Neurologie im Fokus
Österreichische Gesellschaft für Neurologie

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- Die Diagnosekriterien der Multiplen Sklerose (MS) wurden in den vergangenen Jahren - getrieben durch Erfolge in der Forschung - immer stärker modifiziert.
Ausgehend von der erstmaligen Integration von Laborparametern und elektrophysiologischen Tests durch Charles Poser in die Kriterien 1983 wurde als nächster Meilenstein durch William Ian McDonald 2001 erstmalig die MRT als Äquivalent für klinische Schübe anerkannt. Vereinfachungen in der Handhabung 2005 und 2010 haben 2017 zu einer Aufwertung der Rolle des Liquors geführt.
Mit den nun revidierten Kriterien 2024 nähern wir uns der Präzisions-Diagnostik, was vor dem Hintergrund einer Vielzahl therapeutischer Optionen bei MS hochgradige Relevanz bekommt: Der Sehnerv als 5. Lokalisation, spezifische MRT Marker wie das Zentralvenenzeichen oder paramagnetische Randläsionen sowie die Integration der Kappa freien Leichtketten erhöhen die diagnostische Sensitivität ohne Kompromittieren der Spezifität.
Diese Aspekte beleuchten wir im Podcast "Multiple Sklerose – die neuen Diagnosekriterien" im Interview mit Dr.in Franziska Di Pauli, PhD, Oberärztin für Neurologie an der Universitätsklinik für Neurologie der Medizinischen Universität Innsbruck und Leiterin der MS-Sprechstunde mit Univ. Prof. Priv. Doz. Dr. Christian Enzinger, MBA, Vorstand und Leiter der MS-Ambulanz an der Universitätsklinik für Neurologie an der Medizinischen Universität Graz.
Wie wissenschaftliche neue Erkenntnisse in die Praxis überführt werden, welche Herausforderungen es technisch und in der Kommunikation zu überwinden gilt und wie wir unsere Grundhaltung in Diagnose und Therapie bewahren, erfahren Sie im Podcast.
Weiterführende Informationen finden Sie auch in der Neuauflage ÖMSB (Österreichische Multiple Sklerose Bibliothek) – frei erhältlich unter diesem Link (auf facultas 2026 klicken): https://www.msges.at/unser-angebot/information/bibliothek/ - Autoimmunenzephalitiden haben sich in den vergangenen Jahren als eigenständige und zunehmend besser charakterisierte Krankheitsgruppe etabliert.
Fortschritte in der Antikörperdiagnostik, ein verbessertes Verständnis der Pathophysiologie sowie neue therapeutische Strategien ermöglichen heute eine frühere Diagnosestellung und gezieltere Behandlung.
Diesen Monat beleuchten wir den aktuellen State of the Art der Diagnostik und Therapie der Autoimmunenzephalitiden, diskutieren praxisrelevante Herausforderungen im klinischen Alltag und ordnen aktuelle Entwicklungen für die neurologische Versorgung ein.
In dieser Folge interviewt die vor Kurzem berufene Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft Prim. Priv.-Doz. Dr. Julia Ferrari, Abteilungsleiterin der Neurologie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien, unseren Experten Priv.-Doz. DDr. Stefan Macher, Facharzt für Neurologie an der Medizinischen Universität Wien, zu Autoimmunenzephalitiden. - Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) stellt Ärzt:innen im klinischen Alltag regelmäßig vor diagnostische und therapeutische Herausforderungen. In dieser Podcast-Folge beleuchten wir die wichtigsten Aspekte von der Diagnosestellung über differenzialdiagnostische Überlegungen bis hin zu aktuellen Behandlungsstrategien. Freuen Sie sich auf eine kompakte, praxisnahe Diskussion mit konkreten Tipps für den Umgang mit RLS in der täglichen Versorgung.
Unsere Expertin Frau OA Dr. Ambra Stefani, PhD, stv. Leiterin des Zentrums für Schlafmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck wurde interviewt von MR Dr. Christian Bsteh, Neurologe in Salzburg und Bundesfachgruppenobmann Neurologie. - Welche Rolle spielen genetische Faktoren bei neurologischen Erkrankungen und präzisionsmedizinischen Therapieansätzen? In dieser Folge tauchen wir in die faszinierende Welt der Neurogenetik ein.
Unsere Expert:innen Priv.-Doz. Dr. Martin Krenn, Mitarbeiter in der Epilepsie- und Muskelambulanz der Medizinischen Universität Wien und Dr. Lena Weber, Ausbildungsärztin am Landeskrankenhaus Rankweil, sprechen über das spannende Verhältnis zwischen Wissenschaft, Gehirn und DNA und geben ein Update zu Diagnostik und Therapie in der Neurogenetik. - Gemeinsam beleuchten Dr. Corinne Horlings, PhD, stv. medizinische Leiterin der Studienzentrale Neurologie an der Medizinischen Universität Innsbruck und Prim. Univ.-Prof. Prof.h.c. PD Dr. Walter Struhal, MSc, FEAN, Leiter der klinischen Abteilung für Neurologie am Universitätsklinikum Tulln, aktuelle Entwicklungen, klinische Herausforderungen sowie mögliche Interpretationen in Diagnostik und Therapie. Dabei werden sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch praktische Erfahrungen aus dem klinischen Alltag diskutiert.
Freuen Sie sich auf eine differenzierte, fundierte und kritisch reflektierte Auseinandersetzung mit einem komplexen Krankheitsbild.
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Über Neurologie im Fokus
Neurologie im Fokus - eine Podcast Serie der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie. Einmal pro Monat werden ausgewiesene Expert:innen von Kolleg:innen aus dem ÖGN Redaktions-Team zu aktuellen Themen der Neurologie befragt.
Podcast-WebsiteHöre Neurologie im Fokus, Psychologie to go! und viele andere Podcasts aus aller Welt mit der radio.at-App

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