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Mut zum Risiko | AGES Podcast

Roland Achatz & Elisabeth Dottolo
Mut zum Risiko | AGES Podcast
Neueste Episode

20 Episoden

  • Mut zum Risiko | AGES Podcast

    Flavescence dorée - Die stille Seuche im Weingarten

    11.09.2026 | 32 Min.
    Im Herbst zeigt die Rebe, ob sie krank ist. Flavescence dorée, die Goldgelbe Vergilbung, ist derzeit die größte Herausforderung für den österreichischen Weinbau – mit Verordnungen in drei Bundesländern und Forderungen nach einem nationalen Krisenstab. Pflanzenpathologin Mag. Helga Reisenzein von der AGES begleitet die Krankheit seit der Erstdiagnose 2009 – und erklärt, woran man sie erkennt, was zu tun ist und warum Warten keine Option ist.
    Biblische Plage, Krisenstab, Weinbau am Ende – so berichten derzeit viele Medien über Flavescence dorée, die Goldgelbe Vergilbung der Rebe. Drei Bundesländer haben Verordnungen erlassen, Flächen werden gerodet, und der Weinbauverband fordert eine nationale Koordination. Doch was steckt hinter der Krankheit, die den österreichischen Weinbau vor die vielleicht größte Herausforderung seit der Reblaus stellt?
    In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ geht Roland Achatz direkt ins Labor zu Mag. Helga Reisenzein, Leiterin der Pflanzengesundheit und Referenzlabore an der AGES. Auf dem Tisch liegt eine Weinrebe, die sie tags zuvor im Weingarten entnommen hat – und die im Labor positiv auf Flavescence dorée getestet wurde. Eine direkte, praxisnahe Folge für Weinbauern und alle, die verstehen wollen, was hinter den Schlagzeilen steckt.
    Themen dieser Folge
    Was ist Flavescence dorée? Phytoplasmen als Erreger – Bakterien ohne Zellwand, obligate Parasiten, die sich in den Siebzellen der Rebe ansiedeln und sie langsam zerstören.
    Das doppelte Problem: Flavescence dorée ist europäischen Ursprungs – gefährlich wird sie erst durch die invasive Amerikanische Rebzikade als Überträger. Aktive Flugweite: bis zu 300 Meter, zusätzlich Windverfrachtung.
    Neue Erregervariante seit 2018: Warum die Ausbreitung seit einigen Jahren epidemieartig verläuft – „wie ein Schneeballsystem“ – und welche Gebiete derzeit betroffen sind.
    Symptome jetzt erkennen: Was Weinbauern im Herbst konkret sehen – und die wichtige Verwechslungsgefahr mit der Stolbur-Krankheit (visuell nicht unterscheidbar).
    Roden – das härteste Wort: Wann Einzelstöcke, wann die gesamte Fläche (ab 20 % Schadschwelle). Warum Rückschnitt die Krankheit nur maskiert. 7–8 Jahre kein Ertrag nach Rodung.
    KI, Drohnen, Traktor-Kameras: Das im Juli 2026 gestartete AGES-Forschungsprojekt entwickelt KI-gestützte Monitoring-Tools für Weinbauern und Behörden – erste Drohnenbefliegungen in der Steiermark bereits gestartet.
    Kapitel
    00:46 – 01:31 Medienberichte & Einordnung – „Biblische Plage“ im Weinbau?
    01:33 – 02:41 Begrüßung Helga Reisenzein & die Weingarten-Probe auf dem Labortisch
    02:49 – 03:49 Was ist Flavescence dorée? Phytoplasmen einfach erklärt
    03:49 – 04:49 Aktuelle Ausbreitung: Steiermark, Burgenland, Niederösterreich
    04:49 – 06:05 Erstdiagnose 2009: eine ganze Anlage zu 90 % befallen
    06:05 – 07:35 Wirtschaftlicher Schaden: 7–8 Jahre kein Ertrag nach Rodung
    07:35 – 09:06 Warum die Krankheit so gefährlich ist und wie sie übertragen wird
    09:06 – 09:53 Neue Erregervariante seit 2018 & explosionsartige Ausbreitung
    09:53 – 14:01 Symptome im Herbst: was ich im Weingarten sehe
    14:01 – 17:20 Labor-Diagnostik: warum PCR so aufwendig ist & Abgrenzung zu Stolbur
    17:20 – 18:22 Verdachtsfall: Meldepflicht, Behörde, AGES als einziges amtliches Labor
    18:22 – 20:35 Rodung: wann muss wie viel weg?
    20:35 – 23:10 Aktuelle Lage 2026 & „Wir müssen lernen, damit zu leben“
    23:10 – 28:11Forschungsprojekt: KI, Drohnen und Traktor-Kameras für smarte Überwachung
    28:11 – 29:16 Wer wartet, spielt mit dem Feuer – Zusammenarbeit Wissenschaft, Behörden, Weinbau
    29:16 – 31:33 Drei Botschaften für Weinbauern: Augen auf, melden, Maßnahmen umsetzen
    31:33 – 32:08 Danksagung & Outro
    Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
  • Mut zum Risiko | AGES Podcast

