Ist das normal?

DIE ZEIT
Ist das normal?
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6 Episoden

  • Ist das normal?

    »Wir sind keine sexgeilen Menschen, die sich jedes Wochenende treffen«

    01.06.2026 | 1 Std. 7 Min.
    »Swingen läuft dann schief, wenn man dadurch seine Beziehung retten
    möchte«, sagt der Paartherapeut und Sexualberater Thomas. Er selbst ist
    verheiratet, und seine Frau und er teilen ihre Sexualität auch mit
    anderen, wie sie sagen. Swingen bedeutet für sie nicht nur sexuelle
    Abenteuer, sondern auch tiefe Verbindung, Freundschaft und Community.
    Den Podcast-Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm erzählt Thomas,
    warum für ihn eine stabile Beziehung mit Vertrauen, radikaler
    Ehrlichkeit und vielen Gesprächen die Voraussetzung für seine offene Ehe
    ist.

    »Wir sind emotional nackt voreinander«, sagt Thomas über seine
    Partnerschaft und erklärt, wie es gelingt, Eifersucht, Unsicherheit oder
    unerwartete Verliebtheit offen zu besprechen. Und er räumt mit Klischees
    rund ums Swingen auf – wenn es etwa um Klubs, Anonymität und ständigen
    Sex geht. Als Therapeut begleitet er selbst zudem Menschen, die swingen.
    Und er sagt, es gibt drei Fragen, die jeder für sich beantworten sollte,
    ehe man seine Beziehung öffnet: »Wollen wir das beide? Kann ich ehrlich
    über Angst und Eifersucht reden? Und: Suchen wir eher Erweiterung oder
    Rettung?«

    Mehr zu unserem Gast

    - Thomas ist Paartherapeut, Sexualberater und Podcaster. Er ist
    verheiratet und hat Kinder.
    - Gemeinsam mit seiner Frau Anna spricht Thomas im Podcast Wir Swingen
    offen über Beziehung, Sexualität und persönliche Entwicklung.

    Weitere Podcastfolgen zum Thema

    - »Sexuell exklusiv zu sein, ist nicht, was unsere Beziehung ausmacht«
    - »Sex in Freundschaften verbindet, weil er verbindlich ist«
    - »Wir haben keine Skripte, wie man alternative Beziehungen führen
    kann«

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  • Ist das normal?

    »Es gibt Frauen, die Gewalt ausüben, nicht weil sie sich wehren«

    18.05.2026 | 1 Std. 22 Min.
    Männer und Frauen berichten ähnlich häufig davon, in ihren Beziehungen
    körperliche Gewalt erfahren zu haben. Das belegt eine Dunkelfeldstudie
    des Bundeskriminalamtes. Wie kann das sein, denken wir bei
    Partnerschaftsgewalt doch vor allem an Männer als Täter? »Wir sehen
    Frauen oft nicht in ihrer Ganzheit, in ihrer Destruktivität, in ihrer
    Wut«, erzählt die Soziologin und Gewaltforscherin Rebecca Gulowski den
    Podcasthosts Melanie Büttner rund Sven Stockrahm.

    Gewalt, die von Frauen ausgehe – egal, ob psychisch, physisch oder
    sexualisiert –, werde oft kleingeredet oder pathologisiert: »Das Bild
    von der verrückt gewordenen Furie«, sagt Rebecca, sei aber »eher
    konstruiert«. Und gleichzeitig gehöre zur Wahrheit, dass männliche
    Partnerschaftsgewalt meist intensiver und folgenschwerer sei und größere
    Angst oder sogar Todesangst auslöse als weibliche. In dieser Folge geht
    es um Frauen, die übergriffig werden, welche Rolle Scham,
    Geschlechterstereotype und eigene Gewalterfahrungen dabei spielen. Und
    wie sich die Gewalt verhindern lässt.

    Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos

    - Rebecca Gulowski ist Professorin für Sozialwissenschaften,
    wissenschaftliche Referentin für Familienhilfe und Kinderschutz am
    Deutschen Jugendinstitut und psychosoziale Beraterin mit Schwerpunkt
    Trauma und Gewaltprävention. Sie forscht unter anderem zu
    Partnerschaftsgewalt und weiblicher Täterinnenschaft.
    - Wir zitieren aus der Dunkelfeldstudie Lebenssituation, Sicherheit
    und Belastung im Alltag – kurz LeSuBiA – des Bundeskriminalamtes
    von 2026. Sie liefert Daten zu Gewalterfahrungen in Deutschland,
    insbesondere zur psychischen und körperlichen Gewalt in
    Partnerschaften.
    - Weitere erwähnte Studien und Forschungsarbeiten: Sexualisierte
    Gewalt gegen Kinder und Jugendliche (Deutsches Ärzteblatt: Dreßing
    et al., 2025), Partnerschaftsgewalt durch Frauen (in Handbuch
    Häusliche Gewalt: Rebecca Gulowski, 2020), Beratung für Frauen, die
    Partnerschaftsgewalt ausüben (in Handbuch Häusliche Gewalt: Gulowski
    & Schünemann-Homburg, 2020), Das Fremde in mir. Gewaltdynamiken in
    Liebesbeziehungen zwischen Frauen. Soziologische Perspektiven auf
    ein Tabuthema (Constance Ohms, 2015)
    - Rebecca Gulowski war selbst lange für violenTia in München tätig,
    eine Fachberatungsstelle speziell für Frauen, die in ihrer
    Partnerschaft Gewalt ausüben.

    Eine spezialisierte Psychotherapie kann dabei helfen, die Folgen von
    sexueller Gewalt und anderen Traumatisierungen zu bewältigen.
    Psychotherapeuten mit einer traumaorientierten Zusatzausbildung sind
    hier zu finden:

    - Traumaambulanzen: in verschiedenen Städten
    - Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)
    - Fachverband für Anwender der psychotherapeutischen Methode Eye
    Movement Desensitization and Reprocessing (EMDRIA)

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  • Ist das normal?

    »Wir haben keine Skripte, wie man alternative Beziehungen führen kann«

    04.05.2026 | 51 Min.
    »Was alle Beziehungen eint, ist das Bedürfnis, zu lieben und geliebt zu
    werden«, sagt der Psychologe und Beziehungstherapeut Agostino Mazziotta.
    Er ist überzeugt, dass Liebe wachsen kann, wenn wir sie teilen – auch
    abseits der Monogamie. Live auf der Bühne der Lindauer
    Psychotherapiewochen spricht Tino mit den Hosts Melanie Büttner und Sven
    Stockrahm über offene Beziehungen, Polyamorie oder ganz grundsätzlich
    über konsensuelle Nichtmonogamie.

    Für viele sind diese Modelle in ihren Partnerschaften längst Realität,
    in der Psychotherapie gelten sie aber oft noch als verdächtig oder sogar
    problematisch. Wir schauen, welche Chancen und Herausforderungen
    individuelle Beziehungsformen mit sich bringen und wie Menschen
    herausfinden, was wirklich zu ihnen passt.

    Mehr zu unserem Gast und weitere Infos

    - Agostino Mazziotta ist Psychologe, Ehe-, Familien- und
    Lebensberater, Sexualtherapeut und Professor für Diversity und
    Community Work in Münster. Er forscht unter anderem zu
    einvernehmlich nichtmonogamen Beziehungen.
    - Diese Folge wurde live auf der Bühne im Rahmen der Lindauer
    Psychotherapiewochen aufgezeichnet, eine der weltweit größten Fach-
    und Weiterbildungsveranstaltungen in der Psychotherapie und
    Psychosomatik.
    - Im Sommer 2026 erscheint das Sachbuch »Vielfältige Liebe -
    Polyamorie gestalten« von Agostino Mazziotta und Sonja Bröning.
    Beide haben auch einen Artikel im »Psychotherapeutenjournal«
    veröffentlicht zum Thema »Hilfreich oder schwierig? Erfahrungen
    queerer Menschen in Beratung und Therapie«.
    - Wer sich mit Menschen austauschen möchte, die einvernehmlich
    nichtmonogam leben, kann sich an verschiedene Polystammtische und
    Treffpunkte wenden. Auf der Webseite der Polyamorie Stammtische Köln
    gibt es beispielsweise eine deutschlandweite Übersicht mit
    Kontakten.

