In Folge 6 von „Medizin. Macht. Moral“ richten wir den Blick auf die Strukturen der stationären Jugendhilfe. Wie wird in Kinderheimen mit Diagnosen, Medikation und Gesundheitsfürsorge umgegangen? Wer trägt wann Verantwortung: Einrichtungen, Träger, Jugendämter, Landesjugendämter, Vormünder:innen und Ärzt:innen? Anhand dokumentierter Abläufe, Aussagen aus dem Heimalltag und fachlicher Einordnungen beleuchten wir, wie Kontrolle greifen soll, welche Aufklärungs- und Dokumentationspflichten bestehen und wo Verfahren in der Praxis an Grenzen stoßen. Dabei geht es auch um den Einsatz von Psychopharmaka wie Pipamperon, um Beteiligungsrechte der Jugendlichen und um die Frage, welche Schutzmechanismen wirklich wirken. Die Folge ordnet ein, erklärt Zuständigkeiten und zeigt, was Betroffene und ihre Vertreter:innen berichten.
Michael Winterhoff bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe; es gilt die Unschuldsvermutung.
Alle Berichte des General-Anzeiger Bonn zum Fall Michael Winterhoff findet ihr unter ga.de/winterhoff. Um alle Hintergrundberichte, exklusive Recherchen und neue Entwicklungen rund um den Fall lesen zu können, gibt es ein spezielles Angebot für Hörerinnen und Hörer des Podcasts: Für 1€ pro Woche erhältst du vollen Zugang zu allen Website-Artikeln. Außerdem bleibst du stets informiert über alle weiteren wichtigen Geschehnisse rund um Bonn und die Region. Alle Infos: ga.de/podcast-angebot.
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Episode 5 - Abgetrennt
Im Bonner Strafprozess gegen den Kinderpsychiater Michael Winterhoff wurden 26 der 36 angeklagten Fälle abgetrennt – für viele Betroffene ein herber Rückschlag.
In der neuen Folge von „Medizin. Macht. Moral“ ordnen Anna Maria Beekes und Sabrina Bauer diese Entwicklung ein: Was bedeutet die Entscheidung der Strafkammer juristisch – und wie erleben die betroffenen Kinder, Jugendlichen und ihre Familien diesen Einschnitt?
Mit Stimmen aus dem Gerichtssaal, Einblicken in die Jugendhilfe, und einem kritischen Blick auf ein Verfahren, das für manche zur Geduldsprobe wird.
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Episode 4: Tyrannen und Narzissten
Seit rund drei Monaten muss sich der Bonner Kinderpsychiater Winterhoff vor dem Landgericht Bonn verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm 36 Fälle gefährlicher Körperverletzung vor, weil er Kindern und Jugendlichen ohne entsprechende medizinische Indikation und ausreichende Aufklärung das Psychopharmakon Pipamperon verschrieben haben soll. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe vollumfänglich.
In Episode vier unseres Podcasts "Medizin, Macht, Moral", mit dem wir den Strafprozess begleiten, geht es um die weitere Entwicklung des Verfahrens, dessen Aussetzung die Verteidigung Michael Winterhoffs zuletzt beantragt hat. Fortgesetzt wird der Prozess am Mittwoch, 21. Mai, dann soll auch die Entscheidung des Gerichts über diesen Antrag fallen.
Außerdem werden in der Episode die mittlerweile abgeschlossenen Fälle zweier Geschwister besprochen, die trotz übereinstimmend beschriebener Unterschiedlichkeit in Wesen und Verhalten dieselbe Diagnose und dasselbe Medikament, das Neuroleptikum Pipamperon in der Praxis des Kinderpsychiaters erhielten. Winterhoff verwahrt sich gegen den Vorwurf, Standarddiagnosen gestellt und Pipamperon standardmäßig verordnet zu haben.
Deutschlandweit bekannt wurde Michael Winterhoff durch seine Sachbücher über die Entwicklung von Kindern. Die in diesen Bücher vermittelte Sicht auf Erziehung und den Stellenwert von Kindern in der Gesellschaft wird bei „Medizin, Macht, Moral“ näher betrachtet, unter anderem durch ein Interview mit der Pädagogin Inke Hummel aus Bonn.
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Episode 3: Verwahrlost und schwer gestört?
In Episode 3 unseres Podcasts „Medizin, Macht, Moral“ geht es wieder um einen Fall aus dem laufenden Prozess gegen den Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff. Im Mittelpunkt steht Felix (Name geändert), ein heute 27-Jähriger, der als Kind und Jugendlicher rund zehn Jahre lang das Neuroleptikum Pipamperon erhielt – laut Anklage ohne begleitende Psychotherapie und ohne die notwendige medizinische Indikation. Insgesamt werden dem Angeklagten 36 Fälle gefährlicher Körperverletzung durch Beibringung von Gift vorgeworfen. Winterhoff bestreitet die Vorwürfe vollumfänglich.
Wie hätte man einem Kind wie Felix helfen können oder müssen? Im Interview erklärt Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Julia Theeg, was emotionale Deprivation ist, welche psychischen Folgen Vernachlässigung haben kann – und warum Psychotherapie in solchen Fällen für sie immer das erste Mittel der Wahl und leitliniengerecht ist.
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Episode 2: Gesprengtes System
Der Prozess gegen den umstrittenen Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff läuft seit dem 12. Februar. In der zweiten Folge unseres Podcasts "Medizin, Macht, Moral" sprechen wir über die ersten Verhandlungstage und gehen tiefer auf das ein, was dem Kinderpsychiater aus Bonn vorgeworfen wird. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Es gilt die Unschuldsvermutung,
"Kian" (Name geändert) ist einer der neun Nebenklägerinnen und Nebenkläger im Prozess gegen Winterhoff. In seiner Aussage beschreibt er eine Kindheit, die von Gewalt, Zurückweisung Ablehnung geprägt war. Sein Stiefvater schlug ihn, sein Vater konnte nicht mit ihm umgehen, und seine Mutter brachte ihn schließlich zu Michael Winterhoff. Zwei Jahre lang musste er Pipamperon nehmen – ein Medikament, das "beschulbar" machen sollte.
Wir sprechen über die Einschätzungen der Sachverständigen: War Pipamperon in diesen Fällen wirklich indiziert? Welche Rolle spielte die Diagnostik? Und warum wurden in 900 von 3000 beschlagnahmten Patientenakten Hinweise auf die Verschreibung von Pipamperon gefunden, obwohl Fachleute es nur selten einsetzen?
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Jahrzehntelang galt er als angesehener Kinder- und Jugendpsychiater. Eltern vertrauten ihm, Jugendämter arbeiteten mit ihm zusammen, seine Bücher wurden Bestseller. Doch nun steht Michael Winterhoff vor Gericht – angeklagt wegen gefährlicher Körperverletzung in 36 Fällen. Winterhoff bestreitet die Vorwürfe vollumfänglich und will sich gegen sie verteidigen.
Was geschah hinter den Türen seiner Praxis? Wurden Kinder wirklich mit starken Psychopharmaka ruhiggestellt, ohne medizinische Notwendigkeit? Und wie konnte die Gesellschaft so lange wegsehen?
In „Medizin, Macht, Moral - Der Fall Winterhoff“ gehen wir diesen Fragen nach. Wir sprechen mit Betroffenen, rekonstruieren den Skandal und begleiten den Prozess gegen einen Mann, der einst als Koryphäe galt – und nun im Zentrum eines der größten Medizinskandale Deutschlands steht.
https://ga.de/thema/michael-winterhoff/