welche neuen therapeutischen Perspektiven sich aus der Augenimmunologie ergeben könnten.
    Und auch wenn wir den Tag der seltenen Erkrankungen heute als Anlass nehmen, zeigt die Förderung des Immungedächtnis-Projekts von Prof. Langmann, wie grundlegende immunologische Mechanismen, die wir im Auge entdecken, nicht nur seltene Leiden betreffen, sondern auch für viel häufigere Netzhauterkrankungen wie AMD oder diabetische Retinopathie zentrale Bedeutung haben
    Zu Gast ist Thomas Langmann, Univ.-Prof. Dr. rer. nat., Direktordes Lehrstuhls für Experimentelle Immunologie des Auges am Zentrum für Augenheilkunde der Uniklinik Köln. Er forscht seit vielen Jahren an den immunologischen Mechanismen entzündlicher und degenerativer Augenerkrankungen und leitet aktuell ein DFG-gefördertes Projekt zum Immungedächtnis im Auge.
    Eine Episode für alle, die verstehen möchten, wie eng Sehen,Immunsystem und moderne Forschung miteinander verbunden sind.
    Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Fortschritte aufmerksam.
    Mehr Informationen zu unserer Arbeit: www.retinaplus.de
    Ihre Meinung ist wichtig
    Teilen Sie uns Ihre Themenwünsche und Ideen mit unter [email protected] oder per WhatsApp 0156 796 456 19
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    Bionisches Sehen bei trockener AMD: Was das PRIMA-Implantat leisten kann

    30.01.2026 | 15 Min.
    In dieser aktuellen Folge des Podcasts Retina View sprechen wir über einen möglichen Meilenstein in der Behandlung der trockenen altersabhängigen Makuladegeneration (AMD): das PRIMA-Implantat, einen bionischen Netzhautchip zur teilweisen Wiederherstellung des zentralen Sehens bei geographischer Atrophie.
    Anlass ist der erfolgreiche Abschluss der europäischenPRIMAvera-Studie, in der 38 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenertrockener AMD behandelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass das Implantat sicher ist und bei ausgewählten Betroffenen eine klinisch relevante Verbesserung der zentralen Wahrnehmung ermöglichen kann.
    Im Gespräch erläutern wir:
    was geographische Atrophie für Betroffene bedeutet
    warum es in Deutschland bislang keine zugelassenenmedikamentösen Therapien gibt
    wie das PRIMA-Implantat technisch funktioniert
    für wen diese neue Behandlungsoption infrage kommenkönnte
    welche Schritte nun auf dem Weg zur möglichenVersorgung in Deutschland folgen
    Dabei sprechen wir auch über realistische Erwartungen, den Stellenwert der Rehabilitation – und darüber, warum bereits die Behandlung eines Auges für den Alltag einen Unterschied machen kann.
    Unser Gesprächspartner: Prof. Dr. Frank G. Holz
    Unser Interviewgast ist Frank G. Holz, einer der international führenden Experten auf dem Gebiet der Netzhauterkrankungen.
    Er ist Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn am Universitätsklinikum Bonn (UKB) und seit vielen Jahren maßgeblich an der klinischen Forschung zur altersabhängigen Makuladegeneration beteiligt.
    Prof. Holz ist:
    Initiator und Leiter zahlreicher nationaler und internationalerAMD-Studien
    wissenschaftlicher Berater in europäischen Zulassungsverfahren
    ausgewiesener Experte für innovative Therapieansätze beiNetzhauterkrankungen
    Im Podcast ordnet er die Studienergebnisse zum PRIMA-Implantat ein, erklärt die medizinischen Hintergründe verständlich und gibt einen Ausblick darauf, welche Bedeutung diese Technologie künftig für Menschen mit geographischer Atrophie haben könnte.
    Hinweis: Retina plus e.V. informiert unabhängig und patientenorientiert über neue Forschungsansätze und begleitet die weiteren Schritte rund um das PRIMA-Implantat aufmerksam.
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    HelpFix – ein Roboter als Blindenhund