    Legionellen - Unsichtbare Gefahr aus der Dusche (018)

    28.08.2026 | 30 Min.
    Fast 80 Prozent aller Legionellen-Infektionen entstehen nicht im Hotel oder Schwimmbad, sondern zu Hause unter der eigenen Dusche. Mikrobiologe Florian Heger von der AGES erklärt, wie die Bakterien ins Wasser gelangen, wer besonders gefährdet ist und mit welchen zwei einfachen Maßnahmen sich das persönliche Risiko deutlich senken lässt.

    1976 sterben in Philadelphia 29 Menschen an einer rätselhaften Atemwegserkrankung. Erst Monate später gelingt es dem Epidemiologen Joseph McDade, den Auslöser zu identifizieren: Legionellen in einem Kühlturm. Die Entdeckung des bis dahin unbekannten Erregers gilt bis heute als Meilenstein der Infektionsepidemiologie. Knapp 50 Jahre später sind Legionellen weiterhin ein relevantes Gesundheitsthema. In Österreich wurden 2025 rund 400 Fälle gemeldet, etwa doppelt so viele wie vor zehn Jahren.

    Gleichzeitig lässt sich das persönliche Risiko mit einfachen Maßnahmen deutlich reduzieren. In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ spricht Moderatorin Elisabeth Dottolo mit Florian Heger, Leiter der Abteilung Mikrobiologie am Zentrum für anthropogene Infektionen der AGES. Gemeinsam beleuchten sie die Geschichte der Legionellen, erklären die biologischen Besonderheiten der Bakterien und zeigen anhand des Legionellen-Ausbruchs in Vorarlberg 2024/25, wie moderne Ausbruchsaufklärung mit CSI Methoden und Detektivarbeit funktioniert.

    Themen

    Philadelphia 1976: Wie ein Legionärskongress, 182 Erkrankte und ein beharrlicher Epidemiologe zur Entdeckung eines neuen Erregers führten und was davon heute noch gilt.

    Biologie: Warum sich Legionellen in Amöben verstecken, in klassischen Kulturen kaum wachsen und viele Antibiotika gegen sie kaum wirken.

    Risikozone Zuhause: Der Boiler, die Kellerdusche, das Ferienhaus, fast 80 Prozent der Infektionen in den eigenen vier Wänden, nur 1 Prozent in Krankenhäusern.

    Vorarlberg-Ausbruch 2024/25: Detektivarbeit mit CSI Methoden, Onlinekarten, Windprofile, Wetterdaten und ein kontaminierter Kühlturm in Bregenz.

    Klimakrise & steigende Fallzahlen: Warum die Erkrankungszahlen steigen? Wärmere Temperaturen, Energiesparen auf Kosten der Gesundheit, komplexere Wassersysteme.

    Gartenschlauch, Solardusche, Geschirrspüler, Autowaschanlagen: Welche Alltagsquellen ein Risiko sind und welche nicht.