    Weitere Podcastfolgen zum Thema

    - »Ich kann nur in einer Beziehung bleiben, wenn ich sie nicht
    brauche«
    - »Sexuell exklusiv zu sein, ist nicht, was unsere Beziehung ausmacht«
    - »Sex in Freundschaften verbindet, weil er verbindlich ist«

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    »Mir muss klar sein: Ich werde die Menschen, die ich liebe, verletzen«

    20.04.2026 | 1 Std. 9 Min.
    Der eine Satz zu viel im Streit. Die WhatsApp-Nachricht, die man nicht
    hätte lesen sollen. Eine Lüge. Oder das Gefühl, verraten worden zu sein:
    Manche Beziehungskrisen kommen schleichend, andere wie aus dem Nichts.
    Und dann gehen wir auf Abstand, obwohl wir gerade jetzt Verbindung
    bräuchten. Die Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm sprechen mit der
    Paartherapeutin Sharon Brehm darüber, was nach einem Vertrauensbruch
    hilft: Erst durchatmen, sich selbst spüren und den eigenen Schmerz ernst
    nehmen. Auch wenn es schwerfällt.

    Entscheidend sei bei jedem Konflikt der Kontext, sagt Sharon: nicht
    allein die Schwere, sondern die Geschichte dahinter. Stress, Deutungen
    und alte Wunden bestimmen, wie hart uns etwas treffen kann. Wem es
    gelingt, neugierig zu bleiben, statt sich sofort zu verteidigen oder
    Schuld zu verteilen, macht den ersten Schritt. Letztlich geht es gerade
    in Beziehungen um die große Frage: Wie können wir uns voneinander
    erzählen, ohne uns zu verletzen?

    Mehr zu unserer Gästin

    - Sharon Brehm ist systemische Paartherapeutin und Coach in München.
    Mehr zu ihrer Arbeit erfahrt ihr auf Sharons Webseite und auf
    Instagram. Sie ist zudem Autorin des Sachbuchs: wiederherzgestellt:
    Wie emotionale Heilung mehr Vertrauen, Nähe und Lebendigkeit in
    deine Beziehung bringt. 2022 veröffentlichte sie das psychologisch
    fundierte Datingbuch Smart Loving: Wie wir echte Liebe finden.

    Weitere Podcastfolgen zum Thema

    - »Am Ende ist die Frage: Möchte ich recht haben oder glücklich sein?«
    - »Streit über Haushalt ist großartig, weil Paare daran wachsen
    müssen«
    - »In einer Beziehung braucht es auch emotionale Selbstbefriedigung«

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    Ankündigung: Bonusfolgen von "Ist das normal?" und ZEIT-Podcast-Archiv mit Abo

    13.01.2026 | 3 Min.
    Noch mehr "Ist das normal?": Ab sofort erscheinen regelmäßig
    Bonusfolgen, in denen Melanie Büttner und Sven Stockrahm auch deine
    Fragen zu Liebe, Sex und Beziehungen besprechen. Schreibt uns dazu gerne
    an [email protected]. Ansonsten gibt es einen noch persönlicheren
    Blick hinter die Kulissen und wir sprechen über alles, was uns und euch
    gerade bewegt.

    Zu hören sind diese zusätzlichen Folgen unter www.zeit.de/istdasnormal,
    auf Apple Podcasts und auf Spotify, exklusiv mit einem Podcast- oder
    Digitalabo der ZEIT. Mit einem Abo könnt ihr zudem das komplette Archiv
    von "Ist das normal?" hören, bekommt weitere Bonusfolgen etwa von "ZEIT
    Verbrechen" oder "Woher weißt du das?" sowie Zugriff auf unsere
    Dokupodcasts wie "Irma. Das Kind aus Srebrenica" oder "Friedrich Merz:
    Sein langer Weg zur Macht".

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Wie lieben Menschen heute? Was brauchen glückliche Beziehungen? Und guter Sex? Die Ärztin und Therapeutin Melanie Büttner und der Wissenschaftsjournalist Sven Stockrahm sprechen über alles, was Körper und Psyche guttut. Und über das, was uns verletzt, aber auch verbindet. Ohne Scham, mit Tipps für die eigene Entwicklung und ganz viel Nähe. Immer montags, alle zwei Wochen – mit spannenden Gästinnen und Gästen. Feedback per Sprachnachricht oder Mail an [email protected]. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/podcast-abo
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Generated: 6/2/2026 - 4:30:13 AM