    28.01.2026 | 26 Min.
    Sonderfolge von Retina View zum Internationalen Tag desBlindenführhundes (29. Januar)
     Zum Internationalen Tag des Blindenführhundes am 29. Januar erscheint eine Sonderfolge des Podcasts Retina View – Perspektiven aus der Forschung.
    Im Mittelpunkt steht diesmal nicht die klassische medizinische Netzhautforschung, sondern ein technisches Assistenzsystem, das einen entscheidenden Einfluss auf Mobilität, Orientierung und Lebensqualität von Menschen mit Sehverlust haben kann: HelpFix, ein elektronischer Blindenhund.
    Warum eine Sonderfolge?
    Bisher widmet sich jede Episode von Retina View einem Aspekt der Netzhautforschung. Junge Nachwuchstalente, etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, renommierte Forschungspreisträger und weitere Expertinnen und Experten geben Einblicke – von den Grundlagen der Netzhautbiologie bis hin zu klinischen Studien, die langfristig den Weg zu neuen Therapien ebnen könnten.
    Diese Folge erweitert bewusst den Blick:
    Auch wenn es hier nicht um medizinische Therapieansätze geht, steht dennoch Forschung im Fokus – nämlich die Entwicklung eines nicht zu unterschätzenden Hilfsmittels, das ganz konkret darüber entscheidet, wie selbstständig und mobil Menschen mit Sehverlust ihren Alltag gestalten können.
    Das Projekt HelpFix
    Im Interview sprechen Lucas Daiker, Marko Goergens und Christian Malschofsky, Studenten der Hochschule Kaiserslautern.
    Mit ihrem Projekt HelpFix gewann das Team in Zusammenarbeit mit 2 Studierenden der Hochschule ENSISA Mulhouse beim Drei-Länder-Mechatronik-Wettbewerb Trinatronics 2024/25 den ersten Platz.
    Ausgangspunkt war eine bekannte Herausforderung:
    Blindenführhunde sind für viele blinde Menschen unverzichtbare Begleiter – sie bieten Sicherheit, Orientierung und Vertrauen. Gleichzeitig sind sie sehr selten, teuer in der Ausbildung und nicht für jede Lebenssituation verfügbar. HelpFix versteht sich daher nicht als Ersatz, sondern als ergänzende technische Assistenz.
    Der Prototyp soll:
    über natürliche Sprache mit seinem Nutzerkommunizieren,
    selbstständig Wege planen,
    hochpräzise navigieren und
    Hindernisse dynamisch erkennen und umgehen.
    Besonders spannend sind räumlich begrenzte Einsatzszenarien, etwa auf Universitätsgeländen, in Kliniken oder Behörden, wo ein elektronischer Assistent zusätzlich erweiterte Funktionen übernehmen könnte – zum Beispiel das gezielte Auffinden bestimmter Gebäude, Eingänge oder Räume.
    Blick nach vorn
    Die Nachwuchsforscher erwägen, HelpFix weiterzuentwickeln – bis hin zur Gründung eines Start-ups. Gleichzeitig sprechen sie offen über die Realität junger Forschung:
    Neben Studium und mit stark begrenztem Budget sind die notwendigen Weiterentwicklungen derzeit nur schwer voranzubringen.
    Wer mehr über HelpFix erfahren oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich gerne an das Podcastteam von Retina View wenden [email protected]. Wir stellenden Kontakt zum Entwicklerteam her und fördern den weiteren Austausch.
    Diese Sonderfolge zeigt:
    Forschung bedeutet nicht nur Medizin – sondern auch Technik, die das Leben mit Sehverlust in der Zukunft nachhaltig verbessern kann.
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    Implantierbares Miniaturteleskop bei trockener AMD – Klinische Studie startet

    26.12.2025 | 29 Min.
    In dieser Episode von Retina View spricht Thomas M. Duda mit Prof. Dr. med. M. Schargus, Chefarzt der Augenklinik der Asklepios Klinik Nord – Heidberg, über eine neue klinische Studie, die im Januar 2026 beginnt und sich an Patientinnen und Patienten mit trockener altersbedingter Makuladegeneration (AMD) im Spätstadium richtet.
    Im Mittelpunkt steht ein implantierbares Miniaturteleskop. Es vergrößert zentrale Bildinhalte– ein Ansatz, der vielen Betroffenen helfen kann, wieder besser Gesichter zu erkennen, zu lesen oder alltägliche Aktivitäten zurückzugewinnen.
     Prof. Schargus erklärt:
    Welche Patienten von dieser Technologie profitieren können
    Wie der Eingriff durchgeführt wird
    Welche Ergebnisse aus bisherigen Studien vorliegen
    Warum postoperative Low-Vision-Rehabilitation ein entscheidender Erfolgsfaktor ist
    Und welche Verbesserungen im Alltag realistisch zu erwarten sind
    Zum Abschluss gibt er einen Ausblick auf die bevorstehende Studie und erläutert, wer in der Studie für ein implantierbare Miniaturteleskop eingeschlossen werden könnte.
    Interessierte Patientinnen und Patienten, die prüfen möchten, ob sie für eine Studienteilnahme infrage kommen, können sich direkt an Prof. Schargus wenden:
    Prof. Dr. med. M. Schargus, FEBO, MHBA
    Chefarzt – Augenklinik
    Asklepios Klinik Nord – Heidberg
    Tangstedter Landstr. 400
    22417 Hamburg
    Tel.: +49 40 18 18 87-3455 (automatisches Anrufsystem, bitteKontaktdaten für Rückruf hinterlassen)
    e-mail: [email protected]
    Retina plus e.V. wird auch künftig über die Fortschritte in diesem spannenden Forschungsprojekt berichten. Abonnieren Sie unseren Newsletter und unseren Podcast, um auf dem Laufenden zu bleiben. www.retinaplus.de
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    Der „molekulare Lichtschalter“ (ChReef) mit großem Potenzial

    28.11.2025 | 34 Min.
    Ein neues Werkzeug aus der Optogenetik sorgt derzeit in der Forschung für Aufsehen: ChReef, ein verbesserter „molekularer Lichtschalter“, könnte in Zukunft dazu beitragen, das Sehvermögen, das Hörvermögen oder sogar die Herzfunktion wiederherzustellen.
    In dieser Folge von Retina View spricht Moderator Thomas Duda mit Dr. Dorothea Laurence über die Entstehung und Bedeutung dieser bahnbrechenden Technologie. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Lichtimpulse Nervenzellen aktivieren können – und was das für Menschen mit Netzhauterkrankungen bedeutet.
    Retina plus e.V. wird auch künftig über die Fortschritte in diesem spannenden Forschungsprojekt berichten. Abonnieren Sie unseren Newsletter und unseren Podcast, um auf dem Laufenden zu bleiben.
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