    Fazit

    Legionellen im Griff mit zwei einfachen Maßnahmen: Warmwasser-Boiler auf mindestens 60 Grad Celsius und nach dem Urlaub ungenutzte Leitungen vor dem Duschen 3 bis 5 Minuten mit heißem Wasser durchspülen.

    Kapitel

    00:00 – 07:50 Begrüßung & Zeitreise USA: die mysteriöse Epidemie in Philadelphia 1976 beim Legionärskongress mit 29 Toten.

    07:51 – 11:14 Biologie: Warum Legionellen so schwer zu fassen sind. Wie sich Legionellen im Wasser vermehren. Amöben als Wirt.

    11:15 – 15:05 Übertragungsweg: Aerosole, Dusche, Kühltürme und Risikogruppen: Wer ist besonders gefährdet?

    15:06 – 17:20 Steigende Infektionszahlen, Ursachen, Klima: Wo steckt man sich an? 80 Prozent zu Hause, nur 1 Prozent im Krankenhaus.

    17:21 – 18:53 Selbstschutz: Warmwassertemperaturen und Spülen

    18:54 – 20:45 Saisonaler Verlauf: Zwei Infektionsgipfel im Jahr, Ausbrüche durch AGES-Überwachungssystem rasch aufgeklärt

    20:46 – 23:16 Legionellen-Ausbruch Vorarlberg 2024/25: Detektivarbeit mit Online-Karten und Gesamtgenomsequenzierung

    23:17 – 24:40 Selbst-Check: Wassertemperatur messen, Armaturen regelmäßig benutzen

    24:41 – 27:05 Konkrete Tipps: Wie lange spülen? Wasser trinken, Wunden waschen – was wirklich riskant ist!

    27:06 – 28:40 Gartenschlauch, Solardusche, Autowaschanlagen und Geschirrspüler – ein unterschätztes Risiko?

    Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
  • Mut zum Risiko | AGES Podcast

    Food Fake News auf Social Media im Faktencheck (017)

    16.07.2026 | 28 Min.
    20 Kilo abnehmen bis zum Urlaub mit Proteinshakes und einem Schuss Sahne? Adaptogene, die Stress besiegen? Eine Kur, die die Leber auf Knopfdruck reinigt? Ernährungs-Influencer:innen versprechen auf Social Media Wunder. Ernährungsmediziner und AGES-Geschäftsführer Johannes Pleiner-Duxneuner analysiert Videos aus dem Netz und erklärt, was dran ist, was fehlt und woran man Desinformation sofort erkennt.

    Proteinshakes statt Frühstück, Adaptogene gegen Stress, Saftkuren zum Entgiften der Leber, Darmreinigung über Nacht: Auf TikTok, Instagram und YouTube kursieren täglich Tausende Ernährungsvideos mit Heilsversprechungen, versteckter Werbung und Halbwahrheiten. Manche erreichen Millionen Menschen, die meist jung, sportbegeistert und auf der Suche nach dem schnellen Weg zur Wunschfigur sind.

    In Folge 017 von “Mut zum Risiko” spricht Moderatorin Elisabeth Dottolo mit Ernährungsmediziner Johannes Pleiner und der Studentin Emily Kubera vom Wiener Uni-Projekt “Food Facts statt Fake News” am Podcast-Tisch Klartext. Gemeinsam nehmen sie fünf echte Social Media-Videos auseinander, nennen konkrete Warnsignale für Ernährungs-Fakenews und geben Hörer:innen das Werkzeug, das sie brauchen, um selbst zu erkennen: Fake News oder Food Fact !?

    Was steckt in den fünf Challenge-Videos?

    High-Protein-Diät & Proteinfasten: 16 kg in zwei Wochen – was wirklich passiert, wenn Muskelmasse schwindet statt Fett.

    Adaptogene & Biohacking: Ginseng, Reishi, Maca – die dünne Studienlage hinter dem großen Versprechen.

    Nahrungsergänzungsmittel: Warum ein Experte mit Medizin im Namen nicht automatisch ein Mediziner ist.

    Leber-Detox: Sellerie, Limette, Apfel – was die Leber wirklich kann und was Presssäfte daraus machen.

    Darmreinigung: Kefir, Leinsamen, Olivenöl – sinnvolle Lebensmittel in einem fragwürdigen Kontext.

    Checkliste: Fünf Red Flags auf Social Media

    Extreme Versprechungen: 20 Kilo in 3 Wochen, garantiert Muskeln aufbauen – Extremversprechen sind fast immer ein Warnsignal.

    Versteckte Werbung: Greift die Person zufällig zum eigenen Produkt? Dann ist das kein Zufall.

    Falsche Autorität: Ein Medizin-klingender Profilname ersetzt keine abgeschlossene Ausbildung – Hintergrund immer überprüfen.

    Pseudowissenschaft: Studien belegen das – ohne Quellenangabe: Welche Studie? Bei wem? Mit welchem Effekt?

    Emotionaler Druck: Du MUSST zu dieser Community gehören – Community-Appelle manipulieren statt zu informieren.

    Kapitel

    00:00 - 03:59 Influencer-Video: 20 Kilo abnehmen bis zum Urlaub. Ernährungsmediziner: Was stimmt, was fehlt, was ist gefährlich?

    04:00 - 07:16 Wie erkenne ich Falschinformationen? Taktiken und Querchecks. Wie gefährlich können Desinformationen wirklich werden?

    07:17 - 08:35 Warum treffen Food Fake News junge Zielgruppen besonders hart?

    08:36 - 09:53 Warnsignale – Checkliste: Fünf Red Flags auf Social Media

    0954 - 11:47 Challenge-Start: Emily Kubera & das Projekt Food Facts statt Fake News

    11:48 - 13:42 Challenge Video 1: High-Protein-Diät & Proteinfasten

    13:43 - 15:44 Challenge Video 2: Adaptogene & Biohacking

    15:45 - 18:20 Challenge Video 3: Nahrungsergänzungsmittel & selbsternannte Expert:innen

    18:21 - 21:24 Challenge Video 4: Detox & Leberreinigung

    21:25 - 24:04 Challenge Video 5: Darmreinigung & Mikrobiom

    24:05 - 27:00 Takeaways: Hinterfragen, Querchecken, Wundermitteln misstrauen

    27:01 - 27:48 Abschluss & Verabschiedung

    Medienkompetenz als Schutz

    Der AGES Risikobarometer 2024 zeigt: Österreicher:innen vertrauen bei Ernährungsfragen häufig schnell verfügbaren, emotional aufgeladenen Quellen, auch wenn sie der Wissenschaft widersprechen. Diese Folge dreht das Verhältnis um: Evidenzbasierte AGES-Expertise erklärt, was hinter den Trends steckt, und stärkt die Medienkompetenz besonders bei jungen Zielgruppen, die täglich mit diesen Inhalten konfrontiert sind.

    Seriöse Quellen zum Querchecken

    Österreichische Ernährungsempfehlungen

    Ernährungsempfehlungen auf einen Blick (AGES)

    Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE)

    Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)

    AGES Risikobarometer: Risikoeinschätzung verschiedener Berufsgruppen

    Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
  • Mut zum Risiko | AGES Podcast

    Im Kontext: Ebola (016)

    10.06.2026 | 9 Min.
    Vor wenigen Tagen zeigte eine 19-jährige Caritasmitarbeiterin nach ihrer Rückkehr aus Uganda Krankheitssymptome. Der Verdacht: Ebola – ein Wort, das sofort Bilder von schweren Krankheitsausbrüchen und hoher Sterblichkeit hervorruft. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich – vor allem jetzt, nach dem aktuellen Verdachtsfall in Österreich? 

    Was diese Krankheit eigentlich ist, wie in dem Fall der jungen Oberösterreicherin gehandelt wurde, und wieso nicht nur medizinische Faktoren entscheidend sind, ordnen wir in unserem neuen Format "Mut zum Risiko - Im Kontext" für euch ein – kurz, faktenbasiert und verständlich.

     

     

    Vielen Dank an unsere Interviewpartner:innen:

    Dr. med. univ. Alexander Indra, Leiter des Instituts für medizinische Mikrobiologie und Hygiene in der AGES

    Marcus Bachmann, Berater für humanitäre Angelegenheiten von Médecins Sans Frontières / Ärzte ohne Grenzen – Österreich

    Dr. Barbara Tucek, MSc, Leiterin der Abteilung Klinische Begutachtung Sicherheit & Wirksamkeit in der AGES

     

    Kapitel:

    0:50 - 2:47: Einordnung

    2:48 - 3:23: Faktencheck & Risiko

    3:24 - 6:35: Internationale Lage

    6:36 - 8:20: Herausforderung Impfung & Behandlung

    8:21 - 9:28: Fazit

     

    Weiterführende Links:

    https://www.who.int/health-topics/ebola

    https://www.aerzte-ohne-grenzen.at/ebola

    Ebola disease

    Ebola disease outbreak in the Democratic Republic of the Congo and Uganda

    Ebola | European Medicines Agency (EMA)

     

    Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
  • Mut zum Risiko | AGES Podcast

    Unsichtbarer Parasit: Das wurmt nicht nur den Fuchs (015)

    29.05.2026 | 51 Min.
    Viele Menschen sind gerne draußen unterwegs, sammeln Pilze und pflücken Beeren, arbeiten im eigenen Garten oder spazieren mit dem Hund durch Wald und Wiese. In der Natur gibt es auch unsichtbare Begleiter: Parasiten wie die Echinokokken, besser bekannt als Bandwürmer. In dieser Folge von „Mut zum Risiko“ nimmt uns Dr. Walter Glawischnig, Leiter der Abteilung für Pathologie und Parasitologie der AGES in Innsbruck, mit in die faszinierende Welt dieser Organismen. 

    In Folge 015 reden wir über den kleinen Fuchsbandwurm, seinen Lebenszyklus und die Rolle von Füchsen und Nagetieren als End- bzw. Zwischenwirte. Vor allem im Westen Österreichs ist der kleine Fuchsbandwurm in der Fuchspopulation weit verbreitet. 

    Der Mensch kann im Lebenszyklus des kleinen Fuchsbandwurms als Fehlzwischenwirt fungieren, wenn er Eier des Parasiten aufnimmt, zum Beispiel über verunreinigte Lebensmittel aus dem Wald oder dem eigenen Garten. Dabei kann es zum Krankheitsbild der alveolären Echinokokkose kommen, bei dem die Leber langsam zerstört wird. Sie gilt als selten, kann jedoch schwer verlaufen und erfordert oft eine langwierige Behandlung.

    Walter erklärt, worauf man achten sollte, um das eigene Risiko zu reduzieren und gibt auch konkrete Tipps für Hundebesitzer:innen. 

     

    Kapitel:

    01:08 - 08:31: Einleitung, Aufgaben der Pathologie und Parasitologie, Einführung Parasiten

    08:32 - 12:03: Bandwürmer und kleiner Fuchsbandwurm

    12:03 - 16:54: Mensch und Maus als (Fehl-) Zwischenwirt

    16:55 - 36:24: Erkrankung, Diagnose, Krankheitsfälle, Behandlung

    36:25 - 42:37: Wer erkrankt? Risikofaktoren und Infektionsweg 

    42:38 - 46:13: Rolle von Hunden

    46:14 - 51:24: Konkrete Tipps und Abschied

     

    Weiterführende Links:

    Fuchsbandwurm - AGES

    Zoonosen - AGES

    Bärlauch - AGES

    Fuchsbandwurm (alveoläre Echinokokkose)

     

    Disclaimer: in Gesprächen kommt es teilweise zur Verwendung der maskulinen Form. Diese ist als generisches Maskulinum zu verstehen. Alle Personenbezeichnungen beziehen sich, sofern nicht anders angemerkt, auf alle Geschlechter.
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Generated: 9/14/2026 - 8:49:27 PM